The Lost

Roman

(2)
Taschenbuch
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Ein heißer Tag. Ein Campingplatz im Wald. Zwei Frauen – Opfer für den Teenager Ray, der töten will. Er richtet ein Blutbad an, bei dem seine Freunde tatenlos zusehen. 1969, fünf Jahre später: Ray konnte nie überführt werden und ist nach wie vor auf freiem Fuß. Doch er lebt immer einen Schritt vom Abgrund entfernt, und seine Scheinwelt aus Drogen, Sex und krankhaftem Egoismus droht zusammenzubrechen. Was folgt, ist ein Ausbruch des Wahnsinns von albtraumhafter Intensität.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis
Originaltitel: The Lost
Originalverlag: Leisure Books
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67627-5
Erschienen am  10. Dezember 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

The Lost

Von: Jessica

15.03.2019

Krasses Buch! Und das auch noch nach einer wahren Begebenheit… Zu Beginn des Buches erschießt der Teenager Ray zwei Frauen. Einfach nur deshalb, weil er sie für lesbisch hält und er Lesben hasst. Sich selbst hält er natürlich für den King. Seine Freunde Jennifer und Tim müssen seine Morde mitansehen. Sie halten natürlich zu ihrem Freund und verlieren kein Wort über diese schreckliche Nacht. Die Jahre vergehen, Ray ist noch immer ein Arsch, zu weiteren Morden ist es aber nicht gekommen. Natürlich hält er sich auch nach wie vor für unwiderstehlich. Er ist es gewohnt, dass die Dinge so laufen, wie er es sich vorstellt und dass die Menschen das machen, was er möchte. Dann passiert es jedoch, dass erst Sally ihn abblitzen lässt und später Katherine, mit der er ein paar Dates hatte, ihm sagt, dass sie keine Beziehung mit ihm möchte. Als er sich dann auch noch von seinen Freunden Tim und Jennifer hintergangen fühlt, rastet er völlig aus und sein Amoklauf beginnt… Das Buch fängt schon schnell krass an, bereits auf den ersten paar Seiten wird der Leser ins Geschehen geworfen und mit den Abgründen eines Menschen (Ray) konfrontiert. Eines der Mädchen, die er erschießt, stirbt gleich in der entsprechenden Nacht, das andere Mädchen erst Jahre später. Die Polizei hat Ray im Visier, die Morde können ihm aber nie nachgewiesen werden. Zwei Polizisten wollen ihn aber unbedingt dran kriegen und lassen nicht locker. Nachdem die Geschichte gleich ziemlich brutal losgeht, passiert dann lange erstmal nichts in die Richtung. Wirklich brutal wird es erst wieder auf den letzten 100 Seiten. Ab und zu war es zwischenzeitlich ein wenig langatmig. Jedoch erfährt man als Leser so sehr gut, was genau Ray für eine Art Mensch ist. Man bekommt ein sehr genaues Bild von ihm und schon lange vor seinem Amoklauf (und auch mal abgesehen von den Morden am Anfang) kann man nur zu dem Schluss kommen: Der Typ ist einfach krank! Und er ist das beste Beispiel für die Abgründe eines Menschen. Und das Traurige daran ist, es fällt nicht im geringsten schwer zu glauben, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Ray hat das Sagen, er ist der Anführer und seine Freunde folgen. Sie sind schwach, sie sind feige und sie denken nicht im geringsten nach. Erst als es eigentlich schon zu spät ist, fängt sein Freund Tim an, sich der Polizei zu öffnen. Zu dem Zeitpunkt ist Jennifer aber schon in Ray’s Gewalt und niemand weiß, ob sie überhaupt noch lebt. Hätten seine Freunde von Anfang an mit der Polizei kooperiert, wären viele Menschen am Leben geblieben.

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Wenn man aus lauter Frust zum Monster wird...

Von: Literaturchaos

07.09.2017

Mein erster Jack Ketchum! Ich war auf einen Roman eingestellt, der mich in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken lassen sollte - und wurde nicht enttäuscht. Spannend in dem Sinne ist dieser Roman nicht, denn man kennt den Mörder von Anfang an. Somit erübrigt sich für den Leser die beliebte "Wer war es denn nun?" -Frage. Man wird beim Lesen eher zum Voyeur: die Handlung ist grausam, blutig, brutal, beklemmend, unfassbar und deprimierend....aber man MUSS einfach weiterlesen. Lesen, wie aus einem gelangweilten Teenager ein Monster wird, lesen, wie niemand etwas dagegen tut und lesen, wie besagter Teenager immer weiter in einen Strudel aus Hass, Gewalt, Sex und Drogen rutscht, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Als Leser "weiß" man mehr als die Protagonisten und würde daher das ein oder andere mal wirklich gerne in die Handlung eingreifen und sämtliche Personen anschreien "Jetzt macht doch endlich die Augen auf und erkennt, was offensichtlich ist!!!". Jack Ketchum vermag es durch seinen Schreibstil, den Leser zu schockieren und bei der Stange zu halten, insofern waren die 430 Seiten innerhalb kürzester Zeit von mir durchgelesen. Zur Geschichte: 1965 in der Kleinstadt Sparta in New Jersey. Der gelangweilte Teenager Ray, der kein Ziel in seinem Leben hat und seine Zeit mit Drogen, Alkohol und Sex totschlägt, bringt zwei Camperinnen um. Einfach so. Auf brutalste Art und Weise und vor den Augen seiner Freunde Tim und Jennifer. Schon hier erkennt man die Rangfolge in dieser kleinen Truppe. Ray gibt die Kommandos, Tim und Jennifer befolgen sie. Obwohl sie Ray fürchten und irgendwie auch hassen, wagen sie es nicht, ihm Kontra zu geben oder den Kontakt zu ihm einzustellen. 1969. Obwohl die ermittelnden Polizisten Ray von Anfang an als Mörder der zwei Camperinnen in Verdacht hatten, konnte ihm nie etwas nachgewiesen werden. So genießt er seine Freiheit nach wie vor, arbeitet ein wenig im Motel seiner Eltern und konsumiert Drogen und Alkohol in rauen Mengen. Jennifer und Tim hingegen sind seit den Morden nicht mehr dieselben. Sie belastet diese Tat stark, trotzdem haben sie dichtgehalten. Aus Jennifer ist ein psychisches Wrack geworden. Sie kifft und säuft und geht immer wieder mit Ray ins Bett, obwohl er sie wie den letzten Dreck behandelt und zudem noch ganz öffentlich mit diversen anderen Mädchen was am Laufen hat. Denn Ray ist ein Frauentyp, der wahnsinnig gut aussieht und über eine Menge Charme und Ausstrahlung verfügt. Dass er allerdings auch unsicher ist und von Minderwertigkeitskomplexen geplagt wird, weiß nur Jennifer. Er lebt in seiner selbsterschaffenen kleinen Scheinwelt, was ihn selber immer wütender werden lässt. Ich habe beim Lesen, genau wie sämtliche Protagonisten, irgendwann angefangen zu resignieren. Hier kümmert sich jeder nur um die eigenen Probleme und so bleibt es nicht aus, dass die Geschichte auf ein ganz ganz böses Ende zusteuert. Für Zartbesaitete ist dieser Roman absolut nichts. Wer aber einen Einblick in die allertiefsten Abgründe der menschlichen Psyche nehmen will, dem sei das Buch empfohlen. Mich hat es sehr gut unterhalten.

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Vita

Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Er gilt heute als einer der absoluten Meister des Horror-Genres. 2011 wurde er zum Grand Master der World Horror Convention ernannt. Er erhielt fünfmal den Bram Stoker Award, sowie 2015 den Lifetime Achievement Award der Horror Writers Association. Jack Ketchum verstarb am 24. Januar 2018 in New York City, New York.

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