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Spiel mit dem Schicksal Tagebücher eines außergewöhnlichen Lebens
Ein SPIEGEL-Buch

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15448-6

Erschienen: 09.11.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Tagebücher eines grossen Weltbeobachters

Seine Tagebücher waren für Tiziano Terzani, langjähriger SPIEGEL-Korrespondent in Asien, Skizzenbuch für seine Reportagen und zugleich ein höchst privates Selbstzeugnis. Auf rund 3500 Seiten hat er, ein wunderbar aufmerksamer Beobachter, seit den 1980er Jahren seine Eindrücke aus Politik und Alltag festgehalten und sich dabei vor allem für Themen wie die Globalisierung, die Konsumgesellschaft, die asiatische Kultur und Philosophie sowie die Sinnleere der modernen Welt interessiert. Im Vergleich zu den veröffentlichten Reportagen sind seine Tagebuchaufzeichnungen persönlicher und unmittelbarer, auch suchender. Nachdem 1997 bei ihm Krebs diagnostiziert worden war, zog sich Terzani mehr und mehr zurück. Er beschäftigte sich von nun an zunehmend mit Meditation und fernöstlicher Lebensphilosophie und versuchte loszulassen von seinem rastlosen Leben. Die für diesen Band ausgewählten Einträge reichen bis kurz vor seinen Tod. Angela Terzani-Staude hat ein Vorwort verfasst.

Vorabdruck und Bildstrecke auf spiegel.de

»Neben all den interessanten Berichten, Hinweisen und Eindrücken bieten diese gesammelten Aufzeichnungen vor allem eines: Inspiration und Ermutigung, sein eigenes Leben zu leben.«

sandammeer.at (A), 11/15

Tiziano Terzani (Autor)

Tiziano Terzani, 1938 in Florenz geboren, in Europa und den USA ausgebildet, kannte Asien wie kaum ein anderer westlicher Journalist. Von 1972 bis 1997 war er dort Korrespondent des SPIEGEL – anfangs in Singapur, dann in Hongkong, Peking, Tokio und Bangkok. 1975 war er einer der wenigen westlichen Reporter, die in Saigon blieben, als Kommunisten die Stadt übernahmen. Terzani lebte bereits fünf Jahre in China, als er 1984 plötzlich verhaftet, antirevolutionärer Aktivitäten beschuldigt, einen Monat umerzogen und schließlich ausgewiesen wurde. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Japan und Thailand zog er sich 1994 nach Indien zurück und hielt sich in den folgenden Jahren wechselweise in meditativer Abgeschiedenheit am Himalaja und in Italien auf. Im Sommer 2004 erlag Tiziano Terzani einer Krebserkrankung. Sein letztes Buch "Das Ende ist mein Anfang. Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens" erschien 2007.


Barbara Kleiner (Übersetzerin)

Barbara Kleiner, promovierte Germanistin und Romanistin aus München, Jahrgang 1952. 2007 erhielt sie den Übersetzerpreis der Kulturstiftung NRW, der zu den höchstdotierten Auszeichnungen für literarische Übersetzer im deutschsprachigen Raum gehört, für ihre Übertragung von Ippolito Nievos Werk "Bekenntnisse eines Italieners" (Manesse Verlag, 2005) aus dem Italienischen. Gleichzeitig wurde das Gesamtwerk der Übersetzerin ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den deutsch-italienischen Übersetzerpreis des Auswärtigen Amtes für ihre Übertragung von Ippolitos Nievos "Ein Engel an Güte" (Manesse Verlag, 2010).

»Neben all den interessanten Berichten, Hinweisen und Eindrücken bieten diese gesammelten Aufzeichnungen vor allem eines: Inspiration und Ermutigung, sein eigenes Leben zu leben.«

sandammeer.at (A), 11/15

»Die Tagebücher des großen italienischen Journalisten, Schriftstellers und Asienkenners Tiziano Terzani sind das wunderbare Vermächtnis eines großartigen Weltbeobachters.«

Alpe Adria magazin (A), 11/15

»Terzanis Tagebucheintragungen sind erstaunlich aktuell.«

Kleine Zeitung (A), 31.01.2016

»Lesen Sie unbedingt die Reise eines Mannes, dieses mächtige Zeugnis des zwanzigsten Jahrhunderts, die das Leben vieler Leser verändern wird.«

barrois.de, 15.03.2016

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner
Originaltitel: Un 'idea di destino. Diari di una vita straordinaria
Originalverlag: Longanesi

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-15448-6

€ 18,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 09.11.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Die Welt von heute braucht Rebellen, geistige Rebellen

Von: Jules Barrois Datum: 15.03.2016

https://julesbarrois.wordpress.com

Tiziano Terzani (geboren am 14. September 1938 in Florenz; gestorben am 28. Juli 2004 in Pistoia-Orsigna) war ein italienischer Journalist und Schriftsteller. Er arbeitete 30 Jahre lang als Auslandskorrespondent für das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel und wurde einer der bedeutendsten Korrespondenten in Ost- und Südostasien. Überdies war er bei verschiedenen italienischen Zeitungen und Zeitschriften als freier Mitarbeiter tätig, u.a. bei Il Giorno, Il Corriere della Sera, Il Messaggero, La Repubblica.
Seine Witwe Angela Terzani Staude hat jetzt seine Tagebücher aufgearbeitet und herausgegeben. Sie selbst sagt: „ … und es ist, als würde Tiziano selbst in diesen Zeilen wieder lebendig. Es ist als ob ich das warme Timbre seiner Stuimme hörte, sein lebhaftes Sprechen, bald provouierend und überschäumend, bald nervös und irritiert von düsteren Gedanken.“ (Seite 13/14)
Und sie hat recht. Ich habe selten ein derart lebhaftes, authentisches Tagebuch gelesen, in dem ein Mensch sich so öffnet und Einblicke in sein Innenleben bietet, wie dieses Buch.
Es ist nach fünf Hauptabschnitten strukturiert:
1981 – 1984 China
„Wir nähern uns immer mehr einer Form des Faschismus ohne Ideologie.“ (Seite 91)
1985 – 1990 Japanischen
„Zum ersten Mal in seiner Geschichte sieht Japan sich in der Lage, eine Großmacht zu werden.“ (Seite 91)
1991 – 1994 Von Bankkok aus in 15 Länder
„Das leben gehört nicht dir, es kann dir jeden Augenblick entrissen werden.“ (Seite 147)
1995 – 1999 Indien
„Indien ist der Ort, der mich ein für alle Mal davon überzeugen wird, dass man die Politik abschaffen, die Politiker vernichten, die Staatsgeschäfte Philosophen anvertrauen muss.“ (Seite 202)
2000 – 2003 Pakistan – Afghanistan
„Was ist besser, viele Götter zu haben und eine Menschheit oder einen Gott und viele Menschheiten?“ (Seite 397)
Tiziano Terzanis Worte gehen direkt ins Herz. Diese Sammlung seiner Schriften gehen von 1981 bis wenige Monate vor seinem Tod im Jahre 2004. Es sind Tagebücher, vor allem in der zweiten Hälfte, nach der Entdeckung seines Tumors, in denen wir einen anderen Terziani kennen lernen. Einen Menschen, der oft von Depressionen und Unsicherheit, ja, sogar Angst befallen ist; einen Menschen, der versucht sich selber und vor allen Frieden in sich selbst zu finden.
Tiziano Terzani genießt seine Reisen und schreibt wie ein Reisender aus der Vergangenheit, ohne jemals seine Rolle als Journalist zu verlassen, als jemand der die Städte, Länder und Menschen, aber auch das Leben und die politischen Tatsachen verstehen will. Ein Mann, der vorübergehende Welten entdeckt, die dazu bestimmt sind zu verschwinden, mit all den ungeklärten Fragen und Zweifeln zum ewigen Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart.
Als Journalist wollte er unbedingt nach China gehen, um mit seinen Artikeln zu zeigen, dass es ein alternatives System zum Kapitalismus und seinem konsumorientierten Leben gibt, nämlich den Kommunismus, den er so liebte. Die Ernüchterung kommt früh und eindeutig. Ein böses Erwachen, dass der junge Journalist nur zugeben kann, aber es mit seiner großen intellektuellen Ehrlichkeit doch tut, dass Die Utopie eines fairen und gerechten Gesellschaft in der Realität Chinas gescheitert war.
Das ist nur ein Teil seiner Geschichte. Die Schriften insgesamt sind ein starkes Zeugnis seiner moralischen Werte und Emotionen, die Opposition gegen den Krieg und die Enttäuschung über das Scheitern des Journalismus in seiner Aufgabe, die Wahrheit zu sagen. Und er zeigt uns auch einen andere Terzani, nicht so sehr der renommierten Globetrotter des italienischen Journalismus, sondern den einfachen "Tiz", so unterzeichnete er seine Briefe Unterzeichnung, die er aus der ganzen Welt an seine Frau, Kinder und enge Freunde schrieb, verloren oder ermutigt.
Vom Aufbau und Stil her wechseln sich kurze und längere Beiträge ab. Wir finden hier Gedanken, Ideen und Betrachtungen, die so nicht in seinen bisher veröffentlichten Büchern enthalten sind. Unzählige Geschichten reihen sich aneinander, sehr persönlich und sehr offen, voll Humor und mit einem wachen, aufmerksamen und kritischen Geist. Klare Sprache und eine ganz kurzweilige Art des Erzählens werden Sie das Buch verschlingen lassen. Ein Buch, das Sie nur ungern aus der Hand legen wollen.
Lesen Sie unbedingt die Reise eines Mannes, dieses mächtige Zeugnis des zwanzigsten Jahrhunderts, die das Leben vieler Leser verändern wird. Ein nicht veröffentlichtes Zeugnis für alle, die an eine bessere Welt glauben wollen.

Ein Buch von erstaunlicher Aktualität

Von: Karsten Joost aus Bremen Datum: 30.11.2015

Ein Buch von erstaunlicher Aktualität. Ich habe es vor einigen Jahren gelesen und werde es in diesem Jahr an meine Eltern und liebe Freunde verschenken.

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