Alles, was du fürchtest

Thriller

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Was, wenn die Wahrheit deine furchtbarsten Ängste übertrifft?

Das Leben hat Kate Priddy gelehrt, dass man stets mit dem Schlimmsten rechnen muss. Um die Albträume, die sie seit Jahren verfolgen, endlich hinter sich zu lassen, stimmt sie einem Wohnungstausch mit ihrem Cousin Corbin zu: Sie wird seine Wohnung in Boston beziehen, er ihr Apartment in London übernehmen. Am Tag ihrer Ankunft jedoch wird die junge Frau aus der Nachbarwohnung ermordet aufgefunden. Corbin behauptet, Audrey kaum gekannt zu haben – aber warum besitzt er dann einen Wohnungsschlüssel von ihr? Auch Kates neuer Nachbar Alan scheint irgendetwas zu verbergen. Ohne es zu ahnen, schwebt Kate bald schon selbst in Lebensgefahr. Doch wem kann sie überhaupt trauen?

»Peter Swanson hat als Schriftsteller - wie seine Figur als Zeichnerin ebenfalls - eine große Begabung, Menschen lebensecht zu porträtieren, bis man sie zu kennen glaubt. Er lässt als Autor nicht locker und hält seine Leser unter Dampf.«

NDR Kultur „Neue Bücher“ (08. Januar 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel
Originaltitel: Her Every Fear
Originalverlag: William Morrow, New York 2017
Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-7341-0543-2
Erschienen am  26. Dezember 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein nervenaufreibendes Psychospiel mit kleinen Schwächen

Von: Thea

10.02.2019

Nach einem traumatischen Erlebnis wird Kate Price regelmäßig von Panikattacken und Albträumen heimgesucht. Deshalb wundert es ihre Familie sehr, dass sie die Londoner Wohnung mit dem Bostoner Appartement ihres Cousin Corbin tauschen will. Doch Kate sieht in der Veränderung ihrer Lebenssituation eine reale Chance, den seelischen Problemen beizukommen. Deshalb macht sich voller Zuversicht auf Weg. Aber kaum ist sie dort angekommen, muss sie erfahren, dass Corbins Nachbarin Audrey ermordet worden ist und niemand weiß, wer der Täter war. Von nun an wird Kate mit merkwürdigen Dingen konfrontiert und ist sich bald nicht mehr sicher, ob sie Corbins Beteuerung unschuldig zu sein glauben kann und welche Rolle der gegenüber wohnende Nachbar Alan in dem immer gefährlicher werdenden Drama spielt. "Alles, was du fürchtest" ist ein Thriller des US-amerikanischen Autors Peter Swansson, der bereits mit "Die Unbekannte" und "Die Gerechte" bewiesen hat, dass er die Spielarten perfider Geschichten bestens beherrscht. So gaukelt er seinen Lesern und Figuren gleichermaßen eine bestimmte Entwicklung der Ereignisse vor, bis er sie plötzlich widerruft und mit Andeutungen und Beobachtungen untersetzt, in eine ganz andere Richtung laufen lässt. Und während er mit den Wahrnehmungen und Gefühlen spielt, kristallisiert sich ganz allmählich die Wahrheit heraus, die noch ungeheuerlicher ist, als gedacht. Ein wunderbar wendungsreiches Geschehen, das diesmal allerdings einen Haken besitzt. Denn Corbins Vergangenheit wird in der Mitte des Buches so detailliert offenbart, dass das Ende der dramatischen Mörderjagd viel zu schnell vorhersehbar ist. Kurze Kapitel, ein flüssiger Schreibstil und der zunächst wunderbar undurchsichtige Plot sorgen dafür, dass das Buch nur schwer aus der Hand gelegt werden kann. Dabei werden die in Boston zum Tragen kommenden Ereignisse aus den Perspektiven von Kate und Alan erzählt, während sich Corbins Schilderungen nach seiner Ankunft in London eher auf die Vergangenheit beziehen. Darüber hinaus spielen auch noch weitere Figuren eine Rolle, wie ein vor dem Haus auftauchender Mann, der sich als guter Freund von Corbin entpuppt oder die mit den Ermittlungen betrauten Detectives, die akribisch jeder noch so kleinen Spur nachgehen. Und mit der Zeit wird aus der Fülle der Ereignisse und Erinnerungen ein erschreckend grausames Komplott zusammengesetzt, dessen Drahtzieher noch lange nicht am Ende mit seinen perfiden Spielchen ist. Fazit: Ein perfider Thriller, der durch das nervenaufreibende Zusammenspiel seiner Figuren Spannung erzeugt und lange Zeit mit einem undurchsichtigen Plot punkten kann. Doch leider werden die Hintergründe der verabscheuungswürdigen Tat viel zu schnell aufgedeckt und damit das in der Geschichte wohnende Potenzial teilweise verschenkt.

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Mehr Psycho als Thriller

Von: Michael Lehmann-Pape

05.02.2019

Es ist die innere Ebene des neuen Thrillers von Peter Swanson, eine Ebene, die in seinen Werken immer eine tragende Rolle spielt, hier nun aber eindeutig die Hauptrolle übernommen hat. Wobei das erzählerische Motiv des „Wohnungstausches“ zwischen zwei eigentlich Fremden nicht neu ist, die innere Panikstörung, mit der Kate Priddy allerdings die Wohnung ihres, ihr persönlich unbekannten, Großcousins es aber deutlich in sich hat, Jeder geschlossene Raum, jede Situation der Einengung (sei es im Taxi im Tunnel, sei es auf dem Gang vor der Wohnung in Boston, als dort viele Polizisten und Nachbarn auftauchen) rüttelt an ihren Nerven und führt zu körperlichen Attacken, gegen die auch das Valium nurmehr schwer ankommen. Wenn dann noch in der Nachbarwohnung eine Leiche gefunden wird, wenn dann noch mehr und mehr, zunächst Kleinigkeiten, dann Dinge, an denen man nicht vorbeisehen kann, in der Gastwohnung geschehen, die Kate sehr verwirren und misstrauisch machen, wenn sie zudem einen Schlüssel für die Wohnung, die Tatort geworden ist, in einer Schublade ihres Großcousins findet, dann liegt der Schluss, zumindest für den Leser, nicht weit, dass vielleicht noch Schlüssel zu anderen Wohnungen sich in anderen Schubladen befinden könnten. Dass dann diese Kate bei der ersten Begegnung mit einem der Mitbewohner des Mietshauses eindeutig und überaus merkwürdig Gedanken in sexuelle Richtungen sich bei ihr breit machen, die weniger als Fantasie denn als unbedingte Bereitschaft vom ersten Moment an im Raum stehen, dann wird auch umgehend deutlich, dass diese Kate einen inneren Sinn, eine ausgeprägte Intuition für das Befremdliche, Andere, Gefährliche im Leben hat. Was ja auch nicht wundert, wenn jemand ständig in Angst lebt und alle Unwägbarkeiten versucht, vorwegzunehmen, um nicht in unkontrollierbare Situationen zu geraten. So ist es gar nicht die Tätersuche (was dem erfahrenen Leser schnell klar sein dürfte) oder die Ermittlungen oder die Gefahr, in die Kate mehr und mehr selbst gerät, die den eigentlichen Spannungsbogen dieses Thrillers darstellen, sondern das geschickte Ausnutzen irgendeines Fremden, was Kates konkrete Ängste angeht. Und damit stellt sich auch die eigentlich spannende Frage, die Swanson mit verschiedenen Wendungen und Überraschungen dem Leser immer wieder geschickt vor Augen führt, wer denn eigentlich so genau über Kate und ihre Ängste Bescheid wissen kann? Mitsamt der immer bedrohlicher werdenden Situation der jungen Frau, die lange Zeit von keiner Seite her Antworten findet, die ihr die Augen öffnen könnten. Wobei es Swanson ebenso überwiegend gelingt, dem Leser die innere Angst Kates fassbar und nachfühlbar in den Raum des Buches zu stellen. Das ein Stück weit Spannung um den Täter herum sich wenig aufbaut, dass einige Wendungen und Verhaltensweisen Kates wenig realistisch wirken und ebenso, dass merkwürdiges Verhalten auch anderen eher kaum auffällt, dass sind kleinere Abstriche in der psychologisch und emotional dichten Atmosphäre, die erwähnt werden sollten. Aber weitgehend aufgefangen werden durch einen zweiten Aspekt des Thrillers, nämlich der Frage, woher diese Panik bei Kate eigentlich kommt und was die junge Frau in ihrer Vergangenheit traumatisch erlebt hat, um ein solches Nervenbündel zu werden. Das dann das „wahre Leben“ im Thriller alle Ängste Kates übertrifft und überaus düstere Charaktere und Situationen entstehen werden, lässt den Leser dabei das Geschehen durchweg aufmerksam verfolgen. Ein flüssig verfasster, emotional dichter Thriller, bei dem nicht alles stimmt und überzeugt, der aber für eine angeregte und spannende Lektüre durchaus sorgt.

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Vita

Peter Swanson studierte am Trinity College, der University of Massachusetts in Amherst und am Emerson College in Boston. Sein Roman »Die Gerechte« wurde in England als bester Thriller des Jahres 2015 ausgezeichnet, von der Presse hochgelobt und für einen renommierten Steel Dagger Award nominiert. Peter Swanson lebt mit seiner Frau und einer Katze in Somerville, Massachusetts. 

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Pressestimmen

»Wer einen Pageturner sucht, der ist hier genau richtig bedient!«

Radio Bremen Zwei (20. Dezember 2018)

»„Alles, was du fürchtest“ ist raffinierte Psycho-Spannung …«

FÜR SIE (14. Januar 2019)

»Angenehm unaufgeregt geschrieben mit überraschender Wendung – ein Pageturner für dunkle Tage.«

BÜCHER magazin (11. Januar 2019)

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