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Himbeeren mit Sahne im Ritz Erzählungen

Kundenrezensionen (15)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2400-7

Erschienen: 26.09.2016
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Ein Sensationsfund nun in deutscher Erstübersetzung

Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des «Flappers»: frech, abenteuerlustig, extravagant. Das Lebensgefühl dieser Ära hat sie in bezaubernden Erzählungen eingefangen, die nun erstmals auf Deutsch zu entdecken sind.

Im Mittelpunkt stehen bei Zelda Fitzgerald stets Frauen: eigensinnige und eigenständige Heldinnen, sich auf einem Ozeandampfer ebenso zu Hause fühlen wie im Ritz oder auf den Champs-Élysées. Die nach der Theaterprobe lieber noch um die Häuser ziehen, als zu Mann und Kind zu eilen. Die es nach Hollywood schaffen und ihre Filmkarriere für die Liebe ihres Lebens wieder aufgeben. Oder die in einem Provinznest in den Südstaaten von der weiten Welt und ihrem großen Auftritt träumen.

Zelda Fitzgerald wirft uns mitten hinein in das glamouröse, schillernde, unstete Bühnenuniversum der Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen. Die Lichter des Broadway, Schrankkoffer voller Tüllkleider, Orchideen in onduliertem Haar: In opulenten Details erweckt sie das Jazz Age zum Leben. Ihre hinreißend sinnlichen, atmosphärisch dichten Erzählungen handeln von der hohen Kunst, sich selbst zu inszenieren – und von dem Preis, den man dafür zahlt.

"Glamourös in den Untergang" - deutschlandradiokultur.de

Rezension in wdr5 SCALA

"Aktuelle Belletristik" - Rezension auf wdr.de

Rezension auf monalisablog.de

"Gin und Champagner" - Rezension in culturmag.de

Rezension in aviva-berlin.de

Rezension im Literaturblog AstroLibrium

»Man ist erstaunt über ein ganz eigenes grosses Talent dieser Autorin. ... Dank den besonderen Qualitäten ihrer Texte sollte sie wenigstens postum endlich Fuss fassen dürfen.«

Neue Zürcher Zeitung, Renate Wiggershaus (17.11.2016)

Zelda Fitzgerald (Autorin)

Zelda Sayre Fitzgerald (1900–1948) wurde in Montgomery, Alabama geboren und heiratete mit 19 Jahren F. Scott Fitzgerald. Ab 1922 veröffentlichte sie zahlreiche Zeitschriftenartikel, Erzählungen (meist unter Scotts Namen) und einen Roman, «Save Me the Waltz». Vor allem aber war sie eine Stilikone der 1920er-Jahre. Sie starb bei einem Brand in einer Nervenklinik.


Felicitas von Lovenberg (Nachwort)

Felicitas von Lovenberg, 1974 in Münster/Westfalen geboren, studierte Neuere Geschichte in Bristol und am St. Antony's College in Oxford und war von 1998 bis 2016 Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2003 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

»Man ist erstaunt über ein ganz eigenes grosses Talent dieser Autorin. ... Dank den besonderen Qualitäten ihrer Texte sollte sie wenigstens postum endlich Fuss fassen dürfen.«

Neue Zürcher Zeitung, Renate Wiggershaus (17.11.2016)

»Zu lange ist sie nur als Frau des Schriftstellers betrachtet worden. Wie ungerecht das war, zeigen die Erzählungen, die (großartig übersetzt!) erstmals auf Deutsch erscheinen.«

SPIEGEL Online, Claudia Voigt (20.12.2016)

»Die elf Geschichten sind stilistisch betörende Frauenporträts und Stimmungsbilder des Jazz-Age, detailreich, voller Witz und Sinnlichkeit.«

Welt am Sonntag, 20.11.2016

»Endlich unter ihrem Namen: Texte, die zum Teil Scott zugeschrieben wurden. Heinreißend fiebrige Skizzen des rosé-goldenen Ennui der 20er in New York und Südstaatenkäffern.«

Stuttgarter Zeitung, Nicole Golombek (03.12.2016)

»Die unglückliche Gattin von F. Scott Fitzgerald begeistert mit zauberhaften Erzählungen.«

Basler Zeitung (CH), 13.12.2016

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Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné

Mit Nachwort von Felicitas von Lovenberg

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2400-7

€ 24,95 [D] | € 25,70 [A] | CHF 32,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 26.09.2016

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Das fehlende Sahnehäubchen

Von: Bri Datum: 19.03.2017

www.feinerbuchstoff.wordpress.com

Zelda Fitzgerald erging es lange wie vielen Frauen vor ihr: Zunächst als schmückendes Beiwerk des großen F. Scott Fitzgerald, dann als dessen Klotz am Bein und Auslöser seiner Trunksucht und bis hin zur „Kreativitätsbremse“ betrachtet, billigte man ihr kaum eigene ernstzunehmende Kreativität zu. Sicher, eine schillernde Persönlichkeit. Anmut und Charme wurden ihr bescheinigt. Mit Kunst erfolgreich zu sein eher nicht. Und das obwohl sie das war, was man damals, einen Flapper nannte. Und genau unter dieser Diskrepanz scheint sie – zu ihrer eigenen seelisch meist nicht ausgeglichenen Lage – so sehr beschäftigt zu haben, dass sie es in diversen Kurzgeschichten verarbeiten musste.

Kurzgeschichten, deren Hauptfiguren – zumindest was die in dem wunderschön gestalteten Band Himbeeren mit Sahne im Ritz angeht – immer Frauen sind, die neben dem Hang sich zu nehmen, was sie möchten, auch unter einem enormen Druck stehen. Unter dem Druck, den Frauen seit Jahrhunderten kennen: Perfektionismus, dem Drang zu gefallen und dem Wunsch dabei als intellektuelles Wesen wahrgenommen zu werden. Ganz ehrlich: welche Frau erkennt diese Muster, zumindest nicht ab und an, auch bei sich selbst?

Da wegen des aufwändigen Lebensstils der Fitzgeralds – wie gewonnen, so zerronnen – ein kontinuierlicher Geldfluss vonnöten war, Zeldas Geschichten aber, weil sie von Zelda und nicht von Scott stammten, keine größeren Beträge erzielt hätten, erschienen sie teilweise unter dem Namen des Meisters der Roaring Twenties. Dass nicht auffiel, dass die Geschichten nicht von ihm stammten, ist mir ein kleines Rätsel. Denn auch wenn beider Erzählungen viel Menschliches zum Inhalt haben, so ist sprachlich und konzeptionell doch ein Unterschied zu vermerken. Während bei Scotts Kurzgeschichten (ich gebe zu, ich bin eine glühende Verehrerin) alles leicht und trotzdem mit Tiefe hingeworfen, die Konzeption perfekt durchdacht scheint, weisen Zeldas Geschichten Schwächen auf. Sicher, sie war keine solch professionelle Autorin, wie ihr Mann. Sie war interessiert an vielen Dingen und meist wird Scott für ihren kürzeren Atem an gewissen Projekten festzuhalten die Schuld gegeben. Aber eben das gehört zu einer Meisterschaft dazu: das Durchhalten, das immer von Neuem anfangen und weitermachen. Im besten Fall mit einer positiven Weiterentwicklung.

Himbeeren mit Sahne im Ritz versammelt elf Erzählungen Zelda Fitzgeralds, die durchaus ihre funkelnden Momente besitzen. Es finden sich großartige Sätze darin

„Sie gönnte sich Masseure, die sie jeden Morgen behandelten, zu viele Sidecars vor dem Mittagessen und Unterwäsche, in der man tot aufgefunden werden wollte.“

und doch stellt sich keine wirkliche Verbindung zwischen Text und LeserIn ein. Zumindest erging es mir an manchen Stellen so. Vielleicht liegt das nicht so sehr an der handwerklichen Fähigkeit der Zelda Fitzgerald, der man durchaus Talent attestieren kann, sondern an der Umsetzung der eigenen Wünsche und Träume, die eben nicht ohne das auskommt, was sie gleichzeitig als erdrückend empfindet: Männer und ihren Einfluß. Letztendlich gelingt es keiner ihrer Protagonistinnen, die sehr wohl talentiert, jung und gut aussehend sind, ihr Glück ohne einen Mann und dessen Erfolg, respektive Geld, zu finden. Tragische Heldinnen sind es, fast wie bei Scott, dessen Helden ja auch meist tragisch sind. Doch hier ist es wie im Leben: Tragische Helden vermögen es manchmal sogar im Untergang zu erstrahlen, während ihre weiblichen Pendants sich ihrer Pflicht bewußt sind und sich fügen.

Hervorzuheben sind – neben der sehr schönen Gestaltung des Bandes – die wunderbare Übertragung in die deutsche Sprache, für die Eva Bonné verantwortlich zeichnet und das kluge und einfühlsame Nachwort von Felicitas von Lovenberg.

Zelda selbst wollte oder / und konnte sich nicht fügen. Immer auf der Suche nach etwas, das sie selbst ausmachte, verlor sie sich letztendlich. Und ich frage mich, ob ihre Texte mich so kalt lassen, weil sie eben Zelda Fitzgerald war. Ganz genau werde ich das nie sagen können – und so bleibt bezüglich meines Leseeindrucks ein unentschiedenes Gefühl: Für mich waren es Himbeeren, aber ohne Sahnehäubchen und das schon gar nicht im Ritz.

Hat mich nicht überzeugt

Von: Sabs Bookparadise Datum: 29.01.2017

sabsbookparadise.blogspot.ch/

Dieses Buch ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen jeweils eine Frau die Hauptprotagonistin ist. Auf die einzelnen Geschichten möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, weil ich der Meinung bin, dass man sie selbst entdecken sollte.

Mit dem Schreibstil hatte ich in den meisten Geschichten meine Probleme. Er ist sehr eigen und ich konnte mich nur schwer damit zu Recht finden. Besonders bei den ersten Geschichten hatte ich meine Mühe.
Das lag, neben dem Schreibstil, auch daran, dass ich mich bei den Frauen wirklich öfters fragen musste, ob die wirklich so... komisch... waren - ich weiss nicht, wie ich das sonst ausdrücken soll. Auf jeden Fall waren die Charaktere nicht mein Fall. Mehrheitlich waren sie sehr sehr oberflächlich oder sie wurden so dargestellt. Mit solchen Personen habe ich meine Mühe. Ich hätte mir hier ein wenig Abwechslung in der Art der einzelnen Frauen gewünscht, so dass wirklich eine von ihnen heraussticht und anders ist.

Ich bin überzeugt, dass es bei diesem Buch sehr auf den Geschmack des Lesers ankommt, ob man etwas damit anfangen kann oder nicht. Potential hätte es sicher gehabt, wenn die Umsetzung ein wenig anders gewesen wäre.

Das Cover finde ich unheimlich schön - ein wahrer Hingucker!

Fazit

Da mich das Buch leider nicht von sich überzeugen konnte, bekommt es von mir 3 Sterne.

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