Eine Schwester in meinem Haus

Roman

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Taschenbuch
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Maria hat sich in ein Haus in einem kleinen Ort an der katalanischen Küste zurückgezogen und trauert um ihre große Liebe. Alles hier erinnert sie daran, wie glücklich sie war, ehe das Schicksal ihr den geliebten Menschen nahm. Doch dann kündigt sich überraschend Besuch an. Emma, ihre jüngere Schwester, zu der sie kaum Kontakt hat. Ist Emma nur ein unerwünschter Eindringling, der die von Maria gezogenen unsichtbaren Grenzen überschreitet? Wird sie nur schmerzhafte Erinnerungen an die Kindheit heraufbeschwören, die für beide nicht glücklich war? Oder ist es die Chance für einen Neuanfang? Vor der Kulisse der wilden Schönheit der Mittelmeerküste im Nordosten Spaniens erzählt Linda Olsson in ihrem neuen Roman die bewegende Geschichte zweier Schwestern, die nach langen Jahren der Entfremdung wieder zueinander finden.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps
Originaltitel: En syster i mitt hus
Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71723-1
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Katalonien, Spanien

Leserstimmen

Spaziergang unter spanischer Sonne

Von: niwibo

26.05.2019

Ein Haus am Meer und das Ende des Schweigens Maria sucht die Einsamkeit und hat sich in ein Haus an der katalanischen Küste zurückgezogen. Anfangs ist sie wenig begeistert, als ihre jüngere Schwester Emma überraschen zu Besuch kommt. Die beiden haben kaum Kontakt zueinander - aus gutem Grund. Werden nun alte Wunden wieder aufbrechen, von denen Maria glaubte, sie seien verheilt? Eine bewegende Familiengeschichte, langsam und sachlich erzählt, in der man auf jeder Seite näher an das schreckliche Erlebnis kommt, welches die beiden Schwestern, jede auf ihre Art, seit Jahren versuchen, zu verarbeiten. Dabei wird die Lebensart Spaniens zelebriert, es werden lange Spaziergänge unternommen um sich endlich, nach vielen Jahren, auszusprechen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Auch das kleine katalanische Städtchen in der Nähe Barcelonas direkt am Meer nimmt man am Schluss wie einen Freund wahr. Am Ende der Geschichte stellt sich auch hier heraus, es ist nie zu spät für einen neuen Anfang. Ein schöner Sommerroman, obwohl er im Oktober spielt, perfekt für einen Tag am Strand, wenn man aufs Meer hinausblickt, beim Glitzern des Wassers zu träumen anfängt und die Sonne auf der Haut kitzelt...

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Zwei Schwestern arbeiten ihre Vergangenheit auf

Von: YukBook

04.03.2019

Treffender könnte der Titel dieses Romans nicht sein. Er beschreibt nicht nur die Situation, in die die Ich-Erzählerin Maria wider Willen hineingerät, sondern auch wie fremd ihr ihre Schwester Emma ist. Hätte sie doch auf der Beerdigung ihrer Mutter bloß nicht Emma spontan nach Cadaqués eingeladen, einem kleinen Ort an der katalanischen Küste, wo sie zurückgezogen lebt. Entsprechend qualvoll läuft das Wiedersehen ab. Es ist, als ob sich zwei Unbekannte gegenseitig vorsichtig abtasten und ja nicht zu viel von sich preisgeben. Andererseits spürt man durch ihre Andeutungen, dass viel Unausgesprochenes zwischen ihnen vorgefallen sein muss. So entsteht während ganz einfacher gemeinsamer Tätigkeiten wie beim Frühstück auf der Terrasse oder auf Spaziergängen durch den Ort immer wieder ein Spannungsfeld zwischen den beiden. Warum Maria der Besuch so unangenehm ist, wurde für mich immer nachvollziehbarer. Zum einen beansprucht sie ihr Terrain ganz für sich allein und will sich auch nicht rechtfertigen müssen, warum sie seit einiger Zeit so plan- und ziellos lebt. Zum anderen sträubt sie sich dagegen, mit der Vergangenheit konfrontiert zu werden. In den Gesprächen mit ihrer Schwester ist sie jedoch über ihre zunehmende Offenheit selbst überrascht. So haben die zwei Frauen nicht nur die Gelegenheit, verdrängte Erinnerungen ans Licht zu holen und ihre traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten, sondern auch zu erkennen, dass sie sich teilweise über all die Jahre ein falsches Bild des anderen gemacht hatten. Bald ist das Haus nicht nur von den zwei Schwestern, sondern von vielen verstorbenen Seelen bevölkert, die in den Gesprächen zum Leben erweckt werden. Eine Familiengeschichte auf dieses Art und Weise zu erzählen und sie in das malerische Setting einzubetten, fand ich sehr originell. Die wirklich spannenden Dinge spielen sich allerdings auf psychologischer Ebene ab und stehen zwischen den Zeilen.

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Vita

Linda Olsson, geboren in Schweden, studierte Jura und arbeitete im Finanzgeschäft. Sie lebte in Kenia, Singapur, Japan und England und hat sich schließlich mit ihrem Mann in Neuseeland niedergelassen. Mit ihrem Debütroman »Die Dorfhexe« gelang ihr sofort der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Heute pendelt die Autorin zwischen Neuseeland und Schweden.

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