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Generation Putin Das neue Russland verstehen
Ein SPIEGEL-Buch

Kundenrezensionen (3)

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€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-421-04744-1

Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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25 Jahre nach dem Untergang der Sowjetunion: ein gespaltenes Land, eine zerrissene Generation

Als sie auf die Welt kamen, war die Sowjetunion bereits Geschichte. Lena aus Smolensk zum Beispiel, die Putin verehrt und von einer Karriere in der Politik träumt. Die Kreml-kritische Journalistin Wera, die sich nach mehr Demokratie sehnt. Alexander, der im Rollstuhl sitzt und darauf hofft, irgendwann ein selbständiges Leben führen zu können. Sie alle eint, dass sie zur »Generation Putin« gehören, dass sie Kinder des derzeitigen Systems sind.

Diese Generation der nach 1991 Geborenen wuchs in politisch wie ökonomisch turbulente Zeiten hinein. Viele junge Russen sind heute hin- und hergerissen zwischen Ost und West, der Sehnsucht nach einem starken Führer und dem Traum von einem anderen, freieren Leben. In ihren Geschichten spiegelt sich die dramatische Entwicklung Russlands in den letzten 25 Jahren, vom Ende der sowjetischen Weltmacht bis zum Wiedererstarken unter Wladimir Putin.

SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Benjamin Bidder zeichnet in seinen eindrucksvollen Porträts ein überraschend anderes Bild des heutigen Russlands und zeigt, wie eine junge Generation sich aufmacht, ihr Land zu verändern.

Interview mit Benjamin Bidder über seine Zeit als Korrespondent in Russland Zum Special

»Ein ermutigendes Buch. Erfrischend, mal kein Russland von oben, keine Kremlastrologie!«

Volker Rühe

Benjamin Bidder (Autor)

Benjamin Bidder, geboren 1981, hat Volkswirtschaftslehre in Bonn, Mannheim und Sankt Petersburg studiert. Er ist Absolvent der studienbegleitenden Journalistenausbildung des Institutes zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), u.a. mit Stationen bei der Märkischen Oderzeitung und der Financial Times Deutschland. Benjamin Bidder ist seit 2009 beim SPIEGEL, zunächst als Redakteur im Politik-Ressort von SPIEGEL ONLINE. Von 2009 bis 2016 war er Moskau-Korrespondent. Im September 2016 kehrte er in die Redaktion von SPIEGEL ONLINE zurück. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Hamburg.

»Ein ermutigendes Buch. Erfrischend, mal kein Russland von oben, keine Kremlastrologie!«

Volker Rühe

»Es ist die Abwesenheit eines überheblichen westlichen Blickes, die dieses Buch lesenswert macht.«

Literarische Welt (24.09.2016)

»Die spannendste Erkenntnis der eindrücklichen Recherchearbeit: Die Generation Putin ist facettenreich – und mit Gleichaltrigen im Westen hat sie wohl mehr gemein als mit ihren Eltern.«

Neue Zürcher Zeitung (29.12.2016)

»Ein lesenswertes Buch ... Bidder hält auch dem Westen einen Spiegel vor – ein lehrreicher Perspektivwechsel.«

Handelsblatt (13.01.2017)

»Hochaktuell.«

Oberösterreichische Nachrichten (29.10.2016)

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12.10.2017 | 19:30 Uhr | Neuss

Vortrag und Gespräch

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Mehr Infos

Paperback, Klappenbroschur, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04744-1

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 12.09.2016

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Der Blick hinter die Kulissen

Von: Ulrike Rosina Datum: 17.04.2017

leselustich.com/

Je nach Sozialisierung und Region, ob Stadt- oder Landbewohner, ob politisch interessiert oder nicht, junge Russen und Russinnen sind genauso wenig homogen wie in anderen Nationen. Gemeinsam ist ihnen allen, dass Putin sie politisch auf ihrem bisherigen Werdegang begleitet hat. Und gemeinsam ist ihnen auch, dass sich ihre Welt Stück für Stück verändert, öffnet. Einigen macht das Angst, vielen bereitet das große Hoffnung. Sie hoffen auf die Anerkennung anderer Länder für ihr Russland. Auf freie Entfaltung, Offenheit und Transparenz.

MENSCHEN MIT BEHINDERUNG WERDEN SICHTBAR

Und darauf, sich nicht mehr verstecken zu müssen, wie Alexander, der Rollstuhlfahrer. Menschen mit Behinderung waren in der russischen Gesellschaft lange Zeit nicht vorgesehen. Sie wurden weggesperrt, am Stadtrand hinter dicken Mauern verborgen. Auch Alexander wohnt in einer solchen “Bewahranstalt”, doch er will raus, will seine eigene Wohnung, will selbst entscheiden, was er einkauft und was er isst. Und tatsächlich wird er inzwischen gehört. Eine Ministerin hat es gewagt, sich für Menschen mit Behinderung stark zu machen. Alexander kann hoffen.

SPANNENDE EINBLICKE

Generation Putin ist ein spannendes Buch. Ausgesucht habe ich es mir, weil ich beruflich immer wieder mit Themen aus und um Russland zu tun habe. Und weil ich das Bedürfnis nach einem tieferen Einblick in das aktuelle Geschehen haben möchte. Den habe ich nur bedingt bekommen, so zumindest mein Gefühl. Mehr Platz für die Stimmen der jungen Leute beziehungsweise eine stärkere Trennung zwischen deren Meinung und der des Autors hätte dem Buch vermutlich gut getan. Aber das ist mein persönlicher Eindruck.

Insgesamt war Generation Putin von Benjamin Bidder für mich eine Bereicherung und ich empfehle das Buch deshalb gerne weiter.

Ein Insider berichtet: "Generation Putin. Das neue Russland verstehen" von Benjamin Bidder

Von: Stories On Paper Datum: 27.11.2016

https://storiesonpaper.net

Bereits im Vorwort warnt Benjamin Bidder (* 1981) vor dem zunehmenden Auseinanderdriften zwischen Ost und West. Er appelliert an mehr Verständnis und Toleranz, doch wie man im Verlauf des Buches erkennt, verhärten sich die Fronten – gerade in Bezug auf Syrien herrschen große Differenzen zwischen Barack Obama und Wladimir Putin. Doch nach den Wahlen im November 2016 war der russische Präsident einer der ersten Staatsmänner, welcher Donald Trump zu seinem Wahlerfolg gratulierte. Trump selbst kündigte an, die Differenzen zwischen den beiden Ländern wieder normalisieren zu wollen. Bidder greift zentrale Themen der letzten Jahre auf – wie beispielsweise die Ukraine Krise, Olympischen Winterspiele in Sotchi, u.v.m.

Die sechs Jugendlichen, deren Lebensgeschichten Bidder seit einigen Jahren mitverfolgt, beziehen zum Teil klare politische Positionen. Sie sind Individualisten und handeln aus tiefer Überzeugung heraus. Besonders Alexanders Geschichte fand ich sehr berührend. Obwohl körperlich und geistig eingeschränkt hat er einen unbeugsamen Willen sein Leben in die Hand zu nehmen und eines Tages das Heim hinter sich zu lassen und in seine erste eigene Wohnung zu ziehen. Wera, eine glühende Vertreterin der Opposition, kam im Laufe der Zeit an ihre Grenzen und zog vorläufig auf unbegrenzte Zeit nach Kiew, um dort zu sich zu finden. Marat war, bevor er sich dem Fotografieren von verlassenen Orten widmete, ein begeisterter Roofer. Doch so sehr in auch das Fernweh antreibt, so unüberwindbar ist für ihn das Heimweh nach Russland. Auch in ihm keimt die Furcht, dass sich Ost und West immer weiter voneinander entfernen. Lena, ehrgeizig und Patriotin mit Haut und Haar, hält trotz einer vereitelten Karriere als Politikerin, an ihrem Glauben an Putin fest. Diana, pocht nach einer großen Euphorie, auf ihre politische Unabhängigkeit und Neutralität. Es scheint, als hätte sie ihre tatsächliche Bestimmung im beruflichen Umfeld noch nicht gefunden.

Aber es sind nicht nur die einzelnen Schicksale dieser jungen Leute, welche dieses Buch so spannend und lesenswert machen. Wladimir Putin ist zu einer Konstante in ihrem Leben geworden, im Positiven wie auch im Negativen. Seit seiner Wahl 2000 prägt er wie kein anderer die politische Landschaft Russlands. Anhand Bidders Schilderungen lässt sich gut erkennen, welchen Einfluss das politische System auf unterschiedliche Ebenen hat. Die Zeitspanne des Buches reicht im Wesentlichen vom Beginn der 1990er Jahre bis heute. 1991 stellte einen Wendepunkt in der Geschichte Russlands dar – der damalige Präsident Michail Gorbatschow trat zurück und damit war das Ende der Sowjetunion besiegelt. Was hat sich seitdem in Russland getan? Bidder gelingt es auf unterhaltsame Weise, eine Fülle an hochbrisanten Themen anhand von zahlreichen Beispielen zu erläutern.

„Generation Putin“ liest sich wie eine hervorragend recherchierte Dokumentation, welche ich mir auch gut als Filmreportage vorstellen könnte. Bidders Erzählstil ist präzise, gepaart mit einer sympathischen Liebe zum Detail. Neben der fast überbordenden Fülle an Namen, Zahlen und Daten, bieten die Porträts der Jugendlichen immer wieder eine hervorragende Gelegenheit, sich in deren Gedankenwelt hinein zu versetzen. Ich würde dieses Buch nicht nur jedem empfehlen, der sich für Zeitgeschichte und Russland interessiert, sondern auch für alle, die ihr Allgemeinwissen bereichern wollen und dabei sehr unterhaltsam informiert werden möchten.

Bewertung: 5 von 5 Sternen.

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