Das Echo der Wahrheit

Roman

Hardcover
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Eines Tages macht der New Yorker Psychiater Dr. James Cobb die unerwartete Bekanntschaft des Multimillionärs Joshua Fleischer. Fleischer leidet an einer unheilbaren Krankheit und bittet Cobb eindringlich, für einige Tage zu ihm nach Maine zu kommen. Als Cobb dort eintrifft, erfährt er, dass der vom Tod gezeichnete Mann eine schwere Last mit sich trägt: Er hat Angst, in den Mord an einer jungen Frau verwickelt zu sein, mit der er vor vielen Jahren einen Abend in einem Pariser Hotelzimmer verbracht hat. Seine Erinnerungen sind aber bruchstückhaft, und deshalb soll Cobb ihm helfen, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Noch kann Cobb allerdings nicht ahnen, dass damit die verdrängten Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zum Leben wiedererwachen …

»Es wäre ein wenig absurd, schon im April den Krimi des Jahres erküren zu wollen. Zugleich aber ist schwer vorstellbar, dass da noch einer kommt, der besser ist als dieser.«

Luzerner Zeitung (09. April 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz, Werner Schmitz
Originaltitel: Bad Blood
Originalverlag: Serpant's Tail
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31450-8
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Anspruchsvoller Spannungsroman

Von: Sigismund von Dobschütz/Buchbesprechung aus Bad Kissingen

17.08.2019

REZENSION – Zeitgleich zu seinem Weltbestseller „Das Buch der Spiegel“ (2017) arbeitete der aus Rumänien stammende, heute in Brüssel lebende Schriftsteller Eugene Chirovici (55) bereits an seinem nun auf Deutsch erschienenen Spannungsroman „Das Echo der Wahrheit“. Wohl deshalb ist die thematische Nähe beider Werke verständlich, geht es doch in beiden Romanen um die menschliche Sicht auf Fakten und Wahrheit. Wieder geht es um einen Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall. Wieder zeigt uns Chirovici, dass wir uns der reinen, der objektiven Wahrheit niemals gewiss sein können, wird diese doch durch unsere Erinnerungen, durch subjektive Eindrücke, im schlimmsten Fall durch den Selbstschutz unseres Gehirns verfälscht. Wo hört also Wahrheit auf, wo fängt Phantasie an? Bildet man sich als Wahrheit nur ein, was man nach Jahrzehnten als Wahrheit sehen will? Als Betroffene kennen wir demzufolge oft nur ein verfälschtes Echo der Wahrheit, wie es uns der Buchtitel verrät, wobei der Goldmann-Verlag völlig zu Recht das Wörtchen „der“ kursiv hervorgehoben hat. Denn was ist „die“ Wahrheit? Die Antwort auf diese Frage zu finden, bittet im neuen Roman Chirovicis der an Leukämie leidende Multimillionär Joshua Fleischer den New Yorker Psychiater James Cobb. Fleischer glaubt, als Student 1976 in Paris die damals von ihm angehimmelte Französin Simone ermordet zu haben, kann sich allerdings an den genauen Hergang des fraglichen Abends in der Hotelsuite, in der er sich mit seinem Studienfreund Abraham Hale und Simone aufgehalten hatte, überhaupt nicht erinnern. Wurde er tatsächlich zum Mörder? Oder war es Abraham? Cobb soll durch Hypnose die Wahrheit herausfinden, was ihm aufgrund einer starken Bewusstseinsblockade des Patienten allerdings nicht gelingt. Die Neugier des Psychiaters ist geweckt, weshalb er auch nach Fleischers baldigem Tod am Fall dranbleibt. Er lässt in Paris Polizeiakten jener Zeit auf Mord- oder Vermisstenfälle prüfen, befragt Personen, die den drei jungen Menschen damals nahestanden, fährt sogar selbst zu Nachforschungen nach Frankreich. Kaum glaubt der Leser, einen der drei Beteiligten in seinem Charakter erkannt und das Verhältnis der drei Protagonisten zueinander verstanden zu haben, wird schon in der nächsten Zeugenaussage alles nichtig und die Personen völlig anders charakterisiert. Chirovici entwirft in „Echo der Wahrheit“ ein verwirrendes Spiel mit Erinnerungen und Illusionen. Jeder Zeitzeuge schildert das damalige Geschehen aus eigener Sicht und auch zum Selbstschutz in einem völlig neuen Licht. Doch jeder Zeuge behauptet von sich, die Wahrheit zu kennen. Doch jedesmal ist am Ende wieder nichts so, wie es schien. „Tatsachen können manchmal wirklich wahr und falsch zugleich sein; denn in der Realität gibt es so etwas wie die Wahrheit und nichts als die Wahrheit nicht“, heißt es deshalb im Buch. Natürlich kommt Ich-Erzähler James Cobb schließlich doch der Wahrheit auf die Spur, die, was inzwischen kaum verwundert, wiederum ganz anders ist, als wir Leser bis dahin geglaubt hatten. Doch dem Autor gelingt es lückenlos, die verschlungenen Handlungsstränge trotz mehrfachen Perspektivwechsels so sinnvoll mit einander zu verknüpfen, dass uns auch diese Wahrheit endlich trotz der überraschenden Wendung als die reine Wahrheit logisch erscheint. Chirovicis Roman ist fesselnd geschrieben, in seiner wechselvollen Handlung immer aufs Neue packend. "Das Echo der Wahrheit“ ist dennoch kein Krimi, sondern nicht zuletzt wegen seiner psychologisch-wissenschaftlichen Aspekte ein anspruchsvoller Spannungsroman.

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Das Echo Der Wahrheit

Von: Was Silke liest

16.08.2019

Mit „Das Echo der Wahrheit“ ist Eugene Chirovici ein facettenreiches, überraschendes, vielschichtiges und beeindruckendes Buch geglückt. Der Klappentext verrät nur einen kleinen Teil der Handlung, der sich letztlich um die Dreierbeziehung zwischen Joshua, Abe und Simone in den 70er Jahren in Paris dreht. Simone stirbt bei einer Auseinandersetzung zwischen den Hauptprotagonisten in einem Hotel. Wer trägt Schuld an ihrem Tod? Ist sie überhaupt tot oder war alles nur ein Traum? Kann ein Mensch eine solche Tat oder ein solches Geschehen tatsächlich verdrängen, wie Joshua behauptet? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Aufklären soll dies der Hauptprotagonist, der Psychologe Dr. James Cobb, der selbst ein dunkles Geheimnis mit sich trägt, das während der Handllung unaufhaltsam an die Oberfläche drängt. Doch nicht nur dieser tritt als Erzähler auf, sondern auch Abe und Joshua und eine weitere Freundin der beiden. Personen die zuerst sympatisch und ehrlich erschienen, werden plötzlich böse und charakterlos. Der Leser muss immer wieder hinterfragen, auf welche Seite er sich stellen möchte. Erst am Schluss kommt Licht ins Dunkel und man versteht den kunstvollen Gesamtzusammenhang. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Durch die Technik der unterschiedlichen Erzähler schafft der Autor unterschiedliche Perspektiven und damit verschiedene Wahrheiten. Der Leser kann sich hinsichtlich der Hauptpersonen nie in Sicherheit wiegen! Sind sie gut, böse, schuldig, unschuldig oder doch alles zusammen? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Dem rumänisch-ungarisch-deutschen Autor ist ein toller und leichter „amerikanischer“ Roman gelungen. Hätte ich nichts über ihn gewusst, hätte ich ihn bestimmt in New York verortet. Ein Buch, das einen förmlich in die Handlung zieht und auch mit psychologischen Finessen besticht.

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Vita

Eugene Chirovici stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien und wohnt heute mit seiner Frau in Florenz. In Rumänien hat er sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Sein erster Roman in englischer Sprache, »Das Buch der Spiegel«, hat für eine internationale Sensation gesorgt und wurde in 38 Länder verkauft.

Zur AUTORENSEITE

Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

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Pressestimmen

»Schlicht und einfach fabelhaft ist dieser Roman.«

Münchner Merkur (09. März 2019)

»Mit jeder Seite steigt die Spannung.«

Stern (04. April 2019)

»Derart spannend erzählt, dass man gerne noch mehr davon gelesen hätte.«

Stern (04. April 2019)

»Erzählweise und Sprache sind von hoher literarischer Qualität.«

St. Galler Tagblatt (09. April 2019)

»Nach ›Das Buch der Spiegel‹ hat Eugene Chirovici den nächsten Roman geschrieben, den man nicht aus der Hand legen kann.«

Kronen Zeitung (21. Juni 2019)

»Ein brillanter Rätsel-Roman.«

Playboy (06. Juni 2019)