Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens

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Don verwandelt sich vor den Augen seiner Frau in einen Baum. Ronda hält Goldfische, die nicht bleiben wollen. Die Zwillinge aus dem dritten Stock sind gar keine. Doch von Toni und Bell wissen alle. Die Menschen in Nummer 29 sind seltsam verschworen, kennen sich dabei kaum und teilen längst nicht jedes Geheimnis. Es gibt einen unbemerkten Mitbewohner, der sich im Aufzug einnistet, es gibt ein Kind, das sich durch Mauern beißt, und eine Wohnung, die ihre Mieter förmlich verschluckt. Rita, fast so alt wie das Haus selbst, sieht, was keiner zeigt, und sie versteht, was keiner sagt. Doch bevor sie ihr Wissen unter den Nachbarn weitergeben kann, ist die kleine Maia auf rätselhafte Weise verschwunden.

»Kálnay spielt so freihändig und gekonnt mit Erzählhaltungen, Tonlagen und literarischen Formen, dass man nur beeindruckt sein kann von diesem poetischen Schelmenstück voller doppelter Böden und Fallstricke.«

Cornelius Wüllenkemper, Süddeutsche Zeitung (06. Februar 2017)

Originalverlag: Verlag Klaus Wagenbach
Taschenbuch, Broschur, 192 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71684-5
Erschienen am  10. Dezember 2018
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Vita

Juliana Kálnay

Juliana Kálnay, geboren 1988 in Hamburg, wuchs zunächst in Köln und dann in Málaga auf. Sie veröffentlichte in deutsch- und spanischsprachigen Anthologien und Zeitschriften und erhielt das Arbeitsstipendium Literatur der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein 2016. Sie lebt und schreibt in Köln. Ihr erster Roman »Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens« wurde mit dem aspekte-Literaturpreis 2017 ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Ein ganz großes Talent.«

Esther Willbrandt, Radio Bremen (06. Februar 2017)

»Der Debütroman von Juliana Kálnay ist eine literarische Entdeckung«

Die Zeit (20. April 2017)

»Virtuos in der poetischen Schwebe«

taz (19. Mai 2017)

»Mit Mut zur Phantasie und dichter romantischer Beschreibung skizziert Kálnay die Biographien der Hausbewohner, ohne je mehr über sie preiszugeben als nötig.«

Simon Strauß, Frankfurter Allgemeine Zeitung (28. Februar 2017)

»... ein Roman wie eine Wunderkugel: Mit jeder Seite, die man umblättert, verschwimmt die Szene kurz und setzt sich aufs Neue zusammen.«

Simon Strauß, Frankfurter Allgemeine Zeitung (28. Februar 2017)

»So unwahrscheinlich das Erzählte ist, hat es eine magische, fesselnde Wirkung.«

Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau (16. Februar 2017)

»Fesselnd geschrieben, mit einem ganz eigenen Ton und einer außergewöhnlichen Bildwelt.«

Esther Willbrandt, Radio Bremen (06. Februar 2017)

»... eine farbig sinnliche Sprache, die mitten in der Realität wurzelt und von da ins Groteske, Surreale treibt.«

Ruth Bender, Kieler Nachrichten (08. Februar 2017)

»Ihre Sprache ist dabei glasklar, jeder Satz in sich stimmig.«

Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (19. Februar 2017)

»In ihrer Literatur - und das ist ganz wunderbar - öffnet sie Assoziationsräume, deutet Motive wie Einsamkeit, Außenseitertum, Sehnsucht an, aber sie schafft keine Eindeutigkeiten ...«

Carola Ebeling, taz (19. Mai 2018)

»Juliana Kálnay wechselt gekonnt die Register.«

Rainer Moritz, Die Literarische Welt (04. Februar 2017)

»Nichts ist ganz sicher in diesem Versteckspiel. ›Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens‹ ist eine im besten Sinne amüsante Fantasterei.«

Carolin Haentjes, Der Tagesspiegel (08. Juni 2017)

»Dieses Debüt ist ein Schelmenstück, in der Fantasie verankert, magischer Realismus. ... Das liest sich gut, es ist unterhaltsam.«

Roland Mischke, Nürnberger Nachrichten (06. März 2017)

»Lass dich betören von diesen Geschichten! Juliana Kalnáy erzählt mit bunten Farben, frei von vielen Konventionen. Ein Fest reiner Fantasie!«

literaturblatt.ch (20. Juni 2017)

»Dies ist ein feiner Roman für Liebhaber von literarischen Prismen... Leben und leben lassen, das wünsche ich Ihnen herzlich mit diesem ungewöhnlichen, sehr lesenswerten Buch.«

schmitzkatze (01. Juni 2017)

»Juliana Kálnay beschreibt mit verwirrend schemenhafter Präzision dieses Haus, das eher einem sich ständig verändernden Organismus gleicht.«

Christiane Pfau, Münchner Feuilleton (01. Juli 2017)

»Die flüchtigen Begegnungen vermitteln durch die reiche, präzise, aber geschmeidige Sprache eine Ahnung von Tiefgründigem hinter der Fassade.«

Wiener Zeitung (17. Juni 2017)

»Ungewöhnlich erzählt, lohnt sich unbedingt!«

Radio Fritz, rbb

»Ein phantastisch erzähltes Debüt«

literaturblatt (01. Mai 2018)

»Rätselhaft. Unglaublich. Spannend. Magisch anziehend. Einzigartig. Muss man gelesen haben. Unbedingt.«

Christine Bartholomae, FORUM. Das Wochenmagazin (11. August 2017)