Gott

Eine Geschichte der Menschen

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Wie die Menschen Gott entdeckten

In Gott suchten die Menschen schon immer, was sie an sich selbst vermissten: Mitgefühl, Gerechtigkeit und Liebe. Aber in ihm begegnete ihnen auch, was sie an sich selbst fürchteten: Gewalt, Gier und Unberechenbarkeit. Doch wie entstand unser Bild von Gott? Reza Aslan erzählt ebenso spannend wie unterhaltsam die Religionsgeschichte der Menschheit, und er macht deutlich: Gott ist unsere Idee. Und wir haben es in der Hand, ob daraus noch eine gute wird.

Mit zahlreichen Abbildungen

»Aslan spricht aus, was vielen Theologen unaussprechlich ist.«

ZEIT ONLINE über »Der Zelot«

Aus dem Englischen von Thomas Görden
Originaltitel: God - A Human History
Originalverlag: Penguin Random House LCC, New York 2017
Paperback , Klappenbroschur, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
mit Abb.
ISBN: 978-3-570-55420-3
Erscheint am 25. November 2019

Leserstimmen

Außergewöhnlich und lehrreich

Von: boolie

29.12.2018

Der Autor Reza Azlan studierte Religionswissenschaften und lebt in den USA. Er schrieb bereits mehrere Sachbücher zum Thema Religion und setzt sich dabei für Toleranz im Miteinander ein. Für ihn ist es möglich, dass sich die Menschen trotz unterschiedlicher Zugehörigkeiten zu bestimmten Kirchen, gut verstehen. Das Buch Gott – Eine Geschichte der Menschheit fällt bereits durch das sehr schön gestaltete Cover auf. Der Name Gottes ein wenig hervorgehoben und in goldener Schrift auf beigem Untergrund, das hat was. Es wirkt elegant und so, dass hier die Wichtigkeit der Figur ausgedrückt wird. Sprachgewaltig und mit etlichen Beispielen zeigt Herr Azlan den Lesern, wie sich die Religionen in den zurückliegenden Jahren entwickelten. Weit vor der Zeit von Adam und Eva hielten sich Menschen an Götter und deren Aufgaben. Die Belege dafür sind in verschiedenen Höhlen zu finden. Spannend ist auch, wie sich aus den verschiedenen Göttern ein Glaube zum Monotheismus entwickelte. Dass in der Bibel steht, „Er erschuf ein Bild, das uns gleich sei“ bemängelt der Autor unter anderem ebenfalls. Er ist der Meinung, dass der Mensch sich ein Bild schuf, welches ihm selbst ähnlich ist. Nämlich Gott in seiner Gestalt. Als alter Mann mit Bart oder, wie bei den Muslimen, die keine Zeichnungen von Allah dulden. Im Buch kommen auch die Gedanken von Freud und Durkheim zum Ausdruck. Mit anderen Worten kontroverse Ansichten verschiedener Persönlichkeiten. Einfühlsam und deutlich erklärt der Autor auch die Evolution und welche Rolle Religion und Mensch dabei spielt. Mit gefiel das Buch sehr gut. Gefangen in Dogmen einer Religion wurde ich mehr als 50 Jahre davon beeinflusst. Der Absprung ist schwer und dieses Buch hätte mir dabei mit Sicherheit geholfen. Interessant ist neben der Beschreibung von Quellen auch, dass der Autor mit Fotos arbeitete. Das lockert auf und unterstreicht seine Worte. Das Buch empfehle ich allen, die sich für die Seele, Gott und dem Grund für das Vorhandensein von Religionen interessiert.

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Die letzte Konsequenz fehlt

Von: Michael Lausberg aus Doveren

22.12.2018

Reza Aslan ist ein iranisch-amerikanischer Religionswissenschaftler, der als Muslim zu evangelikalen Pfingstlern konvertierte, um sich dann, nach Jesusstudien, wieder zum Islam wendete. Aslan ist Autor der Bestseller Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart und Zealot: The Life and Times of Jesus of Nazareth. In diesem Buch geht es um die Geschichte der Menschen und wie Religion, Glaube und das in vielen Menschen verankerte Gottesbild entstand. Schon vor der vor der Zeit von Adam und Eva hielten sich Menschen an Götter und deren Aufgaben. Er fängt an bei den alten Epen und Mythen, die von Religion zu Religion verschieden berichtet werden und sich im Grundgedanken doch immer ähneln. Mittels der Mythen versuchten die Menschen, sich biologische, geografische oder meteorologische Phänomene zu erklären. Deshalb handeln Mythen oft von der Entstehung des Universums, den Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders und beschreiben Tugenden oder Laster. Auch elementare Ereignisse wie Geburt, Tod und die Spezifika der verschiedenen Jahreszeiten werden thematisiert. Mythen sind oft religiös eingefärbt und beschreiben das Ausgeliefertsein gegenüber den Launen der Gottheiten der sinnsuchenden Menschen. Der Mensch erschuf sich ein Bild von Göttern, welches ihm selbst ähnlich ist. Anhand vieler Quellen erläuterte er Evolutionsgeschichte und damit einhergehende Erfindungen. Er erzählt die Religionsgeschichte weiter, wie sich aus den verschiedenen Göttern ein Glaube zum Monotheismus entwickelte. Religionssoziologisch wird es dann, wenn er die unterschiedlichen Ansichten wie bei Sigmund Freud, Scott Atran, Carl Gustav Jung und Émile Durkheim.darüber, was Religion bewirkt und wieso wir an etwas glauben. Genannt werden Ansichten von Menschen wie Sigmund Freud, Scott Atran, Carl Gustav Jung und Émile Durkheim. Der tiefere Grund, warum es Religionen überhaupt gibt und was sie für den Menschen bedeuten, wird angerissen. Dann fehlt dem Autor die Konsequenz: Nach Feuerbachs religionskritische Projektionstheorie i ist Gott nur die Summe aller Wünsche (nach Unsterblichkeit, Vollkommenheit, Glückseligkeit, Gleichberechtigung) jedes Menschen, die dieser aber nicht als Wünsche anerkennt, sondern in einer von sich selbst gebildeten Gottheit projiziert. Der Mensch ist endlich, sündhaft, unvollkommen und ohnmächtig. Der Mensch stellt sich seinen Gott dann mit seinen Wünschen vor, so wie er sein will: unendlich, ewig, vollkommen, mächtig und vor allem heilig. Dieser Gott wird benutzt, um den Mitmenschen eine Macht überzuordnen, mit der Autorität Gesetze zu erlassen, die von allen Mitgliedern der Gesellschaft beachtet werden. Dieser Gedanke wird jedoch von dem Autor nicht genug berücksichtigt. Trotzdem ist es ein spannendes Buch, weil es Fragen für jeden persönlich nach dem Sinn des Lebens, Glauben an einen Gott und die psychologischen Dimensionen von Religion aufwirft.

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Vita

Reza Aslan ist Religionswissenschaftler und ein international erfolgreicher Sachbuchautor. Im Iran geboren, wuchs der Muslim mit einer evangelischen Mutter in Amerika auf. Die Wertschätzung kultureller Offenheit und religiöser Vielfalt prägt sein Denken.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Aslan stellt die Genesis auf den Kopf. Als Biographie einer Figur, die den Anspruch erhebt, als die einflussreichste aller Zeiten bezeichnet zu werden, höchst interessant.«

Sunday Times

»Atemberaubend ... Geschrieben mit all dem Schwung und der Brillanz, die wir von Reza Aslan kennen.«

»Reza Aslan spürt die Gemeinsamkeiten auf, die Religionen verbinden. Herausfordernde Argumente, die Gläubige in vielen Traditionen weiter vertiefen sollten.«

»Eine kurze und lebendige Geschichte ... Außergewöhnlich.«

Alexander Waugh