Die verbotene Zeit

Roman

Taschenbuch
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London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld ...


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Taschenbuch, Klappenbroschur, 592 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35921-5
Erschienen am  13. Februar 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Cornwall, Großbritannien

Leserstimmen

Wie zwei Schwestern

Von: Miss Norge

13.05.2020

✿ Meine Meinung ✿ Der erste Roman den ich von Claire Winter gelesen habe, aber es wird nicht der letzte gewesen sein, das kann ich versprechen. Die Autorin hat einen so wunderbar zu lesenden und packenden Schreibstil, das ich nach dem Prolog, aus dem Jahr 1959, sofort im Lesefieber war. Danach erfolgt ein Sprung in das Jahr 1975 und hier lernt man Clara Whiteman kennen, die nach einem schrecklichen Autounfall vergessen hat was die sieben Monate davor in ihrem Leben geschehen ist. Nachdem ich dann noch merkte, das ihr Mann Tom, der Anwalt ist, sie irgendwie hintergeht und ihr was einredet, ab da hatte Clara mein Herz für sich gewonnen. Man möchte ihr zurufen, nein, lass Dich nicht beeinflussen, versuche selbst herauszufinden was Du nicht mehr weißt und zum Glück tut sie das auch. Sie wird stark, mutig und geht schnurstracks ihren eigenen Weg. In den anderen Erzählungen verfolgt man noch die Lebenswege von weiteren, für den Plot sehr wichtigen Personen. Darunter ist Dora, Claras Mutter, Doras beste Kinderfreundin Edith, die aus besserem Hause ist und deren Clique. Hier stechen vor allem Jules der Violinist heraus, Heinrich der später Feind statt Freund sein wird, Maximilian und Paul, die Männer von Dora und Edith. In diesen Abschnitten hat mir sehr gut gefallen, das jede Person ihren Platz bekommt, das man viel über sie erfährt und entweder leidet man mit, oder man hasst sie. Etwas dazwischen gibt es nicht. Clara merkt aber immer wieder, das in ihrer Familie ein dunkles Geheimnis gären muss, denn ihre Mutter und ihr Vater benehmen sich sehr zurückhaltend, wenn die Sprache auf Claras verstorbene Schwester Anastasia kommt. Clara spürt, das sie ihr Leben so nicht weiterleben kann und will, bis sie endlich alle Unklarheiten ans Tageslicht geholt hat. Sehr real und erschreckend hat Claire Winter die SS-Zeit erzählt. Die bewegenden Schicksale der Juden und die Unmenschlichkeit. Das Ende hat mich sehr überrascht, denn damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Mich hat der Plot tief im Herzen erreicht und ich wünsche dem Buch noch viele LeserInnen. ✿ Mein Fazit ✿ Ein so wundervoller Roman, den ich jedem ans Herz legen kann, wenn man Geschichten liebt die gefühlvoll, liebevoll, aber auch oftmals hart und real an die Grenze des Lebens geht.

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Ein wichtiger Roman - gegen das Vergessen

Von: Marie's Salon du Livre

02.05.2020

Klappentext: 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ... Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ... ↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝↜↝ 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es immer weniger Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen mit uns teilen könnten. Noch immer verweigern sich Menschen der Geschichte und deshalb sind solche Bücher wie "Die verbotene Zeit" wichtig. Die 70iger Jahre waren geprägt vom Schweigen der älteren Generation, die den Krieg miterlebt hatten und der wachsenden Wirtschaft. Niemand wollte sich den Gräuel der Vergangenheit stellen, aber manche hielten sich nicht an das kollektive Gebaren. Solche eine mutige Person ist Carla in diesem Buch. Ein Gedächtnisverlust über die letzten paar Monate, verursacht durch einen Autounfall, bringt sie dazu diese Zeit aufzuarbeiten. Dabei entdeckt sie seltsame Notizen, die sie zu dem Journalisten David Grant bringt. Dieser erzählt ihr von ihrem ersten Treffen kurz vor dem Unfall. Nach und nach setzt sie die Teile der verlorenen Zeit zusammen und macht sie wieder auf die Suche nach einer Freundin ihrer Mutter, die während oder nach dem Krieg verschwunden ist. Die Autorin nimmt sich eines Stilmittels an, welches mir besonders gefallen hat. Ihr Roman spielt im Jahr 1975. Die fehlenden modernen Hilfsmittel (wie Handy, PC und Internet) könnten die Geschichte langsamer machen. Dem ist aber überhaupt nicht so, denn die Zeitzeugen machen Carlas Nachforschungen sehr spannend und greifbar. Die Story dreht sich nicht nur um die Verbrechen, die im Zweiten Weltkrieg verübt wurden, sondern über Freundschaft jenseits aller gesellschaftlichen Grenzen, Schuld und Vergebung, Liebe inner- und außerhalb der Familie. Wie auch schon bei "Die geliehene Schuld" fliegen die Seiten nur so dahin. Claire Winter versteht es vorzüglich die Spannung aufzubauen, aufrechtzuerhalten und auch mal zu unterbrechen. Im Juli erscheint ein weiterer Roman "Kinder ihrer Zeit". Ich bin schon sehr gespannt, welche Geschichte sich hinter diesem Titel versteckt.

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Vita

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen. Nach »Die Schwestern von Sherwood« folgten die SPIEGEL-Beststeller »Die verbotene Zeit« und »Die geliehene Schuld«.

Zur AUTORENSEITE

Events

15. Nov. 2020

Lesung mit Claire Winter

Fürstenberg/Himmelpfort | Lesungen
Claire Winter
Kinder ihrer Zeit

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