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Nacht über Tanger Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21779-2

NEU
Erschienen:  13.08.2018
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Tanger 1956: Alice Shipley ist ihrem Mann John von England in das von politischen Unruhen aufgeheizte Marokko gefolgt. Doch die Hitze und die fremde Kultur machen es Alice schwer; während John sich immer mehr ins Nachtleben der pulsierenden Stadt stürzt und kaum mehr zu Hause ist, verkriecht sich Alice in der gemeinsamen Wohnung, gleitet in eine Depression. Da steht eines Tages Lucy Mason vor ihrer Tür, Alice' Zimmergenossin und Freundin aus Collegezeiten in Vermont, die sie seit einem mysteriösen Unfall ein Jahr zuvor nicht mehr gesehen hat.

Die unabhängige und furchtlose Lucy entdeckt Tanger schnell für sich und versucht Alice aus ihrer Isolation zu befreien. Doch Alice beschleicht bald das ihr nur allzu vertraute Gefühl, von Lucys Fürsorge kontrolliert und erstickt zu werden. Als John plötzlich verschwindet, wird Alice von dem Unfall in Vermont eingeholt und sie fängt an, an Lucys Vertrauenswürdigkeit und ihrem eigenen Verstand zu zweifeln ...

Ein vielschichtiger, spannender, psychologisch tiefgründiger Roman, erzählt aus zwei Ich-Perspektiven, die den Leser bestricken und verstricken in eine komplexe Freundschaft, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn fließend sind.

»Elegant und bildhaft erzählt Christine Mangan von dieser folgenreichen Frauenfreundschaft.«

FREUNDIN (22.08.2018)

Christine Mangan (Autorin)

Christine Mangan, geboren 1982, hat Creative Writing studiert und am University College Dublin zur Gothic Literature promoviert. Nacht über Tanger ist ihr erster Roman, der sich in 20 Länder verkauft hat. Die Filmrechte gingen an die Produktionsfirma von George Clooney. Christine Mangan lebt in Brooklyn, New York, und schreibt an ihrem zweiten Roman.

»Elegant und bildhaft erzählt Christine Mangan von dieser folgenreichen Frauenfreundschaft.«

FREUNDIN (22.08.2018)

Aus dem Amerikanischen von Irene Eisenhut
Originaltitel: Tangerine
Originalverlag: Ecco

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21779-2

€ 17,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

NEU
Erschienen:  13.08.2018

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Ein wahrer Psycho-Thriller!

Von: Annette Traks Datum: 04.09.2018

www.annette-traks.com

Nach dem frühen Tod ihrer Eltern hat Alice Shipleys in England lebende Tante Maude die Vormundschaft für das Mädchen übernommen. Als Alice später zum Studium in das im amerikanischen Bundesstaat Vermont gelegene Bennington zieht, ist sie froh, gleich am ersten Tag Lucy Mason kennenzulernen. Beide teilen ein Zimmer und werden beste Freundinnen.

Doch die Zeit dort endet für Alice abrupt mit einer Katastrophe.

Nach längerem Krankenhausaufenthalt und traumatisiert kehrt sie - noch nicht volljährig - in die Obhut ihrer Tante nach England zurück.

Bereits nach wenigen Monaten trifft sie dort John McAllister. Obwohl er nicht der Mann ihrer Träume ist, nimmt sie seinen Heiratsantrag an und zieht kurz nach der Hochzeit, im Jahr 1956, mit ihm nach Tanger.

Sie hofft, dort die Vergangenheit hinter sich lassen zu können und malt sich eine schöne Zukunft aus. Doch die Realität ist anders: John und ein Freund vergnügen sich in der Stadt, im Hamam, auf Märkten oder im Hinterzimmer von Cafés und genießen das Nachtleben. Alice aber gelingt es nicht, sich in der fremden Umgebung einzuleben; sie verlässt schließlich kaum noch die Wohnung.

Eines Tages steht völlig überraschend ihre ehemalige Zimmergenossin Lucy, zu der sie seit über einem Jahr keinen Konntakt mehr hatte, vor der Tür. Die junge Frau ist sofort von Tanger begeistert und versucht, die Freundin aus der Isolation zu reißen, indem sie sie zu gemeinsamen Unternehmungen überredet.

Doch Alice fühlt sich dadurch bedrängt und fremdbestimmt, leidet nur noch mehr. Als eines Nachts ihr Ehemann spurlos verschwindet, keimen Erinnerungen an die Katastrophe in Vermont auf, und sie fragt sich, ob Lucy möglicherweise ein falsches Spiel treibt.

Resümee:
Die Ereignisse werden - mit Ausnahme der letzten Szene - abwechselnd aus Alices und Lucys Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Dabei erinnern sie sich in Rückblenden auch an ihre gemeinsame Zeit auf dem College. Auf diese Weise entsteht ein immer detaillierteres Bild ihrer Persönlichkeit, und der Leser kann sich nicht nur denken, wie es damals zu dem mysteriösen schweren Unfall kam, sondern ihm graut auch immer mehr vor dem, was sich aktuell anzubahnen droht. Dabei hofft man ständig, dass der Hobby-Psychologe in einem sich irrt bzw. es Wendungen gibt, die eine Eskalation - wie auch immer sie konkret aussehen mag - vermeiden.

Die Dramatik wird auch durch den Aufbau des Buches vorangetrieben. Im Sinne einer Drei-Akte-Struktur nimmt die Handlung zwischen Prolog und Epilog folgenden Gang:

In Teil I, der Exposition, wird der Leser mit den Protagonisten Alice, Lucy und John, ihrer Situation sowie Persönlichkeit bekanntgemacht. Das Problem wird bereits angedeutet, sodass der Leser ahnt, dass Alices Leben in Tanger und ihre Ehe nicht glücklich werden.

Teil II dreht sich um die Konfrontation: Der Konflikt wird aufgebaut und steigert sich durch Komplikationen und unerwartete Wendungen immer mehr, bis es schließlich zur Eskalation kommt. Am Ende dieses Kapitels hält der Leser fassungslos die Luft an und fragt sich, ob und wie die Situation - speziell für Alice - noch geklärt werden kann.

Der III. Teil bringt schließlich die Auflösung bezüglich der Geschehnisse in der Vergangenheit und Gegenwart. Besonders gelungen finde ich es in Anbetracht der Thematik, dass die Autorin wie schon erwähnt die letzte Szene mit der Überschrift "Lucy" ausnahmsweise in der Er-Form geschrieben hat.

Apropos Thematik: Es geht u.a. um obsessive Liebe, gefährliche Eifersucht, deren Erscheinungsformen und Auswirkungen. Es ist der Autorin gelungen, die Problematik psychologisch tiefgründig und vielschichtig zu veranschaulichen.

Am Schluss ist festzustellen, dass beide junge Frauen eine Entwicklung durchgemacht haben.

Sehr gut eingefangen ist die exotische Atmosphäre Tangers mit dem Labyrinth aus engen Gassen, den pulsierenden, farbenfrohen und geruchsintensiven Souks, Pfefferminztees, Cafés und der Hitze.

Fazit: Dies ist nicht einfach "nur" ein Roman, sondern ein Psycho-Thriller, an dem auch Alfred Hitchcock und Daphne du Maurier ihre Freude gehabt hätten.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Nacht über Tanger

Von: Miss.mesmerized Datum: 26.09.2018

https://missmesmerized.wordpress.com/

Es ist ihr Mann John, der darauf drängt nach Tanger zu ziehen, Alice Shipley ist wenig begeistert davon und fühlt sich in Marokko sichtlich unwohl. Sie wurde auf ihrem Mädchen-College in Neuengland auch nicht auf ein solches Leben vorbereitet, überhaupt sollte eine junge Frau in den 1950ern in geordneten Verhältnissen leben. Alice ist einsam und unglücklich als plötzlich ihre ehemalige Zimmergenossin Lucy vor ihr steht. Schnell blüht sie auf, verlässt das Haus, doch mit Lucy sind auch die bösen Erinnerungen zurückgekehrt und Alice weiß, dass sie ihrer vermeintlichen Freundin nicht trauen darf. Die Vergangenheit hat sie eigentlich gelehrt, möglichst viel Abstand zwischen sich und Lucy zu bringen – doch nun sind sie auf engstem Raum und Alices schlimmste Befürchtungen sollen sich bewahrheiten.

Christine Mangan hat mit „Nacht über Tanger“ einen Roman geschrieben, der unerwartete Züge eines Psychothrillers entwickelt. Atmosphärisch überzeugt er auf jeder Seite und man hat von Beginn an den Eindruck, zurückversetzt in die 50er Jahre zu sein und kann die Hitze Afrikas regelrecht spüren. Neben den psychologisch interessant gezeichneten Figuren war es vor mich vor allem Tanger in Mangans Darstellung, das nicht nur glaubwürdig, sondern nahezu greifbar erscheint.

Der Reiz der Geschichte liegt im psychologisch geführten Kampf zwischen den beiden Frauen. Zunächst erscheinen sie als Freundinnen, doch bald wird durch ihre Erinnerungen klar, dass dem nur bedingt während der Studienzeit so war und dass es ein dramatisches Ende gegeben haben musste, dass sie entzweite. Diese Wissenslücke an sich sorgt schon für Spannung, viel raffinierter und eindrucksvoller jedoch ist das Vorgehen Lucys bei dem man sich letztlich nur noch fragt, wie weit sie bereit ist tatsächlich zu gehen. Und dann geht sie noch einen Schritt weiter.

Tanger war einer der Sehnsuchtsorte von Amerikanern und Europäern gleichermaßen in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, doch die Flucht nach Afrika hat nicht alle Probleme beseitigt, die es zuvor gab und so stellt Youssef fest:

„Ein Dummkopf (...) bleibt ein Dummkopf, ob zu Hause oder hier. Gerät man zu Hause in Schwierigkeiten, sollte man sich nicht wundern, wenn man auch hier in Schwierigkeiten gerät. Man bleibt ja überall derselbe Mensch. Tanger mag zwar etwas Magisches an sich haben, aber Zauberkräfte besitzt diese Stadt auch nicht.“

Es ist etwas Magisches, das bei der Beschreibung der Kasbah durchscheint, aber auch dies kann nicht überdecken, was die Figuren mit sich bringen und wovor sie versuchen zu fliehen. Auch wenn Tanger im Roman für fast alle zum Alptraum wird, selten konnte ein Handlungsort einen solchen Reiz verströmen wie bei Christine Mangan. Ganz sicher neben der Figurenzeichnung und dem Handlungsaufbau die größte Stärke der Autorin.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 09.08.2018

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Nochmals vielen Dank für diesen fesselnden Roman, der seine Spannung aus der zweistimmigen Perspektive zieht, sodass man ihn kaum aus der Hand legen mag.

Von: Manuela Quarz aus Köln-Weiden Datum: 25.06.2018

Buchhandlung: Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH

Freundschaft, Liebe, Obsession und Hass, alles dabei plus Hochspannung pur – gepackt in dichte Bilder aus Tanger! Gänsehaut inbegriffen… einfach lesenswert!

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