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Leserstimmen (24)

Felicia Yap: Memory Game - Erinnern ist tödlich

Memory Game - Erinnern ist tödlich Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7645-3182-9

NEU
Erschienen: 25.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Erinnere dich...

Von: buch-leben Datum : 13.11.2017

buch-leben.blogspot.de

Das Szenario, das Felicia Yap in diesem Thriller schafft, ist wirklich erschreckend: Es gibt Menschen, die erinnern sich nur noch an den vergangenen Tag, die Minderheit an zwei Tage, was sie aber zu den Überlegenen macht. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie ein Leben so überhaupt möglich ist. Man muss jeden Abend alles in einem Tagebuch notieren und dann nachlesen, was passiert ist. Gruselige Vorstellung...

Als dann eine Leiche gefunden wird, müssen die Ermittlungen schnell gehen. Denn auch der Ermittlungsbeamte ist ein sogenannter Mono und muss den Fall innerhalb von 24 Stunden lösen. Ziemlich schnell geraten Mark und Claire in den Fokus, denn Mark hatte mit der Toten ein Verhältnis. Von da an beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem der Leser das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.

Ziemlich gut hat mir nicht nur das Setting an sich gefallen, sondern auch, wie es die Autorin verarbeitet hat: Man liest abwechselnd Tagebucheinträge der beteiligten Personen und erfährt so etwas über deren Vergangenheit. Nach und nach lernt man so auch das Mordopfer kennen. Dann gibt es Passagen, die aus Claires bzw. Marks Sicht und aus den Augen des Ermittlers geschrieben sind. Das sorgt für Abwechslung, immer wieder kleine Cliffhanger und man lernt die beteiligten Personen sehr genau kennen.

Richtig mitgerissen hat mich allerdings das Ende: Ich hätte alles erwartet, aber nicht das. Ich wurde richtig überrascht, es war alles schlüssig und hat den Thriller sehr gut abgerundet.

Etwas unglaubwürdig fand ich allerdings die Beziehung zwischen Mark und Claire. Gerade gegen Ende gab es eine Passage, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Deswegen muss ich auch einen Punkt abziehen.

Insgesamt ein toller Thriller, mit einem sehr interessanten und außergewöhnlichem Szenario: 4 Punkte!

Langatmig

Von: Books and Biscuit Datum : 12.11.2017

booksandbiscuit.blogspot.de

Spätestens seit Ich.Darf.Nicht.Schlafen liebe ich Thriller, die sich mit den Themen Erinnerungen, deren Manipulation und Gedächtnisverlust beschäftigen. So bin ich beim Stöbern nach ähnlich gutem Lesestoff vor Kurzem auf Memory Game gestoßen.

Die Grundidee hat mich sogar sehr stark an Ich.Darf.Nicht.Schlafen erinnert, denn Protagonistin Claires Gedächtnis reicht nie weiter als 24 Stunden zurück und ohne ihr Tagebuch wäre sie vollkommen hilflos. Das Besondere an Memory Game ist aber, dass in Claires Welt alle Menschen an diesem extrem kurzen Gedächtnis leiden. Manche Menschen können sich an einen Tag erinnern (Monos), manche an zwei (Duos), aber niemand an das, was drei Tage oder länger zurückliegt. Stellt euch vor, wie schwer es sein muss, in so einer Welt einen Mord aufzuklären, wenn selbst der Mörder sich nach wenigen Tagen nicht mehr an die Tat erinnern kann!

Und genau das passiert in Memory Game. Eine Leiche wird gefunden, die Polizei klingelt an Calires Haustür und behauptet, die tote Frau sei die Geliebte ihres Mannes gewesen. Plötzlich stellt sich die Frage, wie gut Claire ihren Mann eigentlich kennt und auch, wie gut sie sich selbst kennt. Wäre sie dazu in der Lage, einen Mord zu begehen und das Verbrechen einfach nicht aufzuschreiben, um es für immer aus ihren Erinnerungen zu löschen? Wäre ihr Mann dazu in der Lage?

Die Prämisse ist also super. Etwas kaputt gemacht wurde sie aber schon einmal dadurch, dass die Geschichte an nur einem Tag spielt. Wozu das ganze Setting mit den Monos und Duos einführen, wenn das Vergessen kaum eine Rolle spielt? Ich hätte gerne erlebt, wie die Kommissare ermitteln, wenn sie selbst alles wieder vergessen haben. Dazu kommt leider, dass Memory Games extrem langatmig ist. Es ist wieder einer dieser Thriller, wo Ehedrama oder Familiendrama viel besser als Genrezurodnung gepasst hätte. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und bin enttäuscht, dass es zwischendurch so langweilig war. Nach dem Klappentext habe ich deutlich mehr erwartet.

Ein Mord in einer Welt ohne Erinnerung?

Von: The Empire of Books Datum : 09.11.2017

www.youtube.com/user/ninnischockibooks

Die Geschichte liest sich flüssig und vor allem die ersten hundert Seiten sind sehr spannungsgeladen. Danach flacht die Spannung leider ab.

Soweit es mit Charakteren, die sich maximal zwei Tage lang an etwas erinnern können möglich ist, hat Felicia Yap drei spannende und einzigartige Hauptcharaktere geschaffen. Durch die Umstände in dieser Welt ist es natürlich schwierig, glaubwürdige Figuren mit Ecken und Kanten zu schaffen. Denn wir entwickeln uns aufgrund unserer Erinnerungen und Erfahrungen.
Ich konnte mit allen gut mitfühlen, auch wenn es mir schwer fiel, mir vorzustellen, meine Erinnerungen nicht ständig präsent zu haben.

Stellenweise erschienen mir einige Passagen sehr langatmig.
Außerdem fehlte mir der große Knall, die Wendung, die Überraschung - was auch immer. Ab einem gewissen Punkt plätscherte das Buch einfach so vor sich hin und war dann irgendwann zu Ende. Das finde ich sehr schade, denn die Idee dieser Welt ist großartig.

Zwischenzeitlich wird man dazu angeregt, die eigenen Normen und Werte in Frage zu stellen. Ich habe mich gefragt, wie weit diese bei mir durch die Erziehung und wie weit durch die Gesetze beeinflusst wurden und werden. (Natürlich haben die Fragen aus dem gemeinsamen Lesen auch ein bisschen dazu beigetragen.)

Alles in allem muss ich ehrlicherweise gestehen, weiß ich nicht, wie ich über dieses Buch denken und urteilen soll. Mir scheint, als hätte ich keine Meinung. Weder hat es mich total begeistert noch war es schlecht. Daher gebe ich dem Buch drei Sterne.

Wie ging es euch mit dem Buch?

Eure Janine

Tolles Debüt mit kleinen Schwächen

Von: Mella Datum : 09.11.2017

book-angel.blogspot.de/

Meinung:

Der Klappentext hört sich nach einer spannenden und außergewöhnlichen Geschichte an. Diese habe ich auch bekommen.

Claire lebt in einer Welt, in der sie sich nur an den Vortag erinnern kann. Es gibt noch Ausnahmen, die können sich an die letzten zwei Tage erinnern aber ansonsten müssen sie sich alles in ein Tagebuch aufschreiben um immer wieder nachzulesen, was an einem Tag so passiert ist. Was passiert, wenn ein Mord stattfindet und nach maximal zwei Tagen kann sich daran nicht mehr erinnern? Kann der Mörder je geschnappt werden?

Claire ist verheiratet und macht ihr tägliche Hausarbeit. Wäsche waschen, Kochen, im Garten arbeiten, etc. Sie kann sich leider immer nur an den letzten Tag erinnern. Ihr Mann Mark ist ein berühmter Autor und kann sich an die letzten zwei Tage erinnern. Eines Tages steht plötzlich die Polizei vor der Tür und will Mark zu der toten Person befragen. Plötzlich steht Claires Leben Kopf. Sie erfährt Dinge, mit denen sie nicht gerechnet hat und muss sich fragen, wer sie in den ganzen Jahren gewesen ist und kann sie ihrem Mann eigentlich vertrauen?

Claire ist für mich eine Frau, die sehr unzufrieden mit ihrem Leben ist. Sie ist quasi schon damit gestraft, dass sie sich nur an den letzten Tag immer erinnern kann und somit nicht viel in der Welt machen kann. Außerdem versucht sie ihrem Mann immer alles Recht zu machen, was für sie nicht einfach ist. Sie hat Wünsche aber diese kann sie nicht verwirklichen. Als die Polizei auftaucht und was dann so passiert, damit hat sie nicht gerechnet. Sie ist verzweifelt, hat Angst aber vor allem will sie endlich die Wahrheit herausfinden aber kann sie damit auch leben?

Schon auf den ersten Seiten fand ich die Geschichte sehr interessant und konnte mich fesseln. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und verständlichen Schreibstil. Die Geschichte mit den Erinnerungen, Ermittlungen, Mord usw. hat mich absolut begeistern können. Sie hat die Dinge gut ausgearbeitet und ich konnte das Buch kaum aus der Hand nehmen. Ein paar Dinge hätte man meiner Meinung noch etwas besser erklären können aber ansonsten ist ein toller Thriller mit einem sehr besonderen Thema

Fazit:
Die Geschichte ist sehr interessant und hat mich gleich in den Bann gezogen. Es passieren so viel Dinge und man muss relativ schnell die Wahrheit herausfinden, da es mit den erinnern nicht so einfach ist. Ein paar Dinge hätte man noch besser erklären können aber ansonsten finde ich es ein tolles Debüt der Autorin.

Eine andere Welt

Von: Viola Hardel Datum : 06.11.2017

schnaeutzchen76.blogspot.de/

Zu Beginn des Buches hatte ich so meine Schwierigkeiten in das geschehen einzutauchen, denn das mit dem Mono und Duo das war etwas verwirrend, aber man kommt nach der Zeit gut in das Buch rein.
Ich finde es schlimm wenn man sich an das was geschehen ist nicht mehr erinnern kann oder nur zwei Tage . Ansonsten muss man alles in ein Tagebuch schreiben, so das man sich das immer wieder vor Augen halten kann was passiert ist.
Denn in diesem Buch geht es darum. Das man sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, und anhand eines Tagebuchs kann man nach lesen was passiert ist.

Aber was ist wenn man was fehlt wie bei Claire in ihren Papier Tagebüchern? Kann man da noch jemanden trauen? Wie will man die Wahrheit heraus finden wenn man sich an nichts erinnert?
Kann man es vielleicht umgehen um sich zu erinnern?


Auf jeden Fall kommt das alles in diesem Buch vor und man wird auch vor diesen Fragen gestellt. Und so macht sich Claire auf die Suche nach der Wahrheit, denn sie selbst weiß nicht mehr was sie glauben soll.
Und durch diese Fragen wurde das Buch richtig spannend und durch den guten , fließenden Schreibstil konnte man das Buch gut lesen.
Man fiebert richtig dem Ende entgegen, nur das das Ende etwas holperig war und ich es mir gewünscht hätte wenn man noch etwas mehr erfahren hätte.

Aber alles in allem vergebe ich 4 Sterne!

[Rezension] Memory Game - Erinnern ist tödlich von Felicia Yap

Von: Happy Booktime Datum : 05.11.2017

happybooktime.blogspot.de/

Der Gedanke sich nur einen Tag zurück erinnern zu können und den Schwierigkeiten, dem auf den Grund gehen zu können, was davor passiert ist war für mich ein äußerst spannender Gedanke.
Mit einem normalen Gedächtnis wachsen Kinder in der Welt auf, die die Autoin hier beschreibt. Doch als sie erwachsen werden entscheidet sich, ob sie zu den Monos oder den Duos gehören.
Monos wie Claire gehören zu eben jenen Menschen, die sich nur an den letzten Tag erinnern können. Im Gegensatz dazu gehört ihr Mann Mark zu den Duos, welche die Möglichkeit haben, zwei Tage lang zu wissen, was passiert ist.

Als die Polizei behauptet, die im Fluss gefundene Leiche sei die Geliebte von Claires Mann gewesen, fängt für sie das Rätselraten rund um sich, ihr Leben und ihre Ehe an.
Da jede Figur andere Erinnerungen an die letzten zwei Tage hat, wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Allen voran aus der von Claire, die als Mono von der Gesellschaft und auch von ihrem Mann unterschätzt wird. Monos gelten als nicht so intelligent und gehören daher auch vermehrt der Arbeiterklasse an. Schade fand ich, das sie mir durch die komplette Geschichte nicht unbedingt sympathisch wurde.

Alle Menschen sind dazu angehalten ein Tagebuch zu führen, durch die man im Laufe des Buches einiges über Personen und Situationen erfahren kann. Diesen Weg fand ich ganz interessant gewählt, um Licht auf die Vergangenheit zu bringen.

Der Schreibstil war durchaus angenehm. Die Gegebenheiten werden gut erklärt, es entstanden keine Verständnisprobleme und man konnte die Geschichte gut weglesen. Wendungen, und kleine Überraschungen hier und da haben das Leseerlebnis für mich schön aufgelockert und interessant gestaltet. Lediglich im Ende hätte mir gefallen, wenn ein paar Kleinigkeiten noch mehr beleuchtet gewesen wären.
So ist es ein toller Thriller mit einem leicht holperigen Ende, der mir dennoch gut gefallen hat.

Fazit
Eine interessante Idee mit passender Charaktergestaltung und einer schönen Portion Spannung. Bis auf Kleinigkeiten hat mich Memory Game gut unterhalten.

Thriller in einer dystopischen Welt ohne Erinnerungen...

Von: Vera Datum : 04.11.2017

https://herzensbuecher.blog/

Klappentext

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?
Meine Meinung

Das Buch ist ein Thriller welcher in einer Welt spielt, die eigentlich genauso ist wie unsere - nur ohne Erinnerung! Es gibt dort zwei Sorten von Menschen, die Monos - sie haben ein Gedächtnis von 24 Stunden und die Duos - deren Gedächtnis reicht 48 Stunden zurück. Alles, an was sich die Menschen erinnern wollen, müssen Sie sich in ihre iDairies aufschreiben und können Fakten auch auswendig lernen - aber nur begrenzt.
Durch dieses ungewöhnliche Setting habe ich ein bisschen gebraucht um in die Story eintauchen zu können. Als mir das dann gelungen ist, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Claire ist ein Mono und ihr man Mark ein Duo - diese Mischehe ist für die Welt sehr ungewöhnlich und birgt einiges Konfliktpotential - aber nicht nur das, sondern auch der Mord indem Claire und ihr Mann Mark irgendwie verstrickt scheinen ... aber die entscheidenden Aufzeichnungen sind verschwunden... wem kann Claire trauen und wird es DCI Hans Richardson gelingen den Fall aufzuklären?
Mir haben die Charaktere in dem Buch sehr gut gefallen, sie sind gut ausgearbeitet und haben alle eine spannende Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen und die Idee dieser dystopischen Welt ist sehr interessant und gut durchdacht.
Fazit

Insgesamt ein ungewöhnlicher und fast schon philosophischer Thriller der mich öfters zum nachdenken und innehalten gezwungen hat, aber mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag penhaligon der eine Bloggeraktion veranstaltet hat, durch dieses gemeinsame Lesen und Reflektieren hat es noch mehr Spaß gemacht das Buch zu lesen! Als Highlight hatten wir dann noch die Möglichkeit mit der Autorin zu chatten und unsere Fragen zum Buch und der Geschichte zu stellen - danke auch für diese Chance!

Außergewöhnlich und spannend

Von: Manus Bücherregal Datum : 03.11.2017

manusbibliothek.blogspot.co.at

Memory Game ist ein sehr interessanter, außergewöhnlicher und spannender Thriller, der mich total überrascht hat.
Der Schreibstil ist locker, flott, leicht und mit Spannungsbogen von Anfang an zu lesen.

Der Thriller handelt von Claire, Mark, Sophie und Hans. Diese Hauptcharaktere sind Hauptteil der außergewöhnlichen Geschichte.
Claire und Mark sind seit Jahren verheiratet, haben keine Kinder und leben nur noch ihren "Alltag" ohne Sexualität.
Mark ist ein sehr erfolgreicher Romanautor und ein Duo (ein Duo erinnert sich an die letzten beide Tage zurück) und Claire war früher Kellner und ist ein Mono ( ein Mono erinnert sich nur an einen Tag).
Jeder Bewohner verfügt über ein iDiary (Elektronisches Tagebuch), damit sie jeden Tag nachlesen können, da sie ansonsten alles vergessen.
Sophie ist jedoch ein Ausnahmefall, lebte lange im St.Augustine, einer Irrenanstalt.
Hans ist Detektive und hält geheim, dass er ein Mono ist, denn normalerweise dürften nur Duos diesen Job machen.

Was die vier verbindet? Eine Leiche, aber wer ist der Täter?

Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und in Szene gesetzt worden. Claire war mir von Anfang sympathisch und sie tat mir auch sehr leid.
Mark konnte ich teilweise nicht verstehen und seine Entscheidungen nachvollziehen, aber zum Ende hin, habe ich auch ihn verstanden.
Hans Ermittlungen und Vorgehensweise hat mich beeindruckt, da er jeden Fall innerhalb von 24 Stunden zu lösen versucht, da er eben ein Mono ist und keine zwei Tage Zeit hat. Er ermittelt sehr gut und professionell.
Sophie ist mir zwar nicht unsympathisch, aber ich blicke bei ihr auch nicht wirklich durch. Warum? Das kann ich nicht verraten.

Besonders gut gefallen haben mir die Perspektivenwechsel, die für manche vielleicht verwirrend sein mögen, jedoch kam ich sehr gut damit klar und konnte auch der Handlung folgen. Die Tagebucheinträge wurden in einer anderen Schriftart präsentiert und dies hat dem Leser auch noch einiges leichter gemacht, um zwischen Eintrag und Geschichte unterscheiden zu können.

Die Spannung hielt sich von Anfang bis Ende und meine Vermutung zum Täter hat sich in Luft aufgelöst, denn ich war total auf der falschen Spur. Immer wieder wurde der Leser mit neuen Szenen überrascht.



"Ein außergewöhnlicher, spannender Thriller, der mich von Anfang gefesselt hat, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Locker und schnell zu lesen, mit unterschiedlichen Charakteren und einer Welt, die ich so noch nicht gekannt hatte. Täter kann man sehr schwer feststellen. Ein Thriller, der fesselnd ist und mir sehr gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung."

Guter dystopischer Thriller mit einer außergewöhnlichen Grundidee und einem absolut unerwarteten Ende.

Von: Bettys Welt Datum : 01.11.2017

https://bettysweltblog.wordpress.com/

Der Prolog beginnt zunächst noch etwas rätselhaft in einem Dorf in der Nähe von Cambridge zwei Jahre vor dem eigentlichen Mord. Sophia Ayssa Ayling gibt an, dass sie anders als die Monos und Duos ein vollständiges Gedächtnis besitzt. Sie sinnt auf Rache für eine Verletzung, an die sie sich allzu gut erinnern kann und muss. Sie war 17 Jahre in einer Irrenanstalt und sehnt sich nach Gerechtigkeit.

Monos erinnern sich nur an gestern. Sie müssen akribisch an jedem Tag in ihrem iDiary Tagebuch führen. Gleich an jedem folgenden Tag muss das Niedergeschriebene gründlich studiert und auswendig gelernt werden, denn nur so können sie teilweise ein Faktengedächtnis aufbauen. Duos können sich immerhin noch an zwei vergangene Tage erinnern, was zu Reibereien und Neid führt.

Das Buch beginnt dann in Kapitel 1 mit Claire, die in einer Mischehe Mono/Duo mit dem erfolgreichen Autor Mark Henry Evans verheiratet ist. Sie sind schon seit 20 Jahren verheiratet, aber es wird schnell klar, dass die Beziehung nicht mehr so gut läuft. Sie kann sich nur noch erinnern, dass sie den Tag zuvor niedergeschlagen im Bett verbracht hat. Der Auslöser muss vor zwei Tagen gewesen sein, doch sie kann dem Eintrag ihres iDiarys nichts Diesbezügliches entnehmen.

Dann steht unerwartet DCI Hans Richardson vor der Tür. Er untersucht den Tod von Sophia, die man im Fluss Cam gefunden hat. Da er Zugriff auf das Tagebuch der Toten hat, wird schnell klar dass Mark eine Beziehung zu ihr hatte, er wird zur weiteren Vernehmung mitgenommen.

In Kapitel 2 geht es dann mit Marks Erinnerungen an die zwei vergangenen Tage weiter, aber der Leser bleibt im Ungewissen. Kapitel 2 folgt dann Sophia im September 2013 als sie Mark auf einer Veranstaltung kennenlernt. Man erfährt auch einiges über ihre Zeit in der Irrenanstalt und wie sie doch zu guter Letzt wieder auf freien Fuß kam. Das nächste Kapitel widmet sich dann dem Ermittler Hans, der bei Sophias Tod nicht an die Selbstmordtheorie glaubt und nach Beweisen für eine Gewalttat sucht. Er selbst ist ein Mono, der seiner Karriere wegen allen vorspielen muss, dass er ein Duo ist. Das schafft er gerade nur so durch noch intensiveres iDiary führen, Auswendiglernen und hohe Konzentration in allen Gesprächen. So begleitet man die sich fortsetzenden Entwicklungen und Ermittlungen. Er versucht den Fall in einem Tag zu klären, da die Lösung sonst droht im Vergessen zu versinken. Claire dagegen entdeckt, dass in ihren alten handschriftlichen Tagebüchern 12 Tage fehlen und versucht mehr drüber herauszufinden.

Zu Beginn des letzten Drittels hat Hans schon eine weitreichende Erkenntnis, im Wettlauf gegen die Zeit liest er sich durch Sophias Tagebuch. Die Erzählung nimmt einige ungeahnte Wendungen, aber dann hat Hans endlich die Ergebnisse der Obduktion und ihm gelingt tatsächlich die Auflösung vor Tagesende. Es folgen sogar noch regelrecht philosophische Betrachtungen über das Gedächtnis, alte Erinnerungen, Fakten, die Beziehungen der Menschen und die Liebe.

Das endgültig letzte Kapitel spielt dann auf Bora Bora etliche Monate nach dem Mord. Es werden weitere ungeahnte Zusammenhänge aufgedeckt. Der Fall war noch viel komplexer als angenommen. Es gelang eine fast perfekte Rache zumindest technisch wenn auch emotional nicht ganz. Der Epilog enthält dann einen letzten Blick auf die Bedeutung von Liebe und Erinnerung.

Der Thriller „Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap baut auf einer sehr außergewöhnliche Grundidee auf, die aber in ihren Einzelheiten nicht sehr detailliert ausgearbeitet ist. Hierfür gibt es etwas Punktabzug. Dennoch wird sie so umfassend beschrieben, dass sie beim Leser regelrecht beklemmende Gefühle auslösen kann. Wenn man sich einfach auf diese Dystopie einlassen kann, ist das Buch sehr unterhaltend. Die Monos und Duos können Einträge und Erinnerungen immer nur mit einer eingebauten Suchfunktion aufspüren. Diese Vorstellung finde ich ziemlich grauenhaft. Das Gedächtnis und die Vergangenheit ein einziges Google.

Die Geschichte ist von Anfang an gleich fesselnd und knifflig, man muss sich ganz schön konzentrieren und aufpassen. Die Erzählung ist immer wieder vom Studium der eigenen Tagebucheinträge durchsetzt. Weitere Artikel und Gesetzestexte geben dem Thriller Hintergrund und Rahmen.

Fazit: Guter dystopischer Thriller mit einer außergewöhnlichen Grundidee und einem absolut unerwarteten Ende.

4,5 von 5 Punkten

info@book-addicted

Von: Book-addicted Datum : 30.10.2017

book-addicted.de


Story + Charaktere: Felicia Yap ist es gelungen mit "Memory Game" einen ganz neuen Roman zu schaffen. Man kann nicht einmal zwangsläufig sagen, dass es sich hierbei um eine Dystopie handelt, denn wir befinden uns im und um das Jahr 2015 und die Gegebenheiten sind keine Folge unseres derzeitigen Leben und Wirken.

Ich war sehr gespannt auf diesen Roman, denn eine Welt, in der ich mich nur an den vorherigen Tag, oder maximal 2 davon, erinnern kann, ist für mich völlig undenkbar. Doch in genau solch einer Welt leben Claire und ihr Mann Mark, sie eine Mono - ein Mensch, der sich nur an den gestrigen Tag erinnern kann - und er ein Duo - jemand, der sich an gestern und vorgestern erinnern kann. Die Art und Weise der Umsetzung gefiel mir unglaublich gut, auch wenn ich am Anfang ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich in diese Welt einzufinden. Zwar vergessen die Protagonisten die einzelnen Dinge der verschiedenen Tage, halten am Abend des aktuellen Tages jedoch die wichtigsten Ereignisse in einem Tagebuch fest (Steve Jobs durfte nicht fehlen, er erfand das iDiary - ein elektronisches Tagebuch). Lesen die betreffenden Personen ihre Mitschriften, so besteht die Gelegenheit, diese auswendig zu lernen und so zumindest einen Teil der Vergangenheit weiterhin als "Fakten" zu behalten. So ist jeder angehalten, am nächsten Tag den Eintrag des vorangegangenen Tages durchzulesen, um zu wissen, was sich ereignet hat.

Nun ist es jedoch so, dass man sich selbst durchaus auch manipulieren kann - denn man vergisst ja, was sich ereignet hat, wenn man sich dies nicht - oder anders - in seinem Tagebuch notiert. Wollten wir in solch einer Welt leben? Definitiv nicht. Was hat das für Auswirkungen auf unsere zwischenmenschlichen Kontakte? Eine ganze Menge. Doch um diese Fragen präziser beantwortet zu bekommen, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

Mich konnte Felicia Yap nicht nur mit ihrem gelungenen Setting überzeugen, sondern auch mit den Charakteren, die ich durch die Bank hinweg außerordentlich gelungen fand. Das komplette Buch fesselte mich von vorne bis hinten und ich wollte und konnte es kaum noch weglegen. Yap's Welt fasziniert und bringt einen zum nachdenken, lässt philosophieren, über den Wert von Erinnerungen in Beziehungen, darüber, wie wir uns verhalten würden und die Tatsache, dass auch in solch einer Welt Minderheiten existieren, die diskriminiert werden. Auch wenn ich mit dem Ende so überhaupt nicht gerechnet hätte (und ich habe mir so einige Theorien zurechtgelegt), gefiel es mir ziemlich gut, auch wenn es Raum für eine Fortsetzung lässt, die ich mir ehrlich gesagt nicht wünschen würde. Der Reiz des neuen und der Erinnerungen (bzw. deren fehlen), der dieses Buch zu etwas besonderem macht, würde in einer Fortsetzung wohl untergehen und das wäre sehr schade.

Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Kapitel sind in einer angenehmen länge verfasst. Als Erzähler wechseln sich Mark, seine Frau Claire, seine Geliebte Sophia und der Ermittler Hans ab und bieten uns so einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Beteiligten.

Gesamt: "Memory Game" ist anders, speziell, grandios. Die Geschichte überzeugt, die Charaktere sind gelungen und das Ende alles andere als vorhersehbar. Klare Leseempfehlung!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Erinnerungen

Von: Nicole Katharina Datum : 29.10.2017

https://goldkindchen.blogspot.com

Meine Meinung zum Thriller:
Memory Game
Erinnern ist tödlich

Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt erfahrt ihr wie stets auf meinem Blog.

Inhalt in meinen Worten:
Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog.

Wie ich das gelesene empfand:
Das Buch selbst war irre gut zu lesen. Es ist flüssig und gut lesbar. Die Thematik und auch Geschichte fesselte mich bis an die letzte Seite, so das ich tatsächlich eine ganze Nacht lang durchgelesen habe, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch das Ende war für mich grausig und passte nicht recht zum Buch, zumindest empfand ich es als unglaubwürdig und ich tat mir ziemlich schwer mit diesem Ende.

Charaktere:
In diesem Buch spielen zwei Irre mit, die so unterschiedlich sie sind auch so unterschiedlich ihre Geschichte haben. Ein Constable der ziemlich klug ist, aber etwas verschleiert. Ein Ehepaar das Mono und Duo ist, und ein kleines unschuldiges Baby.
Alle Charaktere sind interessant gestaltet und haben ihre Eigenheiten und Feinheiten. Jedoch konnte ich immer wieder innerlich den ein oder anderen an die Wand klatschen. Am Ende hat mich ein Charaktere so verstört und auch ungläubig zurück gelassen das ich nur den Kopf schütteln konnte und irgendwie erwarte, gerade von diesem Charakter noch einmal zu lesen.

Themen im Buch:
Die Themen im Buch finde ich sehr breit gefächert, und vielleicht kommt es deswegen dazu, das manches einfach nicht richtig ausgegoren ist und auch einfach nicht schlüssig. Die Welt des Vergessens muss ich hinnehmen und doch empfinde ich sie nicht als ausgefeilt und rund, irgendwie ist es etwas besonderes irgendwie aber auch zu abgedreht. Die Gedanken und Ideologien im Buch erinnerten mich manchmal an die Welt, in der ich heute lebe. Wie Menschen aufeinander losgehen, nur weil sie anders ticken oder einfach anders sind, wie die Welt in schwarz weiß aufgeteilt wird, wie das Wetteifern und gleichzeitig fertig machen im Raum steht, ohne es auszusprechen aber jeder weiß was Sache ist, das hatte mich manchmal ziemlich im Buch erschreckt, das schlimmste war für mich aber das Gedankengut auf Seite 123 wie sie redeten erinnerte mich an eine Welt, in der ich nicht leben wollen würde, und wo wir doch alle irgendwie hinsteuern, das dritte Reich. Erschreckend und ziemlich heftig. Jedoch steht da nicht wortwörtlich das es darum geht, es hat sich einfach in mir dieser Gedanke eingeschlichen, der sich auch recht schnell wieder aus mir herausgeschlichen hat um mich dann in völlig andere Bahnen und Gedanken warf.

Übrigens das Thema Vergessen finde ich nach wie vor faszinierend und spannend, jedoch so wie es im Buch dargestellt wurde, fehlte mir etwas. Natürlich kann ich selbst mir Überlegen wie sich etwas weiter entwickelt und bildet, trotz allem hätte ich es besser gefunden wenn die Autorin ihr Buch selbst noch etwas präziser formuliert hätte.

Ein anderes berührendes Thema im Buch ***ACHTUNG SPOILER*** ist der frühe Kindstod. Wenn Eltern ihre Kinder zu früh verlieren und es eigentlich keinen ersichtlichen Grund dafür gibt, ist einfach grausig und ich will gar nicht mich selbst in einer solchen Rolle wiederfinden. Was mich jedoch fürchterlich aufregte das wieder einmal die psychisch kranken und labilen schlecht dargestellt werden und das die Klinik, die im Buch eine Rolle spielt, auch nicht gut wegkommt. Wie sollen Menschen die an Depression oder ähnlichem Leiden Mut fassen in eine Klinik zu gehen, wenn sie nur von Büchern umzingelt sind, die alles schlecht machen? Nunja, das war das einzige was mich wirklich sehr gestört hatte. ***SPOILER ENDE***

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr intensiv und Bild gewaltig. Das finde ich gut. Das Buch wechselt von Dialogen zu Tagebucheinträgen oder Akten. Dabei kommt die Geschichte nicht zu kurz. Es ist dank der Autorin leicht sich in das Geschehen einzufügen, auch wenn ich nicht mit allem mit konnte, so konnte ich zumindest mich in das Buch fallen lassen und mich bis zum Ende unterhalten lassen, fand ich sehr angenehm und das Buch war dadurch auch schnell zu lesen.

Spannung:
Nachdem ich recht schnell heraus fand, wer der vermeintliche Täter ist, fand ich es irre spannend, wie das ganze sich aufgelöst hat, obwohl die letzten Seiten dann doch etwas zu verworren und verrückt geworden sind, das ich wirklich am Ball bleiben musste, weil ich einfach erfahren wollte, wie dieses Buch endet. Deswegen in der Spannung hat die Autorin es geschafft mich am Ball zu halten, ohne das ich das Buch am Ende aus der Hand legen konnte und mich lieber in eine Schlaflose Nacht begab.

Zitate aus dem Buch:
Seite 309: Wer erinnert sich an mehr, als er zugeben will? Wer belügt andere, und wer macht sich selbst etwas vor? Was geschieht, wenn man sich nicht an die Wahrheit erinnert? Können wir uns selbst und andere wahrhaftig kennen?
Seite 410: Entspricht Liebe den Erinnerungen? Oder entsprechen Erinnerungen der Liebe?

Empfehlung:
Ich finde das Buch kann ich euch gut empfehlen, wenn ihr jedoch davon abseht, das alles perfekt ausgefeilt ist. Die Spannung dafür extrem hoch ist und auch die Charaktere besonders ticken. Auch und gerade dann, wenn ihr euch selbst hinterfragt und eure Welt nicht nur als gegeben hinnehmt sondern selbst etwas verändern wollt, dann empfehle ich euch dieses Buch. Wie gesagt das Ende empfinde ich als zu abgedreht und auch die Erinnerungen und die Welt darum herum fand ich etwas zu unausgearbeitet.

Bewertung:
Dem Buch gebe ich aufgrund der Unterhaltung und das es mich nicht mehr loslassen wollte gerne vier Sterne, für fünf Sterne fehlte mir zu vieles und das Ende war mir zu abgedreht.

Wirklich ein sehr guter Thriller

Von: Samy Datum : 28.10.2017

twoforbooks.blogspot.de/

Ich möchte als erstes etwas zu dem Konzept vom Buch sagen. Man vergisst seine Erinnerungen als Mono über Nacht. Wie das aber wirklich funktioniert ist nicht so richtig erklärt worden und deswegen ist das Ganze nicht so wirklich beim Lesen angekommen. Man versteht das Prinzip nicht so richtig. Vielleicht hätte man so einen Prozess doch mal im Buch einbauen sollen.
Das ist eigentlich das einzige was ich an diesem Buch zu meckern habe. Denn sonst ist die Geschichte wirklich interessant, sehr gut ausgearbeitet und es gibt immer wieder Wendungen die mich als Leser sehr überrascht haben. Das Ende vom Buch hat mich dann sogar am meisten Überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet und ich gestehe das mich deswegen das Buch nochmal mehr Fasziniert hat.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Flüssig und doch sehr Detailliert an den Stellen wo es auch hingehört. Die Charaktere sind abwechslungsreich, was aber auch daran liegt das sie ihre Erinnerungen nicht mehr haben? So genau weiß ich das nicht doch ich kann es mir vorstellen. Man kann sich die Personen sehr gut vorstellen und trotzdem überraschen sie mich immer mal wieder in dem Buch. Dieses Buch ist sehr spannend und ich konnte es kaum aus den Händen legen, so hatte ich auch die letzte Hälfte in einem durchgelesen.
Das Ende ist sehr offen doch ihr werde feststellen das es trotzdem nicht nötig ist eine Fortsetzung zu schreiben, Lesen. Ich brauche zumindest keine Fortsetzung für mich ist diese Geschichte das Ende.
Das Cover gefällt mir und auf die Farben die gewählt worden sind passen sehr gut zusammen. Das Man das Cover Bild auf dem Kopf stehen hat finde ich persönlich sehr passend. Ich empfehle dieses Buch aufjedenfall den es hat sehr viel Spaß gemacht das Buch zu Lesen. Das Buch bekommt 4 Füchse von mir.

Spannend bis zum Schluss und voller Überraschungen

Von: Buchlieblinge Datum : 27.10.2017

www.buchlieblinge.de

Inhalt:

Claire lebt in einer Welt, in der es zwei Arten von Menschen gibt. Zum einen sind da die "Monos" - wie Claire eine ist -, die sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können. Auf der anderen Seite gibt es die "Duos", deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Solch ein Duo ist auch Claires Ehemann Mark. Um Dinge aus ihrer Vergangenheit im Gedächtnis zu behalten, muss Claire alles, was wichtig ist, in ihr Tagebuch schreiben. Ansonsten sind die Erlebnisse für immer verloren. Eines Tages steht die Polizei vor Claires Tür. Denn es ist die Leiche einer Frau gefunden worden, die Sophia Ayling heißt und angeblich die Geliebte von Mark war. Nun wird Mark des Mordes verdächtigt. Ist das die Wahrheit? Wem kann Claire trauen, in einer Welt, in der Erinnerungen in Tagebücher geschrieben werden?

Meine Meinung:

Das Cover passt wunderbar zum Buch. Ich mag die Farbauswahl und die Stimmung, die das Cover vermittelt. Es wirkt auf mich düster und bedrückend und spiegelt den Inhalt bzw. die Stimmung des Buches perfekt wieder.

Der Schreibstil von Felicia Yap hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte eigentlich schon nach den ersten Seiten nicht mehr aufhören, zu lesen. Er ist sehr flüssig und hält einen tollen Wechsel der Erzählperspektive bereit. Denn das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Claire, Mark, Sophia und Hans Richardson, der als Detective im Mordfall ermittelt, erzählt. So bleibt es durchweg spannend, da immer neue Tatsachen und Erkenntnisse ans Licht kommen.

Auch die Charaktere im Buch haben mir alle sehr gut gefallen. Sie sind sehr vielfältig und von Felicia Yap facettenreich dargestellt: Claire, die unglückliche und depressive Mono-Frau, die an der Treue ihres Ehemannes zweifelt, war mir irgendwie sofort sympathisch, aber nicht so richtig greifbar. Mark konnte ich lange Zeit überhaupt nicht einschätzen. Er ist Romanautor, hat aber auch große Ambitionen, in die Politik zu gehen und ist damit sehr erfolgreich. Lange war ich, was Mark betrifft, auf einer völlig falschen Fährte. Auch Detective Hans, den ich nicht so richtig in mein Herz schließen konnte, hat ein Geheimnis, das er versucht, zu verbergen. Und Sophia ist eine ziemlich durchtriebene Person, die es versteht, die Menschen zu manipulieren.

Aber nicht nur die Charaktere, die Felicia Yap geschaffen hat, sondern auch die Welt, in der sie leben, hat es in sich. Die Welt der Monos und der Duos hat mich oft nachdenklich gemacht und wirkte immer sehr bedrückend auf mich. Denn es ist mehr als eine Zweiklassengesellschaft. Die Monos werden eigentlich immer belächelt und als zweitklassige Menschen dargestellt, die halt geduldet werden müssen.

Die Kombinationen dieser Welt und der Charaktere, die ich in diesem Buch kennengelernt habe, haben das Lesen oft zu etwas sehr Besonderem gemacht und mir spannende Lesestunde beschert.

Auch die Verstrickungen und Fährten, die von der Autorin ausgearbeitet und gelegt wurden, haben mich wirklich begeistern können. Ich lag nicht nur einmal mit meinen Theorien komplett daneben und habe das Ende des Buches so nie kommen sehen. Somit hielt die Spannung bis zur letzten Seite an.

Mein Fazit:

Ein Thriller, der in einer völlig anderen und oft bedrückenden Welt seine Handlung hat, der mit vielen Überraschungen und Wendungen mich immer wieder begeistern konnte. Ich habe bis zur letzten Seite mitgerätselt und bin absolut begeistert. Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter!

Erinnerung und Gedächtnis ist nicht das selbe

Von: Marie's Salon du Livre Datum : 27.10.2017

mariessalondulivre.at

Ein Mono ist ein Mensch, der sich nur an den letzten Tag erinnern kann. Ein Duo dagegen erinnert sich an die letzten zwei Tage. Die Menschen führen deshalb akribisch Tagebuch. Früher handschriftlich und nun mit Hilfe eines iDiarys. Da versuchen sie die Fakten so gut wie möglich auswendig zu lernen.

Claire ihres Zeichens Mono, öffnet eines Tages die Tür und vor ihr steht ein Polizist, der ihren Mann Mark, ein Duo, zu einem Mordfall befragen will. Im nahe gelegenen Fluss Cam wurde eine Frauenleiche entdeckt. Diese Frau soll ein Verhältnis mit Mark gehabt haben und nun steht er im Focus der Ermittlungen.

Claire erfährt nun Dinge, die sie bisher nicht gewusst hat oder kann sie sich einfach nicht daran erinnern? Erzählt Mark ihr die Wahrheit, oder ist er ein Lügner und Betrüger?

Wie hat es mir gefallen?

Zuerst möchte ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, für die gelungene Bloggeraktion und den organisierten Live-Chat mit der Autorin.

Beim Lesen dieser Geschichte musste ich öfter innehalten und nachdenken. Schließlich geht es in dem Buch, um Menschen, die nicht das gleiche Erinnerungsvermögen haben wie wir.
Es ist wichtig, hier zwischen Erinnerung und Gedächtnis zu unterscheiden.

Erinnerung: Fähigkeit, sich an etwas zu erinnern, Besitz aller bisher aufgenommenen Eindrücke; (Quelle: Duden)

Gedächtnis: Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern und sich ins Bewusstsein zurückzurufen, wieder zu beleben; (Quelle: Duden)

Erzählt wird die Geschichte vom vier Personen: Claire, Mark, Sophia (das Opfer) und Hans (dem Polizisten). Langsam lernen wir alle Figuren kennen. Sie erzählen aus ihrer Gegenwart und lesen aus dem Tagebuch vor. So erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit, die manchmal auch schmerzhaft sein kann.
Alte Tagebucheinträge können neu interpretiert werden, der Spielraum für neue Sichtweisen ist groß. Wie ehrlich ist der Schreiber des Tagebuchs zu sich selbst? Da die Erinnerung spätestens nach zwei Tagen dahin ist, sollte alles Wesentliche aufgeschrieben werden. Aber wie geht man mit traumatischen Erinnerungen um?

Der Autorin ist eine spannende Geschichte gelungen, die uns in eine gegenwartsähnliche Welt versetzt. Diese unterscheidet sich durch das verminderte Erinnerungsvermögen der Menschen. Distanzierte Schilderungen von Ereignissen aus der Vergangenheit bilden die Grundlage und ergänzen so die Erlebnisse der Gegenwart.
Dachte ich mir anfangs noch, dass es eine eher gefühlsarme Geschichte zu sein scheint, wurde ich eines Besseren belehrt. Mit Fortgang der Story erstellt man Vermutungen, über das Wieso, Warum und Wer. Es ist ein Roman zum Mitraten und Miträtseln, doch seid gefasst auf ein paar Wendungen.

Interessant und poetisch, aber als Thriller nur Durchschnitt

Von: Damaris Datum : 26.10.2017

www.damarisliest.de

"Memory Game: Erinnern ist tödlich" ist ein futuristischer Thriller. Zwar spielt die Handlung im Jetzt, es gibt aber einen großen Unterschied. In dieser Welt gibt es nur Monos und Duos, Menschen, die ab dem 18. oder 23. Lebensjahr ihre alten Erinnerungen vergessen und sich fortan nur noch an die Ereignissen des vorangegangenen Tages, oder zwei Tage zurück, erinnern können. Diesen Umstand empfand ich als so spannend und vielversprechend, dass das Buch sofort mein Interesse hatte.

Das Gesetz dieser Welt sieht vor, dass Monos und Duos gleichgestellt sind. In der Realität ist es aber so, dass die "schwächeren" Monos von den Duos verachten werden. So stehen auch Mono Claire und ihr Ehemann, Duo Mark, ein erfolgreicher Autor, ständig im Fokus. Ihre Mischehe sorgt für viele Spekulationen und viel Aufmerksamkeit. Ein Mord an der Geliebten von Mark lässt den Leser nun spekulieren, wem man diesen eher zutraut. Claire, die sich nur an den letzten Tag erinnern kann? Oder Mark, dessen Erinnerungen zwei Tage zurückreichen?
Der Thriller ist eher psychologischer Natur. Die Menschen im Buch kämpfen gegen das Vergessen an, indem tägliches Tagebuchschreiben obligatorisch ist und die Fakten daraus auswendig gelernt werden. Die Definition zwischen Erinnerung und Fakten war mir zu vage, bzw. weit hergeholt. Das Buch stellt Lebens- und Moralfragen und lässt ins Innerste der Protagonisten blicken. Das, zusammen mit dem Setting und den Mord-Spekulationen, hätte viel mehr Potenzial gehabt als schlussendlich ausgeschöpft wurde. Da die gesamte Handlung an nur einem einzigen Tag spielt, ging für mich die Brisanz und der Handlungsspielraum der Geschichte etwas verloren.

Von Beginn hatte der Roman eine unterschwellig Spannung. Diese Grundspannung geht aber weniger von der Handlung, als vielmehr von den Personen aus. Mark und Claire stehen im Hauptinteresse der Mordermittlungen, aber auch der Polizeiermittler scheint eigene Interessen zu verfolgen. Selbst das Leben des Mordopfers, Sophia, spielt eine tragende Rolle in der Geschichte. Einige Szenen erschienen mir sehr ausgedehnt und entwickelten dadurch Leselängen, über die ich aber hinwegsehen konnte.
Viele Leser waren von der Thrillerhandlung, bzw. der Auflösung, richtiggehend baff und überrascht. Ich empfand diese als durchschnittlich, sogar eher etwas mau. Das mag daran liegen, dass es in diesem Genre fast alles schon mal gab oder ich einen größeren Knall erwartet hätte. Mir fehlte das gewisse Etwas eines spannenden Thrillers. Auch hier hätte es dem Buch gut getan, wenn die Handlung sich über mehrere Tage erstreckt hätte. Der Epilog schafft ein rundes Ende, das für die Beteiligten weitaus glücklicher ist als ich das erwartet hätte.

Zusammengefasst ...
"Memory Game: Erinnern ist tödlich" ist ein Thriller, der unter interessanten Umständen in einer Gesellschaft spielt, die polarisiert und von dem man sich darum viel verspricht: Menschen können sich nur ein oder zwei Tage an Erlebnisse erinnern. Wie soll da ein Mord aufgeklärt werden? Die Definition von Erinnerungen und Fakten hätte für mich deutlicher sein können, und mir fehlte ein kreativer Überraschungsmoment. Trotzdem liest sich die Geschichte anziehend und setzt sich mit tiefgehenden Fragen und Entscheidungen auseinander. Für mich blieb sie aber durchschnittlich.

Psychologisch-verzwickter Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 22.10.2017

www.hallo-buch.de

Felicia Yap lässt sich in ihrem Debüt-Krimi “Memory Game” auf eine Welt ein, in der unsere Erinnerungen fast vollständig von elektronischen Geräten abhängig sind. Und in der der kleine Unterschied zwischen ein- oder zweitägigem Gedächtnis zu einer regelrechten Klasseneinteilung geführt hat. Beziehungen zwischen den Monos und den Duos sind zwar nicht verboten, gelten aber als gesellschaftlich schwierig. Das merken auch Yaps Helden Mark und Claire, denn letztere fühlt sich als Mono ihrem Duo-Mann oft unterlegen. In dieser verrückten Welt, in der das gelebte Leben tatsächlich nur noch aus Handy-Schnappschüssen, Facebook-timelines und Chatverläufen zu bestehen scheint, inszeniert Yap einen psychologisch fein strukturierten Krimi um Misstrauen, Betrug und Mord. Aus vier verschiedenen Blickwinkeln lässt sie Claire, ihren Ehemann Mark, das Opfer Sophie sowie den Ermittler Hans zu Wort kommen und spielt dabei zugleich mit verschiedenen Zeitebenen. So entsteht ganz subtil eine fesselnde Story, deren Plot immer wieder zu verblüffenden Situationen führt. Vorzüglich für Liebhaber von psychologisch-verzwickten Krimis.

Buch mit Nervenkitzel - bis zum Schluss!

Von: MareikeUnfabulous Datum : 20.10.2017

www.mareikeunfabulous.de

einen Erwartungen an dieses Buch waren groß - und wurden dennoch übertroffen. Ich habe mit dem Lesen begonnen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Zum Glück hatte ich Urlaub, sodass ich mich meiner Leselust absolut hingeben konnte. Das Buch hat mich zu 100% begeistert und wird meinen Ansprüchen an einen Psychothriller absolut gerecht. Gerade das Thema Mono- und Duogenetik, das "Memory Game" letztendlich zu dem gemacht hat, was es ist, hat mich total in seinen Bann gezogen. Unvorstellbar, was in deren Welt vorgeht. Auch wenn ich froh bin, nicht Teil dieser Welt zu sein, fand ich es doch gleichermaßen spannend.

Ich habe mit Detektiv Hans mitgefiebert und mitgerätselt, konnte mich aber auch gut in die Lage von Claire versetzen. Ihr Ehemann Mark ist für den Leser nicht weniger interessant und hat immer mal wieder für neue Gedankengänge gesorgt. Felicia Yap ist es ohne Wenn und Aber gelungen, eine reizvolle Geschichte mit wahnsinnig spannenden Charakteren zu schreiben, die mich als Leserin vollkommen umgehauen hat. Ich kann für dieses Buch guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen und hoffe, dass ihr mindestens genauso begeistert sein werdet wie ich. Wer noch einen guten Psychothriller sucht, sollte sich "Memory Game" zur Hand nehmen.

Ein spannender Thriller mit gut ausgearbeitetem Konzept

Von: Curin Datum : 17.10.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Curin/

Als im Fluss Cam eine Frauenleiche gefunden wird, betraut man mit den Ermittlungen Inspektor Hans Richardson. Er ist davon überzeugt, dass die Tote vom Bestsellerautor Mark Henry Evans ermordet wurde. Doch um ihm die Tat nachzuweisen, hat er nur einen Tag Zeit, denn in seiner Welt reicht das Gedächtnis der Menschen höchstens zwei Tage zurück. Als Anhaltspunkt hat er nur das Tagebuch der Ermordeten Sophia Alyssa Ayling, die offenbar verrückt war und einen Racheplan ausgearbeitet hat... .
Mit ,,Memory Game" hat die Autorin Felica Yap einen spannenden und raffinierten Thriller geschrieben, der bis zum Ende kaum zu durchschauen ist und sich noch zusätzlich durch das mangelnde Erinnerungsvermögen der Menschen von anderen Büchern des Genres abhebt.
Ich konnte mich schnell in die Handlung einlesen und war begeistert davon, wie plausibel und durchdacht das eingeschränkte Gedächtnis in der Geschichte dargestellt wird. Darin wird zwischen sogenannten ,,Monos" und ,,Duos" unterschieden, die sich jeweils nur einen oder sogar zwei Tage zurückerinnern können, aber ansonsten auf ihr ,,iDiary" zurückgreifen müssen, um überhaupt irgendetwas aus der eigenen Vergangenheit zu erfahren. Ich persönlich fand es irgendwie unheimlich, nur von den eigenen Tagebucheinträgen abhängig zu sein und ansonsten keine Möglichkeit zu haben, bestimmte Ereignisse zu rekonstruieren und sich in Erinnerung rufen zu können.
Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Figurenperspektiven. Da ist zum Beispiel Claire Evans, welche als ,,Mono" wie alle anderen wegen ihres geringen Gedächtnisses in der Gesellschaft diskriminiert und sogar von ihrem Ehemann unterschätzt wird. Auf mich wirkte sie anfangs farblos, aber nach und nach erfährt man mehr über sie, was mein Bild von ihr nicht unbedingt verbessert hat. Ihr, als auch Marc, kann man nicht so recht trauen. Recht zu Beginn erfährt man, dass er etwas verbirgt, aber dennoch war für mich die ganze Zeit unschlüssig, ob er die Tote wirklich ermordet hat.
Am interessantesten fand ich die Figur Sophia Alyssa Ayling, von der man nur durch Tagebucheinträge etwas erfährt. Genauso wie der Ermittler Hans war ich mir unsicher, inwieweit sie sich etwas eingebildet hat und wie gefährlich sie wirklich mit ihren Racheplänen für Marc und Claire war. Wie die anderen Figuren wirkte sie auf mich nicht unbedingt echt und authentisch, aber es war spannend für mich, immer mehr über sie zu lesen und herauszufinden.
Felicia Yap schreibt gut verständlich und schafft es, ganz selbstverständlich das mangelnde Erinnerungsvermögen plausibel in unsere Welt zu integrieren. Das Buch ist voll mit unerwarteten Wendungen, die mich überrascht, aber nicht immer umgehauen haben. Gerade zum Ende hin hat mich gestört, dass einige Fragen meinerseits entweder überhaupt nicht beantwortet wurden oder mir die Erklärung unwahrscheinlich erschien.
Insgesamt ist ,,Memory Game" ein spannender Thriller mit einem gut ausgearbeiteten Konzept, der mir bis auf die erwähnten Kleinigkeiten sehr gut gefallen hat. Wer gerne auch mal eine Dystopie liest und Bücher mag, die man bis zum Ende nicht durchschaut, sollte an diesem Thriller nicht vorbei gehen. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Ein rundherum gelungenes Thrillerdebüt

Von: brigitta Datum : 16.10.2017

wunderbaregeschichten.blogspot.de/

Kurze Zusammenfassung:
Im Fluss, nicht weit von Claire und Mark Evans Haus entfernt, wird die Leiche einer Frau gefunden.
Da die Tote, Sophia, noch nicht lange aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen wurde, scheint es vielleicht Selbstmord gewesen zu sein.
Doch DCI Hans Richardson fallen recht schnell einige Ungereimtheiten auf und er findet eine Verbindung zwischen Sophia und Mark.
Mark, treusorgender Ehemann und aufsteigender Politiker kann sich keinen Skandal erlauben und leugnet zuerst die Verbindung und stellt sie dann oberflächlicher dar, als sie eigentlich gewesen ist.
Für Hans Richardson ist klar, dass Mark Evans irgendwie in den Todesfall verwickelt ist und auch Claire Evans beginnt an ihrem Mann zu zweifeln.
Was nun sehr einfach erscheint, birgt aber für Claire und Hans ein großes Problem. Beide müssen innerhalb diesen einen Tages so viele Informationen wie möglich sammeln und am Besten schon die Lösung in der Hand halten, denn Beide sind Monos.
Ein Mono hat nur ein Kurzzeitgedächtnis von einem Tag, alle Erinnerungen davor, die weder im Langzeitgedächtnis, noch in einem Tagebuch gesichert sind, gehen unwiederbringlich verloren.
Für Hans ist die Situation besonders brisant, denn er wird offiziell als Duo geführt, als jemand der ein Kurzzeitgedächtnis von zwei Tagen hat.
Niemand weiß, dass er nur ein Mono ist und sollte dies herauskommen, wäre seine Karriere beendet ...

Fazit:
Die Geschichte findet eigentlich auf keiner Metaebene statt, man erfährt sie vielmehr aus der Sicht von Claire, Sophia, Hans und Mark. Abwechselnd liest man aus deren Perspektive und befindet sich sozusagen im Kopf des Betreffenden.
Wir sehen dadurch nur das, was die jeweilige Person weiß und neu dazu erfährt. Manchmal wissen wir mehr als Claire, weil wir durch Sophias Augen die Vorgeschichte erlebt haben, dann wissen wir wieder mehr als Sophia wusste, da Claire ihre alten Tagebücher nachliest.
Mark weiß sehr viel, aber nicht was Claire weiß und Sophia wusste.
Ja, das hört sich sehr verwirrend an, ist es aber eigentlich gar nicht.
Langsam werden wir aus den unterschiedlichen Perspektiven zum Kern hingeführt und erleben dabei den Zeitdruck, denn die Protagonisten haben, da der Verlust der Erinnerungen droht.
Felicia hat das Gesellschaftsbild in "Memory Game" sehr stimmig entwickelt und man kann die Lebenssituation der Personen gut nachvollziehen. Das Bild ist so ausgefeilt, dass in Bezügen auf eine Gesellschaft mit kompletten Gedächtnis, also unsere Gesellschaft, diese schon fast absurd wirkt.
Ich fand das Buch sehr spannend, noch nicht mal unbedingt die Lösung des Falles, sondern vielmehr war es sehr spannend zu sehen, wie die verschiedenen Personen trotz ihres Handicaps zur Lösung kommen.
Die Idee einen Mord so ermitteln zu lassen ist echt schon genial und die Figuren können die Geschichte gut entwickeln und tragen.
Dieser Roman ist das Debüt von Felicia Yap und ich finde es absolut gelungen

Felicia Yap ist ein Name, den ich mir merken werde!!

Von: Bücherliebe99 Datum : 16.10.2017

https://buecherliebe99.wordpress.com/

In der Welt von Claire Evans gibt es zwei Arten von Menschen: Die Monos und die Duos. Claire ist ein Mono – ein Mensch, der sich nur an gestern erinnert. Clairs Mann Mark ist ein Duo – ein Mensch, der sich sowohl an gestern, als auch an vorgestern erinnern kann. Damit man trotzdem weiß wie, mit wem und wo man sein Leben verbringt, führt man Tagebuch und lernt die Dinge auswendig, die wichtig für die Zukunft sind und an die man jeden Tag denken muss.

Claire und Marks Ehe ist einzigartig, denn Ehen zwischen Monos und Duos sind gesellschaftlich nicht gerne gesehen. Doch Claire denkt, dass in ihrer Ehe alles gut läuft, bis eines Tages in der Nähe ihres Hauses die Leiche einer Frau aufgefunden wird und Mark als Verdächtiger auf die Polizeiwache geführt wird. Bei dieser Frau handelt es sich um Sophia, mit der Mark eine Affäre hatte. Für Claire bricht ihre Welt zusammen und sie versucht, die Vergangenheit nach Spuren abzusuchen, die darauf hinweisen, dass es ein Fehler war, Mark zu heiraten. Dabei stößt sie auch auf andere Ereignisse aus dem Leben ihrer Ehe, die sie eigentlich schon längst vergessen hatte.

Der Ermittler Hans ist der festen Überzeugung, dass Sophia ermodert wurde und beginnt zu ermitteln. Sein ehrgeiziges Ziel: Den Mörder innerhalb eines Tages finden. Er gräbt tief in der Vergangenheit des Opfers und auch seines vermeintlichen Täters Mark und findet etwas, mit dem selbst er nicht gerechnet hatte. Doch er macht bei seinen Ermittlungen einen entscheidenden Fehler…

Was für ein Erstlingswerk! Dieses Buch war wirklich unfassbar fesselnd und meiner Meinung nach undurchschaubar. Man meint die Geschichte erfasst zu haben, doch die Autorin Felicia Yap dreht die Geschichte auf der letzten Seite noch einmal komplett in eine andere Richtung. Der Schreibstil ist wirklich toll, jede Person, aus deren Sicht der Roman geschildert ist, wird einzigartig beschrieben. Mark ist ein sehr bildhafter und ausschweifender Erzähler, er geht jede seiner Möglichkeiten durch, bevor er sich für sein Vorgehen entscheidet. Claire drückt sich fast ausschließlich durch Fakten und Gefühle aus. Sophia hat mir am besten gefallen, da sie wirklich unvergleichbar ist. Sie ist eine rachsüchtige, hinterlistige und überaus clevere Frau – Eine wirklich unglaublich tolle und einzigartige Protagonistin. Hans ist ein Ermittler durch und durch, was man vor allem an seinen geschilderten Gedanken merkt. Er macht sich auch selbst unheimlich viel Druck. Mir sind so viele Details des Buches in Erinnerung geblieben, einfach weil der Schreibstil so toll war!

Felicia Yap ist ein Name, den ich mir merken werde. Ich kenne mich zwar nicht mit dem Genre „Thriller“ aus und weiß nicht, ob diese Bezeichnung gerechtfertigt ist, aber die Bezeichnung „Absolute Spitzenklasse“ trifft auf jeden Fall zu! Dies war mein erster Thriller seit langem, was aber einerseits auch bedeuten kann, dass es weitaus bessere Thriller gibt als diesen, da ich das einfach nicht beurteilen kann.

Trotzdem kann ich über dieses Buch nur ein Loblied singen und es jedem wärmstens empfehlen!

Ein einzigartiges Erlebnis!

Von: The Book & The Owl Datum : 15.10.2017

https://www.instagram.com/thebookandtheowl/

Ein definitives Must-Read in diesem Herbst!
Ein Thriller, der einen nicht mehr loslässt.

Guter Thriller

Von: MonesBlogWelt Datum : 09.10.2017

monesblogwelt.blogspot.de/

Das Buch fängt mit einem kurzen Rückblick an, welcher sich um die zeit, 2 jahre vor einem Mord handelt und macht direkt schon mal neugierig, auf das, was kommen mag.

Die Hauptcharakteren in dem Buch sind Claire und ihr Mann Mark, aber auch das Mordopfer Sophia und Inspector Hans spielen natürlich eine Große Rolle. So ist das Buch in unterschiedliche Kapiteln aus den Sichten der eben genannten Personen geschrieben.

Claire hat eine begrenzte Merkfähigkeit und führt ein iDairy (elektronisches Tagebuch). Jeden morgen sieht sie nach, was sich am Tag vorher in ihrem Leben abgespielt hat. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann Mark (Autor) in einer stattlichen Villa in Newnham.
Als dann der Leichnahm einer Frau (Sophia Ayling) im Fluss Cam gefunden wird, wird Mark von der Polizei aufgesucht. Denn diese haben im Tagebuch des Opfers Hinweise gefunden, die sie zum ihm hinführten. Es scheint, als hätten die beiden eine Affäre gehabt.
Claire wird misstrauisch und hinterfragt ihr Leben mit ihrem Mann. In dem Gefühl nur belogen und betrogen , aber nie geliebt worden zu sein, fordert sie direkt die Scheidung. Doch als sie dann in der Vergangenheit wühlt, werden ihr immer mehr Sachen klar und plötzlich nimmt die ganze Sache überraschende Wendungen.

Ja was soll ich sagen? Das ist mal ein ganz anderer Thriller. Die ganze Geschichte ist gut und auch nachvollziehbar aufgebaut. Die Autorin schafft es einen von Beginn an zu packen und mit durchs Buch zu nehmen. Oft denkt man, das man den Durchblick hat und weiß, wer der Mörder ist, doch am Ende ist man dann eher überrascht, wie verzwickt die ganze Sache wirklich war.
Alles im Allen, hat mich das Buch gut unterhalten! Es war fesselnd, dramatisch und super Interessant.