VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Die großen Romane Das Glasperlenspiel – Der Steppenwolf – Demian – Siddhartha

Hörspiel, Lesung mit Manfred Zapatka, Anna Thalbach, Rudolf Wessely, Ulrich Matthes, Dieter Mann, Konstantin Graudus, Ingo Hülsmann, Wolfgang Höper

Kundenrezensionen (2)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 39,99 [D]* inkl. MwSt.
€ 39,99 [A]* | CHF 52,50*
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch CD ISBN: 978-3-86717-901-0

Erschienen: 09.07.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

ZUM JUBILÄUM HERMANN HESSES anlässlich des 50. Todestages am 9. August

Nobelpreisträger Hermann Hesse bewegt mit seinen Werken bis heute die Generationen. Seine Romane zeugen von tiefer philosophischer Einsicht ins Leben und kluger Gelassenheit angesichts einer krisengeschüttelten Epoche. Diese Edition versammelt die großen Romane Hesses als preisgekrönte Hörfassungen: die ungekürzte Lesung von Siddhartha, die grandiosen Hörspielinszenierungen von Demian, Das Glasperlenspiel und Der Steppenwolf.

"Stück für Stück wird Hermann Hesse in die Welt des Hörens überführt. Auch diesem Anfang wohnt ein Zauber inne." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

(14 Audio-CDs)

"Hermann Hesse hören - herrlich! (...) Selbst der schlimmste Verkehrsstau wird mit diesem Hörbuch zum Genuss."

Vivart - Magazin für Lebenslust

Hermann Hesse (Autor)

Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und seiner Frau Marie, der Tochter eines württembergischen Indologen, geboren. Für die Theologenlaufbahn bestimmt, flüchtete er im Alter von 14 Jahren aus dem Klosterseminar Maulbronn, weil er 'entweder Dichter oder gar nichts' werden wollte. Nach einem Selbstmordversuch wurde er in eine Nervenheilanstalt verbracht. Eine kurze Gymnasialzeit in Cannstatt schloß er mit der Mittleren Reife ab und absolvierte ein Praktikum in einer Calwer Turmuhrenfabrik. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen und Basel schrieb er u. a. seinen ersten Roman "Peter Camenzind" (1904), dessen Erfolg es ihm erlaubte zu heiraten und sich als freier Schriftsteller am Bodensee niederzulassen. 1912 verließ Hermann Hesse Deutschland und zog mit seiner Familie nach Bern.
Er wurde 1915 der Deutschen Gesandtschaft in Bern zugeteilt, wo er die Bücherzentrale für Deutsche Kriegsgefangene aufbaute, welche in ausländischen Lagern internierte Soldaten bis 1919 mit Lektüre versorgte. Im Mai 1919 übersiedelte er nach Montagnola/Tessin in die Casa Camuzzi, die er bis 1931 bewohnte und danach ein ihm auf Lebzeiten zur Verfügung gestelltes Haus bezog. Im Tessin schrieb er seine berühmtesten Werke: 1919 "Demian", 1922 "Siddhartha", 1927 "Der Steppenwolf", 1930 "Narziß und Goldmund" und ab 1931 "Das Glasperlenspiel". Für sein literarisches Werk wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 9. August 1962 starb Hermann Hesse in Montagnola.


Manfred Zapatka (Sprecher)

Manfred Zapatka, geboren 1942 in Bremen, studierte an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Nach ersten Engagements in Freiburg und Essen kam er 1972 an das Staatstheater Stuttgart unter der Intendanz von Claus Peymann. Über zwanzig Jahre war er an den Münchner Kammerspielen engagiert und spielte u. a. in Goethes Clavigo und Torquato Tasso, Büchners Dantons Tod oder Shakespeares Der Sturm. Seit den achtziger Jahren ist Zapatka auch im Fernsehen präsent. Herausragend war seine Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt in Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichnetem Doku-Drama "Todesspiel" (1997). Mit "Lola blau" von Georg Kreisler lieferte Zapatka 2003 sein Debüt als Theaterregisseur. Manfred Zapatka wirkte in zahlreichen Hörspielen mit, darunter Hermann Hesses "Der Steppenwolf", in Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix", Frank Schätzings "Der Schwarm", in "Ulysses" von James Joyce oder in "Die Blendung" von Elias Canetti. Für seine Lesung der "Ilias" wurde er 2009 mit dem deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret ausgezeichnet.


Anna Thalbach (Sprecherin)

Anna Thalbach, geboren 1973, lebt und arbeitet in Berlin. 2008 erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin und gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprecherinnen Deutschlands. Für Random House Audio liest sie beide Romane von Katherine Webb.


Rudolf Wessely (Sprecher)

Rudolf Wessely, geboren 1925, ausgebildet am Max-Reinhardt-Seminar, geht 1950 zu Wolfgang Langhoff ans Deutsche Theater in Ost-Berlin. Später leitet er Theater in Bern und Düsseldorf und spielt lange am Wiener Burgtheater, ehe er sich 1987 fest ans Ensemble der Kammerspiele München bindet.
Hier war er in unzähligen Charakterrollen zu sehen, u.a. als Davies in Harold Pinters 'Der Hausmeister', als Herbert in Herbert Achternbuschs 'Der Stiefel und sein Socken'. 'Hinreißend' urteilte die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG über seine Cymbelin-Darstellung in Shakespeares gleichnamigem Stück. Daneben ist er immer wieder in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu sehen, wie in 'Kir Royal', 'Der Alte', 'Derrick' und in den Kinofilmen 'Der Unfisch' (1996) und 'Opernball' (Egger).


Ulrich Matthes (Sprecher)

Ulrich Matthes ist nach zahlreichen Engagements u.a. an den Kammerspielen München und der Schaubühne Berlin seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Daneben glänzte er in Filmen wie z. B. Oliver Hirschbiegels Der Untergang oder Volker Schlöndorffs Der neunte Tag. 2005 und 2008 wählte ihn die Jury von Theater heute zum Schauspieler des Jahres, 2008 wurde er mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Ulrich Matthes ist z.B. in Hermann Hesses Siddhartha, Jonathan Franzens Freiheit und Isabel Allendes Das Geisterhaus zu hören.

Manfred Zapatka war über zwanzig Jahre an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit den achtziger Jahren ist Zapatka auch im Fernsehen präsent. Herausragend war seine Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt in Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichnetem Doku-Drama Todesspiel (1997). Mit Lola blau von Georg Kreisler lieferte Zapatka 2003 sein Debüt als Theaterregisseur. Manfred Zapatka wirkte in zahlreichen Hörspielen mit, für seine Interpretation der Ilias wurde er 2009 mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret ausgezeichnet.

Anna Thalbach zählt seit zwanzig Jahren zu den gefragtesten TV- und Kinoschauspielerinnen und ist immer wieder an renommierten Bühnen zu sehen. Im Kino war sie etwa in Der Untergang, Krabat und Der Baader Meinhof Komplex zu erleben. Im Hörverlag ist sie u. a. in den Hörspielen Wassermusik von T.C. Boyle oder Don Quijote von Miguel de Cervantes zu hören. 2008 wurde Anna Thalbach mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin ausgezeichnet.

Rudolf Wessely arbeitete von 1950 bis 1958 am Deutschen Theater in Berlin. Später leitete er Theater in Bern und Düsseldorf und spielte lange am Wiener Burgtheater, ehe er sich 1987 fest ans Ensemble der Kammerspiele München band und mit Intendant Dieter Dorn ans Bayerische Staatsschauspiel wechselte. Daneben war er immer wieder in Film- und Fernsehrollen zu sehen, z.B. in Kir Royal, Der Alte oder Derrick.


Dieter Mann (Sprecher)

Dieter Mann war von 1964 bis 2006 festes Mitglied im Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Von 1984 bis 1991 war er Intendant des Deutschen Theaters. Engagements als Gastschauspieler führten ihn an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Schauspiel Frankfurt, die Wiener Festwochen, die Sächsische Staatsoper Dresden sowie an das Staatsschauspiel Dresden, die Bregenzer Festspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Wiener Burgtheater. 2004 erhielt er die selten verliehen Auszeichnung "Ehrenmitglied des Deutschen Theaters Berlin". Daneben hat er an vielen Kino-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mitgewirkt.


Konstantin Graudus (Sprecher)

Konstantin Graudus absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Seit 1989 ist der populäre Schauspieler in vielen Filmen zu sehen, u.a. in "Curiosity and the Cat", "Sissy" und "C'est la vie" unter der Regie von Daniel Cohn-Bendit. Darüber hinaus spielte er in unzähligen TV-Serien wie z.B. "City Express", "Großstadtrevier", "Für alle Fälle Stefanie", "Balko", "Doppelter Einsatz", "Non Stop Comedy". Von 1990 bis 1993 war er u.a. unter der Regie von Ulrich Heising, Peter Löscher und Michel Bogdanov am Deutschen Schauspielhaus Hamburg tätig. Außerdem ist er ein gefragter Synchron- und Hörbuchsprecher, seine Stimme ist u.a. in den Hörspielen "Herr Lehmann" von Sven Regener, "Der Zauberberg" von Thomas Mann oder "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse zu hören.


Ingo Hülsmann (Sprecher)

Ingo Hülsmann, geboren in Stuttgart, absolviert seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Es folgen Engagements u.a. an der Freien Volksbühne Berlin, den Hamburger Kammerspielen, dem Residenztheater München und dem Burgtheater Wien. Er spielt u. a. in Fernsehproduktionen wie 'Tatort', 'Die Verbrechen des Prof. Capellari' und der Trilogie 'Die Manns'.
Zur Zeit ist er am Deutschen Theater Berlin beschäftigt. 1998 wurde er als 'Bester Nachwuchsschauspieler' ausgezeichnet. Sie hören Ingo Hülsmann u. a. in Per Anhalter ins All von Douglas Adams und Umberto Ecos Baudolino, beide im Hörverlag erschienen.


Christiane Ohaus (Regisseurin)

Christiane Ohaus, 1959 in Osnabrück geboren, studierte Philosophie und Germanistik in Tübingen und Berlin, Volontariat in der Künstlerischen Wortproduktion des Rias Berlin, arbeitete als Rundfunkautorin und -regisseurin, Theaterarbeit in einer Off-Theatergruppe, seit 1993 fest als Regisseurin bei Radio Bremen. Im Hörverlag erschienen von ihr "Madame Bovary" von Gustave Flaubert, "Der Steppenwolf" und "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse und "Jane Eyre" von Charlotte Bronte.

Oliver Sturm, Jahrgang 1959, arbeitete als Lektor, Übersetzer, Journalist und Opernregisseur, bevor er sich neben der Arbeit an der Universität und als Autor verstärkt dem Hörfunk zuwandte. So betreute er z.B. die Hörspielproduktion "Der Herr der Ringe" dramaturgisch. Seit 1996 ist er als freier Theater- und Hörspielregisseur tätig. Viele seiner Hörspiele sind preisgekrönt.


Oliver Sturm (Bearbeiter, Regisseur)

Oliver Sturm, Jahrgang 1959, arbeitete als Lektor, Übersetzer, Journalist und Opernregisseur, bevor er sich neben der Arbeit an der Universität und als Autor verstärkt dem Hörfunk zuwandte. So betreute er z.B. die Hörspielproduktion "Der Herr der Ringe" dramaturgisch. Seit 1996 ist er als freier Theater- und Hörspielregisseur tätig. Viele seiner Hörspiele sind preisgekrönt.


Michael Farin (Bearbeiter)

Michael Farin, geboren 1953, Inhaber des Belleville Verlags. Er war Co-Drehbuchautor für Romuald Karmakars preisgekrönte Filme "Der Totmacher" und "Frankfurter Kreuz", arbeitete als Regisseur, Kurator und inszeniert und bearbeitet seit 1980 Hörspiele und Radio-Features. Die vielfältigen Interessen und Aktivitäten Farins haben oft einen Bezugspunkt zum Film. Hörspiel ist für ihn Kino im Kopf und ihm gelang, was per se unmöglich scheint: Deutsche Stummfilm-Klassiker zum Radio-Ereignis werden zu lassen, z. B. das zum Hörspiel des Jahres 2001 gekürte "Metropolis" nach Fritz Lang. Im Hörverlag sind in der Bearbeitung von Michael Farin "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse und Louis-Ferdinand Célines "Reise ans Ende der Nacht" erschienen.

"Hermann Hesse hören - herrlich! (...) Selbst der schlimmste Verkehrsstau wird mit diesem Hörbuch zum Genuss."

Vivart - Magazin für Lebenslust

"Schöner als mit dieser sorgfältig produzierten Box lässt sich die Erinnerung an Jugendlektüre kaum auffrischen."

Süddeutsche Zeitung (09.08.2012)

"Die Hörbücher sind eine Einladung zum Weiterlesen. Eine Einladung zu reicher Sprache, tiefen Gedanken und schöner Menschlichkeit."

Sächsische Zeitung (17.02.2013)

Regie: Christiane Ohaus, Oliver Sturm, Ralf Becher
Musik von Michael Riessler, Christoph Grund
Bearbeitet von Valerie Stiegele, Michael Farin, Oliver Sturm

Hörbuch CD, 14 CDs, Laufzeit: 863 Minuten

ISBN: 978-3-86717-901-0

€ 39,99 [D]* | € 39,99 [A]* | CHF 52,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 09.07.2012

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

"Das Glasperlenspiel" - Eine fürchterliche Vertonung

Von: Carl Lang aus Wiesbaden Datum: 08.12.2013

Ich habe nur "Das Glasperlenspiel" gehört, kann also zu den anderen zwei Vertonungen nichts sagen. Ich höre sehr viel Hörbuch und bin selten enttäuscht. Dass ich ein Hörbuch gänzlich unanhörbar finde, ist mir vor dieser "Das Glasperlenspiel"-Vertonung noch nie passiert. Die Musik ist fürchterlich (atonales moderne-Klassik-Geklimpere). Die Sprecher klingen oft sehr affektiert. Neben der Musik lenken auch die Toneffekte unnötig ab. Zu allem Überfluss wurden manche Stimmen ganz links und andere ganz rechts ins Panorama gelegt, so dass man das Hörbuch nicht über Kopfhörer hören kann, weil man oft nur auf einem Ohr den Ton hat. Da wurde viel Zeit und Arbeit investiert und ein unfähiger Regisseur hat das Endprodukt komplett ruiniert. Schade.

Hermann Hesse – Die großen Romane

Von: Poldis Hörspielseite Datum: 08.08.2012

Erster Eindruck: Vier Werke in einer Box

Josef Knecht wächst in einem streng reglementierten Orden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kunst und Wissenschaft miteinander zu verbinden. Durch seine Fähigkeiten nach den Regeln des Ordens zu leben steigt er schnell in der Hierarchie auf und wird selbst zum Glasperlenspielmeister... (Das Glasperlenspiel)
Der zehnjährige Emil Sinclair entdeckt schnell, dass neben seinem von Geborgenheit geprägten Elternhaus noch eine andere, kalte Welt existiert. Voller Neugier begibt er sich dort hinein und wird bald mit Franz Kromer konfrontiert, der ihn zu immer neuen Gaunereien bringt... (Demian)
Zusammen mit seinem Freund Govinda verlässt Siddhartha sein Elternhaus, um Erfüllung und Erleuchtung zu finden. Nach mehreren vergeblichen Versuchen schließt sich Govinda den Lehren Buddhas an. Doch Siddhartha ist weiter auf der Suche und gibt sich schließlich einem Leben voller Ausschweifungen hin... (Siddhartha)
Harry Haller fühlt sich von der Welt des Bürgertums nach dem ersten Weltkrieg ebenso angezogen wie abgestoßen. Erst mit der Prostituierten Hermine entdeckt er die Freunden der fleischlichen Lust. Und schließlich wird ihm in einem magischen Theater seine eigene Seele vor Augen geführt... (Der Steppenwolf)

Nobelpreisträger Hermann Hesse ist einer der bekanntesten und anspruchsvollsten deutschen Autoren. Zum 50 Jahrestag seines Todes hat der Hörverlag in den Archiven der deutschen Radios gesucht und vier Werke ausgewählt, die sich in ihrer Hörversion in einer Box vereinen: Die vollständige Lesung von Siddhartha sowie die Hörspiele zu Demian, Der Steppenwolf und Das Glasperlenspiel. So unterschiedlich die Vorlagen, so unterschiedlich ist auch die Umsetzung. Siddhartha fällt als einzige Lesung etwas aus dem Rahmen, ist aber mit seiner philosophischen Weltanschauung und der indischen Umgebung sehr hörenswert. Siddharthas Suche nach Erfüllung und Erkenntnis gestaltet sich ebenso intensiv wie unterhaltsam und nachdenklich.
Das Glasperlenspiel ist die längste der Umsetzungen und findet Platz auf fünf CDs. Die Geschichte um das komplexe Glasperlenspiel, dessen Regel hier nur am Rande angedeutet werden, das aber eine zentrale Stellung im Roman einnimmt, wird dominiert von dem Leben im Orden und seiner strengen Hierarchie. Nicht so sehr eine fortlaufende Handlung steht hier im Vordergrund, sondern zahlreiche Lebensweisheiten, Erkenntnisse und die Frage, was einen Menschen einzigartig macht.
Demian hingegen ist die kürzeste Umsetzung, unter zwei Stunden, in ihm steckt aber viel Leben. Beschrieben wird die erstmalige Konfrontation mit einer Welt, die schlecht und bösartig ist, die einem Dinge aufzwingt, die man nicht will. Das Ausbrechen aus dem behüteten Elternhaus und das Erwachsenwerden sind hier zentrale Themen und werden geprägt durch Emils Wandlung, in ihm wird man sich oft wiedererkennen.
Der Steppenwolf ist ein recht experimenteller Roman und alles andere als leichte Kost. Schon die komplizierte Figur des Harry Haller mit seiner Sinnkrise und den tief verwurzelten Zweifeln an der Gesellschaft muss sorgsam erfasst werden, die aufkommenden Fragestellungen herausgefiltert und beantwortet werden. Hier muss man sich viel Zeit nehmen, um alles mitnehmen zu können, was Hesse seiner Figur und dem Leser mitgeben will.
Ob dies nun die vier größten Romanen von Hesse sprechen kann, sei einmal dahingestellt. Jedenfalls sind die Umsetzungen gelungen und reizen neue Aspekte aus den Romanen heraus, eignen sich sowohl zum Neuentdecken der Werke als auch zur Vertiefung. Eine empfehlenswerte Box!

Ulrich Matthes ist als Sprecher von Siddhartha ausgewählt worden und erledigt seine Aufgabe ganz wunderbar. Facettenreich und den Geist des Romans aufgreifend erfasst er die Geschichte in ihrer Gesamtheit und kitzelt zahlreiche verschiedene Ansprüche der Vorlage heraus. Valentin Stroh spricht den jungen Emil Sinclair und kann sowohl seine Neugier wie seine spätere Angst und Ernüchterung auf den Punkt bringen.Als Prostituierte Hermine begeistert die hervorragende Anna Tahlbach mit ihrer markanten Stimme und dem intensiven Ausdruck in dieser Rolle. Samuel Weiß ist als jüngerer Josef Knecht zu hören, in seinen Parts kann er seine Figur umfassend darstellen. Weitere Sprecher in den verschiedenen Produktionen sind namhafte Schauspieler wie Witta Pohl, Konstantin Graudus, Manfred Zapatka und Martin Engler.

Die Umsetzungen der Romane sind sehr unterschiedlich. Während die Lesung Siddhartha völlig ohne akustische Untermalung auskommt, ist das Glasperlenspiel fast schon überfrachtet vor verspielten Melodien und verschiedenen Instrumenten. Hier hätte man ein wenig zurückstecken können, während „Der Steppenwolf“ sparsam instrumentalisiert wurde und immer der richtige Ton getroffen wird, um die Geschichte zu begleiten und in ihrer Wirkung zu unterstützen.

Eine recht dünne Pappbox umgibt die einfachen Jewelcases, und auch diese sind nicht sonderlich aufwändig gestaltet. Titelbild ist immer das Portrait Hermann Hesses, in verschiedenen Farben eingefärbt. Die Sprecher und die anderen Mitwirkenden sind auf den Rückseiten aufgeführt. Überzeugen hingegen kann das beiliegende Booklet, das weitreichende Informationen zu den vier Romanen bereithält.

Fazit: Vier ganz unterschiedliche Romane von Hermann Hesse, allesamt voller drängender Fragen und philosophischer Ansichten. Sehr interessant und vielseitig.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors