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Meine Geschichte der deutschen Literatur

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Marcel Reich-Ranicki über die ihm wichtigsten Werke der deutschen Literatur

Zeit seines Lebens trat Marcel Reich-Ranicki für die Literatur ein und scheute sich dabei nie, eine ganz eigenwillige Auswahl der bedeutendsten Autoren und ihrer Werke zu treffen. Denn »der Verzicht auf einen Kanon«, so seine Überzeugung, »würde den Rückfall in die Barbarei bedeuten«.

Erstmals erscheint nun eine umfassende Sammlung der wichtigsten und besten Essays dieses leidenschaftlichen Kritikers. Sie ist in der Weise geordnet, dass sie ein so provozierendes wie begeisterndes Bild jener deutschen Literaturgeschichte vermittelt, in der er seine Heimat fand, von den Minneliedern im Mittelalter bis hin zu den großen Romanen der Gegenwart. Der Band, herausgegeben von Thomas Anz, einem langjährigen Begleiter Marcel Reich-Ranickis und versierten Kenner seines Werkes, weist neue, immer wieder überraschende Wege auf der Suche nach einer Literatur, die so intelligent, fesselnd und schön ist, dass man sie ein Leben lang lieben kann.

»Wie ein letzter Gruß. [...] es lässt noch einmal Freude aufkommen angesichts des packenden Zugriffs dieses Stilisten - ein Anwalt der Literatur und der Leser.«

DER SPIEGEL, 29.12.2014

Hardcover mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-421-04663-5
Erschienen am  08. September 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„In Dankbarkeit und in Bewunderung“

Von: Susanne Ullrich

09.05.2016

Um es mal mit den Worten des großen Literaturkritikers selbst zu sagen: "Nein, ich liebe ihn nicht", diesen Marcel Reich-Ranicki. Dies sagte er dereinst über Friedrich Hölderlin. Und dennoch hat er sich auch vor Hölderlins „Dichtung in Dankbarkeit und in Bewunderung“ verneigt. So ähnlich mache ich das auch. Das Buch und damit Marcel Reich-Ranicki beeindruckt mit dem umfassenden Wissen um die deutsche Literatur. Der geneigte Leser kann so schrecklich viel lernen! Es macht neugierig und wissbegierig auf all die Dichter, die da porträtiert und erwähnt werden. Und unabhängig davon wie kritisch sich Reich-Ranicki zum betreffenden Dichter oder dessen Werk äußert, es ist auf jeder Seite diese unbedingte Leidenschaft, diese große Liebe zum geschriebenen Wort zu spüren. Sie springt einen förmlich von den Seiten entgegen. Eigentlich ist es also eine riesengroße Liebesgeschichte der deutschen Literatur. Es ist beileibe kein einfaches Buch, keine leichte Kost. Es braucht Interesse und Konzentration, um es zu lesen. Aber das Schöne ist, man muss es nicht in einem Rutsch lesen. Dank der Aufteilung der zumeist nicht allzu langen und in sich abgeschlossenen Texte kann man das Buch auch gut mal beiseitelegen und nach einigen Tagen wieder danach greifen. Ohne Angst zu haben, man hätte den Faden verloren.

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Vita

Thomas Anz

Thomas Anz, Jahrgang 1948, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur in Marburg und verfasste neben wissenschaftlichen Arbeiten zahlreiche Literaturkritiken und Essays für Zeitung und Rundfunk. Seit 1999 ist er Herausgeber der ersten Zeitschrift für Literaturkritik im Internet. Er veröffentlichte u.a. „Franz Kafka“ (1989), „Literatur und Lust“ (1998), „Literatur des Expressionismus“ (2002), „Handbuch Literaturwissenschaft“ (2007) sowie „Marcel Reich-Ranicki“ (2004). 2010 gründete er die „Arbeitsstelle Marcel Reich-Ranicki für Literaturkritik in Deutschland“ an der Universität Marburg.

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Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki, geboren 1920 in Polen, lebte von 1929 bis 1938 in Berlin. Nach der Deportation durch die Nazis überlebte er nur knapp das Warschauer Ghetto und kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück, wo er seine Karriere als Literaturkritiker begann: Er war von 1960 bis 1973 Literaturkritiker der „Zeit" und leitete danach bis 1988 den Literaturteil der „FAZ“, wo er noch bis zu seinem Tod tätig war. Berühmtheit erlangte er durch „Das Literarische Quartett“ im ZDF. Marcel Reich-Ranicki war „der“ deutsche Kritiker; in seinem geschriebenen wie gesprochenen Wort spürte man jederzeit die Leidenschaft und Konsequenz, mit der er sich für Literatur einsetzte. Seine 1999 bei der DVA erschienene Autobiographie "Mein Leben" wurde zum Millionenbestseller. Er erhielt zahlreiche literarische und akademische Auszeichnungen. Marcel Reich-Ranicki verstarb 2013 in Frankfurt am Main. "Meine Geschichte der deutsche Literatur" stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

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Zitate

»Eine kluge Auswahl [...] In jedem dieser Texte wird er erkennbar, in seiner intellektuellen Schärfe, der Unerbittlichkeit seines Urteils, aber auch in seinen Ängsten und Sehnsüchten.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2014

»Sein ganzes Temperament ist darin, die Lautstärke, die Empörung, die Freude an der Arbeit, seine Begeisterung, die Liebe zur Klarheit, Verachtung alles Dunklen und Raunenden.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.09.2014

»Eine Literaturgeschichte aus der Feder Reich-Ranickis? Nein, die dringend nötige Rehabilitierung des Kritikers. […] Ein sehr lesenswertes Buch.«

Süddeutsche Zeitung, 11.10.2014

»Vorgestellt mit dem Temperament, Witz und Scharfblick eines Ausnahmekritikers.«

Focus, 06.10.2014

»Marcel Reich-Ranickis Literaturgeschichte ist eine Liebesgeschichte, die Geschichte eines enthusiastischen und zornigen Liebhabers der deutschen Literatur.«

literaturkritik.de, 09.09.2014

»Eine Sammlung wichtigster und bester Essays aus der Feder des berühmten Kritikers.«

Hellweger Anzeiger, 13.09.2014

»Stets sucht Reich-Ranicki anhand des Werkes das Wesen des Verfassers zu ergründen. Der Band [bietet] einen tiefen Einblick ins Denken und Fühlen des Kritikers.«

Märkische Allgemeine, Nina May 13.09.2014

»Reich-Ranicki schrieb als Literaturhistoriker und Literaturkritiker zugleich, entwickelte in meinungsstarken Texten stets eine originelle These, die er den Lesern wie eine kostbare Fundsache vorstellte.«

General-Anzeiger, 06.09.2014

»Das Entzücken des Lesers ist auch das Entzücken, das aus seinen Texten zu uns kommt. Dieses Buch zeigt es auf besondere Weise.«

Freie Presse, 24.09.2014

»Marcel Reich-Ranicki zeigt sich, wie er war: pointiert, versiert, streitbar, belesen, fabelhafter Formulierer und wilder Verfechter guter Literatur.«

Neue Luzerner Zeitung (CH), 23.10.2014

»Stets sind seine Essays eine mit Verve und amüsant geschriebene Lehrstunde in Geistesgeschichte.«

DONAUKURIER, 17.02.2015

»Reich-Ranicki macht auch posthum, was ihm hoch anzurechnen war: Lust auf Literatur.«

Kurier (A), 13.09.2015

»Der Band vermittelt ein Bild der Literatur seit 1945, das anschaulicher und lebendiger kaum sein kann.«

Nürtinger Zeitung, 24.09.2015

»Als Wegweiser durch die Literaturgeschichte der Bundesrepublik ist dieses Buch hoch interessant - und zuweilen auch durchaus amüsant.«

Main-Echo Aschaffenburg und Umgebung, 26.09.2015

»Thomas Anz‘ Auswahl bringt dem Leser nicht nur den Kritiker Marcel Reich-Ranicki näher, sondern bildet auch eine Gesamtschau der jüngeren Literaturgeschichte.«

NDR Kultur, Sdg. Matinee, 02.10.2015

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