Gut gegen Nordwind

Buch zum Film
Roman

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Ein falsch getippter Buchstabe und schon landet die E-Mail von Emmi Rothner irrtümlich bei dem Linguisten Leo Leike. Leo antwortet trotzdem. Ein lustiger Austausch nimmt seinen Lauf, der immer persönlicher wird. Gerade weil sich die beiden nicht kennen und daher keinen Gesichtsverlust befürchten müssen, vertrauen sie aneinander die intimsten Dinge an. Doch mehr als eine digitale Freundschaft wollen sie zunächst nicht. Aber was ist mit den Schmetterlingen im Bauch, die von jedem »Pling« im Mail-Postfach aufgescheucht werden? Und das obwohl Emmi mit Bernhard verheiratet ist, und Leo immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene hängt ...


Originaltitel: Gut gegen Nordwind
Originalverlag: Deuticke
Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48933-6
Erscheint am 09. September 2019

Leserstimmen

Daniel Glattauer "Gut gegen Nordwind"

Von: Was Silke liest

14.03.2019

Auf Daniel Glattauers Buch wurde ich durch den Roman „Meine wundervolle Buchhandlung“ aufmerksam. Petra Hartlieb schreibt dort über ein Glattauer-Manuskript, das sie erst nur sehr widerwillig liest, nach der Lektüre aber gleich 300 Exemplare des neuerscheinenden Romans für ihre Buchhandlung ordert. Das hat mich sehr neugierig gemacht, den bisher hatte ich Daniel Glattauer nicht auf dem Schirm! Ich bin also gleich in die Buchhandlung, um „Gut gegen Nordwind“ zu suchen und war schon nach den ersten Seiten davon hingenommen. Emmi Rothner will ein Zeitschriftenabo per Email kündigen. Durch einen Tippfehler landet ihre Kündigungs-E-Mail jedoch versehentlich bei Leo Leike. Dieser antwortet auf Emmis Mail und es entsteht eine äußerst angeregte E-Mail-Konversation, die sich mehr und mehr zu einer virtuellen Liebesgeschichte entwickelt. Als Leser kann man sich dem schriftlichen Gedankenaustausch zwischen Emmi und Leo nur schwer entziehen. Ungeduldig und sehnsüchtig, wie die beiden Protagonisten selbst, fiebert man der nächsten Email entgegen, lacht, weint, leidet und freut sich mit ihnen. Ich möchte eigentlich nicht zu viel verraten von diesem aufregenden, kurzweiligen Abenteuer, denn sonst ist die ganze Spannung dahin…! Ein herzerfrischender, wortreicher und lebensnaher E-Mail-Roman, der mir ein paar amüsante Stunden beschert hat und den ich wärmstens empfehlen kann. "Gut gegen Nordwind" war das erste Buch, das ich von Daniel Glattauer gelesen habe und es werden mit Sicherheit noch weitere folgen. Denn schon am Ende dieses Romans will man sofort zum zweiten Band „Alle sieben Wellen“ greifen!

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Eine etwas andere Liebesgeschichte

Von: Marie-Theres Werner

07.11.2018

Da ich jemand bin, der auch schon die ein oder anderen Kontakte online geknüpft hat, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Schon beim Lesen des Klappentextes kamen viele Fragen auf: Ist da mehr als nur eine „Freundschaft“? Wollen sie jemals herausfinden, wer auf der anderen Seite der E-Mails steht? Haben die beiden überhaupt eine Zukunft? Gut gegen Nordwind ist ein sehr schön geschriebenes Buch, mit vielen Höhen und Tiefen, doch es war auch zugleich das deprimierendste, das ich je gelesen habe. Emma und Leo nehmen ganz durch Zufall Kontakt miteinander auf, doch anfangs läuft es alles andere als harmonisch. Leo ist gerade dabei die Trennung von seiner Ex-Freundin zu verkraften und Emma ist einfach nur genervt, dass die Zeitschrift „Like“ ihr nach wie vor Rechnungen schickt. Doch aus irgendeinem Grund können die beiden nicht aufhören, sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Es wirkt erfrischend, sich mit einem Fremden so persönlich unterhalten zu können und sie beginnen beide den jeweils anderen in ihren Alltag zu integrieren. Die Nachrichten werden immer regelmäßiger, länger und gehen mehr und mehr ins Detail. Sie fangen an, sich von ihrem Privatleben zu erzählen und irgendwann wird die Frage nach einem gemeinsamen Treffen immer lauter. Zu Beginn ist vor allem Leo gegen solch ein Treffen, denn er hat keine Absichten Emmas Ehe durcheinander zu bringen. Er hat sich sein eigenes Bild von ihr gemacht und keine Frau würde es jemals schaffen diesem Bild gerecht zu werden – auch nicht die echte Emma. Diese, auf der anderen Seite, möchte herausfinden, wer Leo Leike wirklich ist. Wer ist der Mann, in den sie sich zwischen hunderten von E-Mails leise verliebt hat? Könnte er der Eine sein, derjenige für den sie ihren Mann verlassen würde? Aber Liebe ist nicht einfach, wenn das Leben einem in die Quere kommt. Immer wieder werden Treffen verschoben, beste Freundinnen angezettelt sich mit dem geheimnisvollen E-Mail Partner zu treffen und Ehemänner mischen sich ein. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Bernhard von Leo erfahren würde und obwohl mich seine Nachricht an die virtuelle „Affäre“ seiner Frau verwundert hat, fand ich sein Einmischen eher überflüssig. Zwar hat sie Leo in seiner Entscheidung sehr geprägt, doch für mich war die Bekanntschaft zwischen Emma und Leo schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Gut gegen Nordwind ist kein Buch für jemanden, der auf Liebesgeschichten steht. Es ist sehr realistisch geschrieben und ich denke, gerade das hat mich so deprimiert. Schon oft habe ich mich selbst in Situationen wie der von Emma und Leo wiedergefunden und mit der ernsten Wahrheit konfrontiert zu werden, dass nicht alle Internet-Bekanntschaften mit der großen Liebe enden, hat mich doch ziemlich vor den Kopf gestoßen. Ich mag Happy Ends, mir ist dabei egal in welcher Form – ob eine erfüllte Liebe, eine Familienzusammenführung, oder die Rettung einer Person in einem Thriller – aber mit Büchern, die eher das reale Leben in den Fokus stellen, muss ich mich noch anfreunden. Die Geschichte um Emma und Leo macht süchtig und ich habe sie sehr gern gelesen; ich sollte nur meine hohen Erwartungen an die Fiktion etwas herunterschrauben.

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Vita

Daniel Glattauer, 1960 in Wien geboren, wurde durch seine Zeitungskolumnen bekannt. Mit dem E-Mail-Liebesroman »Gut gegen Nordwind« gelang ihm ein Bestseller, der auf der ganzen Welt gelesen wird und fürs Kino verfilmt wurde.

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