Eine Frau in New York

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Stadtluft macht Frauen frei!

Wir finden zu uns, indem wir anderen begegnen. Vivian Gornick ist eine Suchende, und nichts beruhigt ihr fragendes Herz mehr als ein Fußmarsch durch die schwindelerregenden Straßenschluchten New Yorks. Auf der Suche ist sie nach sich selbst, nach der Frau, die sie sein möchte. Und so sind die alltäglichen Begegnungen ihr Elixier: Aus den Gesprächen auf der Straße erfährt sie von den Schicksalen der anderen und lernt aus deren Überlebenstechniken, sie liebt den Geschmack von Welt auf der Zunge, die Streitbarkeit der Vielfalt und genießt die Wahlfreiheit, die sie als ungebundene Frau in der Stadt hat.

»Eine Frau in New York« ist das zutiefst ehrliche Bekenntnis Vivian Gornicks, der Grande Dame der amerikanischen Frauenbewegung, zu einem selbstbestimmten, unkonventionellen Leben, eine mutige Annäherung an das Fremde, eine Ode an wahre Verbundenheit und eine Liebeserklärung an diese kräftezehrende und zugleich so vitalisierende Stadt: New York.

»Witzig, elegisch und der Wahrheit verpflichtet - ein schmales Buch, das lange nachhält.«

The New York Times (03. Juli 2019)

Aus dem Englischen von pociao
Originaltitel: The Odd Woman and the City
Originalverlag: Farrar, Straus and Giroux
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60088-6
Erschienen am  15. Juni 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: New York, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Amerikanisches Lebensgefühl

Von: Books.and.Twins

23.09.2020

Eine Freundin liest, was ich geschrieben habe, und erklärt mir beim Kaffee: „Du romantisierst die Straße. Weißt du nicht, dass New York fünfundsiebzig Prozent seiner Produktionsstätten verloren hat?“ Im Geiste sehe ich all den Frauen und Männern ins Gesicht, mit denen ich jeden Tag zu tun habe. Hey, Leute, sage ich lautlos zu ihnen, habt ihr gehört, was meine Freundin gerade gesagt hat? Die Stadt ist dem Untergang geweiht, die Mittelschicht hat New York verlassen, die Konzerne sind nach Texas, Jersey oder Taiwan gezogen. Ihr seid erledigt, am Arsch, es ist vorbei. Wie kann es sein, dass ihr noch immer auf der Straße seid? In New York geht es nicht um Jobs, sondern um Temperament, antworten sie. Die meisten Leute sind in New York, weil sie Beweise für die Ausdrucksfähigkeit der Menschheit brauchen - und zwar massenhaft. Nicht dann und wann, sondern jeden Tag. Sie brauchen das. Diejenigen, die in kontrollierbare Städte abwandern, kommen auch ohne sie aus, diejenigen, die es nach New York zieht, nicht. Oder vielleicht sollte ich besser sagen, -ich- komme ohne sie nicht aus. ——————————————————————— Ein ganz fabelhaftes Buch, aber ob es auch für die breite Masse geeignet ist, ist die Frage. Vivian Gornick erzählt in einer Art Schwelgen in Erinnerungen und Selbstgesprächen beim Spazieren durch New York über New York. Ein wehmütiger und sehr nachdenklicher Ton streift mit ihr durch die Straßen des Big Apple. Ich empfand diese Erzählweise aber keineswegs als trocken oder langweilig, sondern habe Gornick sehr gerne begleitet, während sie mit reicher Beobachtungsgabe die Menschen, die Stadt und ihre Erlebnisse schildert. Es geht um Veränderungen, Stimmungen und Seelenlage einer Millionenmetropole - all das mit autobiografischer Note. Atmosphärisch, symphatisch und voller Lebensfreude.

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Vivian in New York

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

06.09.2020

Vivian Gornick ist eine Suchende. Sie erzählt in ihrem Buch „Eine Frau in New York“ völlig frei und unbefangen von ihrem Leben. Angefangen von ihrer Kindheit in der Bronx bis hin zu ihrem aktuellen Lebenspunkt. Gleich vorweg: eine Biografie ist es nicht, was Gornick hier verfasst hat, eher eine Art „des von der Seele Schreibens“um endlich mal Luft zu bekommen. Es ist nicht der typische Aufstieg wie man ihn in den Staaten gewohnt ist a la „vom Tellerwäscher zum Millionär“, nein, sie hat gekämpft dafür wer sie heute ist und warum sie das alles gemacht hat. Wir erfahren viel über Vivian, wir erfahren ihre Emotionen, ihr Leid, ihre Wut, die Entwicklung New Yorks, die Entwicklung der Vereinigten Staaten Americas, wir erfahren viel über die Veränderung des Lebensbildes im Allgemeinen, über die Menschen denen sie begegnet und das sind weiß Gott nicht wenige....Gornick lässt Luft ab, Wut raus...wie auch immer man es nennen möchte. Hierbei wechselt sie immer wieder mit den Zeiten. Mal Gegenwart, mal Vergangenheit - ein gewisses Durcheinander, welches aber zu Vivian passt. Gerade in der späten Teenager-Phase wo sich die Weichen für das Leben langsam stellen, hält sie mit ihren Emotionen nicht hinter‘m Berg. Ich kann sie verstehen. Man ist neidisch auf Andere, man will immer das was andere haben, man strebt nach mehr....aber man muss erstmal „Erfahrungen“ sammeln, erstmal zu dem werden was man heute ist und dann merkt man erstmal schnell was wirklich wichtig ist im Leben, wofür es sich lohnt zu kämpfen! Gornick findet sich irgendwann und zeigt aber auch, das wir doch irgendwo immer Suchende bleiben werden....Gornick hat mich scharf beeindruckt und sie ist ein Sinnbild für Kämpferwillen, egal in welcher Richtung. Es wird hier mitunter Leser geben, die all diese Parts im Buch nervig, langweilig und dröge finden....ja, es ist schon speziell und man muss sich auf Gornick einlassen und ihre Geschichte. Wenn man das geschafft hat, erleben wir einen ganz besonderen Blick auf eine besondere Frau und auf ein besonderes New York! Hierfür gibt es 4 von 5 Sterne!

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Vita

Vivian Gornick, 1935 als Tochter einfacher jüdischer Einwanderer in der Bronx geboren, ist Autorin, Journalistin, Literaturkritikerin und bekennende Feministin. Sie veröffentlichte bisher elf Sachbücher mit oft autobiografischem Hintergrund. Vivian Gornick, eine Grande Dame der amerikanischen Frauenbewegung, wird gerade in vielen Ländern entdeckt beziehungsweise wiederentdeckt. »Ich und meine Mutter«, 2019 erstmals auf Deutsch erschienen, wurde 2019 von der New York Times zum besten Memoir der vergangenen fünfzig Jahre gewählt. Ihr neuestes Buch, »Eine Frau in New York«, wurde für den National Book Critics Circle Award nominiert.

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pociao

Pociao studierte Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften, übersetzt u.a. Paul Bowles, William S. Burroughs und Evelyn Waugh und gewann 2017 den Don DeLillo-Übersetzungswettbewerb.

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Pressestimmen

»Ein unglaubliches, aufwühlendes Memoir.«

The Los Angeles Times (03. Juli 2019)

»Die besten Bücher wie die besten Freundinnen und Freunde, wie die intimsten Gespräche geben uns das Gefühl, verstanden zu werden. Sie rufen in uns auch das Gefühl hervor, dass das Zuhause wirklich unser Zuhause ist. ›Eine Frau in New York‹ kann wie ein Überlebens-Ratgeber gelesen werden.«

The New York Times Book Review (03. Juli 2019)

»Eine Reihe genau beobachteter Vignetten.«

The New Yorker (03. Juli 2019)

»In Zeiten von sinnloser Bekenntnisliteratur ist und bleibt Gornick eine Meisterin des sinnhaften autobiografischen Schreibens.«

Entertainment Weekly (03. Juli 2019)

»Gornick zu lesen ist eine aufregende, belebende und herausfordernde Erfahrung.«

The Boston Sunday Globe (03. Juli 2019)

»Vivian Gornick gelingt es durch ihre lose verbundenen literarischen Miniaturen meisterinnenhaft, ein Gefühl für ihr New York zu geben (...) «

taz (08. August 2020)

»Die Autorin ist eine Meisterin des autofiktionalen Erzählens«

Deutschlandfunk Kultur (13. Juli 2020)

»Ein großartiges Buch für New-York-Liebhaber!«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (29. Juni 2020)

»Ihre Sprache ist so frisch, ihr Blick so neugierig, die Dialoge so lebendig, dass man beim Lesen das Gefühl hat, eine Energiespritze gesetzt zu bekommen«

Der Tagesspiegel (26. August 2020)

»Diese Autorin auf ihren Spaziergängen zu begleiten, ist ein Vergnügen. Die zufällig aufgeschnappten Dialoge umwerfend (…)«

Münchner Merkur (01. August 2020)

»(...) eine Frau, die sich bei ihren Wanderungen durch die Metropole gleichzeitig verliert und findet - ein sehr interessantes Buch einer sehr interessanten Frau!«

belletristik-couch.de (01. Juli 2020)

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