Eiskalte Hölle

Thriller

(8)
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Ein einsames Dorf in den Bergen. Ein grausamer Leichenfund im verschneiten Wald. Und eine Ermittlerin, die sich bald selbst nicht mehr trauen kann ...

Norditalien: Im Wald nahe eines kleinen Bergdorfs wird die Leiche eines Mannes gefunden. Sein Gesicht ist völlig entstellt, um ihn herum sind Tierfallen aufgebaut. Ein Ritualmord? Die Profilerin Teresa übernimmt zusammen mit ihrem neuen Kollegen Massimo die Ermittlungen. Doch der Ort scheint ein düsteres Geheimnis zu bergen, das die beiden tief in die Vergangenheit bis hin zu einem mysteriösen Waisenhaus führt. Und während der Mörder sein nächstes Opfer ins Visier nimmt, wird der Fall für Teresa immer mehr zum persönlichen Albtraum. Sie hat das Gefühl, niemandem mehr trauen zu können – vielleicht nicht einmal mehr sich selbst ...

»Atmosphärisch dichtes Thriller-Debüt.««

emotion (05. Dezember 2019)

Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Originaltitel: Fiori sopra l'inferno
Originalverlag: Longanesi, Mailand 2018
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23704-2
Erschienen am  11. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein düsteres Thriller Debüt

Von: buchwurm05

31.01.2020

Im kleinen Bergdorf Travenì wird die Leiche eines grausam zugerichteten Mannes gefunden. Während seine neuen Kollegen schon am Tatort sind, muss sich Ispettore Massimo Marini alleine auf den Weg machen. Obwohl er an seinem ersten Tag nur 5 Minuten zu spät ist, hat keiner auf ihn gewartet. Schon die erste Begegnung mit seiner Chefin Commisario Teresa Battaglia verläuft alles andere als gut. Und dann ist da noch Travenì, das ein düsteres Geheimnis zu bergen scheint........ "Eiskalte Hölle" ist das Thriller Debüt von Ilaria Tuti. Geschrieben aus Sicht eines allwissenden Erzählers. Diese Sichtweise gibt einen guten Einblick über die einzelnen Charaktere. Nach und nach lernt man sie und ihre Eigenarten besser kennen. Auf Privates wird weitestgehend, bis auf ein paar Ausnahmen, verzichtet. Die beiden Hauptcharaktere sind sehr unterschiedlich und so kam es in manchen Situationen zu einer gewissen Situationskomik. Der Fokus liegt eindeutig auf dem düsteren und ungewöhnlichen Fall, der nichts für schwache Nerven ist. Durch kleinere Erzählstränge, die in die Vergangenheit führen, baut sich die Spannung langsam auf. Steigert sich allmählich bis zum Showdown, bei dem Teresa beweist, dass sie nicht nur intelligent ist, sondern auch ein Herz hat. Fazit: Ein gelungenes Thrillerdebüt, mit einem düsteren und geheimnisvollen Fall. Dessen Protagonisten mir mit ihren Ecken und Kanten gut gefallen und dadurch zu mancher Situationskomik beigetragen haben. Nichts für schwache Nerven. Lediglich am Anfang wären mir ein paar weniger Gedankengänge bezüglich des Täterprofils lieber gewesen. Empfehle ich gerne weiter.

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Bitte mehr von der Commissaria

Von: Buch SUCHT Blog

29.12.2019

Der Start in den neuen Job hätte nicht schlechter verlaufen können. Bereits am ersten Arbeitstag tritt Ispettore Marini, der Neue im Team von Commissario Battaglia in jedes Fettnäpfchen, das er findet kann. Zuerst verwechselt er seine neue Vorgesetzte Teresia Battaglia mit einem Kollegen, da ihm nicht klar ist, dass sich hinter „Commissario Battaglia“ eine Frau verbirgt, dann hat er die komplett falsche Kleidung für einen Tatort in den norditalienischen Alpen Ende November an und mit der aggressiven Art seiner neuen Chefin, die ihn regelmäßig spüren lässt, dass sie ihn für inkompetent hält, kommt er überhaupt nicht klar. Und auch der erste Fall hat es in sich: in der Nähe des Bergdorfes Travenì wird die nackte Leiche des Ingenieurs Roberto Valent gefunden, dem die Augen mit bloßen Händen herausgerissen wurden. Dass die Bewohner des Dorfes allen Menschen, die von außerhalb kommen, misstrauen, macht die Ermittlungen auch nicht leichter. Teresa Battaglia, die Chefin des Ermittlerteams, hat mich von Anfang an komplett überzeugt. Mit Mitte 60 ist sie deutlich älter als sonst übliche Ermittler. Sie ist aggressiv, hart zu sich und zu ihren Mitarbeitern und den sprichwörtlichen weichen Kern sucht man fast immer vergebens. Nur, wenn sie mit Kindern spricht, zeigt sie, dass sie ein Herz hat. Sie ist Diabetikerin, wurde als junge Frau Opfer häuslicher Gewalt und leidet an einer nicht näher benannten Krankheit (Demenz?), die sie immer mehr einschränkt. Sie nimmt weder auf sich noch auf ihre Mitmenschen Rücksicht, erwartet aber auch, dass man keine Rücksicht auf sie nimmt. Massimo Marini, der Neue im Team, ist die zweite Hauptperson des Romans. Über seine Gründe, sich in die Provinz versetzen zu lassen, ist nicht viel bekannt. Er kämpft um die Anerkennung der Commissaria, versteht anfangs nicht, warum sie ihn so schlecht behandelt und fühlt sich durch die Missachtung seiner Chefin herausgefordert, so dass er ihr unbedingt zeigen will, was in ihm steckt. Die restlichen Mitglieder des Ermittlerteams bleiben leider etwas farblos, lediglich der Chefpathologe Antonio Parri, mit dem Battaglia eine jahrelange berufliche Freundschaft verbindet, hat ein wenig mehr Profil. Da erhoffe ich mir in den hoffentlich folgenden Romanen um die Ermittlerin mehr Tiefgang, gerade, was die Nebendarsteller angeht. Das gleiche gilt leider für einen Großteil der Dorfbewohner, die ebenfalls sehr blass bleiben. Hier stechen nur der Dorfarzt und der Chef der örtlichen Gendarmerie heraus, der aus einer Mischung von falsch verstandener Loyalität zu den Dorfbewohnern und Inkompetenz die Ermittlungen eher behindert als unterstützt. Eine weitere Ausnahme bilden die vier Kinder Mathias, Lucia, Diego und Oliver, die eine entscheidende Rolle in der Geschichte um den brutalen Mörder spielen. Herausragend aber ist der Täter, der psychologisch einer der spannendsten Mörder ist, die ich seit langem in einem Thriller oder Krimi getroffen habe. Er verkörpert viele scheinbar widersprüchliche Facetten, die sich in der Auflösung des Falles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfinden. Überhaupt liegt die Stärke dieses Debütromans in der Psychologie, die den Handlungsweisen der einzelnen Akteure zugrunde liegt und in der Schilderung der archaischen Welt des Bergdorfes mit seinen für Fremde schwierig zu verstehenden Mythen und Ritualen. So ist der jungen italienischen Autorin ein verheissungsvoller Auftakt einer Thrillerreihe gelungen, der allerdings noch Luft nach oben hat. Hier hoffe ich auf eine Steigerung in den möglichen Fortsetzungen. Ein zweiter Teil der Reihe ist kürzlich in Italien erschienen. Etwas schade finde ich, dass der Verlag mit „Eiskalte Hölle“ einen absolut nichtssagenden Titel gewählt hat. Hier hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht, zumal der Originaltitel „Fiori sopra l’inferno“ (Blumen über der Hölle) wesentlich poetischer klingt.

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Vita

Ilaria Tuti wollte als Kind immer Fotografin werden, studierte dann aber Wirtschaft. Sie liebt die Berge, malt gern und arbeitet unter anderem auch als Illustratorin für ein kleines italienisches Verlagshaus. Mit »Eiskalte Hölle« erfüllt sie sich den Traum vom Schreiben. Ihr spektakuläres Thrillerdebüt spielt im Nordosten Italiens, dort, wo Ilaria Tuti aufgewachsen ist. Die Autorin lebt im italienischen Friaul.

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Pressestimmen

»Es gibt keine genialere Ermittlerin als Teresa Battaglia!«

Corriere della Sera

»Unheimlich und wahnsinnig atmosphärisch!«

The Guardian

»Ein lang erwartetes Debüt!«

La Repubblica

»Ilaria Tutis großartiger erster Thriller macht sich auf ganz besondere Weise den Tod zu Nutze, um über das Leben zu erzählen.«

Vanity Fair

»Eine Autorin mit einem herausragenden Talent. Ein Thriller mit einem unerbittlichen Tempo. Und eine außergewöhnlich authentische Heldin.«

Coup de cœur, Gérard Collard

»Ilaria Tuti hat mit der Ermittlerin Theresa Battaglia eine authentische, energiegeladene Figur geschaffen, deren Kraft man noch über die gedruckten Seiten des Buchs hinaus spürt.«

Corriere della Sera

»Eine Geschichte voll dramatischer Wendepunkte!«

Wired.it