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Gut gegen Nordwind Buch zum Film
Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48933-6

DEMNÄCHST
Erscheint:  09.09.2019

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, Taschenbuch

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Ein falsch getippter Buchstabe und schon landet die E-Mail von Emmi Rothner irrtümlich bei dem Linguisten Leo Leike. Leo antwortet trotzdem. Ein lustiger Austausch nimmt seinen Lauf, der immer persönlicher wird. Gerade weil sich die beiden nicht kennen und daher keinen Gesichtsverlust befürchten müssen, vertrauen sie aneinander die intimsten Dinge an. Doch mehr als eine digitale Freundschaft wollen sie zunächst nicht. Aber was ist mit den Schmetterlingen im Bauch, die von jedem »Pling« im Mail-Postfach aufgescheucht werden? Und das obwohl Emmi mit Bernhard verheiratet ist, und Leo immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene hängt ...

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Daniel Glattauer (Autor)

Daniel Glattauer, 1960 in Wien geboren, wurde durch seine Kolumnen bekannt, die er für die Tageszeitung »Der Standard« schrieb. Mit dem E-Mail-Liebesroman »Gut gegen Nordwind« gelang ihm ein Bestseller, der auf der ganzen Welt gelesen wird und jetzt fürs Kino verfilmt wurde.

Originaltitel: Gut gegen Nordwind
Originalverlag: Deuticke

Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48933-6

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 14,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

DEMNÄCHST
Erscheint:  09.09.2019

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E-Mail, Wein & Sprachpsychologie

Von: Julia Franck Datum: 26.10.2014

erlesenebuecher.wordpress.com/

Auf der Rückseite meiner Ausgabe steht: “… einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur…” (Volker Hage, Der Spiegel). Während des Lesens dachte ich auch oft, oh ja, das ist ein schöner Liebesroman. Gerade diese sukzessive Annäherung der beiden Protagonisten allein durch ihren E-Mail-Verkehr ist so intelligent und eben klug angelegt. Das Buch geht nicht nur ins Herz, nein es regt auch den Verstand und Intellekt an und weiß diese zu befriedigen. Man ist völlig erfüllt von der Anziehungskraft, dem ehrlichen Interesse und der Abhängigkeit der Beiden. Ich konnte das alles so gut verstehen und nachvollziehen. Stellenweise habe ich wirklich mitgefiebert, mitgelitten und mitgeschwärmt.

Dann aber widerum kommen wir zu dem Wort “zauberhaftesten” auf meiner Buchrückseite. Ein zauberhafter Liebesdialog! Natürlich ist der Zauber zwischen Emmi und Leo deutlich zu spüren und nimmt einen gefangen. Aber für mich ist das Buch, nachdem ich es gelesen habe, nicht vordergründig ein zauberhafter Liebesdialog, sondern ein tragisches Drama (Pleonasmus?). Es lässt mich am Ende leer und leicht verzweifelt zurück. Das Ganze, was sich über so viele Nachrichten aufgebaut und in Emmis und Leos Köpfen oder besser Herzen festgesetzt hat, ist nur ein Traum, ein Wunschdenken. Niemals wird das der Realität standhalten. Natürlich wünscht sich das das romantische Herz, aber der Realist, der das Leben kennt, weiß, dass alle Parteien am Ende nur leiden, vor allem Emmi. Sie ist völlig zerrissen und hat mein gesamtes Mitleid. Bernhard bekommt für den Leser am Ende ein Gesicht und ab dem Zeitpunkt kann es kein zauberhafter Liebesdialog mehr sein!

Auch wenn das Buch mich insgesamt alles andere als verzaubert hat, sondern eher entzaubert, ist es geniales Buch, das einen fasziniert, beschäftigt und tief bewegt. Man schlägt es zu und eigentlich fängt das Gelesene erst dann im Hirn und Herzen richtig an zu arbeiten. Das macht ein wirklich gutes Buch aus!

Leider habe ich schon mitbekommen, dass es eine Fortsetzung gibt. Schade! Ich finde das Ende, so wie es ist, gut. (Aber natürlich siegt meine Neugier, so dass ich wohl weiterlesen werde, irgendwann mal…)

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Von: Marie-Theres Werner Datum: 07.11.2018

www.everythingisliterary.com

Da ich jemand bin, der auch schon die ein oder anderen Kontakte online geknüpft hat, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Schon beim Lesen des Klappentextes kamen viele Fragen auf: Ist da mehr als nur eine „Freundschaft“? Wollen sie jemals herausfinden, wer auf der anderen Seite der E-Mails steht? Haben die beiden überhaupt eine Zukunft? Gut gegen Nordwind ist ein sehr schön geschriebenes Buch, mit vielen Höhen und Tiefen, doch es war auch zugleich das deprimierendste, das ich je gelesen habe.

Emma und Leo nehmen ganz durch Zufall Kontakt miteinander auf, doch anfangs läuft es alles andere als harmonisch. Leo ist gerade dabei die Trennung von seiner Ex-Freundin zu verkraften und Emma ist einfach nur genervt, dass die Zeitschrift „Like“ ihr nach wie vor Rechnungen schickt. Doch aus irgendeinem Grund können die beiden nicht aufhören, sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Es wirkt erfrischend, sich mit einem Fremden so persönlich unterhalten zu können und sie beginnen beide den jeweils anderen in ihren Alltag zu integrieren. Die Nachrichten werden immer regelmäßiger, länger und gehen mehr und mehr ins Detail. Sie fangen an, sich von ihrem Privatleben zu erzählen und irgendwann wird die Frage nach einem gemeinsamen Treffen immer lauter.

Zu Beginn ist vor allem Leo gegen solch ein Treffen, denn er hat keine Absichten Emmas Ehe durcheinander zu bringen. Er hat sich sein eigenes Bild von ihr gemacht und keine Frau würde es jemals schaffen diesem Bild gerecht zu werden – auch nicht die echte Emma. Diese, auf der anderen Seite, möchte herausfinden, wer Leo Leike wirklich ist. Wer ist der Mann, in den sie sich zwischen hunderten von E-Mails leise verliebt hat? Könnte er der Eine sein, derjenige für den sie ihren Mann verlassen würde? Aber Liebe ist nicht einfach, wenn das Leben einem in die Quere kommt. Immer wieder werden Treffen verschoben, beste Freundinnen angezettelt sich mit dem geheimnisvollen E-Mail Partner zu treffen und Ehemänner mischen sich ein.
Es war nur eine Frage der Zeit, wann Bernhard von Leo erfahren würde und obwohl mich seine Nachricht an die virtuelle „Affäre“ seiner Frau verwundert hat, fand ich sein Einmischen eher überflüssig. Zwar hat sie Leo in seiner Entscheidung sehr geprägt, doch für mich war die Bekanntschaft zwischen Emma und Leo schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Gut gegen Nordwind ist kein Buch für jemanden, der auf Liebesgeschichten steht. Es ist sehr realistisch geschrieben und ich denke, gerade das hat mich so deprimiert. Schon oft habe ich mich selbst in Situationen wie der von Emma und Leo wiedergefunden und mit der ernsten Wahrheit konfrontiert zu werden, dass nicht alle Internet-Bekanntschaften mit der großen Liebe enden, hat mich doch ziemlich vor den Kopf gestoßen. Ich mag Happy Ends, mir ist dabei egal in welcher Form – ob eine erfüllte Liebe, eine Familienzusammenführung, oder die Rettung einer Person in einem Thriller – aber mit Büchern, die eher das reale Leben in den Fokus stellen, muss ich mich noch anfreunden. Die Geschichte um Emma und Leo macht süchtig und ich habe sie sehr gern gelesen; ich sollte nur meine hohen Erwartungen an die Fiktion etwas herunterschrauben.

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