Nur wenn du allein kommst

Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad

Ungekürzte Lesung mit Hilke Rusch
(3)
Hörbuch MP3-CD
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Die "Terror-Reporterin" berichtet persönlich und spannend von ihren Einblicken in islamistische Netzwerke

Souad Mekhennet deckte die Entführung und Folterung des Deutsch-Libanesen Khaled al-Masri durch die CIA auf, interviewte den Führer von al-Qaida im Maghreb, enttarnte den berüchtigten IS-Henker „Jihadi John“ und wusste nach den Pariser Anschlägen schon vor der Polizei, wer der in Saint Denis erschossene Attentäter war. Die Journalistin verfügt über ungewöhnliche Verbindungen zu den Netzwerken des Dschihad – und über ein einzigartiges investigatives Talent. Spannend wie in einem Krimi berichtet Souad Mekhennet von ihren teils lebensgefährlichen Recherchen.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 12h 20)


Übersetzt von Sky Nonhoff
Originalverlag: C.H.Beck
Hörbuch MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 12h 20 min
ISBN: 978-3-8445-3000-1
Erschienen am  29. Januar 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nur wenn du allein kommst

Von: gosureviews

25.03.2018

Hörbuch: Das war das erste Hörbuch, dass ich von Hilke Rusch gehört habe. Meiner Meinung nach hat sie hier wirklich eine großartige Leistung abgeliefert. Mit angenehmen Tempo und ruhiger Stimme führt sie durch die Geschichte. Vor allem bei den vielen arabischen Namen und Redewendungen half das Hörbuch ungemein, hier wurde mit einem Linguisten zusammengearbeitet. Kann das Hörbuch daher sehr empfehlen! Inhalt: "Nur wenn du allein kommst" beginnt im ersten Teil biographisch mit der Kindheit von Souad Mekhennet, ihrer Erziehung und ihr Aufwachsen in Deutschland. Sie geht dabei viel auf ihre Eltern und kulturellen Wurzeln ein. Ich fragte mich zu Beginn, was ich denn jetzt mit dieser Biographie einer Reporterin soll, von der ich ehrlich gesagt vorher noch nie etwas gehört hatte. Es war zwar interessant, etwas über das Aufwachsen einer Migrantin in Deutschland zu lesen, aber viel mit Jihad,Terror oder Islamismus wurde sie dort nicht konfrontiert. Jedoch stellte sich im weiteren Verlauf herraus, dass sie immer wieder auf diese Vorgeschichte zurückgreift. Sowohl um ihre Motivationen, als auch ihre einmalige Sicht auf die Dinge zu erklären. Gerade die Herkunft ihrer Eltern, einem schiitisch-sunnitischen Paar, gibt ihr besondere Vorraussetzung. Wenn sie mit jungen Attentätern redet, stellt sie sich oft die Frage, ob sie nicht vielleicht sogar den gleichen Weg eingeschlagen hätte, wären die Umstände etwas anders gewesen. Oftmals erkennt in sie in deren Lebensgeschichten ihre eigenen Erfahreungen wieder. Viele der Umstände warum sich diese jungen Menschen so haben radikalisieren lassen, fanden sich auch in ihrer Jugend, nur entschied sie sich bewusst für einen anderen Weg. Dadurch bietet Souad Mekhennets Buch einen wirklich besonderen Einblick, hinter die Kulissen der Terrororganisationen,ihrer Anführer und Gotteskrieger. Mekhennet betont zwar mehrmals, dass sie kein Adrenalinjunkie sei, aber die Risiken, die sie für ihre Reportagen und Artikel einging waren schon extrem. Die daraus resultierenden Stories dementsprechend allerdings auch beeindruckend. Die Geschichten die sie hier erzählt, bieten wirklich spannende Hintergründe zu ihren größten Artikeln. Eine beeindruckende Biografie/Reportage über den islamistischen Terror, der eines ganz klar zeigt: Ein Ende dieser Konflikte ist in sehr, sehr weiter Ferne.

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„Statt meine Ängste die Oberhand gewinnen zu lassen, begann ich, sie als Herausforderung zu begreifen.“

Von: Travel Without Moving

19.02.2018

Souad Mekhennet, Tochter einer türkischen Mutter und eines marokkanischen Vaters, aufgewachsen bei den Großeltern in Marokko und später bei den Eltern in Deutschland, beschäftigte sich nach dem Besuch der Henri-Nannen-Schule für Journalismus und ihrem Politikstudium intensiv mit islamistischem Terror. Im Laufe der Jahre gelang es ihr, Kontakte zu (teils hochrangigen) Mitgliedern von al-Qaida und ISIS aufzubauen, sie recherchierte dabei in Deutschland, Pakistan, Algerien, Ägypten, Tunesien, im Grenzgebiet Türkei/Syrien, im Libanon, im Irak und vielen anderen Ländern. In Nur wenn du allein kommst erzählt sie von ihrer Kindheit, von ihrem Leben, von ihrer Familie, von historischen Gegebenheiten und der Kolonialherrschaft im Maghreb, von den Anfängen ihrer journalistischen Tätigkeit und von ihrer Recherchetätigkeit in Verbindung mit verschiedenen Terrororganisationen und -netzwerken. Ich habe mich schon sehr intensiv mit dem Islam und auch mit Islamismus beschäftigt, und mir hat das Hörbuch zu Nur wenn du allein kommst sehr gut gefallen, weil Mekhennet Fragen stellt, die viele andere Journalisten nicht stellen, weil sie mutig ist, weil sie verstehen will, und weil sie den Leser teilhaben lassen möchte an ihren Erkenntnissen und an ihrer komplexen Weltsicht. Als Hörer erhält man hier sehr viele Einblicke in Themen wie Islam und Islamismus, Politik und Terrorismus. Auch wird einem spätestens durch Autoren wie Mekhennet klar, wo die Ursachen für Islamismus und Terror liegen, was Kolonialherrschaft, soziale Benachteiligung und Nahostpolitik angerichtet haben und noch immer anrichten. Durch zeitliche und räumliche Sprünge begleitet man Mekhennet in die Levante, in den Maghreb und in den Mittleren Osten bzw. zum 11. September 2001, zum Arabischen Frühling, zu den Attentaten in Paris etc. Das Hörbuch hat mir inhaltlich und sprachlich sehr gut gefallen, doch es wird zudem hervorragend von Hilke Rusch gelesen, die arabische Begriffe und Namen korrekt und scheinbar mühelos ausspricht und dadurch sehr natürlich wirkt. Nur wenn du allein kommst ist detailreich, packend erzählt, informativ, wichtig und bietet einen anderen Blickwinkel als das, was man aus den täglichen Nachrichten kennt. Souad Mekhennet: Nur wenn du allein kommst. Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad. Aus dem Englischen von Sky Nonhoff. Ungekürzte Lesung von Hilke Rusch. der Hörverlag, 2018; 25 Euro.

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Vita

Souad Mekhennet hat schon immer zwischen den Welten gelebt. Die Tochter einer türkischen Mutter und eines marokkanischen Vaters ist in Deutschland aufgewachsen, recherchiert seit dem 11. September 2001 über den islamistischen Terror, ist Sicherheitskorrespondentin der Washington Post und internationale Publizistin. 2018 erhielt sie den Sonderpreis des Nannen-Preises sowie den Ludwig-Börne-Preis.

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Hilke Rusch

Hilke Rusch, geboren 1980 in Berlin, ist Journalistin, Moderatorin und Sprecherin. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, an der Freien Universität Berlin studierte sie Politikwissenschaft. Im Fernsehen war sie in "Soko Wismar" zu sehen und sie ist als Sprecherin in verschiedenen Audioformaten z. B. des Deutschlandfunks Kultur und des Bayerischen Rundfunks zu hören. Als Journalistin schreibt Hilke Rusch unter anderem für die taz und moderiert das "Zeitpunkte"-Magazin des rbb-Kulturradios.

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