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Rezensionen zu
Das Winterkarussell

Anna Liebig

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„Das Winterkarussell “ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Anna Liebig gelesen habe. Und ich war und bin immer noch total begeistert. Denn wer hier einen Weihnachtsroman erwartet, in dem alles nur wunderschön ist und eine heile Welt herrscht - wird eines besseren belehrt. Denn diese Geschichte, in der ein nostalgisches Karussell eine große Rolle spielt beginnt unendlich traurig. In einem Moment zerbricht sich die 15jährige Anna ihren Kopf darüber, wie sie ihrer Mutter die Fünf in Mathe beibringen soll und im nächsten Moment bricht ihre Welt zusammen. Bei einem tragischen Unfall verliert sie ihre Mutter, ihre einzige Vertraute, denn ihr Vater ist vor einiger Zeit an einer tückischen Krankheit verstorben. Anna wird aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen und findet sich plötzlich in einem Jugendheim wieder. Doch plötzlich taucht ein unbekannter Großvater auf, der in einem kleinen Ort im Taunus lebt. Versuchsweise zieht Anna zu diesem mürrischen Greis auf seinen Hof. Und dort entdeckt sie eines Tages in einer Scheune ein altes nostalgisches Karussell. Dieses weckt auch bei ihrem Großvater Erinnerungen und eines Abends erzählt er Anna seine Geschichte und die ist auch wirklich sehr berührend. Er erzählt von seiner Zeit als Schausteller auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt und seiner einzigen großen Liebe….. Eine herzerwärmende Geschichte, die wirklich unter die Haut geht und die mich zu Tränen gerührt hat. Zauberhaft stelle ich mir den Weihnachtsmarkt in Frankfurt vor und eine Fahrt auf so einem nostalgischen Karussell stelle ich mir wunderschön vor. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Vor meinem inneren Auge ist die Geschichte von Anna und Otto zum Leben erwacht. Gerne hätte ich Anna- die ich sofort in mein Herz geschlossen habe - in meinen Arm genommen, wie kann ein so junger Mensch so viel Kummer und Schmerz ertragen. Und die Zeit in dem Jugendheim stelle ich mir einfach schrecklich vor. Ich kann ihre Angst förmlich spüren, als sie zu ihrem Großvater in den Taunus fährt. Was sie hier wohl erwartet? Ein in die Jahre gekommener Hof, ein alter Mann. Doch dann erzählt Otto seine Geschichte und wir machen eine aufregende, berührende und schier unglaubliche Reise in die Vergangenheit. Schön war es, dass Anna und Otto immer mehr zusammengewachsen sind und dass Anna hier wirklich ein neues Zuhause gefunden hat. Eine herausragende Lektüre, die mir Traumlesestunden beschert hat und die wirklich unter die Haut gegangen ist. Verzaubert hat mich jedoch das Traumcover, das wirklich magisch wirkt. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.

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„Das Winter Karussell“ ein Roman von Anna Liebig im blanvalet Verlag erschienen. Mit 332 Seiten. Die Kapitel sind abwechselnd im Jahr 1990 und 1938 geschrieben. Es ist 1990 und Antonia ist Schülerin in Wiesbaden. Als sie erfährt, dass ihre Mutter einen Unfall hatte und starb, brach für Antonia eine Welt zusammen. Vor wenigen Jahren starb ihr Vater an Krebs. Nun stand sie alleine da und wurde in eine Unterkunft der Jugendwohlfahrt untergebracht. Erst als ihre Betreuerin einen unbekannten als ihren Großvater ausfindig machen konnte, bekam Antonias Leben einen neuen Sinn. Er lebte in Finsternthal auf einem alten Bauernhof. Er hieß Otto und wusste weder, dass er eine Tochter noch eine Enkelin hatte. Vor vielen Jahren hatte er eine Frau geheiratet, mit der er nicht glücklich wurde, und sie ihn verließ, um in einer großen Stadt zu leben. Das daraus ein Kind entstand, ahnte er nicht. Otto lernte Antonia kennen und sie näherten sich langsam einander an. Anfangs war Otto eher abweisend, was aber eher an der neuen Situation lag und nicht an Antonia. Sie hingegen spürte sofort eine Verbindung zu Otto und das gab ihr neue Kraft. Otto hatte ein „altes Mädchen“ in der Scheune stehen, nämlich sein Karussell von 1900. Er ist als Schausteller mit seiner Familie viele Jahre vor dem Krieg damit unterwegs gewesen. Aber seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Er lernte als Junger Mann 1938 in Frankfurt eine besondere Frau kennen, Lene. Leider kamen sie aus unterschiedlichen Welten. Sie aus reichem Hause und er ein armer Schausteller. Aber das störte Lene nicht, und sie verliebten sich beide schnell ineinander. Was wurde aus Otto und Lene? Durfte Antonia zu Otto ziehen und bei ihm leben? Fühlte sich Antonia in dem kleinen Ort überhaupt wohl, da sie ja bis jetzt nur in der Stadt gelebt hatte? Welche Aufgabe wartet auf das „alte Mädchen“? Meine Meinung: Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte mit viel Emotionen und Überraschenden Situationen. Mir gefällt diese Geschichte richtig gut. Jeder muss mit den eigenen Schicksalsschlägen zu Recht kommen. Auch Otto, Antonia, Lene und ihre Freunde versuchen das Beste daraus zu machen. Obwohl es für manche leichter ist als für andere. Die Geschichte ist sehr fliesenden und angenehm geschrieben. Durch die Rückblicke ins Jahr 1938 versteht man die Geschichte und kann sich wunderbar reinversetzen. Das Cover ist herzlich und verzaubert mit den Glitzerelementen!! 5 von 5 Sternen

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Vielen Dank an das @bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches. Autorin: Anna Liebig Verlag: blanvalet Erschienen am: 21.09.2020 Für mich gehören Weihnachtsbücher genauso in die Adventszeit wie Plätzchenduft und Kerzenschein. Zum Inhalt: Nachdem die 15 jährige Antonia plötzlich zur Vollwaise wird, findet man heraus, dass sie im Taunus einen Großvater hat, der ihr bisher unbekannt war. Kurzerhand zieht Antonia zu ihrem Opa Otto, der alles andere als sanftmütig ist. Im Gegenteil, im Dorf ist er als mürrischer alter Mann bekannt, der zurückgezogen auf seinem Hof lebt. Trotzdem wagen die beiden diese Annäherung und als Antonia in seiner Scheune ein historisches Karussell entdeckt, hat sie plötzlich einen Zugang zu ihrem Opa gefunden. Dieser ist als junger Mann als Schausteller durch die Lande gezogen. Im Jahr 1938 hat er seine große Liebe auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt gefunden. Doch Otto erinnert sich nur ungern an diese Zeit zurück, denn diese Liebe war nur von kurzer Dauer. Fazit: Was für ein wunderschönes Weihnachtsbuch! Hier bekommt der Leser wirklich alles, was eine weihnachtliche Geschichte mitbringen sollte. Wir befinden uns sowohl im Jahr 1990, als Antonia und Otto sich kennenlernen, als auch im Jahr 1938 als Otto ein junger Mann in einer Schaustellerfamilie war. Ich habe mich in beiden Erzählsträngen sehr wohl gefühlt, denn die Autorin schreibt ausgesprochen atmosphärisch. Im Jahr 1938 befinden wir uns hauptsächlich auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Der Zusammenhalt der verschiedenen Schausteller, als auch der weihnachtliche Schauplatz war wunderschön. Ich hatte beim Lesen den Duft von Bethmännchen in der Nase, weihnachtliche Klänge im Ohr und das historische Karussell vor Augen. Dies ist wirklich ein Lesegenuß für alle Sinne! Stellt euch vor, Heidi würde auf den kleinen Lord treffen. Wer wäre da nicht im Herzen berührt? Eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht genug von Budenzauber und Weihnachtswunder haben können!

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Wer mich kennt, weiß, dass ich mich das ganze Jahr über für stimmungsvolle Weihnachtsromane begeistern kann. Und gerade jetzt, wenn die Tage immer kürzer werden und der Zauber der Vorweihnachtszeit beinahe schon greifbar ist, macht die Lektüre solch gefühlvoller Geschichten natürlich umso mehr Spaß. Anna Liebig erweckt in ihrem Roman "Das Winterkarussell" (Blanvalet Verlag; Sept. 2020) den traditionellen Frankfurter Weihnachtsmarkt zu Leben. Auf zwei Zeitebenen und in der dritten Person erzählt, begleiten wir Otto, den Besitzer eines wunderschönen, historischen Karussells, durch die Winterzeit der Jahre 1938, als er der Liebe seines Lebens begegnet, sowie 1990, als ihm unverhofft seine Enkeltochter gegenübersteht, von deren Existenz er nie gewusst hatte. Auch Antonia, 15 Jahre alt und gerade durch den Tod ihrer Mutter zur Vollwaise geworden, ahnte nie, dass sie weitere lebende Verwandte hat. Die Unterkunft des Jugendheims ist nicht gerade heimelig, also arrangiert sie sich – zunächst zögerlich – mit dem Vorschlag, von der Großstadt Wiesbaden nach Finsternthal im Taunus zu ziehen, zu ihrem Opa. Tatsächlich hat das Dorfleben seinen eigenen Charme und auch Ottos Herz, das der vereinsamte, mürrische Eigenbrötler in den vergangenen Jahrzehnten niemandem mehr geöffnet hatte, schmilzt nach und nach dahin. Bisher war sein zweistöckiges Karussell, das mittlerweile in der Scheune eine einsame Existenz fristet und von Otto liebevoll sein "altes Mädchen" genannt wird, das einzig Wichtige in seinem Leben. Es erinnert ihn an jene Zeiten, in denen sein Bruder und Vater noch lebten und sie gemeinsam als Schausteller durch die Lande zogen, als die Klänge der vertrauten Weihnachtsmelodien und die funkelnden Lichter des Karussells Kinderaugen zum Strahlen brachten…und als Lene und er glaubten, das Glück sei zum Greifen nah. Durch einen Wink des Schicksals findet Otto sich, ermutigt durch seine Enkelin und mit Hilfe der resoluten Wirtin Gerda, nach über fünfzig Jahren auf dem Weihnachtsmarkt am Römer wieder. Als sein geliebtes Karussell erneut in altem Glanz erstrahlt, blüht der einstige Griesgram, der im Grunde seines Herzens ein liebenswürdiger Kauz ist, förmlich auf und auch Antonia wagt, wieder auf eine glückliche Zukunft zu hoffen. Anna Liebig hat den Kontrast zwischen Jung und Alt, die eigenwillige, anfangs problematische Dynamik zwischen Enkelin und Großvater herrlich authentisch und erfrischend direkt geschildert. Alle Hauptfiguren sind mir bereits nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen und gespannt fieberte ich ihrer weiteren Entwicklung entgegen. Nach diesem Buch träume ich nun selbst davon, eines Tages den Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg, im Herzen der Frankfurter Altstadt, zu besuchen und mir einen Apfelwein bzw. ein paar leckere Frankfurter Bethmännchen schmecken zu lassen. Die bildhaften, detaillierten Beschreibungen des Settings lassen keinen Zweifel daran, dass auch die Autorin fasziniert von dieser einzigartigen Kulisse sowie von der Geschichte der Stadt Frankfurt ist. Einfühlsam und voller emotionaler Tiefe erzählt, hält dieser wundervolle Roman genau das, was das nostalgisch schöne, glitzernde Cover verspricht. Die engen Gassen der Mainmetropole, die herzliche Kameradschaft unter den Schaustellern, das festliche Flair des Weihnachtsmarktes mit seinem geschäftigen Treiben, den unverwechselbaren Duft nach Lebkuchen, heißen Mandeln und Zuckerwatte - all das fängt die Autorin mühelos ein. Fazit: Die perfekte Mischung aus historischem Roman, berührender Wohlfühlstory und purem Weihnachtsfeeling!

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Meine Meinung Ein „Altes Mädchen“ bringt Kinderaugen zum Leuchten. Weihnachtsromane haben es bei mir sehr schwer. Die kann ich nur als gut empfinden, wenn sie mich in weihnachtliche Stimmung versetzen. Das hat „Das Winterkarussell“ absolut geschafft. Das junge Mädchen Antonia hat es nicht leicht. Vor nicht allzu langer Zeit starb ihr Vater. Nun ist ihre Mutter bei einem Unfall gestorben. Antonia wird vom Jugendamt in eine Einrichtung gebracht, bei der sehr viele problematische Jugendliche betreut werden.Dort fühlt sie sich weder verstanden noch wohl. Da wird ihr Großvater Otto ausfindig gemacht, der im Taunus auf einem Bauernhof lebt. Antonia wusste bis Dato nicht, dass sie überhaupt einen Großvater hat. Als sie den brummigen alten Kerl kennenlernt, ist ihre Hoffnung auf Familie erst mal begraben. Dennoch gibt Antonia nicht auf. Packt ihren Rucksack und fährt zu ihrem Großvater. Sie entdeckt in seiner Scheune ein Karussell. Antonias Schmerz ist zwischen den Zeilen spürbar. Beide Elternteile verlieren ist wirklich nicht leicht für eine 15jährige. Doch mit ihrem großen Interesse an dem Karussell, kann sich das liebenswerte Mädchen in das Herz ihres Großvaters einschleichen. Sein „Altes Mädchen“(Weihnachtskarussell) ist doch das Einzige, was ihm noch geblieben ist. Schon bald merkt der griesgrämige Otto, wie gut seine Enkelin für ihn ist. Im Dorf genießt er nicht gerade den besten Ruf. Es kursieren viele Gerüchte über ihn, die kein gutes Licht auf ihn werfen. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, den jungen Otto kennen zu lernen. Nachdem ich immer weiter in seine Familiengeschichte eingetaucht bin, konnte ich den alten Einzelgänger viel viel besser verstehen. Antonia konnte ziemlich schnell hinter die Fassade ihres Opas blicken. Nachdem Otto überredet wurde dem Frankfurter Weihnachtsmarkt sein „Altes Mädchen“ zur Verfügung zu stellen, beginnt die Geschichte richtig weihnachtlich zu werden. Es schneit. Strahlende Kindergesichter. Ein traumhaft schönes Weihnachtskarussell, das Groß und Klein zu begeistern vermag. Otto blüht förmlich auf. Kann gar nicht verstehen, dass er „Sein altes Mädchen“ so lange untätig in der Scheune stehen lassen hat. Bei mir hat die Geschichte den Wunsch geweckt, den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu besuchen. Sobald dies wieder möglich ist, werde ich mich auf den Weg zu dem „Alten Mädchen“ machen. Die Kameradschaftlichkeit auf dem Weihnachtsmarkt hat Otto sichtlich gut getan. Er erinnert sich an sehr viele Dinge aus der Vergangenheit. Besonders an seine große Liebe …… Fazit Mit dem Geschmack von Zuckerwatte auf der Zunge und dem Duft von Apfelwein in der Nase, verabschiede ich mich nun vom „Alten Mädchen“ und sämtlichen Protagonisten. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Ich durfte mit diesen Menschen eine sehr stimmige Vorweihnachtszeit erleben. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin mühelos gelungen. Diese spannende Familiengeschichte hat mir ein paar Tränchen entlockt. Aber ganz ehrlich.: Am Ende waren es Freudentränen. Von mir eine absolute Empfehlung. Sehen wir uns 2021 in Frankfurt? Herzlichen Dank Anna Liebig, für diese stimmige Geschichte.

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Perfekte Einstimmung auf die gemütliche Zeit

Von: Svenja Krause aus Bad Segeberg

08.11.2020

Dieses Jahr ist alles anders... Wie schön dass es Bücher wie dieses gibt mit denen man reisen kann.  Die Zeitebenen sind total passend gewählt um der Atmosphäre gerecht zu werden. Man ist beim Lesen total losgelöst und emotional gefangen.  Die Personen sind stimmig und einem schnell vertraut und das Setting so bildlich dargestellt dass man Bilder vor den Augen sieht.  Natürlich darf etwas Magie nicht fehlen aber die braucht man ja einfach mal. Die Autorin schafft es auch dass man schmunzeln muss wenn man etwas Vertrautes findet. Ein  wunderschönes Buch. 

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Inhalt: 1990: Antonia ist erst 15 Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Das Jugendamt macht als einzigen Verwandten ihren Großvater Otto ausfindig. Otto, der Vater ihrer Mutter, wusste bisher nicht einmal, dass er eine Tochter hatte und jetzt soll er sich plötzlich um eine Enkeltochter kümmern. Der mürrische alte Mann, der einsam und zurückgezogen auf einem alten Bauernhof im Taunus lebt, ist zunächst mit der Situation überfordert. Seine ganze Liebe gilt seinem „alten Mädchen“, einem alten nostalgischen Kinderkarussell, das seit Jahrzehnten unbenutzt in seiner Scheune steht. Doch ganz langsam und in kleinen Schritten, nähern sich Otto und Antonia einander an. Dann kommt die Anfrage aus Frankfurt, ob Otto mit seinem Karussell auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt kommen kann. In Otto werden Erinnerungen an den Winter 1938 wach, in dem das Karussell zum letzten Mal auf einem Weihnachtsmarkt war. Der Winter, in dem er Lene kennenlernte und sich unsterblich verliebte… Meine Meinung: Das Buch hat mir von Anfang an gut gefallen. Der Schreibstil von Anna Liebig ist flüssig, lebendig und sehr bildhaft. Es ist ihr gelungen, eine wunderbar warmherzige und nostalgische Atmosphäre zu schaffen und ich konnte mir vor allem das Karussell und den Weihnachtsmarkt mit seinen verschiedenen Verkaufsständen sehr gut vorstellen. Auch wenn die Geschichte traurig beginnt, so habe ich sie nicht als zu bedrückend empfunden. Es war schön zu lesen, wie sich das junge Mädchen mit dem brummigen alten Mann anfreundet und wie gut beiden die Nähe des anderen tut und seelische Wunden heilt. Antonia ist ein sehr sympathisches Mädchen und ich mochte sie sofort. Sie wirkt und verhält sich allerdings wesentlich erwachsener als 15 Jahre. Zum Glück ist auch Otto nicht ständig mürrisch, sondern eigentlich nur einsam und durchaus liebenswert. Auch Gerda und Justus, die Otto und Antonia auf dem Weihnachtsmarkt unterstützen, mochte ich sehr gerne. in Rückblicken erfährt der Leser von der Liebesgeschichte zwischen Otto und Lene, die aus völlig verschiedenen Vehältnissen kommen. Während Otto zusammen mit seinem Vater und Bruder als Schausteller mit dem Kinderkarussell von Stadt zu Stadt zieht und in einem Wohnwagen wohnt, kommt Lene aus wohlhabenden Verhältnissen und lebt mit ihren Eltern in einem vornehmen Haus in Frankfurt. Obwohl von Anfang an klar ist, das ihre Liebe tragisch enden wird, hat mir auch diese Geschichte gut gefallen. Fazit: Ein warmherziger und berührender nostalgischer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann. xxxxx

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Meine persönliche Meinung Das Cover: Das Cover ist wunderschön, es glitzert märchenhaft. Die vorweihnachtliche Atmosphäre wird hier richtig gut eingefangen. Der Inhalt: Dass es sich hier um ein Weihnachtsbuch handelt, muss ich, glaube ich, nicht erst großartig erwähnen. Der Einstieg ist sehr dramatisch und traurig. Wir schreiben das Jahr 1990, die 15-jährige Antonia wird auf den ersten paar Seiten zur Vollwaise. Der Vater verstarb vor ein paar Jahren und nun hat Antonia durch einen schweren Autounfall ihre Mutter verloren und somit auch den scheinbar einzig lebenden Verwandten. Kurzerhand muss Antonia in’s Heim, in dem sie sich alles andere als wohl fühlt. Doch scheinbar gibt es doch noch einen Verwandten, von dem Antonia bisher nichts wusste. Ihr Großvater Otto, der nicht mal etwas von der Existenz seiner eigenen Tochter wusste, wurde kurzerhand vom Jugendamt benachrichtigt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem alles andere als schönen Kennenlernen entschließt sich Otto, seine Enkelin zu sich zu nehmen. Nun, ich muss gestehen, bis hierhin fühlte ich mich extrem an “Heidi“ erinnert. Junges Waisenmädchen zieht zu unbekanntem, mürrischen Großvater und erweicht das Herz des alten Greisgrams. Da die Handlung jedoch in Frankfurt spielt, fehlen hier die Alpen und ganz so kitschig ist die Geschichte dann doch nicht. Nach ein paar Kapiteln schwenkt das Buch um und es wird aus der Sicht von Otto geschildert aus dem Jahre 1935, kurz vor dem 2. Weltkrieg. Der junge Schausteller Otto, der mit seinem Vater und älterem Bruder mit ihrem Karussell von Ort zu Ort zieht, erlebt hier die erste große Liebe. Die bildhübsche und wohlhabende Marlene, kurz Lene jedoch scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Trotz allen Unterschieden verlieben sich die beiden unsterblich ineinander. Die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes in Frankfurt, die den größten Teil als Kulisse des Buches dient, wird hier von der Autorin so anschaulich beschrieben, als hätte man das Gefühl, man würde man selbst mit einem dampfenden Becher Glühwein dem Zauber innewohnen. Sehr lebhaft sah ich das antike Karussell vor mir, die leuchtenden Kinderaugen und die familiäre Atmosphäre Der Großvater taut im Laufe des Buches immer mehr auf und lässt sich von Antonia und deren Freund Justus dazu überreden, das alte Karussell wieder fahrtauglich zu machen und damit das junge Publikum auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt zu verzaubern. Währenddessen werden immer wieder Erinnerungen aus Otto’s Jugendromanze im Buch geschildert und wieso diese junge Liebe so tragisch enden musste. Mehr als einmal musste ich beim Lesen zum Taschentuch greifen. Ich war emotional sehr aufgewühlt und auch gerührt. Die Freundschaft, die sich zwischen Großvater und Enkelin im entwickelt, war richtig ergreifend. Die Autorin hat hier eine märchenhafte und herzerwärmende Geschichte gezaubert, ideal für gemütliche Lesestunden im Winter mit einer leckeren Tasse Tee. Der Schluss des Buches hat mich dann noch einmal richtig zu Tränen gerührt, denn die Autorin hat ein wunderschönes Happyend mit einer tollen Überraschung hingelegt Der Schreibstil ist sehr flüssig und es wurde richtig gut recherchiert. Nun habe ich selbst große Lust, einmal den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu besuchen und eine Runde mit dem antiken Karussell zu drehen.

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