Willkommen in Lake Success

Roman
„Eines der 100 besten Bücher 2018“ – The New York Times

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Am Puls des heutigen Amerika - »man möchte schreien, weil dieser Roman so wahr und so unglaublich lustig ist« (Richard Ford)

Eines frühen Morgens entledigt sich Barry Cohen, Master of the Universe, der Fesseln seines allzu perfekten Lebens. Der Sohn eines jüdischen Poolreinigers hat eine traumhafte Karriere gemacht: Seine Hedgefonds spülen ihm Millionen aufs Konto, für ihn zählen nur Status, Ruhm, Prestige und Perfektion. Doch dann kommt der Tag des tiefen Falls: Er begreift, dass sein Sohn niemals in seine Fußstapfen treten wird. Mit nichts als seinen Lieblingsuhren im Gepäck flieht Barry mit einem Greyhound-Bus aus New York. Sein irrwitziger Plan: nach zwanzig Jahren seine College-Liebe Layla in El Paso zu treffen. Ob er mit ihr das echtere Leben von damals wieder aufnehmen kann?

Bestsellerautor Gary Shteyngart nimmt uns in dieser Great American Novel mit auf eine turbulente Reise durch das zutiefst gespaltene Amerika der Vor-Trump-Ära - und erzählt von der Suche eines Mannes nach dem wahren Glück. Großherzig, klug und witzig!

»Gary Shteyngart karikiert die New Yorker Elite im Sommer vor der Trump-Wahl. ... Es macht großen Spaß, die Absurditäten zu lesen, die Shteyngart sich für dieses Buch ausgedacht hat.«


Aus dem Englischen von Ingo Herzke
Originaltitel: Lake Success
Originalverlag: Random House
Hardcover mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60069-5
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart

Von: Gedankenlabor

12.06.2019

„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart hat mich um ehrlich zu sein anfangs erstmal ein paar Nerven gekostet. Ich brauchte eine kleine Weile, ehe ich richtig in das Buch reingefunden hatte, denn die Art wie diese Geschichte erzählt wird und die Charaktere sind doch sehr speziell, ich glaube das ist eines der Bücher die man entweder mag, oder nicht. Ich fürchte hier gibt es wenig Grauzone. Letztlich wollte ich dem Buch aber absolut eine Chance geben und das hat sich auch gelohnt! Unser Protagonist Barry Cohen, millionenschwerer Master of the Universe ist auf der Flucht vor seinem scheinbar perfekten Leben. Er steigt in einen Greyhound-Bus und fährt durchs Land, auf der Suche nach seiner College-Liebe Layla. Schnell wird im Verlauf der Geschichte klar, dass nicht alles Gold ist was vermeidlich glänzt und das dasnLeben, sowie jeder einzelne Mensch Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten hat. Shteyngart zeigt hier viele Fassetten und Charakterzüge der einzelnen Protagonisten und schaffte es letztlich für mich als Leser einen detaillierten Blick auf die Protagonisten werfen zu können und zwar auf eine humoristische, zynische und dann wieder ernste Art und Weise. Mein Fazit: Absolut lesenswert, wenn auch speziell! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gefällt mir das Buch im gesamten wirklich gut und hatte einfach mal eine andere Art zu erzählen, für mich letztlich auf positive Art und Weise!

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Willkommen in Lake Success

Von: Thursdaynext

03.06.2019

Master of the Universe könnte man Barry Cohen, den armseligen Helden aus Lake Success nennen. Hedgefondsmanager der Milliarden verwaltet, mit der Finanzaufsicht im Genick und auf der Flucht vor dem Diagnoseergebnis seines dreijährigen Sohnes. Es waren noch andere Unanehmlichkeiten und Gedankenspielereien, die ihn dazu trieben den Greyhound nach Westen zu besteigen und seine gewohnte Einflußsphäre zu verlassen. Weshalb er sich auf diese Reise queer durch die USA unter völlig ungewohnten Bedingungen begibt entblättert Gary Shteyngart mit Überschneidungen, Zeitrückblenden in einem packenden, furiosen Erzählstil. Sympathisch, dass der Unsympath Cohen von seiner menschlichen Seite gezeigt wird, in all seiner unreflektierten Verwirrt- und Zerrissenheit, die er trotz seines Alters, gepaart mit einer immensen Naivität an den Tag legt. Er ist auf dem Weg zu seiner Jugendliebe Layla, dem Bild in seiner Vorstellung, das ihn lockt, verspricht es doch Seelenfrieden und ist so viel leichter, als mit den Verletzungen und Enttäuschungen fertigzuwerden, die ihn heutzutage heimsuchen. Shteyngart nimmt seine Leser*innen vom ersten Satz an mit in die Zeit kurz vor dem Amtsantritt des US-Präsidenten, dessen Name niemals mehr genannt werden sollte (wird er), aber er ist präsent im Amerika vor der Wahl. Mit Verve, Witz und quasi im Vorbeifahren erfährt man lichtblitzartige, kleine aber feine Details aus der Stimmungslage der amerikanischen Bevölkerung von den Ärmsten bis hin zu den monströs, obszön Reichen. Mittendrin Barry Cohen, seine junge Frau Seema, die auf ihre eigene Art versucht, ihre lauernden, gedanklich verzweifelten Dämonen in den Griff zu kriegen, etliche Uhren und seltsam, skurrile Erscheinungen und die wunderbare schön bis schäbige Kulisse der Vereinigten Staaten. Willkommen in Lake Success hat Sog, es ist reines Vergnügen, diesen Roman zu lesen, obwohl der Autor nicht zimperlich mit seinem Personal umgeht und die Seelentiefe der Protagonisten detailliert und ohne Beschönigung auslotet. Es sind auch nur Menschen wie wir alle. Auf der Suche nach Glück, Liebende, Verzweifelte, verirrte Suchende. Shteyngart schafft es in einem Moment den Leserzynismus auf 100 % zu pushen, um ihm dann vor Augen zu führen, dass es schlicht menschliches Verhalten ist, erklärbar, wenn auch nicht immer nachvollziehbar. Wenn Barry im Greyhound seine Zugehörigkeit zum Judentum negiert und sich auf eine Stufe mit dem rechtslastigen selbstgerechten Prediger stellt, indem er klagt, ebenfalls seinen Sohn nicht mehr sehen zu dürfen, weil seine Frau ihn nicht mehr liebt, dann ist das trotz völliger Verdrehung der Tatsachen in diesem Moment tatsächlich seine ganz eigene „Wahrheit“. Shteyngart wendet diesen Kunstkniff immer wieder an und so erhalten die Leser*innen einen differenzierten Blick, sowohl auf auf die potentiellen Trumpwähler wie auch in die Gefühls- und Denkwelten der Protagonisten. Das liest sich locker und lässig und nie seicht auch wenn die Hirneinhalte der Skizzierten durchaus flach daherkommen. In ihrer Weltsicht sind sie es nicht, da gibt es nur diese selbstgewählte Alternativlosigkeit, die ihnen unumstösstlich erscheint. Diesen Erzählerblick und Stil, so amüsant und furios und voller Liebe zu diesem Land und seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen, beglückt mit Wellnesslesen auf hohem Niveau.

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Vita

Gary Shteyngart wurde 1972 als Sohn jüdischer Eltern in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren und kam im Alter von sieben Jahren in die USA. Er legte 2002 mit »Handbuch für den russischen Debütanten« seinen Erstling vor, ein New-York-Times-Bestseller, der u.a. mit dem National Jewish Book Award for Fiction geehrt wurde. Es folgten die vielfach ausgezeichneten Erfolgsromane »Absurdistan« und »Super Sad True Love Story« sowie zuletzt sein autobiografisches Buch »Kleiner Versager«. »Willkommen in Lake Success« ist der vierte Roman des New Yorker Kultautors, er wurde mehrfach zu einem der besten Bücher des Jahres 2018 gekürt und wird von HBO als Serie mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle verfilmt.

Zur AUTORENSEITE

Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Dass Gary Shteyngart einmal einen derart kraftvollen tragischen Roman vorlegen würde, war nicht unbedingt abzusehen.«

Süddeutsche Zeitung, Felix Stephan (24. April 2019)

»Er ist ein Spötter, bei dem stets Tragik mitklingt. Schriftsteller Gary Shteyngart spricht über Hedgefonds-Manager, russische Immigranten, Trumps Amerika - und was die USA mit Ostdeutschland gemeinsam haben.«

»Shteyngarts vierter Roman ist von überbordender Sprache, skurril-witzigen Analogien und illustrer personeller Ausstattung.«

stern, Michael Stoessinger (11. April 2019)

»Shteyngart zeichnet ein gewitztes Bild eines Amerikas, dem nichts anderes übriggeblieben ist als Donald Trump. Dass die Rücksichtslosigkeit des Finanzmarkts damit nicht wenig zu tun hat, kommt auch nicht zu kurz.«

»Es wird einen anderen Schluss geben, als man vermutet - und bis dahin ein sensationelles Feuerwerk an Sprache, Einfällen und Einsichten.«

»Stilistisch brillant komponiert – mit viel Sarkasmus, spitzen Humor und einer gewissen Boshaftigkeit geschrieben.«

»Mit seinem neuen Roman ‚ Willkommen in Lake Success’ hat er ein Meisterwerk rausgehauen.«

inMünchen, Heft 09/2019, Rupert Sommer

»Ein großartiger Gegenwartsroman.«

Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner (07. Mai 2019)

»Einer der originellsten und anregendsten Autoren seiner Generation.«

The New York Times

»In ›Willkommen in Lake Success‹ hört Gary Shteyngart Amerika genau zu, seinem einfältigen Gerede, seinem aufdringlichen Wehklagen, seiner stürmischen Selbstverachtung. Seinem Herzschlag. Man möchte schreien, weil dieser Roman so wahr und so unglaublich lustig ist.«

Richard Ford

»Es bereitet riesige Freude, Amerika durch die Filter von Shteyngarts Fantasie mit Retroeffekten zu betrachten – seine Landschaften, die Menschen, die Politik, die zunehmenden feudalen Ungleichheiten … Ein großer Roman - penetrant, verspielt und darauf aus, die Dissonanzen und Illusionen zu beleuchten, die dieses seltsame und seltsamer werdende Land im Griff haben.«

The New York Times Book Review

»Das Buch ist nicht wahnsinnig lustig, auch nicht unfassbar absurd. Es ist viel besser! Eine perfekte Mischung aus Geistesblitzen und Melancholie. ... Und es schildert auf herzzerreißende Weise, wie man ein Kind mit besonderen Bedürfnissen großzieht.«

Washington Post

»Ein meisterhafter, großherziger Roman. Mit seinen bisherigen Büchern hat sich Shteyngart einen Namen als scharfsinniger Satiriker gemacht, mit ›Lake Success‹ hat er sich zweifellos selbst übertroffen!«

Publishers Weekly

»... Witz und Scharfsinn, die unter anderem an Gogol, an Don DeLillo und am frühen Woody Allen geschult sind.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung über HANDBUCH FÜR DEN RUSSISCHEN DEBÜTANTEN (02. Dezember 2003)

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