Zwölf Wochen in Riad

Saudi-Arabien zwischen Diktatur und Aufbruch
Ein SPIEGEL-Buch
Mit zahlreichen farbigen Abbildungen

(3)
Hardcover
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Exklusive Einblicke in ein Land, das sich gerade neu erfindet

SPIEGEL-Reporterin Susanne Koelbl ist gelungen, was kaum einem Journalisten gestattet wird: Sie durfte durch Saudi-Arabien reisen, ohne Beschränkungen und staatliche Aufsicht. Für mehrere Monate hat sie sich durch ein Land treiben lassen, das gerade den tiefgreifendsten Wandel seiner Geschichte erlebt. Kronprinz Mohammed bin Salman will Wirtschaft und Gesellschaft in die Moderne katapultieren, während das Königshaus trotz aller Reformen mit großer Härte gegen Andersdenkende vorgeht. Wohin wird sich Saudi-Arabien entwickeln? Wie erleben Frauen und Künstler, Oppositionelle und tiefgläubige Männer den Bruch mit alten Traditionen und Gewissheiten? Susanne Koelbl gibt faszinierende Einblicke in ein Land, dessen Zukunft für die Region, aber auch für den Westen von zentraler Bedeutung ist.

»Ein zügig geschriebenes, mit Informationen vollgepacktes Werk von beachtlicher investigativer Wucht. Man muss es jetzt lesen, um zu verstehen, was in Zukunft mit dem Wüstenstaat passiert.«

NZZ "Bücher am Sonntag" (29. September 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-421-04786-1
Erschienen am  29. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Riad, Königreich Saudi-Arabien

Leserstimmen

Zwischen Vergehendem und Entstehendem

Von: Katharina

10.08.2019

Zwölf Wochen in Riad ist ein sehr lesenswerter und informativer Bericht über ein Land, das sich einerseits modernisieren möchte, andererseits aber in Händen einer streng autoritären Monarchie liegt. In hoher Dichte, aber ohne zu überfordern, schafft Susanne Koelbl es, einem das Fremde, bisweilen Befremdliche, näherzubringen. Meine Vorstellungen über und mein Verständnis von Saudi-Arabien sind dank ihres Buchs um einiges umfassender geworden. Es wäre allerdings nur die halbe Wahrheit, würde ich nicht dazu stehen, dass auch meine kritische Einstellung verstärkt wurde. Mich wird das Gelesene in jedem Fall noch eine ganze Weile beschäftigen.

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Mutig und informativ – ein Blick in eine verborgene Welt

Von: Marianne

08.07.2019

Dieses Buch bietet viel mehr, als der Titel verspricht. Die 1965 geborene Münchnerin ist Journalistin und Auslandsreporterin für den Spiegel. Schon seit vielen Jahren bereist sie die Länder Zentralasiens. Sie kennt hochrangige Politiker, Entscheidungsträger und königliche Hoheiten. Sie spricht mit armen Arbeitern, Künstlern und mit Frauen, die sich nach Freiheit sehnen. Die Monarchie Saudi-Arabien erstreckt sich über einen Großteil der arabischen Halbinsel. Der große Wüstenstaat war bisher verschlossen. Visa gab es in der Regel nur für Arbeitnehmer und muslimische Pilger. Immer mal wieder ist in der Presse von Menschenrechtsverletzungen und Enthauptungen zu lesen, aber auch von einem Aufbruch in eine neue, moderne Zeit mit mehr Freiheiten. Wie passen diese beiden widersprüchlichen Aussagen zusammen? Über die Bewohner dieses geheimnisvollen Landes schreibt die Autorin, „Millionen junger saudischer Frauen unterwerfen sich strikten religiösen Gesetzen, die sie, wenn man es genau besieht, von fast allem fernhalten, was das Leben interessant macht – neue Begegnungen, die Entdeckung der Welt und neue emotionale und intellektuelle Erfahrungen. Gebildete junge Männer wiederum lassen alles hinter sich, um in Kriegsgebiete aufzubrechen, bereit, ihr Leben zu opfern, in Ländern, in denen sie bis dahin nie gewesen sind.“ Susanne Koelbls Blick auf dieses faszinierende Land ist einmalig und aktuell. Es ist erstaunlich, mit wem sie alles ins Gespräch kommt. Tiefgründige, ausführliche Kapitel klären über politische Hintergründe auf. Es geht um den rätselhaften Mord eines Journalisten, um Prinzen, die in einem Hotel gefangen gehalten werden, und immer wieder um Kriege, politische Allianzen und Geld. An der Seite der Autorin lernt der Leser mutige Frauen kennen, die eingesperrt wurden, weil sie sich dafür eingesetzt haben, dass Frauen das Recht bekommen, über ihr Leben selbst zu entscheiden. Diese Frauen befinden sich, nach wie vor, unter schrecklichen Umständen in Haft, und alle Versuche ihnen zu helfen sind gescheitert. Zwischen diesen wichtigen Berichten, schreibt die Autorin über einfachere Themen. Sie beschreibt eine Hochzeit in Saudi-Arabien, lebensgefährliche Autorennen junger Männer und die verbotene Kunst eines Malers. Fazit: Spannend und informativ, bietet dieses Buch einen fundierten Blick in die verborgene Welt Saudi-Arabiens, einem Land, das im Mittelpunkt weltpolitischer Interessen steht, darum ist dieses Buch wichtig für alle, die sich für das Tagesgeschehen interessieren. Durch die vielen Anekdoten und Geschichten ist es darüber hinaus für alle interessant, die sich für fremde Länder und Kulturen interessieren. Eines der wenigen Bücher, dem man am liebsten mehr als fünf Sterne geben möchte!

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Vita

Susanne Koelbl ist Auslands-Reporterin des SPIEGEL. Nach ihrer journalistischen Ausbildung in München arbeitete sie als Autorin des Magazins der Süddeutschen Zeitung. 1991 wechselte sie zum SPIEGEL und berichtet seitdem vom Balkan, aus Zentralasien und aus dem Nahen Osten, darunter Syrien und Iran, Irak und Saudi-Arabien. Für ihre Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Reemtsma Liberty Award. Zusammen mit Olaf Ihlau hat sie das vielbeachtete Buch »Geliebtes, dunkles Land. Menschen und Mächte in Afghanistan« veröffentlicht (2007).

Zur AUTORENSEITE

Events

14. Nov. 2019

Susanne Koelbl zu Gast in Erlangen

20:00 Uhr | Erlangen | Lesungen
Susanne Koelbl
Zwölf Wochen in Riad

15. Nov. 2019

Susanne Koelbl zu Gast in Bamberg

19:30 Uhr | Bamberg | Lesungen
Susanne Koelbl
Zwölf Wochen in Riad

Videos

Pressestimmen

»Der Spiegel-Journalistin ist ein sehr lesenswertes und kurzweiliges Länderporträt gelungen, kritisch, aber offen im Blick, charmant im Ton, mit seltenen Einblicken in ein für den Westen meist verschlossenes Land. Saudi-Arabien steht am Anfang einer schwierigen und langen Transformation, die Auswirkungen auf die ganze Welt haben wird.«

Deutschlandfunk (17. Juni 2019)