Roter Mond

Roman

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Wir schreiben das Jahr 2048. Die Menschheit hat den Mond kolonisiert. Vor allem China hat sich große Pfründe gesichert. Für drei Menschen wird der Erdtrabant zum Schicksalsort: Fred Fredericks soll dort für die chinesische Science Foundation ein Kommunikationssystem installieren und wird Zeuge eines Mordes. Der chinesische Starreporter Ta Shu soll die Schönen und Reichen auf dem Mond interviewen und gerät in eine tödliche Intrige. Und Chan Qi, die Tochter des chinesischen Finanzministers, hat ihre ganz eigene Agenda. Als sie heimlich zur Erde zurückkehren will, setzt sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die nicht nur Freds, Shus und ihr eigenes Leben bedrohen, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit ...


Aus dem Amerikanischen von Jakob Schmidt
Originaltitel: Red Moon
Originalverlag: Orbit
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24127-8
Erschienen am  12. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Roter Mond

Von: aspistaler

10.10.2019

Wir schreiben das Jahr 2048. Die Menschheit hat den Mond kolonisiert. Vor allem China hat sich große Pfründe gesichert. Für drei Menschen wird der Erdtrabant zum Schicksalsort: Fred Fredericks soll dort für die chinesische Science Foundation ein Kommunikationssystem installieren und wird Zeuge eines Mordes. Der chinesische Starreporter Ta Shu soll die Schönen und Reichen auf dem Mond interviewen und gerät in eine tödliche Intrige. Und Chan Qi, die Tochter des chinesischen Finanzministers, hat ihre ganz eigene Agenda. Als sie heimlich zur Erde zurückkehren will, setzt sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die nicht nur Freds, Shus und ihr eigenes Leben bedrohen, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit ... Dass KSR vorwiegend aus einer systemischen Perspektive erzählt, macht das Schlussdrittel von "Roter Mond" besonders deutlich – nicht von ungefähr ist es auch der Abschnitt, in dem noch am ehesten etwas Bewegung aufkommt. Es ist halt nur keine individuelle Bewegung. Geschildert wird dann, wie in Peking die Massen zusammenströmen, weil das aktuelle Regime vor dem Ende steht. Parallel dazu gärt es in den USA: Immer mehr Bürger üben sich in "fiskalischem Ungehorsam" und ziehen ihr Geld aus der parasitären Finanzwirtschaft ab. Die Geschichte ist vielleicht nicht das Richtige für Action-Fans, es geht viel mehr um Gründe, Ursachen und Folgen von unseren Entscheidungen. Das ist aber extrem gut recherchiert und aufgearbeitet. In beiden Fällen stellt sich die Frage: Wohin wird der anstehende Umbruch führen? Und nur Fragen wie diese interessieren Robinson wirklich – nicht die Schicksale seiner Charaktere, die er wie schon in "2312" entlang eines Pseudo-Krimiplots durchs Buch schleppt, dessen Aufklärung am Ende – ebenfalls wie in "2312" – letztlich überhaupt nicht mehr von Belang ist. Natürlich ist es Robinsons gutes Recht, statt Figuren Prozesse in den Vordergrund zu stellen. Aber kann das einen lebendigen Roman ergeben?

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Große Erwartungen werden nicht erfüllt

Von: Meikymeik

01.10.2019

"Er verspürte hier eine schwer zu greifende Niedergedrücktheit. Der Mond war ein farbloser, lebloser Ort. Eine Anti-Erde." Die Zukunft in 29 Jahren: Der Mond ist kolonisiert, es finden regelmäßige Fahrten hin und zurück statt und auch China hat eine Basis errichtet. Dort wird der Amerikaner Fred Fredericks zu Unrecht beschuldigt, den ranghöchsten Verwaltungsbeamten Chang Yazu umgebracht zu haben. Der Dichter Ta Shu gerät ebenfalls in diese Intrige und Chan Qi, die Tochter des chinesischen Finanzministers, ist auf der Flucht. Was diese drei ungleichen Verbündeten auf dem Mond und der Erde erleben, wird den Verlauf der menschlichen Geschichte verändern. Im Klappentext wird leider schon vorweg genommen, dass Fred zu Unrecht beschuldigt wird, Chang umgebracht zu haben. Das ist sehr schade. Es nimmt die Spannung, die eh schon wenig vorhanden ist. Ja, Autor Kim Stanley Robinson hat einen kräftigen und soliden Schreibstil. Er ist aber auch einfach, wenig emotional und oberflächlich. Nach einem schleppenden Einstieg in die Geschichte, dauert es eine Weile bis man mit den Protagonisten vertraut ist und die Personen drum herum kennengelernt hat. Man lernt ein bisschen über die Entstehung von Erde und Mond, das Leben in China und über Feng Shui. Im Ganzen ist es nicht besonders spannend und emotional geschrieben, nur dadurch, dass es von einer neuen uns unbekannten Welt erzählt, ist es ein Stück fesselnd. Auch ab dem Moment, wo die Geschichte auf der Erde spielt, wird es spannend und emotional und man kann sich endlich ein bisschen in die Geschichte einfinden und vor allem einfühlen. Man fühlt sich endlich zu der Geschichte hingezogen und auch etwas aufgesogen. Endlich wird es interessanter. Dann ist es manchmal doch zu philosophisch und im alltäglichen Umfeld auf der Erde hätten noch mehr Zukunftsspielereien Platz gehabt. Ja, es soll auch logisch und wirklichkeitsnah sein, aber das stellt man sich doch in einem Zukunftsroman über die Zukunft vor. Schnell überwiegen dann aber wieder die oberflächlichen Beschreibungen, wodurch man nicht in die Geschichte eintauchen kann. Es wird wieder schwierig ihr zu folgen. Zum Teil sogar langwierig, es hat wenig mit Science Fiction zu tun. Dinge werden sehr ausführlich beschrieben, aber ein gemeinsames Lachen zum Beispiel heißt dann nur sie lachten gemeinsam. Dadurch vergrößert sich der Abstand des Lesers zum Buch. Die emotionale Bindung fehlt. Es hat leider nicht gefunkt.

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Vita

Kim Stanley Robinson wurde 1952 in Illinois geboren, studierte Literatur an der University of California in San Diego und promovierte über die Romane von Philip K. Dick. Mitte der Siebzigerjahre veröffentlichte er seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten, 1984 seinen ersten Roman. 1992 erschien mit Roter Mars der Auftakt der Mars-Trilogie, die ihn weltberühmt machte und für die er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Locus Award ausgezeichnet wurde. Kim Stanley Robinson lebt mit seiner Familie in Davis, Kalifornien.

kimstanleyrobinson.info

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