Das Vogelhaus

Roman

Hardcover
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Len Howard (1894-1973) verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur. Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Warum hat jemand lieber Vögel um sich als Menschen? Was können wir aus den Geschichten der Vögel lernen? Wie trifft man im Leben wichtige Entscheidungen? Die faszinierende Lebensgeschichte der zu Unrecht vergessenen Vogelkundlerin inspirierten Eva Meijer zu einem besonderen Roman über Mensch und Natur, der uns dazu zwingt, herkömmliche Vorstellungen in Frage zu stellen.

»So fesselnd und bewegend, dass ich beim Lesen tatsächlich das Gefühl hatte, Teil eines größeren natürlichen und bedeutungsvollen Ganzen zu sein.«

NRC Handelsblad

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
Originaltitel: Het vogelhuis
Originalverlag: Uitgereij Cossee
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 5 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75794-7
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Ich fande es nicht gut

Von: Esther Schmidt

15.12.2019

Mich hat dieses Buch gelangweilt, weil es weder spannend noch fesselnd war und ich habe das Buch nach gut 200 Seiten abgebrochen. Es ist eine sehr nüchterne Biographie, die mich nicht begeistern konnte. Im ersten Teil der Biographie erfährt man einiges über ihre Kindheit, ihre Jugend und ihre Musikkarriere. Nach diesem endlosen Teil war ich schon so gelangweilt, dass ich mich auf den zweiten Teil nicht mehr recht einlassen konnte. Es war ein zähes Buch, das ich nicht beenden konnte. Der Schreibstil war furchtbar und nicht gut zu lesen.

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Alle Vögel sind schon da

Von: Fräulein Julia

20.02.2019

Len Howard verbrachte ihre Zeit lieber mit Vögeln als mit Menschen (verzeit das Sprachspiel) – Eva Meijer hat ihr mit „Das Vogelhaus“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Wann habt ihr das letzte Mal Vogelzwitschern bewusst wahrgenommen oder auf euren alltäglichen Wegen angehalten, um einer Amsel, einer Krähe oder einem Spatz zuzuschauen? Könnt ihr eine Meise von einem Rotkehlchen unterscheiden, nicht nur am Aussehen, sondern auch am Gesang? In der Großstadt fällt es uns oft schwer, den Bezug zur Natur aufrechtzuerhalten (wenn wir ihn überhaupt hatten), geschweige denn eine Verbindung mit der Tierwelt herzustellen – obwohl es gerade in Berlin häufig vorkommt, dass man nachts einem Fuchs auf der Straße begegnet oder die Spatzen einem rotzfrech den Kuchen vom Teller klauen. Len Howard (1894-1973) versuchte Zeit ihres Lebens, die Natur und Tierwelt nicht nur zu beobachten, sondern ein Teil von ihr zu werden: Bereits in ihrer Kindheit hilft sie ihrem Vater dabei, verletzte Meisen in einem Schuhkarton wieder aufzupäppeln, pflegt eine „Freundschaft“ zu einer Krähe, die sie Charles tauft. Doch mit ihrem Umzug nach London, wo sie in einem Orchester als Geigenspielerin angestellt ist, wird das Band zwischen ihr und der Natur immer dünner – wie soll das auch gehen in einer damals noch stark von der Industrie geprägten Großstadt, in der ein paar sorgfältig gepflanzte Bäume im Hyde Park das höchste der Gefühle sind? Len, die eigentlich Gwendolen heißt, zieht sich in eine kleine Waldhütte auf dem Land zurück, zunächst für die Sommermonate, später kauft sie sich ein eigenes kleines Häuschen. Nur mit dem Nötigsten ausgestattet, möchte sie sich hier ausschließlich der Ornithologie widmen: Ihre Fenster stehen rund um die Uhr offen (auch im Winter), damit die kleinen Piepmätze aus und einfliegen können, wie es ihnen gefällt. Jeder einzelne Vogel bekommt einen Namen, wird von ihr gefüttert und gepflegt. Len beobachtet, notiert, skizziert, das alles ohne naturwissenschaftliche Ausbildung und – das ist ihr teilweise selbst bewusst – mit einem Hang zum Anthropomorphismus, bei dem man Tieren menschliche Eigenschaften zuschreibt. „Glatzköpfchen war nicht gleich von Sternchen angetan. Er hatte schon eine Partnerin – die ich Monokel nannte, weil ihr linkes Auge weiß eingefasst war – und fand Sternchen viel zu wichtigtuerisch. Doch sie ließ nicht locker. Erst verjagte sie Monokel, und dann blieb sie Glatzköpfchen den ganzen Herbst hindurch auf den Fersen, bis sie Mitte des Winters endlich sein Herz erobert hatte.“ Über Len Howard ist – mal abgesehen von ihren Aufzeichnungen, zu denen auch obiges Zitat gehört – nicht viel bekannt, vor allem nicht über ihr Privatleben, ihre Wünsche und Motivationen. So musste Eva Meijer zur Form des Romans greifen, in dem sie gesicherte Fakten über die Vogelkundlerin mit fiktiven Elementen vermischt. Das klappt zum größten Teil des Buches gut, driftet aber manchmal zu stark ins Süßliche, Idyllische und Oberflächliche ab: Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Len erzählt, dazu noch im Präsens; es besteht keine Möglichkeit, das Geschehen in einen größeren, zeitlichen Zusammenhang einzubetten oder mit einer Außensicht zu kommentieren. Der Sprachstil spiegelt die zurückhaltende, eigenwillige Denkweise der Vogelkundlerin wieder. Als Leser sind wir zwar unmittelbar dabei, kommen der Person Len Howard jedoch selten wirklich nah. Nichtsdestotrotz hat Eva Meijer das Leben einer einzigartigen, durchaus ziemlich schrulligen Frau zusammengefasst, die gegen die Erwartungen der Gesellschaft rebellierte und, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach ihr Ding durchgezogen hat. Schon allein diese Tatsache macht Das Vogelhaus zu einer interessanten Lektüre.

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Vita

Eva Meijer, geboren 1980 in Hoorn, Niederlande, ist Philosophin und Schriftstellerin. Sie hat Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und essayistische Bücher veröffentlicht und wurde zu einem Thema über die Sprachen der Tiere promoviert; die Dissertation erschien bei der New York University Press. Ihr Roman »Das Vogelhaus« gewann den Leserpreis des BNG-Literaturpreises und wurde für den Libris- und den ECI-Literaturpreis nominiert. 2017 wurde Eva Meijer für ihr Gesamtwerk mit dem Halewijn-Preis ausgezeichnet, und »Was Tiere wirklich wollen« erhielt den Hypatia-Preis für das beste philosophische Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. Eva Meijer forscht an der Universität von Wageningen.

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Hanni Ehlers

Hanni Ehlers, geb. 1954 in Ostholstein, studierte Niederländisch, Englisch und Spanisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg und ist die Übersetzerin von u.a. Joke van Leeuwen, Connie Palmen und Leon de Winter.

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Pressestimmen

»Lesen Sie dieses Buch, wenn Sie sich rundherum entspannen wollen. Es öffnet Ihnen die Augen, Sie werden vor die Tür gehen und die Vögel sehen.«

DWDD Boekenpanel

»Eva Meijer schafft es, dass wir uns vollkommen mit Len Howard identifizieren und ihre Leidenschaft teilen. Hier sind die Leute ohne Vögel die Exzentriker.«

Tzum

»Ein bezauberndes Porträt von Len Howards Leben.«

NRC Handelsblad

»Ein überraschend erhellendes Buch über eine Frau, die Vögel liebt. Und diese ›Vogelfreundin‹ kommt ganz natürlich daher, ohne exzentrisch oder politisch ambitioniert zu wirken.«

De Volkskrant

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