Leserstimmen zu
Die mir den Tod wünschen

Michael Koryta

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€ 14,99 [D]* € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis) Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8371-3372-1 Erschienen: 11.04.2016 Zum Hörbuch: http://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Die-mir-den-Tod-wuenschen/Michael-Koryta/Random-House-Audio/e499089.rhd Wem kannst du noch trauen, wenn dich alle verraten haben? Der vierzehnjährige Jace wird unerwartet Zeuge eines brutalen Mordes. Er kann entkommen, wird aber von den Mördern gesehen. Unter neuer Identität soll Jace in Montana Zuflucht finden. Ethan Serbin, ein erfahrener Überlebensspezialist, steht ihm in der gnadenlosen Bergwelt zur Seite. Derweil kreisen die Killer ihre Opfer immer weiter ein. Für Ethan und Jace beginnt ein furioser Kampf ums Überleben … Gelesen von Uve Teschner, der für Thriller-Atmosphäre der Extraklasse sorgt. Meine Meinung: Das Hörbuch geht direkt damit los, dass Jace halt Zeuge eines brutalen Mordes wird und dann im Zuge eines Zeugenschutzprogrammes Zuflucht bei Ethan Serbin findet. Es fing somit direkt sehr spannend und grausam an, aber ich finde leider nicht, dass die Spannung gehalten werden konnte. Der Schreibstil war sehr flüssig und man kam durch die Geschichte gut durch, aber es hat mich nach dem direkt so spannenden Einstieg schnell gelangweilt. Toll fand ich die Umschreibung der Umgebung. Es spielte ja in Montana in den Bergen und man kam sich vor, als wäre man mittendrin. Das Ende fand ich auch sehr gelungen und hatte durchaus überraschende Wendungen. Der Sprecheer Uve Teschner hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich finde ihn sehr geeignet für solche Thriller, da er eine sehr markante männliche Stimme hat. Alles in allem war dies ein solider Thriller, der mit seinem starken Anfang für mich mehr Potential gehabt hätte, dieses aber leider nicht ausgeschöpft hat. Ich kann dieses Buch/Hörbuch dennoch allen empfehlen, die gerne amerikanische Thriller lesen. Von mir bekommt das Buch 3,5-4 Sterne.

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Meine Empfehlung "Die mir den Tod wünschen" konnte mich sowohl mit dem Klapptext, als auch mit einem spannungsgeladenen Start überzeugen. Der Plot verspricht einen guten Thriller. Doch dann schwächelt die Geschichte von Michael Koryta dermaßen und verfällt sogar etwas ins monotone Gesäusel über die Verfolgung in der Wildnis. So an sich handelt es sich hier um einen guten Thriller, wären da nicht ein paar Störfaktoren. Meine Erwartungen wurden im ersten Kapitel wirklich hoch geschraubt, bei dem flüssigen Schreibstil und bei einem so tollen Vorleser wie Uwe Teschner, wäre ich regelrecht durchs Buch gerauscht. Aber dem war nicht so, in der Mitte war der Plot eher zäh wie Kaugummi. Auch das wieder spanender werdende Ende konnte es für mich nicht herausreißen. Leider war ich sehr enttäuscht, dass alle Protagonisten die Jace beschützen sollten oder wollten, sich so vorhersehbar angestellt haben. Mir war es z.B. direkt klar, wie die Killer seine Spur sofort aufnehmen würden. Sie müssten nur rausfinden wohin Jamie gereist ist und danach konnten sie sich ihren Teil schon denken, das sie ihn in die Berge zu einem Bekannten gebracht hat. War ja klar, dass sie ab da jeden abklappern würden der ihnen den Weg zu dem Jungen weisen kann, um alle Spuren zu beseitigen, die sie belasten könnten. Der Super Gau war für mich, als niemand bedacht hat, dass sie zu Ethan nach Hause gehen würden um bei seiner Frau an die Tür zu klopfen. Als ich am Ende ankam, alle zusammenhänge zwischen den Geschwistern klar wurden (ja ok, über deren Verbindung miteinander war ich überascht), da kam mir nur eine Frage: Wieso haben sie den Jungen überhaupt in die Berge geschleppt? An dieser Stelle, habe ich die existient des Buches hinterfragt. Ganz ehrlich, die hätte den Jungen echt überall beseitgien können, wieso sich so eine Mühe machen? Mit dieser Aktion haben die Verbrecher die Aufmerksamkeit erst recht auf sich gelenkt. Auch der eigentliche Höllenritt durch die Berge, fiel meiner Meinung nach, einfach zu lasch aus. Irgendwie erscheint es etwas unlogisch, dass eine verbrannte bzw. so schwer verletzte Frau wie Alice - und ich finde sie klingt sehr schwer verletzt - kurz nach dem sie im Krankenhaus eingeliefert wurde, behandelt wurde, ein paar Stunden schläft und dann besagtes Krankenhaus verlässt um mit Jamie in die Berge zu gehen, um nach dem Jungen zu suchen. Wer macht so etwas? Selbst mit starken Schmerzmitteln können die meisten Menschen, die Schmerzen nicht ertragen und meiden jede unnötige Bewegung. Daher kann ich beim besten Willen nicht verstehen, wie das funktionieren soll, dass Alice einfach so aufsteht und beschließt bei einer Suchaktion mitzumachen. Als würde das nicht reichen, reiten die beiden bei einem Waldbrand in die Berge und ein Sturm ist auch noch im Anmarsch. Das nenn ich mal, die Drama Kiste öffnen! Von meiner Kritik mal abgesehen, verursachen die Killer regelrecht eine Gänsehaut beim zuhören, mit ihrer Art zu reden, erinnern sie wirklich an sonderbare Psychopathen. Diese Art, wie sie miteinander Reden, als wären sie allein auf dieser Welt, die Herrscher über Leben und Tod. Diese Besonderheit war einer der Vorzüge die mir gefallen haben. Fazit - Bewertung: 2,5 Sterne Enttäuschende Umsetzung eines so grandiosen Starts! Nur wenige Aspekte konnten mich bei diesem Hörbuch überzeugen und eine davon war der großartige Vorleser Uve Teschner.

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Titel: Die mir den Tod wünschen Autor: Michael Koryta Verlag: Heyne -> ISBN: 978-3-453-43844-6 Genre: Thriller Erscheinungstermin: 11.04.2016 Format / Seiten: Paperback / 480 Seiten Weitere Formate: eBook Hinweis: Für die Rezension wurde die eBook-Ausgabe verwendet! Rezension von Storykiste.de Über den Autor: Michael Koryta wurde am 20. September 1982 in Bloomington, einer Kleinstadt im Süden des US-Staates Indiana geboren. Bereits zur Highschool-Zeit arbeitete er nebenbei in einer Privatermittler-Agentur. Zu dieser Zeit begann er auch seine Tätigkeit als Schriftsteller. In seiner Freizeit betätigt sich Koryta vorwiegend mit Outdoor-Aktivitäten und ist zumeist in den Beartooth-Mountains unterwegs, dem Schauplatz, dem er auch seinen neuen Thriller „Die mir den Tod wünschen„ widmet. Koryta wird in den US-Staaten als einer der talentiertesten Romanschriftsteller im Bereich Thriller/Krimi gehandelt. Seine offizielle Webseite www.michaelkoryta.com ist ausschließlich in englischer Sprache verfügbar. Weitere Infos zu Koryta in deutscher Sprache findet man auf der Phantastik-Couch.de Handlung: Der Junge Jace Wilson stößt beim Tauchen in einem Bergsee unter Wasser auf eine Leiche. Kurze Zeit später wird er Zeuge eines Mordes, den zwei Männer an dem See verüben. Die Mörder erlangen Kenntnis von ihm, können ihn jedoch nicht stellen. Da Jace die beiden Männer „auf frischer Tat“ ertappt hat, wollen die Mörder ihn nun auch aus dem Weg räumen. Im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms soll Jace in eine Gruppe schwer erziehbarer Jugendlicher eingeschleust werden, um ihn vor den Killern zu schützen. Unter falschem Namen nimmt Jace an einem Survival-Training in den Beartooth-Mountains, einer Bergregion nördlich des Yellowstone-Nationalparks teil in der Hoffnung, dass die Killer ihn hier nicht aufspüren. Doch der Plan entpuppt sich als mörderische Falle – eine Hetzjagd durch die Wildnis steht bevor. Und zu allem Übel entsteht auch noch ein riesiger Waldbrand… Lesbarkeit / Inhalt: Der Roman ist aus der Sichtweise des Betrachters verfasst und bietet gute Verständlichkeit und eine klare Handlungslinie. Leider fielen in dem rezensierten Exemplar ausserordentlich viele Schreibfehler auf (eBook-Exemplar, April 2016). Verlagshinweise zu gefundenen Schreibfehlern: (rezensierte eBook-Ausgabe von April 2016) Seite 6: hineinspringen -> hinein zu springen Seite 12: ihn -> in Seite 28: unbeleckt -> unbefleckt Seite 42: sich Halbdunkel -> sich im Halbdunkeln Seite 51: nimmt -> nimm Seite 54: richten -> riechen Seite 59: sage -> sagte Seite 63: Mal -> Mahl Seite 68: ich -> ihr Seite 90: denn – den Seite 121: wie -> weil Seite 123: blicke -> blickte Seite 141: das Nachts -> der Nachts Seite 144: der der -> der der Seite 218: Er dauerte eine Weile -> Es dauerte… Seite 220: das er es müde -> das er zu müde Seite 254: dazubekommen -> dazukommen Seite 271: höchsten -> höchstens Seite 294: ihn mir übergeben -> ihn mir zu übergeben Seite 301: ihm im in -> ihm in Zielgruppe: Thriller, Kriminalroman Persönlicher Eindruck: „Die mir den Tod wünschen“ ist packend, fesselnd, und hochspannend ab der ersten Minute. Der Autor versteht es, den Spannungsbogen ab dem ersten Kapitel auf ein enormes Niveau anzuheben und es über den Verlauf der Geschichte aufrecht zu erhalten. Neben den würzigen Zutaten der perfiden Hetzjagd zweier skrupelloser und abgebrühter Killer nach dem kleinen Jace bringt auch ein außer Kontrolle geratener Waldbrand weitere Spannungspunkte in die Geschichte, wenn auch gleich ab dem letzten Drittel des Buches die Waldbrand-Thematik meines Erachtens etwas zu sehr in den Vordergrung gerückt wird und der bis dahin hochspannenden Geschichte einen leichten Dämpfer verpasst. Der Leser merkt schnell, dass er sich in einer amerikanischen Geschichte befindet. Europäische Schriftsteller hätten hier sicherlich einen etwas anderen Schreibstil gewählt. Die Story ist von Beginn an gut durchdacht und schlüssig, nimmt zum Ende jedoch eine m.E. etwas „fantastreiche“ Wendung. Insgesamt hat Michael Koryta einen soliden Thriller mit Durchlesegarantie verfasst. Liebhaber von Survival-Geschichten, Feuerteufel oder „Jäger-Gejagter“-Thrillern kommen bei „Die mir den Tod wünschen“ voll auf ihre Kosten. Storykiste vergibt eine klare Leseempfehlung und mit 5 Sternen die Höchstwertung!

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Super zu hören, spannend und mit einem gewissen Charme. Absolut zu empfehlen.

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Man nehme einen jugendlichen Helden, lasse ihn zufällig einen Mord beobachten, verstecke ihn im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms im Nirgendwo zwischen vielen Bergen und Bäumen und setze die eiskalten Killer wie Bluthunde auf seine Fährte. So lautet die Bastelanleitung, aus dem sich relativ einfach ein hochspannender Plot konstruieren läßt und der bereits etliche Regisseure für ihre Filme gefolgt sind. Wie sich anhand etwa von "Cliffhanger", "Am wilden Fluß" oder "Auf Messers Schneide" beoachten läßt, können Anzahl, Motivation und Ausrüstung der Gegner, Umgebung und Jahreszeit oder die Figur des Protagonisten frei variiert werden. Solange die Gefahr sowohl von den Verfolgern, als auch von der urtümlich-unwirtlichen Umgebung droht, sollte dem Rezipienten keinen Augenblick langweilig werden. Auch der aktuelle Roman folgt diesem bewährten Schema. Unter falschem Namen nimmt der vierzehnjährige Jace an einer mehrtägigen Wanderung teil, im Zuge derer perspektivenlose Jugendliche aus ihrer urbanen Umgebung herausgerissen und mit einer Extremsituation konfrontiert werden. Unter fachkundiger Anleitung des versierten ehemaligen Navy-Ausbildners Ethan Serbin werden sie in den elementaren Gesetzen der Natur unterwiesen und hinterfragen ihre eigenen Prioritäten umso intensiver, je näher sie dem Zustand der körperlichen Erschöpfung kommen. Der Autor nähert sich seinem Thema mit der ehrfürchtigen Faszination eines Abenteurers, der die Witterung in den Bergen nicht nur aus Hochglanzbildbänden kennt. Konsequenterweise bietet der Roman neben der Unterhaltungs- auch noch eine nicht zu verachtende Lernkomponente, er vermittelt Wissen, das man tatsächlich in entsprechenden Situationen anwenden könnte. Wichtiger als alles andere beim Überleben in der Wildnis, sogar noch als der erste Tropfen Wasser, ist zunächst eine positive Grundeinstellung, der eiserne Wille zum Durchhalten. Erst mit diesem mentalen Rüstzeug ausgestattet, darf man sich an den nächsten Schritt, die Suche nach einem Unterschlupf wagen. Aber welche materiellen Prioritäten gelten abgesehen davon? Wie soll man sich erst einmal verhalten, wenn man sich verirrt hat? Um die weitere Marschrichtung zu bestimmen, konstruiert man sich einen provisorischen Kompaß und richtet ihn nach dem Stand der Sonne aus. Wenn man sich schließlich wieder in Bewegung gesetzt hat, wie vermeidet man unerwünschten Kontakt mit Bären? Und wenn die Nacht hereinbricht, wie geht man möglichst geschickt bei der Errichtung eines provisorschen Lagers vor? Ohne den Hauptzweck der Erzählung aus den Augen zu verlieren, wagt der Autor mit dem Leser immer wieder kleine informative Exkurse, sodaß schließlich das Gefühl verbleibt, um praktisch anwendbares Wissen bereichert worden zu sein. Die Gefahr, sich im Dickicht der Theorie zu verheddern, besteht dabei gar nicht. Wie von selbst nimmt die Erzählung immer wieder an Tempo auf, wenn die Verfolger in seelenloser Effizienz die Spur wittern. Die Spannung entsteht dabei ebenso automatisch durch die beklemmende Situation, nicht nur gegen menschliche Gegner, sondern auch gegen die natürlichen Gegebenheiten ankämpfen zu müssen. Und weder die einen, noch die anderen erweisen sich dabei als sonderlich verhandlungsbereit. In der Hörbuchfassung versteht es Uve Teschner, den Roman noch zu veredeln. Als Antagonisten fungiert hier ein Brüderpaar, das in seinem täuschend harmlosen Auftreten und den eigenwilligen Unterhaltungen an Mr Wint und Mr Kidd, den Mördern aus dem James Bond-Film "Diamantenfieber" erinnern. Sie setzen sich über alle Gesetze hinweg, sie wiegen ihre Opfer in trügerische Sicherheit, um schließlich mit umso brutalerer Grausamkeit ihr tödliches Werk zu verrichten. Teschner verleiht ihnen eine singsangartige Sprachmelodie, um die berühmte Banalität des Bösen noch besser hervorzuheben. Persönliches Fazit: "Die mir den Tod wünschen" bietet solide Spannung in einem Survival-Setting, wie es aus zahlreichen Filmen und "MacGyver"-Episoden bekannt ist.

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Das Buch war für mich auf verschiedenen Ebenen unterhaltsam und spannend. Zum einen ist da natürlich der grundlegende Konflikt des Buches: die Geschichte des 13-jährigen Jace, der einen Mord beobachtet hat, dabei unglücklicherweise von den beiden Mördern gesehen wurde und deswegen zu seinem Schutz unter falschem Namen in ein Programm für schwererziehbare Jugendliche in den Bergen von Montana eingeschleust wird. Eigentlich soll dies eine absolut unfehlbare Methode sein, die Verfolger von der Spur des Jungen abzubringen, aber natürlich geht das mächtig schief... Dabei werden noch andere Unschuldige in diese Menschenjagd verstrickt, wobei die Jäger sich nicht scheuen, auch völlig Unbeteiligte zu töten. Dieser Teil der Handlung ist mörderisch spannend, denn wenn die Guten ein Hindernis überwunden oder eine Gefahr überlebt haben, werden die Daumenschrauben einfach etwas enger gezogen. Sie können nie aufatmen, sich nie wirklich sicher fühlen... Das Buch hat auch mehr als eine unerwartete Wendung zu bieten, und besonders eine davon hat mich eiskalt erwischt. Da hätte ich nie mit gerechnet! Es ist aber auch eine Geschichte über die atemberaubende, grausame Schönheit der Wildnis - und das Überleben darin, wenn man ihr scheinbar wehrlos ausgeliefert ist. Ich fand das erstaunlich faszinierend, dabei habe ich mich mit dem Thema Survival noch nie ernsthaft beschäftigt! Der Autor beschreibt die Berge von Montana so plastisch und lebendig, dass es alle Sinne anspricht. Man kann nicht nur den prachtvollen Sonnenuntergang sehen, sondern auch den Wind spüren oder den herben Duft der Kiefernadeln riechen... Und später den beißenden Geruch des Feuers, das auf seine Art genauso gefährlich ist wie die Mörder. Originell fand ich, wie sich diese beiden Ebenen überlappen: Mensch gegen Mensch, und Mensch gegen Natur. Dazu kommt noch, dass die Schlüsselfiguren der Handlung alle ihre eigenen komplexen Motivationen mitbringen: Unsicherheiten und Schwächen, fatale Fehler in der Vergangenheit, familiäre Differenzen... Ganz unterschiedliche Dinge, die dazu führen, dass sie die Situation aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln wahrnehmen. Ich fand die Charaktere alle gut und authentisch beschrieben, und besonders gut gefiel mir, dass man sie quasi dabei beobachten kann, wie sie an ihren Erfahrungen wachsen. Sie werden an ihre Grenzen gebracht und darüber hinaus, und das geht nicht spurlos an ihnen vorbei! Vor allem die Antagonisten sind in meinen Augen großartig: die Brüder Blackwell, die mit der trägen Eleganz von Raubtieren um ihre Beute herumschleichen und dabei auch mit der Grausamkeit von Raubkatzen mit ihr spielen. Sie haben etwas beinahe Unmenschliches an sich, und dennoch fand ich sie erschreckend glaubhaft. Alison sagt an einer Stelle über sie: "Ich meine die Art, wie sie reden. Als wären sie allein auf der Welt. Als wäre die Welt nur für sie beide geschaffen worden, und sie wären Herrscher über sie." Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Wie schon gesagt, beschreibt er alles sehr lebendig und ansprechend, und ich fand auch Sprachmelodie und -rhythmus immer passend. Auch in dramatischen Szenen gleitet der Stil nicht ins Pathos ab, hat aber dennoch emotionale Wucht. Fazit: Spannend, spannend, spannend! Der 13-jährige Jace beobachtet einen Mord, wird vom Zeugenschutz in ein Survivaltraining für Jugendliche in den Bergen von Montana geschickt, und dort muss der Junge nicht nur vor seinen Verfolgern flüchten, sondern auch vor der tödlichen Gewalt eines enormen Waldbrands... Das Buch lebt für mich aber nicht nur von der Spannung, sondern auch von der wunderbaren Beschreibung der Wildnis und den interessanten Charakteren. Vor allem die Widersacher haben mir mehr als einmal richtig Gänsehaut beschert!

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