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Wie Demokratien sterben Und was wir dagegen tun können

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04810-3

Erschienen:  29.05.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Warum die Demokratie bedroht ist – und wie wir sie retten können.

Demokratien sterben mit einem Knall oder mit einem Wimmern. Der Knall, also das oft gewaltsame Ende einer Demokratie durch einen Putsch, einen Krieg oder eine Revolution, ist spektakulärer. Doch das Dahinsiechen einer Demokratie, das Sterben mit einem Wimmern, ist alltäglicher – und gefährlicher, weil die Bürger meist erst aufwachen, wenn es zu spät ist. Mit Blick auf die USA, Lateinamerika und Europa zeigen die beiden Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, woran wir erkennen, dass demokratische Institutionen und Prozesse ausgehöhlt werden. Und sie sagen, an welchen Punkten wir eingreifen können, um diese Entwicklung zu stoppen. Denn mit gezielter Gegenwehr lässt sich die Demokratie retten – auch vom Sterbebett.

»Ein unaufgeregt nüchternes und zugleich eindringliches Buch«

ZDF "aspekte" (13.07.2018)

Steven Levitsky (Autor)

Steven Levitsky und Daniel Ziblatt sind Professoren für Regierungslehre an der Universität Harvard. Steven Levitskys Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien, Demokratien und Autokratien sowie die Rolle von informellen Institutionen vor allem in Südamerika. Daniel Ziblatt forscht hauptsächlich zu Demokratie und Autoritarismus in Europa, Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte führten ihn u.a. nach Berlin, Köln, Konstanz, München, Paris und Florenz. Forschung und Lehre beider Autoren sind preisgekrönt, als Experten auf ihren Forschungsgebieten haben sie mehrere Bücher und zahlreiche Fachartikel verfasst.

»Ein unaufgeregt nüchternes und zugleich eindringliches Buch«

ZDF "aspekte" (13.07.2018)

»Die Autoren analysieren präzise, wie Demokratien in Diktaturen abgleiten«

ARD "ttt - titel, thesen, temperamente" (15.07.2018)

»Die erhellendste politische Lektüre dieses Sommers!«

DIE ZEIT (06.07.2018)

»Man kann das Buch durchaus als Aufforderung zum Kampf für diese Regierungsform verstehen - vor allem an jene junge Generation, für die die Demokratie leichtfertigerweise immer noch als etwas Selbstverständliches wahrgenommen wird«

Handelsblatt (03.08.2018)

»In diesem Buch erfährt man, wie kompliziert einerseits unsere Demokratie ist, und wie gut sie andererseits funktioniert. Die Autoren stellen das nachvollziehbar dar, so dass man es wirklich kapiert und sagt: 'Wir müssen aufpassen!'«

Deutschlandfunk "Andruck" (23.07.2018)

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12.12.2018 | 20:00 Uhr | München

Daniel Ziblatt zu Gast in München

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Mehr Infos

Literaturhaus
Salvatorplatz 1
80333 München

Tel. 089/2919340

Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt
Originaltitel: How Democracies Die
Originalverlag: Crown

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04810-3

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen:  29.05.2018

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Vom sich ausbreitenden Autoritarismus

Von: warmerSommerregen Datum: 11.10.2018

https://warmersommerregen.wordpress.com/

Langsam aber sicher verwandeln sich einige Demokratien in autoritäre Staaten - und das auf ganz schleichende und daher unauffällige Art und Weise. Die Autoren Levitsky und Ziblatt versuchen in ihrem Werk, zu erklären, wie es dazu kommen kann und was dagegen unternommen werden könnte. Dabei wird auf zahlreiche Beispiele eingegangen, um ein möglichst ganzheitliches Bild zu zeichnen.
Begonnen wird mit noch recht allgemeinen Beobachtungen, die das generelle Phänomen zu fassen versuchen. So setze sich Autoritarismus beispielsweise im Gegensatz zu früher nicht mehr über Putsche oder Ähnliches durch, sondern über Wahlen. Somit würden "Institutionen [...] zu politischen Waffen" (S.16).
Im Anschluss daran wird immer konkreter auf einzelne Staaten oder historische Ereignisse eingegangen, was zugegebenermaßen manchmal etwas sehr ausführlich wird und das Lesen dann erschwert. Manchmal wirkte es auf mich, als hätten die Autoren - aus lauter Begeisterung für ein Unterthema - den roten Faden verloren.
Sehr spannend ist der Abschnitt, in dem die vier Hauptindikatoren für autoritäres Verhalten aufgezeigt und auf politische Handlungsweisen bezogen werden (S.32,f.). Im weiteren Verlauf werden auch verschiedene Politiker auf diese Aspekte hin untersucht.
Auch auf den Umgang mit Politikern, welche Demokratien gefährden, wird eingegangen. Am wichtigsten sei es, autoritäre Politiker auf demokratische Weise nicht zu viel Einfluss gewinnen zu lassen. Den Ausführungen zufolge fungieren Parteien als "Demokratiewächter", werden dieser Rolle allerdings immer seltener gerecht.
Trump beispielsweise gehört zu den "Birthern", welche öffentlich anzweifelten, dass Obama in Amerika geboren sei und ihm so das Recht absprachen, Präsident zu sein. Eine Person, die bereits vor Jahren durch so geartete politische Äußerungen aufgefallen ist, hätte bereits von Anfang an von demokratischen Parteien von der Politik ferngehalten werden müssen, so die Autoren.
Zudem werden die Rahmenbedingungen, um einen Präsidenten seines Amtes zu entheben, genannt. Beeindruckend ist, dass diese wesentlich geringere Hürden darstellen, als man glauben würde. Die Autoren halten jedoch fest, dass eine solche Amtsenthebung - auch beim aktuellen Präsidenten - mehr als unwahrscheinlich sei, da es zu den amerikanischen Normen gehöre, den Präsidenten im Amt zu behalten und hinter ihm zu stehen.
Hier liegt auch ein weiterer, für die Autoren äußerst wichtiger, Punkt: Die stabilsten Demokratien stützen sich nicht nur auf schriftlich festgehaltene Gesetze, sondern ebenfalls auf ein Geflecht aus Normen.
Sehr spannend war für mich die Blickweise der Autoren, dass Amerikas Ordnung noch im 20. Jahrhundert feststecke, in dem Normen noch sehr viel zählen. Dies sei der Grund, weswegen man hinter Trump stünde, was auch immer für politische Ziele er verfolgen würde, was allerdings im Gegensatz zu den vielen Brüchen mit amerikanischen Normen seinerseits stünde. So sei die Bevölkerung nicht in der Lage, mit dem modernen Provokanten korrekt umzugehen.

In meinen Augen hält dieses Buch einige sehr interessante Denkanstöße bereit und gewährt Einblicke in die amerikanische Gesellschaft. Leider verliert sich das Buch bis kurz vorm Mittelteil in zu vielen zu detailreichen Ausführungen. Glücklicherweise wird das Buch in der zweiten Hälfte wieder spannender und der Lesefluss verbessert sich sehr. Gerne hätte ich noch ein paar Beispiele mehr zum aktuellen Europa gehabt und dafür auf ein paar zum amerikanischen Raum verzichtet.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr empfehlenswertes Buch, das jedoch passagenweise etwas ermüdend wird. Daher vergebe ich vier von fünf Sternen.

Steven Levitsky: Wie Demokratien sterben - Rezension

Von: Fabian Elbs Datum: 08.10.2018

https://www.youtube.com/FabianElbs

Ist die Demokratie als Regierungsform in Gefahr? Dieser Frage gehen die beiden Politikwissenschaftler und Harvard Professoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt in ihrem Buch nach und entwerfen einen Lackmustest für Möchtegernautokraten.
Dabei gehen die beiden von der These aus, dass Demokratien in heutiger Zeit nicht mehr mit einem großen Knall – etwa durch Revolutionen – sterben, sondern langsam dahinsiechen und viele Bürger erst aufwachen, wenn es zu spät ist. Denn Autokraten kommen, so ihre Beobachtung, zusehends in demokratisch legitimierter Art und Weise an die Macht. Zudem legen sie einen Lakmustest zur Erkennung von Autokraten bzw Autokratien in demokratischen Gewändern vor.
Ihr Buch beginnen sie mit der Frage, ob die US-Amerikanische Demokratie in Gefahr ist und stellen fest, nach über anderthalb Jahrzehnten der Erforschung von Demokratien zu anderen Zeiten und an anderen Orten, sich dem eigenen Land zuwenden zu müssen. Ausgangspunkt für diese Studie ist dabei die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika 2016.
Den schon erwähnten Lackmustest, der es ermöglichen soll, Autokraten zu erkennen, wenden sie dabei auf ihre These an. Dabei identifizieren sie 4 Kriterien, um Autokraten zu erkennen, bevor sie in ein Amt gewählt werden. Denn die Kandidaten seien oftmals Außenseiter ohne Große politische Erfahrung. Die vier Kriterien lauten: 1. Schwache Zustimmung zu bzw. Ablehnung von Demokratischen Spielregeln z.B. durch das Ablehnen der Rechtmäßigkeit von Wahlen oder von Verfassungen, 2. der leugnung der Legitimität politischer Gegner, drittens die Tolerierung von oder der Aufruf zu Gewalt sowie viertens die Bereitschaft der Einschränkung von bürgerlichen Freiheiten von Kritikern und Konkurrenten. Auf Trump trifft all dies zu.
Denn Trump, so die beiden Politikwissenschaftler, sei nicht der Grund des rauer werdenden politischen Tons, sondern ein Symptom der seit Jahren stattfindenden Polarisierung zwischen den Parteien und in der Zivilgesellschaft, da seit Jahren geltende ungeschriebene demokratischen Normen und Regeln gebrochen und nicht mehr eingehalten werden. Dazu zählen einerseits gegenseitige Achtung sowie andererseits institutionelle Zurückhaltung, die als weiche Leitplanken der Demokratie bezeichnet werden. Gegenseitige Achtung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man politischen Gegnern das gleiche Recht zu existieren zuspricht, solange sie nach den Regeln der Verfassung spielen, wie man selber. Institutionelle Zurückhaltung bedeutet hingegen, seine institutionellen Rechte im Sinne des politischen Fair Play nicht voll auszunutzen, obwohl dies nicht in der Verfassung stehe.
Steven Levitsky und Daniel Ziblatt ist ein spannendes aktuelles und aufrüttelndes Buch gelungen, das zwar keine einfachen Lösungen gibt, jedoch dafür plädiert, die Demokratie zu schützen. Den beiden Autoren ist es auf 300 Seiten gelungen, ein faktenreiches, gut recherchiertes Buch und lässig formuliertes Buch zu schreiben, dass zeigt, wie die Demokratie in Amerika und in anderen Ländern zu retten ist.

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