Das Erbe

Roman

Das Erbe
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Der große Spannungsroman über Familie, Schuld und Verbrechen, die uns alle angehen

Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Das Erbe
Originalverlag: Penguin Verlag, München 2019
Taschenbuch, Broschur, 504 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10635-7
Erscheint am 08. Februar 2021

Leserstimmen

Vom Fluch des Geldes

Von: Udo Kewitsch

18.06.2020

Unter Ihrem Pseudonym hat Autorin Ellen Sandberg einmal mehr eine tolle spannende Geschichte zu Papier gebracht. Der Handlungsstrang zieht stet wechselnd seine Kreise von 1938 bis in die heutige Zeit. Die Kapitel sind kurzweilige und der stete Wechsel erfordert ein klein wenig Konzentration. Klara wächst im 3. Reich mit Ihren Eltern wohl behütet in München auf. Die mit der Familie befreundeten Juden sind gleichzeitig die Vermieter der Familie Hacker und somit Besitzer des edlen Schwanenhauses inmitten Münchens. Der Sprung zu Mona, einer Enkelin von Klara Hacker im Jahre 2018 erscheint erst im Laufe der Geschichte plausibel. Gleiches gilt für die dritte Protagonistin Sabine, deren Verbindungen zu Klara, Mona und den anderen Akteuren sich zunehmend deutlicher herauskristallisiert. Mona, die Erbin des Schwanenhauses, wird sehr sorgfältig charakterlich skizziert und somit auch ihre Wesenszüge und Verhaltensweisen rund um die Geschichte dieser Erbschaft nachvollziehbar. Das an dieser Erbschaft im Wortsinne Blut klebt und der Roman auch eine kleine Reise in die düstere Vergangenheit deutscher Geschichte ist, sollte nicht unerwähnt bleiben. Stet bleibt dabei der Stil von Ellen Sandberg aber zurückhaltend sachlich, niemals anklagend oder gar wertend. Dem Leser sei empfohlen, sich die Charaktere und Namen der vielschichtigen Geschichte gut zu merken – scheinbar völlig „fremde“ werden im Laufe des Plots zunehmend zu völlig nahestehenden der Hauptdarsteller. Wer hier den Anschluss verliert, hat wenig Chancen den gesamten Kontext in seiner Spannung zu erfassen. Das Erbe ist für Mona eine schwere Last, aber auch Sabine und ihr Bruder sehen sich – zunächst scheinbar völlig unberechtigt – im Verlauf der Story als anspruchsberechtigt. Das das liebe Geld auch innerhalb scheinbar intakter Familien zu Verwerfungen führen kann, ist eine der (wenig überraschenden) Lehren dieses Buches. Spannend bleibt es dennoch bis zum (für manchen vielleicht überraschenden) Ende. Ellen Sandberg gelingt es über 501 Seiten sehr gut, die Erzählung lebhaft zu halten, den jeweils richtigen Zeitpunkt für den Rück- oder Vorsprung in eine andere Epoche zu legen und alle Beteiligten authentisch zu präsentieren. Durch die geschickten Verknüpfungen der Akteure miteinander, sei es der sympathische Hausverwalter Sander, Klaras langjährige Mieterin und Freundin Adele, den hintertriebenen Timon oder auch nur die beste Freundin von Mona, und eine kurzweilige Zeitreise über 80 Jahre Familiengeschichte ist das Buch ein sehr guter Pageturner für lange Abende. Fazit: sehr lesenswert, kurzweilig, spannend und auch ein kleiner gesellschaftlicher Spiegel für uns Deutsche sowie uns Menschen.

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Geldgier deluxe

Von: Daniela aus Naila

18.04.2020

„Das Erbe“ ist nach „Die Vergessenen“ und „Der Verrat“ bereits der dritte Roman, den Inge Löhnig unter dem Pseudonym Ellen Sandberg schreibt. Sowohl die Romane als auch die Krimis sind für mich meistens ein Garant, dass ich fünf Sterne vergeben werde. Auch bei dieser neuen Veröffentlichung war ich schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen. Erzählt werden zunächst einmal drei Handlungsstränge. Sabine ist eine Person, die jedes Vorurteil gegenüber Hartz IV Beziehern erfüllt. Arbeit hält sie finanziell für unrentabel. Wenn sie einen neuen Kühlschrank braucht, stellt sie einfach einen Antrag beim Amt. Sie träumt gerne von teuren Kreuzfahrten und Luxuswagen. Als sie auf Ungereimtheiten in ihrem Stammbaum stößt, wittert sie eine Chance um an Geld zukommen. Ein komplett gegensätzlicher Charakter ist Mona. Sie ist rücksichtsvoll und hilfsbereit. Jederzeit versucht sie sozial Schwächere zu unterstützen. Von ihrer Familie wird sie gnadenlos gemobbt und ausgenutzt. Als sie eine überraschende Erbschaft macht und plötzlich zur Millionärin wird, kann sie sich vor Schmarotzern kaum noch retten. Parallel dazu erfahren wir noch die Geschichte von Monas Tante Klara, die in den 30er Jahren eine jüdische Schulfreundin hatte. Verrat und Lügen nehmen ihren Lauf und sollen Klara ihr ganzes Leben lang begleiten. Von Zwangsenteignungen und Denunziationen hat man schon öfters gelesen, trotzdem ist das Unrecht, dass der Familie Roth angetan wurde, nicht weniger ungeheuerlich. Ellen Sandberg verstrickt sehr geschickt die Schicksale mehrerer Familien über Generationen hinweg. Dafür verdient sie mein volles Lob. Wir reden hier nicht nur von zwei Personen. Es geht um eine Vielzahl von Menschen. Neben den erwähnten Charakteren spielen auch noch Sabines Oma, ihr Vater und Monas neue Bekanntschaft Tim eine Rolle. Ich fand es wirklich faszinierend, wie sich all das im Verlauf der Handlung zu einem großen Ganzen zusammengefügt hat. Man konsumiert hier nicht nur, sondern das Hirn wird aktiv beim Lesen gefordert. An manchen Stellen habe ich sogar nochmal zurückgeblättert um Abschnitte ein weiteres Mal zu lesen. „Das Erbe“ regt in jedem Fall zum Nachdenken an. Wie würde man sich selber in einer solchen Situation verhalten? Ich konnte Monas Zerrissenheit gut nachempfinden. Es gab jedoch eine Sache, die mich so sehr gestört hat, dass ich letztendlich deswegen einen Stern abgezogen habe. Bis auf Monas Freunde sind alle Charaktere einfach nur furchtbar. Damit meine ich nicht nur unsympathisch, denn die Personen sind allesamt dermaßen geldgierige Raffzähne, dass man nur die Hand vor Augen schlagen kann. Mir hat es wirklich leid getan, wie Mona permanent ausgenutzt wurde und wie skrupellos und selbstverständlich diese Menschen große Mengen Geld von ihr fordern. Ich fand die Häufung dieser materiell eingestellten Personen sowie die Darstellung der Hartz IV Empfänger schon sehr überspitzt und schubladenmäßig. Gleichzeitig könnte ich mir auch vorstellen, dass mit diesen Charakterisierungen der Gesellschaft ein wenig der Spiegel vors Gesicht gehalten werden soll. Ein nettes Easter-Egg war, dass auch Kommissar Dühnfort einen kurzen Gastauftritt hatte. Zusammenfassend kann ich sagen, dass auch dies wieder ein sehr fesselnder Roman war, auch wenn er nicht ganz an seine Vorgänger herankommt. Ich halte die Autorin für sehr talentiert und bin gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lässt.

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Vita

Ellen Sandberg ist das Pseudonym der erfolgreichen Münchner Autorin Inge Löhnig. Ihre Krimis und Romane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach dem sensationellen Erfolg von »Die Vergessenen« wurde auch ihr groß angelegter Spannungs- und Familienroman »Das Erbe« sofort zu einem gefeierten Bestseller.

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Pressestimmen

»Sandberg erzählt meisterhaft, wie Naziverbrechen nachwirken und wie Gier die Moral zerstört.«

Gong/Hörzu

»Die Autorin hat sich keinen leichten Stoff vorgenommen, daraus jedoch einen spannenden Roman gemacht, der eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet.«

Bücher Magazin

»Dieser super recherchierte München-Krimi erzählt leise und eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie über »Die Vergessenen«

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten, die berühren, überraschen und aufwühlen.«

Bayern 2 über »Die Vergessenen«

»Ein Buch, das Geschichte auf geradezu erschreckend spannende Weise lebendig werden lässt. Ein absolutes Muss.«

WDR5 über »Die Vergessenen«

»Eine unglaubliche Geschichte von Schuld, Hass und einer unvorstellbaren Lebenslüge. Das Ganze ist absolut lesenswert. Die Idee ist einzigartig.«

hr1 buchtipp über »Der Verrat«

»Drei Schwestern, ein Mord und jede Menge Lügen. Die Ahnung, dass sich das Lügennetz aufrollen wird, hält die Geschichte spannend, die fein gezeichneten Figuren machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.«

stern über »Der Verrat«

»Schuld, Rache oder Vergebung? Psychologisch tiefgründig, absolut lesenswert!«

Hamburger Morgenpost über »Der Verrat«

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