HUNGER

Die Geschichte meines Körpers

Hardcover
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Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham - „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“

»Ein mutiges Buch.«

Literarische Welt, Hannah Lühmann (03. Juli 2019)

Aus dem Englischen von Anne Spielmann
Originaltitel: Hunger
Originalverlag: Harper
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75814-2
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bewegende, intime Geschichte über das Sein, die Leere und den Hunger nach Leben.

Von: Nordbreze

10.08.2019

Roxane Gay gilt als eine der wichtigsten US-amerikanischen Stimmen zu gesellschaftlichen Themen und ist mir bisher aber nur über ihre Bücher "Hunger" und "Bad Feminist" (welches noch auf der Merkliste steht) bekannt. Um mich also einmal der Person Roxane Gay zu nähern, habe ich vor einer Weile "Hunger" gelesen. Ein sehr persönliches Buch, indem die Autorin über ihren Körper spricht und über das, was ihrem Körper passiert ist. Mit zwölf wurde Roxane Gay von einer Gruppe von Jungs vergewaltigt. In "Hunger" erzählt sie, wie diese Tat ein Loch in ihr bis dahin wohl behütetes Leben gerissen hat und wie sie versucht, dieses Loch auszufüllen – mit Essen. Roxane Gay ist stark übergewichtig und nein, das Buch erzählt keine fröhliche "Wie ich in 10 Wochen 50 Kilo abgenommen haben!"-Geschichte, es gibt kein happy end, wie auch immer ein happy end aussehen mag. Roxane Gay erzählt, wie Hunger ihr Leben formt, wie Essen eine kurzzeitige Befriedigung darstellt, wie sehr sie sich nach Liebe sehnt, nach Anerkennung, nach "in die Norm passen". Gleichzeitig wehrt sie sich als Feministin gegen die Stereotypen, die man Frauen und insbesondere Frauenkörpern aufzwingen will. "Ich bin mir immer dessen bewusst, dass ich viel Raum einnehme. Als Frau, als dicke Frau, sollte ich keinen Raum einnehmen. Und doch bin ich als Feministin der Meinung, dass ich durchaus Raum einnehmen darf und kann." (Seite 179) Während man "Hunger" liest, fühlt man sich stellenweise unbehaglich, weil Roxane Gay einen tief mit in die intimsten Gedanken mitnimmt, in die dunkelsten Gefühle, die man bei fremden Menschen nicht unbedingt direkt wissen möchte. Aber gerade das macht den Reiz von "Hunger" aus. Nicht, weil es das menschliche Bedürfnis nach Voyeurismus befriedigt, sondern, weil Roxane Gay blank zieht, all ihre Schwächen auf Papier bringt und so ganz und gar menschlich ist. "Hunger" ist kein positives oder einfaches Buch, aber "Hunger" ist menschlich. Eine wirklich großartige, bewegende, intime Geschichte über das Sein, die Leere und den Hunger nach Leben. "Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass das ganze Leben sich um Wünsche und Begehren dreht. Wir wünschen und verlangen und wünschen und verlangen, wir sind so voller Sehnsucht. Wir hungern." (Seite 254)

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Ein wichtiges Buch! Absolute Leseempfehlung!

Von: Gedankenlabor

02.08.2019

„Hunger – Die Geschichte meines Körpers“ von Raxane Gay ist definitiv mal eine ganz andere Art von Lektüre, denn: >>Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Erfolgsgeschichte. Aber eine, die erzählt werden muss.<< … und das trifft es auf den Punkt. In diesem Buch geht es nicht darum die perfekte Diät zu finden, sondern darum zu begreifen wie sehr die Gesellschaft uns auf unsere Körper reduziert. Unser Körper ist unser ganz eigener Raum, den wir einnehmen und dieser wird innerhalb der Gesellschaft ständig kritisiert, ob positiv oder negativ. Negatives fällt hier jedoch leider mehr ins Gewicht... Roxane Gay erzählt in diesem Buch ihre Geschichte. Ihren Kampf mit dem Körper, der ihr Schutzschild und gleichzeitig ihr Kriegsfeind ist. Denn genau zu diesem wird er von all den Menschen gemacht, die sie nur auf diesen reduzieren. Von ihrer Vergangenheit war ich wirklich tief getroffen und konnte ihre Handlungsweise in vielen Punkten gut verstehen. Ich selbst kenne den Kampf mit dem eigenen Körper, wie sicherlich sehr viele andere auch und konnte viele Situationen aus ihrem leben eins zu eins nachempfinden. Wir sehen in den Medien immer und überall die perfekten Körper, die perfekten Menschen und wenn wir den Idealen nicht entsprechen, dann sind wir was? Falsch? … Das einzige was falsch ist, ist die Art der Gesellschaft mit den Menschen umzugehen und hier ist dieses Buch definitiv ein sehr wichtiger Teil den Ansatz des Umdenkens mit zu unterstützen und zu bekräftigen. Nicht wir, nicht unser Körper ist das Problem, sondern die ganzen Schubladen, in die man fein säuberlich einsortiert wird. Ein Mensch ist wie er ist. Nicht wegen seines Gewichts, oder seiner Körperform, sondern wegen dem was er tut, was er anderen entgegenbringt und die inneren Werte sind doch die, die letztlich zählen. Von mir gibt es hier eine absolute Leseempfehlung!

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Vita

Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, ist sie Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm Black Panther (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Bitte Lesen! Tut so gut!«

Emotion (02. Juli 2019)

»Über Körperideale und Traumata: Roxane Gays »Hunger« ist in den USA ein Bestseller. Sie erzählt darin von einem unstillbaren Verlangen – nicht nur nach Essen.«

»Roxane Gay ist witzig, radikal ehrlich und eine der einflussreichsten Feminst_innen unserer Zeit.«

taz, Fatma Aydemir (16. Juli 2019)

»Fettsein als Überlebensstrategie - die amerikanische Feministin Roxane Gay erkundet in ihrem schonungslosen Buch ,Hunger' die Festung ihres Körpers.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (25. Mai 2019)

»Warum bin ich so fett? Roxane Gay gibt sich selbst eine schonungslos offene Antwort. [...] Nur so konnte ein derart eindrucksvolles Buch entstehen.«

stern (25. April 2019)

»Lesen, Lesen, Lesen!«

Elle (04. Juni 2019)

»Ein schonungslos offener Text über Begehren und Verletzkichkeit.«

Missy Magazine (23. Mai 2019)

»Was mich an diesem Buch am meisten beeindruckt hat, ist Roxanes kompromisslose Ehrlichkeit.«

Emma Watson

»Brillant, intellektuell herausragend und tief bewegend.«

The New York Times Book Review

»Ein Buch von widerspenstiger Schönheit.«

USA Today

»Bemerkenswert!«

Los Angeles Times

»Atemberaubend ehrlich, tief bewegend erzählt!«

New Republic

»So tief bewegend, so mutig und direkt, dass es sich anfühlt, als vertraute Roxane Gay uns ihre Seele an.«

Seattle Times

»In ihrem kraftvollen, mutigen Erzählen fordert Roxane Gay den Körper zurück, den sie nie hätte verlieren sollen.«

Entertainment Weekly

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