Der Tod so kalt

Thriller

Paperback
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Drei grausame Morde. Ein schweigendes Dorf. Ein Fremder, besessen von der Wahrheit

Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen.
Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst ...

»Ein perfekt gebauter Thriller, übergroß, operettenhaft und mit Sog bis zum Ende.«

BR Fernsehen "Capriccio" (16. Februar 2017)

Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Originaltitel: La sostanza del male
Originalverlag: Einaudi
Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04759-5
Erschienen am  06. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Von: Inas Bücherkiste

19.01.2018

Mysteriöse Morde in Südtirol 28. April 1985: In der Gegend um die Bletterbachschlucht in den Dolomiten tobt tagelang ein Gewitter, das so stark und ausdauernd ist, dass sich niemand an ein ähnlich schweres Unwetter erinnern kann. Drei junge Menschen aus dem nahen Dorf Siebenhoch sind kurz zuvor zu einer Wanderung aufgebrochen und wurden seitdem nicht mehr gesehen. Die Bergretter machen sich trotz des schlechten Wetters auf den Weg und finden die drei Wanderer nach einigen Stunden Suche - tot und auf grausame Art und Weise verstümmelt. Der Anblick von Evi, Kurt und Markus ist so schrecklich, dass die erfahrenen Retter stundenlang nicht in der Lage sind, sich zu rühren. Dieser Mord bestimmt die Handlung des Thrillers "Der Tod so kalt" des aus Bozen stammenden Autors Luca D'Andrea. Die Mauer des Schweigens Die Handlung wird aus der Sicht des amerikanischen Dokumentarfilmers Jeremiah Salinger erzählt. Er ist mit Annelise verheiratet, die aus Siebenhoch stammt, und hat mit ihr eine fünfjährige Tochter, Clara. Als Salinger sich an einem beruflichen Tiefpunkt befindet, stimmt er Annelises Vorschlag zu, ein paar Monate in der Abgeschiedenheit und Ruhe Siebenhochs zu verbringen, um vom Film Abstand zu bekommen und zu überlegen, wie es weitergehen soll. Salingers Schwiegervater Werner lebt dort und erzählt seinem Schwiegersohn kurz nach der Ankunft der kleinen Familie von einem tödlichen Bergungfall, der sich 1950 in der Nähe von Siebenhoch ereignet hat. Fünf junge Männer waren damals zum Zwölferkofel gewandert, aber nur zwei von ihnen kamen lebend wieder zurück. Einer von ihnen war Werner. Für ihn war dieses Unglück der Anlass, für die Gründung der Bergrettung zu kämpfen, die nun, dreißig Jahre später, über einen Hubschrauber und einen Arzt verfügt. Die Geschichte löst bei Salinger den Wunsch aus, einen Film über den Alltag der Bergretter zu drehen. Mehrere Wochen begleitet er die Arbeit der Bergretter zusammen mit seinem Freund Mike, bis es eines Tages darum geht, eine Touristin aus einer Gletscherspalte zu retten. Weil Salinger darauf besteht, zum Filmen in die Spalte herabgelassen zu werden, kommt es zu einer Lawine, die fünf Menschen das Leben kostet und Salinger unter sich begräbt. Er wird gerettet, leidet jedoch an PTBS - posttraumatischen Belastungsstörungen. In dieser Phase erfährt er zufällig von der Bluttat von 1985, die bei den Einheimischen unter dem Namen "Bletterbach-Massaker" bekannt ist. Der Mörder läuft seit damals noch frei herum. Salinger beschließt, herauszufinden, wer diese drei jungen Menschen vor dreißig Jahren hingerichtet hat. Doch je mehr er im Dorf nachfragt, umso feindseliger wird die Stimmung, die ihm entgegenschlägt. Plötzlich erscheinen Salinger auch diejenigen verdächtig, etwas mit den Morden zu tun zu haben, die ihm bislang freundlich begegnet sind - allen voran sein Schwiegervater. Auch ein Jaekelopterus rhenaniae, ein Seeskorpion, der (eigentlich) vor 400 Millionen Jahren gelebt hat, gerät kurzzeitig in den Verdacht, für das Gemetzel verantwortlich gewesen zu sein. Wie war's? "Der Tod so kalt" ist ein insgesamt spannendes Buch. Auf einige "Schleifen" hätte D'Andrea aber gern verzichten können. Dazu gehören das Zwischenspiel des Jaekelopterus rhenaniae, das wie an den Haaren herbeigezogen wirkt, und die manische Besessenheit, die Salinger antreibt. Sie ist so ausufernd, dass er seine Familie darüber grob vernachlässigt und es beinahe zur Trennung von seiner Frau kommt. Das Szenario eines Fremden, der auf eine gewachsene und geschlossene Dorfgemeinschaft trifft und nicht wahrhaben will, dass Annäherung vor allem Zeit braucht, ist nicht neu und fast schon der Klassiker in Büchern, deren Handlung in den Bergen angesiedelt ist. Dass die Dorfbewohner Salinger die Schuld am Tod der Bergretter geben, trägt zur Entfremdung bei. Mein Eindruck ist also eher zwiespältig, sodass ich den Thriller nicht uneingeschränkt empfehlen kann.

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Was geschah vor 30 Jahren in der Bletterbachschlucht?

Von: Literaturchaos

07.09.2017

Ungewöhnlich ist nicht nur der komplette Aufbau dieses Thrillers, sondern auch sein Handlungsort. Denn die meisten Spannungsromane spielen ja entweder im Moloch einer Großstadt oder in düsteren, nebligen Gegenden. "Der Tod so kalt" hingegen entführt den Leser nach Südtirol. Südtirol, das man doch immer irgendwie mit Sonne und Bergen und Wandern und niedlichen Murmeltierchen und einem kühlen Radler auf der Almhütte verbindet. Dieses Südtirol ist keineswegs dunkel oder beängstigend - dennoch schlummert hier etwas, vor dem sich die Menschen fürchten. Der Dokumentarfilmer Salinger wird eher notgedrungen in ein kleines Örtchen in Südtirol versetzt: Bei einem seiner Filmeinsätze ging etwas ganz gewaltig schief, so schief, dass es mehrere Tote gab und ihm als Überlebenden ein gewisser Teil der Schuld zugesprochen wurde. Sowas zerrt an den Nerven und macht psychisch krank, daher beschliesst Salingers Frau Anneliese, mit ihm und der kleinen Tochter Clara auf unbestimmte Zeit in Annelieses Tiroler Heimatdorf zu ziehen. Und zunächst scheint Annelieses Plan auch aufzugehen, denn Salinger entspannt sich mehr und mehr in dem Bergpanorama, versteht sich blendend mit seinem Schwiegervater und unternimmt Ausflüge mit Clara. Bis zu jenem verhängnisvollen Tag, als er mit Clara eine Wanderung in der Bletterbachschlucht unternimmt .... und nachher nichts mehr ist wie es war. Denn in der Bletterbachschlucht ereignete sich vor etwa 30 Jahren ein brutaler Mehrfachmord, der bis dato ungeklärt ist. Salinger wäre nicht Dokumentarfilmer, wenn er sich nicht sofort festbeissen würde in die paar Bröckchen an Informationen, die er aufschnappt. Er beginnt zu forschen und plötzlich dreht sich sein beschauliches Leben in Südtirol um 180 Grad. Wo vorher Freundschaft war, schlägt ihm nun Feindseligkeit entgegen, er ist nicht mehr willkommen und wird offen bedroht und schlimmer. Seine Ehe droht zu zerbrechen, denn Anneliese fleht ihn mehr als einmal an, sich aus der Sache herauszuhalten, die Geister der Vergangenheit nicht zu wecken. Stückchenweise erfahren sowohl der Leser als auch Salinger, was damals in der Bletterbachschlucht passierte - und doch kann sich (noch) niemand einen Reim darauf machen. Dieser Thriller baut eine subtile und stetige Spannung auf, denn einerseits bringt der Autor das heutige, moderne Leben in den Bergen sehr gut herüber, beschreibt andererseits jedoch auch sehr bildlich Traditionen und altes Brauchtum, das trotz unserer technologisierten Welt am Leben gehalten wird. Er malt ein spannendes Bild der Dorfbewohner, die zunächst abwartend und höflich sind, dann aber, als sie Gefahr im Verzug sehen, ihr wahres Gesicht zeigen. Der Leser lernt einige der Dorfbewohner kennen und fragt sich fast bis zum Schluss bei einigen "Was weiss er/sie über die Morde?", "Hatte er/sie etwas damit zu tun?". ...und dann ist da noch dieses "Etwas" das seit ewigen Zeiten in der Bletterbachschlucht lebt, wie viele der Dorfbewohner glauben. Dieses "Etwas", das gefährlich ist, weshalb man die Schlucht meiden sollte. - Wer nun denkt, dass der Autor hier ein wenig HokusPokus und Übersinnliches eingebaut hat, der irrt.... Für mich war "Der Tod so kalt" eine durch und durch stimmige und spannende Geschichte, noch dazu in einem sehr eingängigen Stil geschrieben.

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Vita

Luca D'Andrea wurde 1979 in Bozen geboren, wo er heute noch lebt. Er stieg mit seinem ersten Thriller sofort in die Riege der internationalen Top-Autoren auf. "Der Tod so kalt" erschien in rund 40 Ländern und wurde fast überall zum Bestseller - auch bei uns stand das Buch wochenlang in den Top-5 der Spiegel-Bestsellerliste. Die Geschichte führt nach Südtirol, in die Heimat des Autors, über die er auch journalistisch gearbeitet hat: Am bekanntesten ist seine TV-Produktion "Mountain Heroes", in der er für das italienische Fernsehen die Bergrettung porträtierte.

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Zitate

»Ein Krimi erster Güte.«

ZDF Morgenmagazin (14. März 2017)

»Ein fulminantes, fesselndes Erstlingswerk.«

STERN (09. März 2017)

»Empfehlenswerter Thriller, der von einem brutalen Verbrechen erzählt und zugleich Milieustudie ist. Ein Pageturner, der bis zur letzten Seite immer wieder für eine Überraschung sorgt.«

»Ein unglaublich spannender Thriller«.

ALPIN - Das BergMagazin (01. März 2017)

»Eine gute Komposition, der Rhythmus der Geschichte, die kurzen Kapitel, das schnelle Springen zwischen verschiedenen Schauplätzen: all das erzeugt atemlose Spannung. Und die Auflösung? Völlig überraschend«.

NDR Kultur "Neue Bücher" (03. März 2017)

»Sätze wie Blitzeinschläge, Wendungen wie Lawinen: ein spektakulärer Südtirol-Thriller.«

Playboy (09. März 2017)

»Flott geschriebener Thriller mit überraschendem Plot, zum schnellen Weglesen bestens geeignet.«

flow (21. März 2017)

»Ein Thriller vom Feinsten ist Luca d’Andrea hier aus der Feder geflossen. Anfangen, weiterlesen und erst aus der Hand legen, wenn das Buch ausgefressen ist.«

Giessener Allgemeine/Wetterauer Zeitung, Frauke Ahlers (01. Juli 2017)

»Was D’Andrea vor der grandios geschilderten Kulisse der hochalpinen Bergwelt hier aufführt, nimmt dem Leser den Atem.«

Passauer Neue Presse, Stefan Rammer (24. Mai 2017)

»Ein wuchtiger Thriller, dessen Bilder auf der Netzhaut brennen.«

Hamburger Abendblatt (21. März 2017)

»Ein Atem und Schlaf raubender Thriller.«

»Dieser Krimi ist wie ein Gebirgsmassiv: Immer wenn man meint, den Spannungsgipfel erklommen zu haben, tut sich ein neuer Abgrund auf.«

Vorhang auf - Das Magazin der Region Darmstadt (01. März 2017)

»Spannend geschrieben und gespickt mit zahlreichen originellen Einfällen sowie rasanten Wendungen. Ein lesenswerter Debütroman.«

HAZ Hannoversche Allgemeine Zeitung, Ernst Corinth (30. März 2017)

»Ein super spannender Thriller, der zu Recht in den Top Ten ist.«

"Luca D'Andrea webt ein engmaschiges Netz aus Geheimnissen und Enthüllungen, in dem sich jede noch so unverdächtige Figur verstrickt. Ein perfekter Thriller von internationalem Niveau."

La Stampa

"Dieser Autor hatte den Mut, bewaffnet mit einem Eispickel die Wände der internationalen Thriller-Literatur zu erklimmen."

Il Giornale

"'Der Tod so kalt' ist ein Gebilde aus schnellem Rhythmus, ohne Pausen; D'Andrea ist großartig darin, die Geschichte durch Hypothesen und Knalleffekte zu steigern - bis zur letzten Seite."

Il Fatto Quotidiano

“Luca D’Andreas Roman ist wie einer jener Bergfilme aus den Jahren der Weimarer Republik … Mit großformatigen Einstellungen auf Eis, Felsen und Schnee erzählten sie Geschichten mutiger Abenteurer, die das Schicksal herausforderten; im Zentrum die unverbrauchte Natur der Berge, die mit ihrer majestätischen Präsenz faszinieren, aber auch eine urzeitliche Angst vor etwas schüren, das stärker und älter ist als die Menschheit … Natur ist hier wie dort der wahre Star, unbezähmbar überragt sie alles, in schwarz und weiß."

Corriere della sera

“Diesen Roman kann man – ohne zu übertreiben – mit Stephen King und Jo Nesbø vergleichen: die wichtige Rolle der Natur (der Bergwelt), die göttlich und dämonisch zugleich erscheint; die düstere Stimmung der ganzen Geschichte und der rasante Plot, der bis zum Schluss reich an unerwarteten Wendungen bleibt. Gleichzeitig verweist der einzigartige, bisweilen archaisch anmutende, aber niemals langweilige Ton, der sich angenehm abhebt vom zeitgenössischen Mainstream, zurück zu den Anfängen des Genres, bis hin zu Dürrenmatt.“

La Repubblica

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