Die Zensoren

Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat

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Der Zensor, dein Freund und Überwacher. Ein faszinierendes Stück Kulturgeschichte

Der Zensor als systemtreuer, ignoranter Bürokrat, der einem autoritären, repressiven Staat dient und der Literatur erheblichen Schaden zufügt – dies ist das gängige Bild. Dass es jedoch viel zu kurz greift, beweist Robert Darnton in seiner fesselnden, glänzend recherchierten Darstellung. Der renommierte US-Historiker zeigt, nach welchen Mechanismen die Kontrolle von Literatur funktioniert hat und wer die Menschen waren, die dahinter steckten.

Das vorrevolutionäre Frankreich, Indien zur Zeit der Kolonialherrschaft, das DDR-Regime – um sich dem Phänomen der Zensur zu nähern, blickt Robert Darnton auf unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Orte. Im Mittelpunkt seiner Studie steht die Person des Zensors, seine Arbeit, sein Selbstverständnis, seine Beziehung zu Autoren, Verlegern und Buchhändlern. Dass der Zensor dem Literaturbetrieb nicht notwendigerweise schaden wollte, sondern sich bei aller Staatstreue auch als sein Unterstützer begriff, ist nur eine der überraschenden Erkenntnisse. So entsteht auf Grundlage exklusiven Quellenmaterials ein ungewöhnliches, facettenreiches Stück Kulturgeschichte – von einem der renommiertesten Historiker unserer Zeit.

»Darnton (ist) nicht nur ein Mann der Archivfunde, sondern auch ein exzellenter Erzähler.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2016

Aus dem Englischen von Enrico Heinemann
Originaltitel: Censors at Work
Originalverlag: W.W. Norton
eBook epub (epub), 11 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-15678-7
Erschienen am  29. Februar 2016
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Vita

Robert Darnton

Robert Darnton, geboren 1939, ist Professor für Geschichte an der Harvard University. Seine Forschungen widmen sich der Kultur-, Ideen- und Mediengeschichte, insbesondere im Frankreich des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Seine Bücher, etwa über „Mesmerismus“ oder „Das große Katzenmassaker“ gehören zu den Klassikern der Geschichtsschreibung und sind vielfach ausgezeichnet worden.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Wir glauben zu wissen, wie Zensur funktioniert ... Doch der amerikanische Historiker Robert Darnton bringt unsere Überzeugungen mit einem brillanten Buch ins Wanken.«

NZZ am Sonntag (CH), 06.03.2016, Manfred Papst:

"Brillante Fallstudien zur Geschichte der Zensur."

Süddeutsche Zeitung (20. Mai 2016)

"Wer meint, dass Darnton nur auf erwartbare Geschichten gestoßen ist, in denen Zensoren Literatur verhindern, der irrt."

3sat "Kulturzeit" (09. Mai 2016)

"Robert Darntons provokant-erhellende Studie stellt auf der Grundlage intensiver Archivarbeiten viele gängige Vorurteile infrage (…)."

NZZ (11. Mai 2016)