Wenn Männer mir die Welt erklären

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Taschenbuch
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Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.


Aus dem Englischen von Kathrin Razum, Bettina Münch
Originaltitel: Men Explain Things to Me
Originalverlag: Haymarket Books
Taschenbuch, Broschur, 176 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 7 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71439-1
Erschienen am  09. Januar 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Von Machtverhältnissen, sexueller Gewalt und dem Verschwinden von Frauen

Von: Grenzenlos

27.11.2018

Der Titel des Buches ist provokant, eingängig und wirft auf jeden Fall eine Menge Fragen auf. Der Begriff "Mansplaining" wurde kurz darauf gängig (aber nicht von der Autorin geprägt und von ihr auch nicht vollkommen übernommen) und viele stoßen dabei sauer auf, "weil ja auch Frauen herablassend etwas erklären können". Der erste Essay (auch Titelgeber des Buches) beschäftigt sich mit diesem "Männerklären" und geht auch auf die Kritik ein, die dieser Aussage selbstverständlich entgegenschlägt. Bevor man aber zu schnell urteilt, sollte man sich mit dem Begriff genauer auseinandersetzen. Das Buch ist eine Zusammenstellung von Essays, die Solnit im Laufe der Jahre geschrieben hat und jetzt nochmal gesammelt erschienen sind und verschiedene Themen behandeln. Das heißt, sie hat sie nicht extra für das Buch geschrieben und sie wiederholt sich demnach in manchen Punkten öfters, greift immer wieder zu den selben Beispielen und natürlich sind die Themen ähnlich. Jeder Essay behandelt Bereiche, in denen noch sehr viel gearbeitet werden muss. Vor allem geht es um Machtverhältnisse allgemein und dass man nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann, nachdem im Sekundentakt Frauen dieser mit der Macht einhergehenden Gewalt/Unterdrückung ausgesetzt sind. Keine Sorge, auch manche Frauen kommen nicht so gut weg, aber vor allem, weil sie im System Patriarchat mitmachen. Solnit versucht das Leben von Frauen aus der ganzen Welt miteinzubeziehen, man merkt jedoch an ihren Beispielen und ihren Verweisen auf die USA, dass sie US-Amerikanerin ist und ihre Essays dadurch schon auch geprägt sind. Aber sie beschränkt sich darauf nicht und öffnet ihren Blick auf die Missstände in vielen Ländern. Sie schweift auch meiner Meinung nach gerne etwas ab und bringt Vergleiche, die auf den ersten Blick nur schwer nachzuvollziehen sind. Sie hat ein unglaubliches Wissen über Fakten und Menschen und man merkt, dass ihre Essays sehr gut recherchiert sind. Fazit Die Essaysammlung gibt eine interessante Perspektive einer Frau frei, die sich mit Machtverhältnissen, Gewalt, Sexismus und Frauen allgemein sehr intensiv beschäftigt hat und viele Missstände aufzeigt. Sie wiederholt sich des Öfteren in ihren Texten, aber manche Sachen kann man einfach nicht oft genug sagen, bis sie sich in den Köpfen der Menschen eingenistet haben. Kein Buch, dass man so zwischendurch lesen kann, da es sehr zum Nach- und Mitdenken anregt. Aber von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Von Geschlecht, Macht und Hierarchie

Von: Jennifer

18.09.2018

Bereits der Einstieg zeigt, warum wir Feminismus auch heute noch dringend brauchen: Ein Mann erklärt in bestem Glauben der geistig Überlegene zu sein einer Frau auf einer Party eine bemerkenswerte Neuerscheinung. Das dieses Buch von ebenjener Frau geschrieben wurde, für ihn undenkbar und obwohl von Anwesenden darauf hingewiesen wird, fast schon nebensächlich. Dass diese Denkweisen und Strukturen so tief eingegraben sind, dass man sie gerne übersieht, ist mit einer der Gründe warum wir heute immer noch so stark gegen sie ankämpfen müssen. So geben die Essays viele Anregungen über ganz Alltägliches und die dahinter versteckten Strukturen nachzudenken! Da die Texte teilweise in großem zeitlichem Abstand geschrieben wurden, lassen sie sich auch beliebig einzeln lesen. Das Buch erklärt Anfängern zwar nicht den Feminismus, aber nichtsdestotrotz gehört Solnits Buch für mich zu den denkwürdigeren feministischen Werken. Denn sie schafft etwas viel wichtigeres: Sie regt an, über die gesellschaftliche Unterscheidung von Geschlecht nachzudenken! Wunderbare Essays mit jeder Menge kluger Gedanken, eine schöne Empfehlung für alle, die offen über hierarchische gesellschaftliche Strukturen nachdenken möchten. Leseempfehlung!

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Vita

Rebecca Solnit

Rebecca Solnit, Jahrgang 1961, ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

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