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Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...

»Nichts für schwache Nerven!«

Jolie (31. August 2017)

Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: Sogid
Originalverlag: Veröld
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17230-5
Erschienen am  18. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja

Leserstimmen

Spannende Fortsetzung!

Von: Trinas Bücherwelt

12.08.2018

Der erste Band der Reihe hat mir am Anfang des Jahres bereits sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und so ging ich auch mit hohen Erwartungen in die Geschichte. So habe ich es wieder mal nicht bereut und die Autorin blieb sich auch im Folgeband SOG selbst treu. Der neue Fall von Huldar und Freyja konnte mich bis zur letzten Seite fesseln und am Ende wieder überraschen. Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Band gewohnt gut, schlicht und einfach gehalten. Die Figuren bleiben detailreich gestaltet und entwickeln sich mit der Geschichte nach und nach. Die Spannung wird wieder durch einen sehr effektiven Plot aufgebaut und nimmt je nach Fortschritt von Huldar und Freyja zu, bis am Ende des Rätsels Lösung ganz nah ist. Auch im zweiten Teil konnte die Autorin ihre Ideen sehr gut umsetzen und ein wirklich spannendes Setting gestalten, dass einen zwischendurch auch mal den Atem anhalten lässt. Dabei ist die Handlung eben schnell wiedergegeben: Nach dem Kommissar Huldar seine Ermittlung gegen die Wand gefahren hatte, ist er wieder ganz normales Teammitglied und ins Abseits gestellt worden. Er muss sich wieder beweisen und vertrauen zu seinem neuen Vorgesetzten aufbauen. Doch während Huldar versucht vergangenes gut zu machen, bekommt er einen Fall auf den Tisch der alles verändern könnte. Denn in einer Zeitkapsel in der vor zehn Jahren Schüler ihre Zukunftsvorhersagen eingeschlossen haben, ist auch eine Todesliste für die Zukunft enthalten - doch wer steckt dahinter? Huldar wendet sich wieder an die Kinderpsychologin Freyja, welches der Kinder steckt dahinter? Und wies konnte es solch genaue Vorhersagen treffen? Huldar gefiel mir als Figur bereits im ersten Band schon sehr gut. Er ist sympathisch, nicht abgehoben und hat seine eigenen Probleme mit denen er zu kämpfen hat. Aber auch seine Vorgeschichte mit Freyja taucht hier und da mal wieder auf. Freyja hat ebenfalls die Auswirkungen der in den Sand gesetzten Ermittlungen gespürt. Dadurch ist das Verhältnis zwischen den beiden nicht wirklich besser geworden. Allerdings ist sie mir viel sympathischer geworden, Freyja öffnet sich mehr und mehr für den Leser. Dadurch konnte ich mich jetzt besser in sie hineinversetzen als im ersten Band. Die Gliederung ist wie im Band vorher gleich geblieben, alles ist in Kapitel gegliedert. In den Kapitel wechselt der Erzähler, mal folgt man Huldar, Freyja oder eines der möglichen Opfer. Das vermittelt der gesamten Handlung eine sehr schöne Tiefgründigkeit und gefällt mir sehr gut. Fazit Auch im zweiten Band der Reihe um Kommissar Huldar konnte die Autorin mich mit ihren Ideen und der Umsetzung dieser überzeugen. Am Ende war ich wieder mehr als überrascht und hätte mit so manchen Wendungen und Ereignissen überhaupt nicht gerechnet. Daher gibt es von mir auch für den Zweiten Band eine absolute Leseempfehlung.

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Sog (Ysra Sigurdardottir)

Von: Poldi

01.01.2018

Nach seinem letzten Fall wurde Kommissar Huldar vom Leiter zum einfachen Ermittler degradiert – ein Umstand, der ihm deutlich weniger ausmacht als vermutet. Sein neuester Fall stellt ihn dann aber wieder vor große Herausforderungen, denn zwischen den Aufsätzen von Schülern, wie sie sich die Welt ihn zehn Jahren vorstellen, ist auch eine detaillierte Auflistung einer Mordserie zu finden. Tatsächlich sind die Parallelen zu aktuellen Fällen unbestreitbar, sodass sich Huldar wieder der Hilfe der Psychologin Freyja bedienen muss – und das, obwohl ihr Verhältnis alles andere als entspannt ist... Yrsa Sigurdardottir hat mit „Sog“ den zweiten Band ihrer Reihe um Kommissar Huldar und Psychologin Freyja vorgelegt, aber einen ganz anderen Ansatzpunkt gefunden. Eine wirkliche fortlaufende Handlung ist bisher auch nicht zu erkennen, sodass man auch getrost mit diesem Band anfangen kann, die wichtigsten Informationen zu den Charakteren erschließen sich auch so schnell. Diese sind wieder recht präsent geschildert und wirken mit ihren ganz persönlichen Macken wieder greifbar. Leider findet bei beiden mit Ausnahme der veränderten beruflichen Situation kaum ein Entwicklungsprozess statt, sie treten mehr oder weniger auf der Stelle, lernen nicht aus Fehlern und machen einfach so weiter wie bisher. Sicherlich muss bei einer auf lange Sicht geplante Buchreihe nicht immer etwas ganz dramatisches passieren, ein bisschen mehr hätte die Autorin ihren stimmig konzipierten Charakteren jedoch durchaus zutrauen können. Der Fall ist dafür sehr stimmig aufgebaut und bietet schon auf den ersten Seiten viele Ansätze für eine spannende Entwicklung – zumal die Themen durchaus brisant sind. Neben den bereits erwähnten Morden spielt nämlich auch Kindesmissbrauch eine wichtige Rolle, was für eine beklemmende und bedrückende Stimmung sorgt. Dafür sorgen auch die ziemlich detaillierten Beschreibungen der Tatorte – Geruch, Optik, aber eben auch die Emotionen, die in Huldar dadurch geweckt werden. Das ist ein sehr gelungener Weg, zwar die Brutalität der Morde in durchaus extremer und heftiger Weise zu schildern, sie aber eben nicht in Gewaltorgien ausufern zu lassen. Immer wieder gibt es in der Handlung kleine Hinweise auf den Täter und das Motiv, sodass man glaubt, wieder einen Blick auf das Gesamtkonstrukt zu erhaschen – nur um ein paar Seiten weiter in eine andere Richtung gelenkt zu werden. Die Spannung baut sich so sehr natürlich auf, die man wie Huldar nur über sehr eingeschränkte Informationen verfügt. Die Auflösung des Ganzen kommt dann sehr überraschend, die Hinweise waren aber die ganze Zeit über da. Das wirkt stimmig und ist trotz kleinerer Längen im Mittelteil gut kontruiert. Sicherlich verfügt „Sog“ über kleinere Schwächen, dennoch bin ich im Nachhinein vollkommen überzeugt. Denn der clevere und sehr spannende Plot, die immer sehr präsente, düstere Stimmung und zwei sehr interessante Hauptcharaktere können vieles wieder wett machen. Besonders das intensive und überraschende Finale ist sehr lebendig geschildert.

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Vita

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Zur AUTORENSEITE

Videos

Zitate

»Superspannung von Islands Krimi-Queen.«

Suanne Walsleben, Für Sie (09. Oktober 2017)

»Die Isländerin Yrsa Sigurdardóttir beherrscht die düstere nordische Thriller-Kunst wahrhaftig perfekt.«

freundin (02. November 2017)