Anger is an Energy

Mein Leben unzensiert. Die Autobiografie von Johnny Rotten

(3)
Hardcover
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Die grösste Ikone des Punk zieht Bilanz

John Lydon hat sich einen Spitzenplatz als eine der meistbeachteten Ikonen der Musikgeschichte gesichert. Unter dem Künstlernamen Johnny Rotten führte er die Sex Pistols als Leadsänger an – die berüchtigtste (Punk-)Band der Welt, die Mitte der 1970er-Jahre mit Singles wie »Anarchy in the UK« und »God Save the Queen« zu großem Ruhm kam. Bis heute erfindet er sich ständig neu, bleibt immer in Bewegung und ist eine der kontroversesten und interessantesten Figuren der Musik- und Kulturszene.

»Das ist wirklich großer Geschichtsunterricht.«

Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (10. Mai 2015)

Originaltitel: Anger is an Energy: My Life uncensored
Originalverlag: Simon & Schuster, London
Hardcover mit Schutzumschlag, 656 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26977-4
Erschienen am  11. Mai 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Musik: Biografien & Musikgeschichte

Leserstimmen

Wut macht Mut

Von: Werkberg

25.11.2019

John Lydon, Bandleader der »Sex Pistols« und von »Public Image Limited«, berichtet in seiner bereits zweiten Biographie von seinem abwechslungsreichen Leben in der Musikbranche. Als Kind bekam er Meningitis und verlor neben seinem Gedächtnis für kurze Zeit im Alter von 7 Jahren auch die Fähigkeit zu sprechen. Dieses Ereignis beschreibt er als Grundmotivation sich durch Songtexte mitzuteilen. Außerdem schreibt er in der Biographie gegen die britische Klatschpresse sowie ehemalige Bandkollegen an, die ihm die Butter (haha) vom Brot nehmen wollen. Die Biographie liest sich wie ein Versuch der Richtigstellung aller Unannehmlichkeiten, die John Lydon je begegneten. Das lässt ihn einerseits kleinlich und nachtragend wirken und ermöglicht andererseits einen sehr genauen Blick auf seine Haltung, zu der man sich so gut ein eigenes Urteil bilden kann. Neben Schimpftiraden auf Journalisten, Politiker, andere Bands und Polizisten ist dieses Buch auch eine Liebeserklärung an seine Frau Nora und seinen besten Kumpel Rambo. Gegen die Zweifel an seinem Können finden sich in »Anger is an energy« auch Passagen, in denen sich John Lydon schamloser Selbstüberhöhung hingibt, was angesichts seiner Erfahrungen fast nachvollziehbar und irgendwie sympathisch scheint. Leider wirkt es, als stellte sich John Lydon als Adressat die große Gesellschaft vor, die ihn seiner Meinung nach immer missverstanden hat und vor der er sich rechtfertigen möchte. Stattdessen wird »Anger is an Energy« sicher vor allem von Fans gelesen, denen er ruhig ein bisschen mehr Vertrauen entgegenbringen könnte.Das Buch ist in einem sehr formlosen Stil, als lockeres Gespräch an der Bar geschrieben, die Chronologie seiner Diskographie dient dabei aber als roter Faden. Obwohl es sich um stolze 656 Seiten handelt, ließ sich »Anger is an Energy« schnell durchlesen. Leider wirkt die Übersetzung ins Deutsche oft holprig, so heißt es schon im ersten Satz »Wut ist Energie« (statt Kraft/Antrieb…). Andere englische Textzeilen oder Kapitelüberschriften werden gar nicht übersetzt und die flotte englische Umgangssprache klingt stellenweise, wie so oft im Deutschen, hölzern und unnatürlich oder veraltet. Danke für das Rezensionsexemplar.

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John Lydon

Von: Manuela G.

05.03.2016

Über den Autor: JOHN LYDON ist weltweit als eine der größten Ikonen der Popkultur anerkannt. Mit den Sex Pistols verbreitete er Mitte der 1970er Jahre Angst und Schrecken unter den steifen Briten. Danach gründete er die Band Public Image Ltd (PiL), die bis heute stilprägend ist. Er lebt heute in Los Angeles. Zum Inhalt: Klapptext Die grösste Ikone des Punk zieht Bilanz John Lydon hat sich einen Spitzenplatz als eine der meistbeachteten Ikonen der Musikgeschichte gesichert. Unter dem Künstlernamen Johnny Rotten führte er die Sex Pistols als Leadsänger an – die berüchtigtste (Punk-)Band der Welt, die Mitte der 1970er-Jahre mit Singles wie »Anarchy in the UK« und »God Save the Queen« zu großem Ruhm kam. Bis heute erfindet er sich ständig neu, bleibt immer in Bewegung und ist eine der kontroversesten und interessantesten Figuren der Musik- und Kulturszene. Meine Meinung: John ist Kult!!!! Er ist kreativ und legt bei dieser Biographie sein Augenmerk auf seine Zeit nach den Sex Pistols. Menschen mag er außer.....sie sind böse zu ihm oder er mag sie doch nicht ....und so weiter. Und von diesen gibt es doch erstaunlich viele. Angefangen miot Malcolm, über Sid bis hin zu Richard Branson. Was den Lesegenuß sehr amüsant gemacht hat. Da konnte ich mich gut in ihn reinversetzen, da ich, wenn ich eine persönliche Liste der Leute die ich nicht mag aufführen müßte, auf mindestens genauso viele kommen würde. Er motzt über das System und Politiker, macht aber beim Dschungelcamp mit und weiß selbst nicht so genau warum. Beim Lesen spürt man seine Wut, aber so kennen wir ihn halt auch. Er ist innovativ und clever und anderen weit voraus. Das Buch liest sich in einem Rutsch durch und man bekommt auch wirklich ein Gefühl dafür, warum diese Ikone des Punk die eigene Szene verlassen mußte und den PostPunk zu entwickeln. Lydon spricht aus was er denkt und er kann es sich einfach leisten ein wenig auf den Putz zu hauen. So ist er und das ist echt. Er erzählt, wie er als englischer Arbeiterklassenrüpel im oberflächlichen LA landen konnte und dort in der Sonne in kurzen Hosen und Flip Flops rummrennt. Dabei feststellend, dass niemand in so einem Outfit wütend und schon gar nicht punkig werden kann. Cover: John himself ziert das Cover (wobei er etwas böse guckt, grins). Fazit: John Lydon lässt uns Einblick in sein überaus interessantes und abgedrehtes Leben nehmen. Ich habe diese Biographie regelrecht verschlungen.

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Vita

JOHN LYDON ist weltweit als eine der größten Ikonen der Popkultur anerkannt. Mit den Sex Pistols verbreitete er Mitte der 1970er Jahre Angst und Schrecken unter den steifen Briten. Danach gründete er die Band Public Image Ltd (PiL), die bis heute stilprägend ist. Er lebt heute in Los Angeles.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Lydons Erzählung ist intensiv und genau.«

Spex

»Er erzählt in seinen Memoiren Anger is an Energy aufgebrauchter und ausführlicherals jemals zu vor vom Punk, wie er ihn sah und sieht; als etwas sehr Persönliches.«

Michael Pilz, Welt am Sonntag (10. Mai 2015)

»Die Memoiren erinnern an etwas, was der berühmte Musikkritiker Nick Kent einmal über Keith Richards gesagt hat - dass ihm eine ›seltsame Klarheit inmitten all des Schmutzes‹ gelingt.«

The Guardian