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Wo war ich noch mal? Autobiografie

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-505-7

Erschienen: 30.03.2015
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„And now for something completely different!“

Als im September 1969 die ersten Folge von Monty Python’s Flying Circus gedreht wurde, war John Cleese knapp dreißig Jahre alt. Bis zu diesem Moment hatte das Leben bereits schwerwiegende Fragen aufgeworfen. Hatten die Deutschen kurz nach seiner Geburt sein unbedeutendes englisches Heimatdorf tatsächlich nur bombardiert, um zu beweisen, dass sie doch Sinn für Humor besaßen? Würde er sich je wieder von dem Trauma erholen, als Kleinkind von einem Kaninchen gebissen worden zu sein? Warum hatte man ihn für seinen ersten ernsthaften Bühnenauftritt als Luzifer ausgerechnet in Strumpfhosen gesteckt? In seiner Autobiografie zeichnet Weltstar John Cleese ein Porträt des Künstlers als junger Mann bis zur Gründung von Monty Python, um diesen und vielen anderen Fragen auf den Grund zu gehen.

"Wo war ich noch mal?" erzählt den Lebensweg eines schüchternen englischen Schlaks zum gefeierten Komödianten, der den Humor ganzer Generationen prägen sollte.

"Das Buch ist weniger eine Autobiographie als der Entwicklungsroman eines Komikers, so etwas wie Goethes Wilhelm Meister. Nur witziger."

Stefan Keim, WDR 3 (30.03.2015)

John Cleese (Autor)

John Marwood Cleese, geboren 1939 in Weston-super-Mare, England, schloss sein Jura-Studium am Downing College in Cambridge mit Promotion ab, bevor er mit seinem Talent als Texter Karriere machte. Als Drehbuchautor und Schauspieler war er für namhafte Preise nominiert - vom Emmy- über den Edgar-Allen-Poe-Award bis zum Oscar. Mit Drehbüchern und Hauptrollen reüssierte er auch in Hollywood, seine Gastauftritte bereicherten so diverse Filmserien wie James Bond, Harry Potter und Shrek. Heute lebt John Cleese in London.

"Das Buch ist weniger eine Autobiographie als der Entwicklungsroman eines Komikers, so etwas wie Goethes Wilhelm Meister. Nur witziger."

Stefan Keim, WDR 3 (30.03.2015)

"Keine einzige dieser Seiten ist langweilig."

Dieter Moor, ARD "Titel Thesen Temperamente" (29.03.2015)

"... ein Stück tiefenpsychologisch unterfütterter Selbstsatire von literarischem Format."

Susanne Zobl, news.at (27.03.2015)

"Selten war ein so dickes Buch so lustig."

Badische Neueste Nachrichten (05.04.2015)

"Der britische Kult-Komiker schreibt über sein Leben so witzig, dass man buchstäblich auf jeder Seite lachen muss. ... Sehr persönlich – und unschlagbar witzig!"

TV Movie (05.06.2015)

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Aus dem Englischen von Yvonne Badal
Originaltitel: So, Anyway
Originalverlag: Random House

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 47 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-89667-505-7

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 30.03.2015

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Das Leben des John

Von: Bri Datum: 20.12.2015

www.feinerbuchstoff.wordpress.com

Vorab: Ich bin bekennender Monty Python Fan. Vom Flying Circus über Das Leben des Brian zu den Rittern der Kokosnuss: Auch wenn ich sie alle schon gefühlte tausend Mal gesehen habe, kann ich mich immer wieder aufs Neue und wie beim ersten Mal über den scharf beobachtenden, die Absurditäten des Alltags ins Unermessliche überspitzten, total schrägen Humor der Pythons amüsieren. Was heißt amüsieren? Kaputt lachen!

Vor allem John Cleese fand ich mit seiner sehr natürlich wirkenden Korrektheit und dem meist etwas steif daherkommenden Verhalten, das durch seine geniale Mimik und die schrägen Handlungen noch dazu karikiert wurde, umwerfend komisch. Wie schön, dass ein Mensch, der wahrscheinlich eher britisch-traditionell aufgewachsen war, so verrückt sein konnte. Immerhin war er während des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen und in etwa die Generation, die ich mit solchen Verrücktheiten, wie zum Beispiel dem Ministry of Silly Walks niemals in Verbindung bringen würde.


Dank der heutigen Technik ist es möglich, solche Glanzleistungen der Komik immer und immer wieder zu genießen, und das zu jeder Zeit. Die Hoffnung auf etwas Neues der nun doch schon betagteren Herren hatte ich jedoch aufgegeben. John Cleese hatte sich, wie auch die anderen Pythons, beruflich zu anderen Ufern aufgemacht und durchaus Interessantes dabei hervorgebracht. So setzt er sich zum Beispiel so nachhaltig für den Schutz von verschiedenen Lemuren Arten ein, dass sogar eine nach ihm benannt wurde.

Im Mai 2014 allerdings gab es eine kleine Sensation: Die Pythons wollten sich noch einmal auf die große Bühne der O² Arena in London wagen. Ein, höchstens zwei Abende sollten es sein. Als die Karten für den ersten Abend aber bereits nach sagenhaften 45 Sekunden – ganz recht, Sekunden! - ausverkauft waren, wurde klar, es mussten 10 Abende sein. Als Krönung sollte die letzte One down, five to go - Live (mostly) Show in vielen Kinosälen überall auf dem Planeten mitzuerleben sein. Auch in Berlin!

Die Euphorie der Fans kannte kein Ende und überrollte die Pythons mit ungeahnter Wucht. Jahre, nachdem die Presse sie bereits ad acta und verstaubt zur Seite geschrieben hatte, waren sie wieder da. Live! Und wie! Und ich war dabei.

Was wäre ein besserer Zeitpunkt für eine Autobiografie, als dieser? John Cleese hat das mal wieder messerscharf erkannt und gehandelt. Wo war ich noch mal? muss mit seinen 480 Seiten natürlich schon vorbereitet gewesen sein, denn so schnell kann auch Mr. Silly Walk kein solches Werk aus dem Hut zaubern – oder vielleicht doch?

Gewohnt eloquent und erheiternd führt Cleese sich zunächst selbst ein. Das Leben mit einer eher fremden Mutter und einem hoch geschätzten und geliebten Vater in England während des Zweiten Weltkrieges schildert er detailreich, authentisch und lebendig. Seine Gedanken zu den damaligen Ereignissen und die Erinnerungen daran lässt er mäandernd aber nicht chaotisch einfließen. Äußerst unterhaltsam erlesen wir uns das Leben eines der genialsten Unterhalter unserer Zeit.

Und nebenbei lässt Cleese den Leser ganz nah an sich heran. Eher zurückhaltend und schüchtern ist er. Auffällig durch seine körperliche Größe, die sich schon bald zeigt und die damit wohl für die anderen Jungs so gar nicht zu vereinbarenden Zurückhaltung was zum Beispiel Schulhofkämpfe angeht, versucht er diesen aus dem Weg zu gehen - also sowohl den anderen Jungs als auch den Kämpfen - was auch beinahe immer klappt. Wenn es denn sein muss, kann er sich aber auch den nötigen Respekt verschaffen und wird fortan in Ruhe gelassen. Er hat quasi „das Feuchte hinter den Ohren verloren“.

Ein kluger Junge, der seine Warmherzigkeit vom Vater ererbt oder erlernt wissen will. Einem Mann, dessen Lieblingsbuch Jerome K. Jeromes Drei Männer im Boot ist. Wenn das nicht schon wegweisend zu nennen ist …

Während des Jurastudiums in Cambridge lernt er zunächst Graham Chapman kennen und später auch Terry Jones, Eric Idle, Terry Gilliam und Michael Palin. Die Truppe des Flying Circus ist nunmehr komplett und kommt bei den Zuschauern ungemein gut an. Das ist etwas, womit niemand so richtig gerechnet hatte. Nun heißt es am Ball bleiben. Die Truppe funktioniert basisdemokratisch, was sich noch als etwas problematisch erweisen wird.

Geschwätzig könnte man sie nennen, die Autobiografie, aber im positivsten Sinn des Wortes, zeigt sie uns doch einen liebenswerten, meist an der Qualität seiner Arbeit zunächst zweifelnden, hochintelligenten Menschen, der viele angenehme Charakterzüge vereint. Wichtig ist ihm aber auch, seine Vorstellung von Arbeit und Komik genügend umgesetzt zu wissen. Wenn das nicht mehr gegeben ist, dann geht er andere Wege. So verlässt er schließlich den Flying Circus, arbeitet aber an anderen Python-Produktionen weiterhin mit.

Auch sein Privatleben lässt Cleese nicht aus. Doch schildert er es immer aus einem distanziert – ironischen und gerade deshalb so sympathischen Blickwinkel. Auch die unangenehmen Seiten des Lebens verschweigt er nicht und hier zeigt sich ganz deutlich, dass er im Grunde genommen ein sehr ernsthafter Mensch ist.

480 Seiten lang pure Unterhaltung, kein bisschen Langeweile, wunderbare Einblicke in das Seelenleben eines genialen Künstlers und verehrungswürdigen Menschen – das ist es, was Wo war ich noch mal? zu einem unbedingten Must-Have für jeden Monty Python / John Cleese Fan macht.

Aber auch wenn man das nicht ist, sollte man dieses Buch lesen. Alleine die Fotos und deren umwerfende Unterschriften sind es wert. Und die Tatsache, dass man auch älter geworden genauso verrückt sein kann, wie ehedem, was für mich eine wunderbare Entdeckung war. Dieses Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal, damit ich es immer mal wieder in die Hand nehmen und darin blättern kann.

Und nicht vergessen: Always look on the bright side of life ...




die Geburt des britischen Humors

Von: Manuela G. Datum: 06.05.2015

manustintenkleckse.blogspot.de/

Über den Autor:

John Marwood Cleese, geboren 1939 in Weston-super-Mare, England, schloss sein Jura-Studium am Downing College in Cambridge mit Promotion ab, bevor er mit seinem Talent als Texter Karriere machte. Als Drehbuchautor und Schauspieler war er für namhafte Preise nominiert - vom Emmy- über den Edgar-Allen-Poe-Award bis zum Oscar. Mit Drehbüchern und Hauptrollen reüssierte er auch in Hollywood, seine Gastauftritte bereicherten so diverse Filmserien wie James Bond, Harry Potter und Shrek. Heute lebt John Cleese in London.


Zum Inhalt: (Klapptext)

"And now for something completely different!“


Als im September 1969 die erste Folge von Monty Python’s Flying Circus gedreht wurde, war John Cleese knapp dreißig Jahre alt. Bis zu diesem Moment hatte das Leben bereits schwerwiegende Fragen aufgeworfen. Hatten die Deutschen kurz nach seiner Geburt sein unbedeutendes englisches Heimatdorf tatsächlich nur bombardiert, um zu beweisen, dass sie doch Sinn für Humor besaßen? Würde er sich je wieder von dem Trauma erholen, als Kleinkind von einem Kaninchen gebissen worden zu sein? Warum hatte man ihn für seinen ersten ernsthaften Bühnenauftritt als Luzifer ausgerechnet in Strumpfhosen gesteckt? In seiner Autobiografie zeichnet Weltstar John Cleese ein Porträt des Künstlers als junger Mann bis zur Gründung von Monty Python, um diesen und vielen anderen Fragen auf den Grund zu gehen.


"Wo war ich noch mal?" erzählt den Lebensweg eines schüchternen englischen Schlaks zum gefeierten Komödianten, der den Humor ganzer Generationen prägen sollte.



Meine Meinung:

Auf diese Biographie habe ich regelrecht gewartet. Ich finden John Cleese schon seit Jahrzehnten großartig und endlich erzählt er uns etwas über sein aufregendes Leben. Wir kennen ihn wohl am besten durch die englische Comedytruppe Monty Python oder aus so genialen Filmen wie Das Leben des Brian. Ich kann mir seine Filme 100 Mal angucken und kringel mich doch immer wieder jedes Mal von neuem vor Lachen. Geboren als Sohn eines liebenvollen Vaters und einer etwas schwierigen Mutter, hat er sich die Sonne im Herzen doch immer bewahrt. Er erzählt von seiner Kindheit und Schulzeit bis hin zu seinen ersten Versuchen als Komödiant. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass John Cleese den britischen Humor mehr als geprägt hat. Sein Leben ist hochinteressant und wie es zu dieser wahnsinns Karriere gekommen ist, ist superspannend zu lesen. Er gibt viele Tipps für junge Komädianten und er hatte im Laufe seiner Karriere unglaubich tolle Wegbegeleiter. Nicht nur auf der Bühne, nein, auch hier als Buchautor versteht er es großartig mit Worten zu jonglieren und dem begeisterten Leser immer wieder mit seiner Komik ein Lachen ins Gesicht zu zauben. Vom einstigen schüchternen englischen Schalk hin zum großartigen Comedian. Einzig über sein heutiges Privatleben hält er sich mehr als bedeckt, er erzählt ein bißchen was über seine erste Frau Connie Booth (die auch in Fawlty Tower mitgespilet hat) und erwähnt kurz seine zwei Töchter. Was ich schade finde, aber auch nachvollziehen kann, da es in diesem Buch ja um seine einzigartige Karriere gehen soll. Beim Lesen merkt man, dass er ein sehr cleverer, humorvoller und bodenständiger Mann ist, der das Leben nicht so ernst nimmt und einen großen Spaß daran hat, die Leute zum Lachen zu bringen. John Cleese gehört zu der Gruppe Menschen, denen ihre Karriere einfach "passiert" ist. Zielgerichtete Karriereplanung?? Hah, keine Spur. Direkt nach seinem Jura Abschluß an der Universität Cambridge, ließ er auch schon die juristische Laufbahn hinter sich um sein Leben der Comedy zu widmen. Es war so spannend zu lesen wie es zum Zusammenschluß von Monty Python kam und ich ärgere mich heute noch, dass ich nicht schnell genug war, Tickets für die Reunion Tour 2014 in London zu ergattern, die innerhalb von 45 Sekunden!!! ausverkauft war. Diese Truppe einmal Live zu sehen, käme einem Traum gleich.


Cover:

Geniales Cover, das abesolut perfekt zu dieser unglaublichen Biographie passt.


Fazit:

Selten hat mich eine Biographie so in ihren Bann gezogen wie diese.Ich ziehe meinen Hut vor der Genialität und Herzenswärme dieses Mannes und beneide jeden, der bisher das Glück hatte, ihm einmal begegnen zu dürfen.

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