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Die Analphabetin, die rechnen konnte Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10015-7

Erschienen: 01.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 36
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh sterben würde. Aber Nombeko war ein Rechengenie – und schon bald lag das Schicksal der Welt in ihren Händen ...

Jonas Jonasson (Autor)

Jonas Jonasson, geboren im schwedischen Växjö, arbeitete zunächst als Journalist, bevor er beschloss, seinen ersten Roman zu schreiben. „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ wurde zum legendären weltweiten Erfolg, ebenso sein zweiter Roman "Die Analphabetin, die rechnen konnte". Im April 2016 erschien bei carl's books sein dritter Roman "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind", der ebenfalls sofort zum Bestseller wurde.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Analfabeten som kunde räkna
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2013

Taschenbuch, Broschur, 464 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10015-7

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 01.08.2016

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Der sagenhafte Aufstieg der Nombeko M.

Von: sommerlese Datum: 08.10.2016

sommerlese.blogspot.de/

"Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass eine Analphabetin im Soweto der Siebzigerjahre aufwächst und eines Tages mit dem schwedischen König und dem Ministerpräsidenten des Landes in einem Lieferwagen sitzt, liegt bei eins zu fünfundvierzig Milliarden siebenhundertsechsundsechzig Millionen zweihundertzwölftausendachthundertzehn.
Und zwar nach den Berechnungen eben dieser Analphabetin."


Fantasievoll, witzig, schreibgewandt, skurril, unterhaltsam, wissenschaftlich, aber ab der Mitte mit einigen Längen!



Jonasson beginnt seine Geschichte im Apartheidsystem Südafrikas. Wir begleiten die junge Nombeko, die dank einer Hochbegabung ein Rechengenie ist und dank ihrer harten Lehre im Slum eine Kämpferin wurde und so ohne Zugang zu Bildung trotzdem Lesen und Schreiben lernte, außerdem noch Chinesisch und Atomphysik. Nach einem Unfall arbeitet sie als Putzfrau beim Chef der südafrikanischen Atombehörde und eignet sich das nötige Fachwissen an. Schliesslich kommt sie illegal nach Schweden, im Gepäck eine von den Behörden unbekannte Atombombe. Doch Nombeko weiß sich zu helfen.
Ihr Ehrgeiz und ihr Kämpfergeist ist weiterhin ungebrochen und so lernt sie Holger 2 kennen, ihre Liebe des Lebens und gemeinsam erleben sie einige Abenteuer, die sie bis auf höchstes politisches Parkett bringt.
Inhaltlich zeigt Jonasson hier einerseits die Kritik an der Apartheid und andererseits zeigt er die Problematik der Gefahr durch Atomwaffen und deren politische Machthaber.
Mit seinen vielen skurrilen Figuren weiß er gut zu unterhalten. Nombeko ist zwar Putzfrau, hat aber politische Einflussnahme und ist den Mächtigen der Weltpolitik überlegen. Es wird hier sehr deutlich, wie sehr menschliche Marionetten im politischen Getriebe wirken können.
Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Das Buch war zwar völlig abstrus, aber auch sehr witzig und durch die tolle Mischung aus Absurditäten und Weltgeschichte wirkte es auf mich wie eine Humoreske.
Es ist zwar eine völlig irreale Geschichte, aber dennoch zeigen die Themen realen und aktuellen Bezug und man erlebt die Kritik am Wettrüsten, an der Apartheid und politischen Machenschaften im Allgemeinen hier sehr deutlich.

Der Autor kann toll schreiben, ohne Frage! Wie er fast beiläufig politische Themen und die kritische Sicht auf die Apartheidpolitik verbindet, ist sensationell. Dabei legt er mit viel Witz eine Geschichte hin, die seinesgleichen sucht.

Mit den skurrilen Figuren, den unglaublichen Ideen und den unerwarteten Wendungen hat mich der Roman wirklich mitgerissen. Ab der Mitte des Buches hatte er jedoch einige Längen. Vielleicht haben auch die unerhört vielen absurden Situationen bei mir auch zu einer Art Reizüberflutung geführt. Es waren zum Teil die politischen Themen, die sich um Mossad-Geheimdienst und Apartheid drehen und dann noch die allgegenwärtige Atombombe im Gepäck. Da geht einem als Leser fast die Puste aus. Doch man sollte weiter lesen, das Unrealistische ausblenden und dann bringt ein spannendes Ende das Buch wieder ins rechte Lot.

Dieses Buch hat mit seiner unglaublich absurden Handlung und der humorvollen Erzählweise eine fesselnde Wirkung auf mich gehabt. Dabei war für mich der Erzählstil Neuland und hat mich überrascht. Die kritischen Untertöne finde ich gelungen.
Von der Latrine zur Weltpolitik könnte der Lehrsatz des Romans heißen!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Triefende Ironie, Weltgeschichte einmal anders, leider irgendwann zu übertrieben

Von: Mathematiqua Datum: 27.09.2016

www.mathematiqua.com/lesemonat

Mit seinem Roman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wurde Jonas Jonasson weltweit berühmt und hat eine Bestsellerliste nach der anderen erklommen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Die Analphabetin, die rechnen konnte".

Der Roman erzählt die Geschichte von Nombeko, einer hochintelligenten Südafrikanerin, die allerdings auf Grund ihrer Herkunft aus den Slums kaum Perspektiven im Leben hat. Wegen eines Unfalls kommt sie für mehrere Jahre als Haushaltshilfe zu einem Ingenieur, der Atombomben bauen lässt. Ein skurriler Zufall jagt den nächsten, und so landet Nombeko schließlich, mitsamt Atombombe, in Schweden, wo sie Holger kennenlernt, genauer gesagt Holger 2, Holger 1 ist nämlich sein Zwilling und offiziell existiert Holger 2 überhaupt nicht. Da sind sie also, die hochintelligente Nombeko, die Atombombe und Holger 2, den es eigentlich gar nicht gibt.

Eine seltsamere Konstellation könnte man sich vermutlich kaum ausdenken, um einen Roman darum zu spannen. Und so ist das Buch auch von der ersten bis zur letzten Seite mit einer durchaus intelligenten und pointierten Situationskomik durchzogen, die Passagen triefen nur so vor Ironie, manchmal fast schon zu zynisch und skurrill, meistens aber zum Schmunzeln anregend und mit einem Augenzwinkern versehen. Dazu gibt es noch eine Prise Weltgeschichte "einmal anders" und eine Menge seltsamer Ereignisse, die den Bogen dann doch irgendwann maßlos überspannen.

Die Grundidee und den sprachlichen Aufbau des Romans fand ich beide ziemlich gut, und anfangs hat mich gerade die pointierte Sprache und die etwas "andere Art", mit der Realität umzugehen, sehr zum Weiterlesen angeregt. Irgendwann wurde es mir dann aber wirklich zu viel, da die Geschichte einfach so dermaßen unrealistisch wird, dass man die Protagonisten, mit denen man sich ursprünglich zumindest aus der ironischen Distanz heraus identifizieren konnte, aus den Fingern verliert. Etwa nach den ersten 100-200 Seiten war meines Erachtens einfach "die Luft raus" und ich habe mich von Kapitel zu Kapitel gequält, die jedes Mal noch unpassender wurden und den Anschein erweckt haben, dass Jonas Jonasson sich hauptsächlich über seine Leser lustig macht mit dem, was er da zusammenschreibt.

Alles in allem gebe ich dem Buch drei Sterne, dafür, dass es durchaus ein literarisch außergewöhnliches und sprachlich sehr wertvoller Roman ist, meinen persönlichen Geschmack hat es aber leider nicht getroffen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Maria Leisibach aus Basel Datum: 16.01.2014

Buchhandlung: Orell Füssli AG

Erquickend, listig und endlos atemberaubend - und unterhaltend. Guter Wurf!

Von: Conny Oehler aus St. Egidien Datum: 16.01.2014

Buchhandlung: Bücher, Weine & mehr Inh. Cornelia Oehler

Die Analphabetin steht dem Hundertjährigen in nichts nach. Sie ist klug, charmant, einfallsreich, witzig - wie das ganze Buch. Ein Lesevergnügen allererster Güte.

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