Ich bin Gideon

Roman

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Gideon Nav reicht es. Sie hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark Nonagesimus, der Erbin eben jenes Hauses, die Gideon mit ihrer herrischen Art das Leben schwer macht. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Planeten zu verschwinden. Doch sie wird erwischt. Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unangenehm: Sie soll Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?

  • Ein Roman wie ein Gitarrenriff – Gideon rockt!

  • Ein von einem Totenkult beherrschter Planet, eine unbeugsame junge Frau und die atemberaubende Geschichte ihrer Flucht

  • Tamsyn Muir hat einen so packenden wie lässigen Action-Roman mit einer unvergesslichen Heldin geschrieben

»Wer so schreibt wie Tamsyn Muir muss verrückt sein. Oder genial.«

Warren Ellis (13. August 2019)

Aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt
Originaltitel: Gideon the Ninth - Book 1 Ninth House
Originalverlag: Tor Books
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24439-2
Erschienen am  13. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Irrsinniges Genremix-Abenteuer

Von: unzensiert♡team

14.05.2020

Gideon Nav hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Ort zu verschwinden. Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unerwartet: Sie soll ihre Erzfeindin Harrowhark, Herrscherin des Neunten Hauses, an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnehmen soll. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten... (gekürzter Klappentext) Chaotisch. Überfordernd. Eklig. Irrsinnig. Spannend. Faszinierend. Frustrierend. Das waren unsere ersten Gedanken, nachdem wir dieses Monster- oder Meisterwerk zu Ende gelesen haben. Aber der Reihe nach: Sprachlich ist Tamsyn Muir zunächst irritierend. Das Fantasy-Weltraum-was-auch-immer-Abenteuer vermischt kultische, elitäre und Standardsprache miteinander und erzeugt so einen eigentümlichen Mix aus Fremd- und Vertrautheit. Inhaltlich ist dieses Buch irrsinnig. Das eBook hatte bei uns ca. 490 Seiten. Die ersten 40 Seiten waren für uns nur Chaos, weil wir einfach keine Ahnung hatten, worum es geht. Mitten hineingeworfen in Gideons Lebenswelt konnten wir nur zusehen, was da passiert, ohne den blassesten Schimmer, warum eigentlich. Auf Seite 100 überlegten wir kurz, das Ganze abzubrechen. Und dann hingen wir drin und konnten nicht mehr aufhören. Es war dann auch egal, wenn wir zwischendurch nicht mehr ganz genau die Figuren kannten oder wussten, wer welcher Charakter ist (am Anfang gibt es freundlicherweise eine Übersicht, falls man nachschlagen will. Wollten wir nicht, wir wollten weiterlesen). Bis das letzte Wort gelesen war, waren wir gefesselt von den Rätseln in Haus Canaan, Harrowharks Nekromantik, Dulcineas Geheimnis, Magnus' Freundlichkeit und natürlich Gideon höchstselbst. Der ganze Kosmos, den die Autorin hier erdacht hat, ist sehr umfangreich und voller – nicht immer verständlicher – Regeln und (Natur-)Gesetzen. Nicht alle Charaktere konnten wir uns erschließen, manche hatten wir bis zum Ende nicht wirklich vor Augen. Auch Gideon selbst ist uns nicht so nah gekommen, wie es Hauptfiguren in anderen Büchern üblicherweise tun. Dafür ist sie bis zum Ende zu undurchschaubar. Nur ein Teil ihres Innenlebens wird offengelegt, doch zumindest hat sie uns insofern berührt, dass wir wie gebannt verfolgt haben, was sie so treibt. Was genau Tamsyn Muir da erschaffen hat, können wir nicht sagen. Was man auf jeden Fall wissen sollte (für uns der letzte Schlag, den dieses Buch uns verpasst hat): Es ist kein Einzelband, sondern der Beginn einer Trilogie. Wir können nur hoffen, dass die nächsten Teile bald erscheinen. Das Buch vereint verschiedene Strömungen und beinhaltet so viele Informationen, die als selbstverständlich vorausgesetzt ohne Erläuterung im Raum stehen, dass man es gelesen haben muss, um wirklich zu erfassen, worum es geht oder was wir damit meinen, dass es eine Mischung aus allem ist. Trotz der beim Lesen andauernden Verwirrung lohnt es sich jedoch, da die Geschichte sprachlich unkonventiell ist, inhaltlich etwas Neues erschaffen wurde und wir keinen einzigen "Das-ist-ja-wie-in..."-Moment erlebt haben. Auch sind uns die Charaktere, nachdem wir sie erst einmal ein wenig kannten, doch sehr ans Herz gewachsen – grade weil sie nicht vorhersehbar agieren. Wir können auch verstehen, wenn jemand das Ganze völlig unsinnig findet, wir haben uns jedoch bestens unterhalten gefühlt. Fazit: Das ist keine Fantasy, keine Science-Fiction, keine übliche Magie, kein Weltraumabenteuer. Es ist alles zusammen und, wie die Mathematik es will, im Ganzen eben mehr als die Summe seiner Teile. Außerdem ist es brutal, sprachlich derbe und auf jeden Fall nicht für eine jüngere oder zart besaitete Leserschaft geeignet. Von uns gibt es 4 von 5 Sternen, den nächsten Teil werden wir auf jeden Fall lesen – wie könnten wir auch anders?

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Ein Genremix jenseits üblicher Pfade

Von: Der Büchernarr

06.05.2020

Der Debütroman von Tamsyn Muir hat in den USA hohe Wellen geschlagen, wurde vielfach lobend erwähnt und findet sich seit längerer Zeit in den Bestsellerlisten. Ich selbst frage mich eher, was in dem Kopf der Autorin vorgehen muss, um eine derart abgedrehte und abstruse Geschichte auf Papier zu bringen. Das Imperium der Nekromanten Dabei ist es gar nicht mal das Imperium (das neun Platen umfasst, auf dem je eine eigene Art der Nekromantie praktiziert wird) das diese Geschichte derart ungewöhnlich macht, sondern die Art und Weise wie Muir die Geschichte erzählt und die Figuren darstellt. Selten waren mir alle(!) Charaktere in einem Buch derart unsympathisch und handelten so unlogisch und wenig nachvollziehbar. Selbst die Anti-Liebesbeziehungen vor allem zwischen den beiden Hauptfiguren hat in meinen Augen verdammt wenig Substanz, vor allem wenn ich auf das Ende des Buchs schaue. Der Schreistil und die Ausdrucksweise ist recht derb und zuweilen frivol. Ein Stilmittel der Autorin, um die Andersartigkeit des Werks zu unterstreichen und das tatsächlich passt, um ja keine Sympathien aufkommen zu lassen. Allerdings scheint es mir oftmals auch ein Stilmittel zu sein, dass die etwas simple Story zu überdecken scheint. Denn die Geschichte ist alles andere als komplex oder tiefgreifend. Der Fokus liegt ganz eindeutig auf dem “Drumherum”. Das Buch wird als Science Fiction Roman gelistet, aber in meinen Augen passt es so gar nicht in dieses Genre. Aber eben auch in kein anders. Es hat ein bisschen was von jedem Genre, fühlt sich aber nirgendwo heimisch. Ich persönlich würde es ja schon fast dem Nonsense zuordnen, da so gar keine klare Linie erkennbar ist. Fazit Der Hype, der um dieses Buch gemacht wird, scheint mir ein wenig übertrieben. Ja, dieses Buch ist sehr anders und sticht sicherlich aus der Masse hervor. Der Leser muss aber auch sehr empfänglich für ein solches Werk sein, das so mancher mehr als Kunstwerk als Roman betrachtet. Mit persönlich war es zuweilen etwas zu abgedreht und zu wenig auf die Geschichte selbst fokussiert. Dennoch darf jeder einen Blick riskieren, der jenseits üblicher Pfade ungewöhnliche Buchwelten entdecken möchte.

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Vita

Tamsyn Muir ist in Howick, Neuseeland aufgewachsen und wohnte lange Zeit in Wellington. Inzwischen lebt und arbeitet sie in Oxford, England. Für ihre Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Kurzgeschichten war sie bereits für den Nebula Award und den World Fantasy Award nominiert. »Ich bin Gideon« ist ihr erster Roman.

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Pressestimmen

»So viel Spaß und Nervenkitzel wie bei ›Ich bin Gideon‹ hatte ich schon lange nicht mehr!«

Kameron Hurley (13. August 2019)