Was das Herz nie vergisst

Roman

Paperback
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»Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert …«

Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben …

»Sehr emotionaler und berührender Roman über eine erschütternde Zwangsadoption.«

Mainhattan Kurier (23. Oktober 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: The Secret Daughter
Originalverlag: Bookouture, Ickenham 2015
Paperback , Klappenbroschur, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0570-7
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Berührende Thematik, die es nicht bis ins Herz schafft

Von: Lydia von SometimesWonderland

14.01.2019

Meine Meinung Allgemein „Was das Herz nie vergisst“ berührt mit seiner Thematik: Entbindungsheime. In früheren Jahren war es eine Schande, wenn Frauen unverheiratet schwanger wurden und so gab es Heime, in denen sie entbanden und ihr Kind nie wieder sahen. Dieses Buch handelt um genau so ein Kind. Welches damals adoptiert und nie wieder Kontakt zu ihrer Familie hatte. Sie möchte Kontakt zu ihren eigentlichen Eltern und somit beginnt eine Geschichte, die das Herz nie vergisst. Bücher, in denen Kinder adoptiert sind, gibt es häufiger. Neu war in diesem Buch der Aspekt des Entbindungsheimes. Auch daraus bekommt man eine Menge mit. Natürlich berührt das Wissen und auch nahm mich die Perspektive der Mutter mit. Die Naivität in jungen Jahren, die Hoffnung, die Liebe. Doch trotz allem kamen die Gefühle der Tochter nicht bei mir an. Alles blieb oberflächlich für mich. Ein weiterer wichtiger Faktor, der nicht unterging, waren die Eltern, die damals das Kind adoptiert haben. Auch sie verbindet eine Geschichte mit der leiblichen Mutter und auch ihnen fällt es nicht leicht, das Kind zu teilen. Hinzu kommen die Muttergefühle eine werdenden Mutter. Im großen Ganzen beleuchtet das Buch sehr viele unterschiedliche Facetten, bietet eine einzigartige Geschichte, obwohl das Schicksal damals viele Mütter teilten und gibt einem ein Gefühl für den eingeschränkten Blick dieser Zeit. Charaktere Hauptcharakter ist Sabina, die selbst Mutter wird und somit auf die Spuren ihrer eigenen Geschichte kommt. Sie handelt oft sehr bodenständig, scheint in einer liebenden Beziehung zu stecken und teilt mit dem Leser emotionale Gedanken. Ihre Eltern sind reserviert und konservativ. Ihr Vater mag es gar nicht, alte Dinge hochbrodeln zu lassen und von beiden bekommt man einen Blick des jungen und alten Ichs. Sie stellen die Vergangenheit des Buches dar. Die Sichtweisen der Leute, die vor vierzig, fünfzig Jahren groß geworden sind. Letzten Endes gibt es noch die leibliche Mutter von Sabina, die eine Frohnatur ist und dessen Seelenstärke im Buch gut herausgefiltert wurde. Schreibstil & Sichtweise Es gibt drei Handlungsstränge. Einmal Sabina in der Gegenwart, zweitens Sabinas leibliche Eltern in der Vergangenheit und ebenfalls in der Vergangenheit sind die Eltern, mit denen Sabina groß geworden ist. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil war angenehm. Viele Unterhaltungen, sowie Gedanken und Handlung. Emotional konnte mich der Schreibstil nicht mitnehmen.+ Cover & Titel Das Cover ist schlicht gestaltet, mit Pflanzen umrankt. Sie haben in dem Buch keine wirkliche Bedeutung. Könnten für Vergänglichkeit stehen? Es ist ein gängiges Romancover, welches jedoch nicht viel über den Inhalt aussagt. Dahingegen liebe ich den Titel. Denn dieser hat viele Bedeutungen. Das Herz vergisst Gefühle, wie Geschehnisse nicht, mögen sie noch so alt sein. War das Erlebnis einschneidend, so wird es für immer im Herzen bleiben. Das spiegelt sich vor allem in Sabinas leiblicher Mutter wieder. Zitat „Es ist eigenartig, sich zu kennen und gleichzeitig zu begreifen, dass man lediglich das Produkt des Nestes ist, in dem man aufgewachsen ist – und dass ein anderes Nest leicht ein anderes Ich hervorgebracht haben könnte.“ – 91 Fazit Dieses Buch bringt einem in mehreren Aspekten die damalige Situation des unehelichen Kinderkriegens näher. Leider konnte mich das Buch emotional nicht komplett erreichen.

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Mir persönlich etwas zu seicht

Von: Janine Gimbel

24.12.2018

Mit 38 Jahren ist Sabina das erste Mal schwanger. Sie und ihr Mann Ted schäumen über vor Freude und natürlich möchte Sabine die Neuigkeit auch gleich mit ihren Eltern teilen. Doch Graeme und Megan reagieren schockiert und abweisend. Was ist mit ihren sonst so liebevollen Eltern los und warum blocken sie bei diesem Thema so ab? Freuen sie sich denn nicht, Großeltern zu werden? Eigentlich sollte sich immerhin Sabina freuen, doch das seltsame Verhalten trübt jedes Gefühl in ihr. Dann rückt die Mutter endlich mit der Sprache raus: Sabina wurde bei ihrer Geburt adoptiert! Sie war Teil der in Australien in den 1960ern bis 1980ern systematisch durchgeführten erzwungenen Adoptionen, in denen minderjährige Mädchen ihrer Kinder beraubt wurden. Sabina begibt sich tapfer auf die Suche nach ihren Wurzeln. „Was das Herz nie vergisst“ ist nette Lektüre – nicht mehr, nicht weniger. Das liegt vielleicht daran, dass ich noch nie so viele kursiv geschriebene Worte in einem einzigen Roman entdeckt habe. Alles scheint hier wichtig, betonenswert und irgendwie schräggestellt. Mit der Zeit geht einem das ganz schön auf die Nerven. Was allerdings viel schlimmer wiegt, ist die Leichtigkeit, mit der im Roman alles passiert. Man sollte meinen, es ist für Sabina eine ganz schöne Aufgabe, ihre Vergangenheit zu erforschen. Weit gefehlt. Sie ruft eine Nummer an, nur wenige Tage später erhält sie einen Namen und eine Adresse. Das war’s. Dann meldet sie sich bei der überglücklichen anderen Frau und alle sind glücklich, wirklich alle – um das noch mal besonders zu betonen. Es findet wenig bis gar keine Auseinandersetzung mit dem Thema Adoption und Zwang statt, alles plätschert nur so vor sich hin. Das macht „Was das Herz nie vergisst“ keineswegs zu einer schlechten Lektüre. Sieht man mal über die vielen kursiven Worte hinweg, ist das Buch nett und unterhaltsam. Seichte Kost für Zwischendurch eben, nicht thematisch tief einsteigend. Irgendwie hübsch anzusehendes Gefühlsgeplänkel mit liebenswerter Hauptfigur. Der Roman ist lesenswert, aber eben nicht für jede Zielgruppe. Leserinnen von Nora Roberts beispielsweise werden sich bestimmt gut unterhalten fühlen. Mir ganz persönlich war das alles zu seicht und leicht gemacht.

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Vita

Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität – und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. Nach »So blau wie das funkelnde Meer« ist »Was das Herz nie vergisst« ihr zweiter Roman im Blanvalet Verlag.

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Pressestimmen

»Ein berührender Roman, wunderschön und herzzerreißend zugleich!«

Buch aktuell (19. November 2018)

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