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Fließsand oder Eine todsichere Anleitung zum Scheitern Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17118-6

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Erschienen: 24.10.2016
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Zwei Freunde und tausend Katastrophen

Gescheiterter Schriftsteller, katastrophale Ehe, gefährlicher Brotjob – Liams Leben könnte besser sein. Doch zum Glück gibt es seinen besten Kumpel Aldo, den wahren Meister des Desasters. Und Liam ereilt die Inspiration: Er wird über Aldo schreiben! Um festhalten zu können, an welchem Punkt genau das Leben des auratischen Wiederholungstäters die Abzweigung in die permanente Katastrophe nahm, fährt Liam eine Parade von Aldos Missgeschicken auf, bei der eine in der Halsschlagader steckende Kuchengabel auf einer buddhistischen Hochzeitszeremonie noch das Geringste aller Probleme zu sein scheint. Wie mag das bloß alles enden ... Es gibt sicher noch Hoffnung, aber gibt es sie auch für Aldo?

Originell und mit schier unerschöpflichem Wahn- und Wortwitz erzählt Steve Toltz eine dunkle Komödie über zwei beste Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und schafft so einen zeitlosen Roman über das Wunder, die Tragik und die Absurdität der menschlichen Existenz.

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Rezension auf shitesite.de

Besprechung auf rezensoehnchen.com

»Der Text über diese seltsame Freundschaft ist hinreißend gut geschrieben. Aufwendig, explosiv, sprachgewaltig, sexy. Es ist ein großartiger Roman.«

NDR kultur, Neue Bücher, Annemarie Stoltenberg (15.11.2016)

Steve Toltz (Autor)

Steve Toltz wurde in Sydney geboren und lebte in Montreal, Vancouver, New York, Barcelona und Paris, wo er als Privatdetektiv, Kameramann, Telefonverkäufer, Sicherheitsbediensteter, Englischlehrer und Drehbuchautor tätig war. Vatermord und andere Familienvergnügen ist sein erster Roman, der 2008 für die shortlist des renommierten Booker Prize und des Guardian First Book Award nominiert und mit dem Christine-Stead-Preis ausgezeichnet wurde.

»Der Text über diese seltsame Freundschaft ist hinreißend gut geschrieben. Aufwendig, explosiv, sprachgewaltig, sexy. Es ist ein großartiger Roman.«

NDR kultur, Neue Bücher, Annemarie Stoltenberg (15.11.2016)

»Ein hochliterarischer Roman, der nicht nur lustig ist, sondern vor sprachlichem Einfallsreichtum nur so funkelt und sich ganz nebenbei philosophischen und religiösen Fragestellungen widmet!«

Ruhr Nachrichten, Andreas Schröter (24.10.2016)

»Wieder ein Fest an großartigen und höchst skurrilen Einfällen, das für beste Unterhaltung und reichlich Lachen sorgt.«

Lebensart im Norden, Heiko Buhr (01.01.2016)

»Erzählt in einer Art und Weise, dass dem Leser der Atem stockt. Toltz taucht den Leser gnadenlos in ein Wechselbad – lauwarm ist es nie.«

BÜCHERmagazin, Manuela Haselberger (01.12.2016)

»Ein halsbrecherischer Roman voller großartig erzählter Begebenheiten - so unberechenbar und witzig wie das Leben selbst. So traurig auch.«

Das Magazin (01.01.2016)

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Aus dem Englischen von Klaus Timmermann Ulrike Wasel
Originaltitel: Quicksand
Originalverlag: Sceptre

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17118-6

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

NEU
Erschienen: 24.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Lehrstück im Versagen

Von: YukBook Datum: 18.01.2017

www.yukbook.me

Jeder Mensch kennt vermutlich jemanden, dessen Leben genügend Stoff für einen Roman liefert. Liam, Protagonist dieser Geschichte von Steve Toltz, hat sogar das Glück, mit solch einer Person seit seiner Jugend befreundet zu sein. Dies bringt Liam, der statt Polizist viel lieber Schriftsteller geworden wäre und noch auf seinen großen Durchbruch wartet, auf die Idee, ein Buch über seinen Freund Aldo Benjamin zu schreiben.

Dass Aldo eine ganz einzigartige Person ist, kann der Leser nach den ersten Kapiteln kaum bestreiten. Allein die Geschäftsideen, mit denen der mittellose Unternehmer zwar Investoren gewinnen, aber keine müde Mark verdienen konnte, füllen ein Buch für sich. „Lehrstücke im Versagen“ nennt Liam Aldos endlose Produkteinführungen. Höchst amüsant ist auch, wie sich Aldo ein Netzwerk von nützlichen Berufsvertretern wie Polizisten, Anwälte und Ärzte, allesamt „menschliche Feuerlöscher“ aufbaut, die ihm in jeder Lebenslage aus der Patsche helfen. Dies ist auch vonnöten, denn in der Patsche zu sitzen entwickelt sich für Aldo zu einem Dauerzustand. Er schlittert von einer Katastrophe in die nächste. Meint man, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, wird man eines Besseren belehrt.

Verstärkt wird diese Aneinanderreihung von Desastern auch stilistisch. Steve Toltz ist ein Meister der Aufzählungen, sei es von unsinnigen Produkten, die Aldo auf den Markt lancierte, von Dingen, die er hasst oder von Arten, wie ein Mensch nicht begraben werden will. Da kann ein Satz locker über eine Seite hinausgehen. Man wird förmlich in den Gedankenstrom des Erzählers hineingerissen und staunt über den fantastischen Einfallsreichtum und schrägen Humor. Eine explosive Vitalität zieht sich durch den gesamten Roman. Manchmal trägt der Erzähler jedoch zu dick auf und man weiß nicht recht, was er damit bezweckt. Soll man Aldos Hass auf die Welt, auf die Absurditäten und Ungerechtigkeiten im Leben teilen oder ist alles so verrückt und grotesk, dass es gar nicht ernst zu nehmen ist?

Der zweite Teil, der aus Aldos Sicht geschildert wird, verliert durch lange Ausschweifungen ein wenig an Schwung. Mit der Zeit nervte mich zunehmend die penetrante Auswalzung menschlicher Leidensfähigkeit. So ist der Roman durch den Wortwitz und die überbordende Fantasie durchaus lesenswert, kommt jedoch an Toltz’ erstes Werk „Vatermord und andere Familienvergnügen“, der mich vollends begeisterte, nicht ganz heran.

Dicht, ehrlich, packend, humorvoll und unterhaltsam dazu

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 12.12.2016

www.rezensions-seite.de

Da muss schon einiges passiert sein, was den ständig auf „die große Nummer“ wartenden und ständig „big deals“ erprobende Aldo hinter sich hat, wenn er zu Beginn des Romans im Rollstuhl sitzend einen äußerlich erbärmlichen und innerlich aufgewühlten Anblick bietet.

Und da muss mehr passiert sein, als das seine „große Liebe“ gerade dabei ist, einen anderen zu heiraten und „ihren“ Aldo natürlich mit Funktion zur Hochzeit eingeladen hat. Als Platzanweiser.

Was alles sehr überzogen wirkt, zu Beginn, Was doch kaum sein kann, dass einem Mann ständig höchste Merkwürdigkeiten mit stark negativen Folgen für seine Gesundheit „über den Weg laufen“.

Doch Toltz gelingt es, und das vor allem mit seiner lapidaren, ironisch-zynischen, genau beschreibenden Sprache, diesen Aldo für den Leser absolut greifbar und in all seinen Fettnäpfchen realistisch wirkend vor Augen zu führen.

Was, neben der Sprache, auch an der zweiten Hauptfigur des Romans, des „heimlichen“ (da noch nicht veröffentlichten und bisher nur abgelehnten) Schriftstellers und, im Hauptberuf, Polizisten, Liam zu verdanken ist.

Bester Freund seit Jugendzeiten, echter „Buddy“, der seinen Beruf nicht selten dazu nutzen muss, Aldo irgendwo heraus zu holen, wenn dieser sich wieder in einer Sackgasse befunden hat, aus der es ohne Verletzungen keinen Weg herausgab.

Was liegt nun näher, als diesen Irrsinn, der Aldos Leben bestimmt, einfach als Stoff für den eigenen, neuen Roman zu nutzen? Und so nimmt Liam im Buch den Leser mit hinein in die Geschichte Aldos, in seine eigene (Verheiratet, so la la, Vater, „Broterwerber“) und die vielfachen Merkwürdigkeiten, die beide zusammen erlebten. Samt einer gehörigen Portion „Blick auf die Welt“, die Toltz seinen beiden Figuren unnachahmlich, mit trockenem Witz und massiver Ironie mit in den Mund legt.

„Du weißt, früher wollten die Leute Rockstar werden und heute reicht es ihnen, wenn Rockstars auf ihren Geburtstagspartys spielen? Du weißt, dass wir Pornographie inzwischen für Meinungsfreiheit halten? Und wir haben schon immer gewusst, dass die Leute ihre Freiheit hassen, aber jetzt wissen wir auch, dass sie ihre Privatheit verachten“.

Dies und noch viel mehr, das Buch strotzt geradezu davon, sind die Einsichten eines Mannes, der von der äußeren Erscheinung her schon sein Päckchen zu tragen hat, bei dem Pech hinzutritt, Wagemut überhand nimmt, und der dennoch nicht sich für falsch, sondern die Welt für einen merkwürdigen Ort hält.

Wobei der Leser Seite für Seite mehr dazu neigt, diesem Aldo recht zu geben, der mit seinem auffälligen Verhalten Reaktionen provoziert, in denen sehr klar und präzise von Toltz ausgeführt wird, wie der Mensch der Moderne „so drauf“ ist. Und da wird weitaus Beschämenderes vom Zustand der Welt zur Sprache kommen als die jugendlichen „harten Kerle“, die Aldo zwingen wollen, den Tageshöchstbetrag aus dem Automaten zu holen. Wenn dieser nicht just in diesem Moment seine PIN vergessen hätte. Und wiederum nur mit Blessuren den Ort der Handlung verlassen wird.

Wie stark dabei echte Freundschaft das Leben trägt, wie absolut direkt, klar, ehrlich und ohne jede Rücksichtnahme die Kommunikation der beiden verläuft, all das macht diesen Roman zu einem echten Pageturner und einer Gratwanderung zwischen Realität und Wahnsinn, die den Leser immer weiter im Sog der Erzählung hält.

Im Blick auf „deinen Mordprozess und deine frappierende Aussage natürlich. Deine Unmengen an geschäftlichen Misserfolgen. Dein grässliches Pech. Deinen miserablen Gesundheitszustand. Deine schrille Verzweiflung. Dein totes Kind“. Was alles zur Sprache kommen wird in diesem hervorragenden Roman.

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