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Ich bin böse Psychologischer Spannungsroman

Kundenrezensionen (13)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48456-0

Erschienen: 20.02.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter ...

»Was für ein brillantes Buch: Realistisch, schockierend, überzeugend!«

T.R. Richmond

Ali Land (Autorin)

Ali Land hat Psychologie studiert, ihr Hauptforschungsgebiet war die Psyche von Heranwachsenden, und ihre Doktorarbeit trägt den Titel "Children Who Kill". Für ihren ersten Roman "Ich bin böse" hat sie sich von "Der Herr der Fliegen", "Die Wespenfabrik" und dem wahren Fall der britischen Serienmörderin Rosemary West inspirieren lassen.

»Was für ein brillantes Buch: Realistisch, schockierend, überzeugend!«

T.R. Richmond

»Düster, unglaublich packend, brillant!«

David Headley, Goldsboro Books

»Das neue ›Girl on the Train‹. Dieser Psychothriller ist wirklich gigantisch!«

Cosmopolitain

»Intelligent und verstörend. ›Ich bin böse‹ hat mich von der ersten Seite an in einen Bann gezogen.«

Debbie Howells

»Ein absolut überzeugender Thriller. Hochspannend. Man wagt kaum zu atmen. meine beste Lektüre seit Jahren.«

Matt Haig

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Sonja Hauser
Originaltitel: Good Me, Bad Me
Originalverlag: Michael Joseph/Penguin

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48456-0

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.02.2017

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Ist sie böse?

Von: Rezifeder Datum: 31.05.2017

www.rezifeder.blogspot.de/

Die Mutter der fünfzehnjährigen Milly wird als Serienmörderin festgenommen, die neun Kinder auf dem Gewissen hat. Milly kommt in eine Pflegefamilie. Sie erhält eine neue Identität, und nur ihre Pflegeeltern Mike und Saskia wissen, wer ihre Mutter ist. Während die Prozessvorbereitungen laufen, soll sich Milly in ihrem neuen Leben eingewöhnen.

Allerdings gibt es auch in ihrer Pflegefamilie Probleme. Psychologe Mike ist zwar engagiert, muss aber viel arbeiten und ist die meiste Zeit außer Haus. Saskia ist kaufsüchtig und betäubt sich mit Drogen, zudem hat sie eine Affäre mit ihrem Yogalehrer. Das größte Problem ist aber eindeutig Tochter Phoebe, die mit Milly in eine Klasse geht.

Die hübsche, selbstbewusste Phoebe reagiert von Anfang an ablehnend und eifersüchtig auf Milly. Sie nutzt jede Gelegenheit, um die Pflegeschwester bloßzustellen, und stachelt die Mitschüler gegen sie auf. Mehr und mehr verspürt Milly den Drang, sich zu rächen. Gleichzeitig befürchtet sie, dass sie ihrer Mutter nachschlägt. Und immer näher rückt der Tag, an dem Milly vor Gericht gegen ihre Mutter aussagen muss ...

Bewertung:

Ali Lands "Ich bin böse" ist ein fesselnder und außergewöhnlicher Roman, der da beginnt, wo viele andere Thriller enden: Eine mutmaßliche Mörderin wird verhaftet und sieht ihrem Prozess entgegen, ihre Tochter kommt in eine Pflegefamilie. Es geht hier eben nicht darum, den eigentlichen Täter zu fassen, sondern um das ebenso brisante Nachspiel. Ganz allmählich setzt sich durch Milly Gedanken zusammen, was sich in den Jahren zuvor bei ihnen zuhause abspielte. In erster Linie aber geht es um Milly selbst; um ihre innere Zerrissenheit, um ihre Hassliebe zu ihrer Mutter und vor allem um ihre Angst, "das Böse" von ihrer Mutter geerbt zu haben. Die wahre Geschichte um Serienmörderin Rosemary West und Williams Goldings Klassiker "Herr der Fliegen" haben hier Pate gestanden; "Herr der Fliegen" spielt auch direkt eine Rolle als Theateraufführung in der Handlung.

Milly, die immer wieder in Gedanken mit ihrer Mutter spricht, ist ein sehr gelungener, faszinierender Charakter. Sie ist einerseits verunsichert, sehnt sich nach Liebe und Zuwendung, erträgt immer wieder Demütigungen durch die arrogante Phoebe. Auf der anderen Seite ist sie intelligent und clever, schlägt bisweilen auf unauffällige Art zurück. Man ahnt früh, dass Milly Dinge getan, für die sie sich schämt und verachtet. Für den Leser ist es eine Gratwanderung, ihren Charakter zu beurteilen. Millys Schicksal nimmt einen schnell für sie ein, doch man weiß anfangs nicht, wie viel sie zu verbergen hat. Ganz allmählich wird man in Millys Gedankenwelt hineingesogen, spürt immer stärker und eindringlicher ihre wachsende Verzweiflung. Mike und Saskia mögen sie aufgenommen haben, doch es dämmert Milly, dass dies nicht als Dauerlösung gedacht ist. Das kunstbegabte Mädchen verbringt viel Zeit mit ihrer Tutorin Miss Kemp, kann aber auch hier keine Mutterliebe erwartet. Sosehr Milly ihre Mutter auch hasst und verachtet, sie hört immer noch deren Stimme in ihrem Kopf und vermisst diese Nähe im Glauben, dass ihr wohl nie mehr ein anderer Mensch so nahekommen kann wie ihre Mutter. Millys Zerrissenheit, ihre Sehnsucht nach Liebe und ihr verzweifelter Kampf gegen das unlösbare Band zu ihrer Mutter werden sehr mitreißend dargestellt, und gerade Millys Angst, sie könnte "böse" sein und die Beurteilung ihrer Handlungen stimmen nachdenklich, weit über die Lektüredauer hinaus.

Die Spannung entfaltet sich auf mehreren Ebenen. Zum einen fiebert man dem Prozess und Millys Aussage entgegen. Milly wird von den Zuschauern und ihrer Mutter abgeschirmt aussagen, zudem bereiten die Anwälte und Mike sie sorgfältig auf die Fragen vor. Dennoch ist offensichtlich, dass Milly begründete Angst vor überraschenden Fragen hat; dass es da Dinge gibt, die ihre Anwälte und Pflegeeltern nicht wissen - ihre Mutter allerdings umso besser. Zum anderen darf man gespannt sein, wie sich das Verhältnis zwischen Milly und Phoebe entwickelt, wie weit Milly in ihren Racheaktionen gehen wird, ob Phoebe hinter ihre wahre Identität kommt und sie womöglich verrät. Etwas gewöhnungsbedürftig ist anfangs die Form, da Milly sich immer wieder im Geist an ihre Mutter wendet, allerdings hat man sich recht schnell darin eingelesen.

Fazit:

"Ich bin böse" von Ali Land ist ein unkonventioneller, sehr mitreißender psychologischer Spannungsroman mit einer reizvollen Hauptfigur. Lässt man sich auf den anfangs ungewohnten Erzählstil ein, wird man mit ausgesprochen guter Unterhaltung belohnt, die auch über die Lektüredauer hinaus noch etwas nachwirken kann.

Ist böse sein verehrbar, oder spielt das Umfeld eine rolle?

Von: Die Buchdompteurin Datum: 16.05.2017

www.buchdompteurin.de

>>Meine Meinung<<

Das Cover war hier einer der Gründe, warum es mein Interesse geweckt hat. Durch das verschwommene Gesicht nimmt es was Geheimnisvolles an, aber wirkt auch dramatisches.
Der Klappentext tat dann seinen Rest.

Ich war so gespannt, was mich erwartet. Aber meine Erwartung war sehr hoch, schließlich ist die Autorin vom Fach und erhoffte mir einen tiefen Einblick, viele Gedanken und wenig wörtliche Rede.
Bereits nach den ersten paar Seiten war mir klar, dass dieses Buch war, ganz besonderes ist.

Die Geschichte wird aus Millys Sicht berichtet. Man liest all ihre Gedanken, die zwar nicht immer ganz leicht zu verstehen sind aber zum einen erschreckend real und zum anderen sehr traurig. Durch den Schreibstil, der auch komplex und an einigen Stellen etwas durch den ständigen Wechsel zwischen wörtliche Rede und indirekte Rede, unterstreicht Millys Gedankengänge und macht die Geschichte auch real.

Millys Leben, bzw. das, was sie erlebt hat, wird nur nach und nach und in kleinen Portionen leicht ersichtlich. Man erfährt keine Details, man ist mehr dabei, wie sie mit der Situation umgeht, um über das Erlebte hinwegzukommen.

Aber was passiert, wenn dieses Leben auch nicht das Beste ist? Auch das erlebt man mit Milly und an vielen Stellen dachte ich mir, sehr ihr denn nicht, spürt ihr denn noch, ist die Familie blind.

Das Ende wurde sehr gut gewählt und die Geschichte ist sehr schlüssig und nachvollziehbar. Aber konnte mich nicht so richtig zufriedenstellen. Denn mir war der Kampf von Milly gegen das innere Böse nicht so sehr ersichtlich. Es war mehr der Kampf gegen die Mutter, die sie so sehr geprägt hat.



>>Fazit<<

Mich hat die Geschichte und jede Seite eingenommen, auch wenn man sich erst mal in den Schreibstil einfinden musste, so war er doch der Teil, der die Geschichte zu etwas Besonderen gemacht hat. Ich konnte Milly auf ihren Weg sehr gut begleiten und alles nachvollziehen und auch jetzt denke ich noch darüber nach. Der Autorin etwas ganz besonders gelungen. Einen Einblick in die Psyche eines jungen Menschen und wie man böse wird.

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