Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Roman

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Ein sprachgewaltiger Roman über eine unerfüllte Liebe, einen ungeklärten Mord und eine spannende Spurensuche.

Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später will ein alter Mann endlich die Wahrheit wissen. Von seinen eigenen Schatten verfolgt, begibt er sich auf Spurensuche in die Vergangenheit.

Raffiniert, voller Rhythmus und Poesie erzählt Gerhard Jäger von der Magie, aber auch von der Brutalität eines Ortes, der aus Raum und Zeit gefallen scheint.

"Gerhard Jäger … hat einen ausgesprochen bildreichen, süffig zu lesenden Stil und folgt in diesem bemerkenswerten Debüt seiner Hauptfigur bis hinein in die zunehmend verworrene Innenwelt."

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung (07. November 2016)

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ISBN: 978-3-641-19749-0
Erschienen am  26. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein sprachgewaltiges Meisterwerk

Von: Sigismund von Dobschütz aus Bad Kissingen

04.01.2018

Was für ein „gewaltiges“ Werk ist der bereits 2016 im Blessing-Verlag erschienene Debütroman „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ von Gerhard Jäger (51). Voller Sprach- und Bildgewalt schildert der österreichische Autor den mehrwöchigen Forschungsaufenthalt des 25-jährigen Wiener Historikers Max Schreiber in einem kleinen, von der modernen Welt abgeschiedenen Tiroler Bergdorf, dessen Ereignisse während des historischen Lawinenwinters im Januar 1951 in einem dramatischen Höhepunkt enden. Gerhard Jäger lässt uns eintauchen in eine dörfliche Welt, aus Raum und Zeit gefallen, geprägt von Härte, Wortlosigkeit und Misstrauen gegenüber allem Fremden. Die Dörfler hängen noch immer ihren alten Mythen an. Hier herrscht noch die Natur über den Menschen: „Schreiber begann zu laufen, er hetzte, stolperte den steinigen Weg abwärts, Wurzelarme griffen nach seinen Beinen.“ Der junge Großstädter dringt unerwünscht in diese fremde Welt ein. Die ersten Wochen sitzt er allein am Wirtshaustisch. Gespräche verstummen, wenn er den Raum betritt. Es dauert Wochen, bis er sich nach dem Schneeschippen „Schulter an Schulter“ von den Männern des Dorfes endlich angenommen fühlt. Doch schon bald zerstört er alles durch unüberlegtes Handeln: Er verliebt sich ausgerechnet in die stumme Maria vom abseitigen Lanerhof, die als Urenkelin einer vermeintlichen Hexe von den Dörflern gemieden und nur vom Jungbauern Georg Kühbauer umworben wird. Pfarrer, Ortsvorsteher und auch der blinde Seiler warnen den verliebten Historiker: „Deine Welt ist nicht meine Welt“ wird eine alpenländische Sage zitiert. Doch der junge Großstädter hört nicht auf die Ratschläge. So erreicht das Geschehen bald seinen dramatischen und mit tödlichen Lawinenabstürzen auch naturgewaltigen Höhepunkt: „Oben auf den Bergen ein Beben und Zittern. Bewegung, wo keine Bewegung sein sollte, ein langsames Loslassen, ein langsames Nachlassen, ein langsames Drängen abwärts, und dann ist kein Halten mehr, und alles stürzt brüllend in die Nacht.“ Ein Bauer kommt unter ungeklärten Umständen ums Leben, ein Stall brennt lichterloh und die jetzt auf das Dorf herabbrechenden Lawinen sind tödlicher als je zuvor. Für alles Unheil geben die Dörfler dem Fremden aus Wien die Schuld. Zuletzt gerät Schreiber sogar unter Mordverdacht. Seite für Seite hält Gerhard Jäger den Leser mit seiner sprachgewaltigen Formulierungskunst und eindringlichen Beschreibung des dörflichen Lebens in mystischer, unheildrohender Stimmung: Der Leser fühlt sich gleich von zwei Seiten bedrängt – durch das bedrohliche Naturgeschehen, den stürmischen Winter, den Gefahr verheißenden Schneefall, die bittere Eiseskälte, die sich unheilvoll als Gefühlskälte auf die Dorfbewohner überträgt, und durch die Handlung, die in einem dramatischen Höhepunkt sich zuspitzt. Dieser Debütroman ist wirklich lesenswert, allein schon seine sprachliche Ausdruckskraft begeistert.

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Ein sprachgewaltiges Meisterwerk

Von: Sigismund von Dobschütz

04.01.2018

Was für ein „gewaltiges“ Werk ist der bereits 2016 im Blessing-Verlag erschienene Debütroman „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ von Gerhard Jäger (51). Voller Sprach- und Bildgewalt schildert der österreichische Autor den mehrwöchigen Forschungsaufenthalt des 25-jährigen Wiener Historikers Max Schreiber in einem kleinen, von der modernen Welt abgeschiedenen Tiroler Bergdorf, dessen Ereignisse während des historischen Lawinenwinters im Januar 1951 in einem dramatischen Höhepunkt enden. Gerhard Jäger lässt uns eintauchen in eine dörfliche Welt, aus Raum und Zeit gefallen, geprägt von Härte, Wortlosigkeit und Misstrauen gegenüber allem Fremden. Die Dörfler hängen noch immer ihren alten Mythen an. Hier herrscht noch die Natur über den Menschen: „Schreiber begann zu laufen, er hetzte, stolperte den steinigen Weg abwärts, Wurzelarme griffen nach seinen Beinen.“ Der junge Großstädter dringt unerwünscht in diese fremde Welt ein. Die ersten Wochen sitzt er allein am Wirtshaustisch. Gespräche verstummen, wenn er den Raum betritt. Es dauert Wochen, bis er sich nach dem Schneeschippen „Schulter an Schulter“ von den Männern des Dorfes endlich angenommen fühlt. Doch schon bald zerstört er alles durch unüberlegtes Handeln: Er verliebt sich ausgerechnet in die stumme Maria vom abseitigen Lanerhof, die als Urenkelin einer vermeintlichen Hexe von den Dörflern gemieden und nur vom Jungbauern Georg Kühbauer umworben wird. Pfarrer, Ortsvorsteher und auch der blinde Seiler warnen den verliebten Historiker: „Deine Welt ist nicht meine Welt“ wird eine alpenländische Sage zitiert. Doch der junge Großstädter hört nicht auf die Ratschläge. So erreicht das Geschehen bald seinen dramatischen und mit tödlichen Lawinenabstürzen auch naturgewaltigen Höhepunkt: „Oben auf den Bergen ein Beben und Zittern. Bewegung, wo keine Bewegung sein sollte, ein langsames Loslassen, ein langsames Nachlassen, ein langsames Drängen abwärts, und dann ist kein Halten mehr, und alles stürzt brüllend in die Nacht.“ Ein Bauer kommt unter ungeklärten Umständen ums Leben, ein Stall brennt lichterloh und die jetzt auf das Dorf herabbrechenden Lawinen sind tödlicher als je zuvor. Für alles Unheil geben die Dörfler den Fremden aus Wien die Schuld. Zuletzt gerät Schreiber sogar unter Mordverdacht. Seite für Seite hält Gerhard Jäger den Leser mit seiner sprachgewaltigen Formulierungskunst und eindringlichen Beschreibung des dörflichen Lebens in mystischer, unheildrohender Stimmung: Der Leser fühlt sich gleich von zwei Seiten bedrängt - durch das bedrohliche Naturgeschehen, den stürmischen Winter, den Gefahr verheißenden Schneefall, die bittere Eiseskälte, die sich unheilvoll als Gefühlskälte auf die Dorfbewohner überträgt, und durch die Handlung, die in einem dramatischen Höhepunkt sich zuspitzt. Dieser Debütroman ist wirklich lesenswert, allein schon seine sprachliche Ausdruckskraft begeistert.

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Vita

Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Gerhard Jäger verstarb am 20. November 2018.

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Zitate

"Bester Leseplatz: der Kamin! Denn bei der Lektüre wird einem kalt: Im Winter 1950 wird ein Bergdorf von Lawinen verschüttet. Und von seiner eigenen Geschichte ..."

Elle (10. Oktober 2016)

»Wenn Sie nach Lesestoff für den Winterurlaub suchen, dann machen Sie es sich mit Gerhard Jägers Buch gemütlich. Perfekt für den Sessen, wenn draußen der Sturm pfeift.«

Angela Wittmann, Brigitte (18. Januar 2017)

"Poetisch - und insgesamt einfach großartig."

Kathrin Emse, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag (16. September 2016)

"Ein überzeugendes Debüt, das in einem weiten Bogen eine Vergangenheit aus der Versenkung holt und gegenwärtig macht. Ebenso poetisch wie erzählerisch mitreißend."

Brigitte Kompatscher, Neue Vorarlberger Tageszeitung (25. September 2016)

"Gerhard Jäger hat einen packenden Sprachstil. Immer wieder findet er ungewöhnliche, treffende Formulierungen. Aber die sind nie selbstverliebt, so dass sich der Roman sehr flüssig lesen lässt."

»Ein paar Sätze, ein bisschen Stille, in der die Geschichte dieser Frau, über die noch immer keiner reden mag, sich ausdehnen darf.«

Angela Wittmann, Brigitte (18. Februar 2017)

"…eine gewaltige Story. Man spürt ... das Misstrauen der hermetischen Gemeinschaft droben am Berg, fröstelt angesichts der Naturgewalten, lässt sich mitreißen von der poetischen Sprache."

Wienerin (04. Oktober 2016)

"Die archaische Bergwelt, die Wucht, mit der die Natur die Menschen trifft ..., all das beschreibt der Autor intensiv und eindrucksvoll."

Die Presse am Sonntag (02. Oktober 2016)

"Wie viele Romane von den 30.000 Neuerscheinungen pro Jahr sind es wert, gelesen zu werden? 100? Eher 200? Ein schöner Stress. Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod gehört dazu."

Peter Pisa, Kurier (15. Oktober 2016)

"»Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod« ist ebenfalls eine ziemliche Wucht von Roman, eine verschlungene Geschichte mit vielen Figuren, unterschiedlichen Zeitebenen und abrupten Zeitsprüngen, Geheimniskrämereien, kulturgeschichtlichen Exkursen, mittelgroßen und großen Katastrophen."

Wolfgang Paterno, Profil (31. Oktober 2016)

"Ein spannendes, sprachgewaltiges Sittenbild der österreichischen Fünfzigerjahre."

News (05. November 2016)

"Alle Spuren führen ins Ungewisse. Geheimnisvoll."

Anke Gappel, Bella (19. Oktober 2016)

"Ein gelungener Debütroman, spannend und mit überraschendem Ende."

Oberösterreichische Nachrichten (01. Oktober 2016)

"Elegant zieht Jäger ... die Fäden zu einem eindringlichen Finale zusammen und transformiert die Magie der Berge in fesselnde Sprache."

Björn Eenboom, Galore (14. Oktober 2016)

"Großartige Themen vor einer großartigen Kulisse, verfasst in einer großartigen Sprache. Unbedingte Empfehlung!"

"Gerhard Jäger gibt seinen Geschichten Zeit und den nötigen Raum, sich zu entwickeln und im Kopf ihre eigene Wirkmacht zu entfalten."

"Ein Buch, das man gelesen haben muss und selbst anspruchsvollsten Zeitgenossen abermals unbändige Freude am Lesen ins Herz zaubert."

Rundschau - Oberländer Wochenzeitung (05. Oktober 2016)

"Spannend (bis zuletzt) und poetisch zugleich fabuliert."

Christian Lehner, Meine Woche (12. Oktober 2016)

»Poetisch, bildhaft, fesselnd erzählt Jäger die Geschichte Schreibers, weckt filmhaft anmutende Bilder vor den Augen des Lesers. Absolut packend.«

Geißener Allgemeine/Wetterauer Zeitung (28. Januar 2017)

"Ein Buch wie eine Lawine: es braut sich etwas zusammen, man kann das Unheil spüren, aber nichts dagegen tun. Und genauso geht es dem Leser."

Delme Report (18. Dezember 2016)

»Das ist mein Buch des Jahres, das ist das beste, was ich 2016 gelesen habe.«

»... ein intensives, ja magisches Leseerlebnis … ein großer Wurf, ein wunderbares Werk ...«