Das Zeitalter der Fünf 1

Priester

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Das neue atemberaubende Fantasy-Epos von Trudi Canavan!

Eine starke Heldin in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt: Helden, Götter und eine verbotene Liebe.

Die magisch begabte Auraya ist auserwählt, eine Priesterin der Weißen zu werden. Doch für diese Ehre muss sie alles hinter sich lassen, was ihr lieb und teuer ist: ihre Heimat, ihre Familie – und Leiard, den Traumweber. Dabei könnte sie gerade seine Hilfe dringend brauchen, als geheimnisvolle schwarze Magier ausschwärmen, die nur ein Ziel zu kennen scheinen: den Untergang des Weißen Ordens …


Aus dem Englischen von Michaela Link
Originaltitel: Age of the Five 1. Priestess of the White
Originalverlag: Orbit/Blanvalet
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-02326-3
Erschienen am  11. März 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Abwechselnd spannend und langatmig

Von: Jenny

20.04.2019

Rezension Mit diesem Buch war es ein ständiges Auf-und-Ab. Es hat so viele Seiten, dass die Aussage „Anfang und Ende haben mir gefallen, die Mitte nicht“ zu einfach wäre. Spannende und langatmige Abschnitte haben sich viel häufiger abgewechselt. Meinen Notizen kann ich mindestens acht solcher Wechsel entnehmen. Doch nicht nur der Spannungsgrad der Handlung schwankte, sondern auch meine Sympathie mit den Charakteren war davon abhängig, womit sie sich gerade beschäftigt haben. Viele Enthüllungen, im Großen wie im Kleinen, waren zudem vorhersehbar. Auf der anderen Seite hat mich das Ende trotz Vorhersehbarkeit so gepackt, dass ich die Fortsetzungen auch noch lesen möchte. Anfangs dachte ich, dies sei ein Buch, bei dem ich dran bleiben müsse, um mit der Vielzahl der Erzähler zurecht zu kommen. Die Figuren wurden alle sorgfältig und ausführlich eingeführt, sodass ich nie den Überblick verloren habe; durch die vielen Perspektivwechsel hatte ich aber gleichzeitig trotzdem das Gefühl, dass es mit der Geschichte gut vorwärts ging. Sehr bald wurde allerdings deutlich, dass es sich um ein sehr langsames Buch handelt. Ein sehr, sehr, sehr langsames Buch. Die wenige Handlung in den ersten Kapitel hatte nichts mit der Vorstellung neuer Charaktere zu tun, sondern zieht sich durch das gesamte Buch. Alles wird ausführlich beschrieben und sorgfältig aufgebaut. Es werden mehr Gedanken als Handlungen erzählt, da in jedem Kapitel die Meinung des Erzählers zu den bisherigen Ereignissen aufgearbeitet wird. Das hat zur Folge, dass das Buch träge und gemächlich vor sich hin plätschert. Nicht immer hat mich das gestört, da ich es oft interessant fand, einfach mehr über die Charaktere zu erfahren. Trotzdem haben sich auch langatmige und langweilige Abschnitte darunter gemischt, in denen ich mir gewünscht habe, das Tempo möge endlich anziehen. Da hat es sicherlich auch nicht geholfen, dass das Papier des Buches so dünn ist, dass ich immer wieder mehrere Seiten auf einmal umgeblättert habe und deshalb irgendwann bei jedem Umblättern auf die Seitenzahl schauen musste, um mich nicht immer über die merkwürdig sinnfreien Sätze zu wundern. Genauso geschwankt habe ich bezüglich meiner Zu- und Abneigung gegenüber den Charakteren. Grundsätzlich waren die verschiedenen Erzähler alle interessante Figuren, deren Handlungsstränge ich gerne verfolgt habe. Besonders schön war es immer, wenn ich endlich den Sinn einer Perspektive verstanden habe, weil unterschiedliche Erzähler aufeinander getroffen sind. Außerdem hat mich gleich in den ersten Kapiteln positiv überrascht, dass ich die im Klappentext getriggerte Liebesgeschichte ausschließen konnte, da Auraya zu Beginn ein junges Mädchen und Leiard ihr alter Lehrer ist. Umso enttäuschter war ich, als sie dann nicht mehr so jung und er scheinbar doch nicht so alt war. Eine andere Erzählerin, eine mächtige, uralte Hexe auf der Flucht vor den Priestern, hat es mir mit ihrer scharfsinnigen Weisheit ebenfalls angetan. Bis sie aus Geldnot als Hure im Bordell gelandet ist. Eine weitere Perspektive befasst sich mit einem jungen Erfinder. Über ihn wird die Kultur eines anderen Volkes eingeführt und seine Klugheit hat mir gefallen. Als dann allerdings ein Mädchen auf den Plan tritt ... Es war ein spannendes Fantasy-Buch mit Wesen, Völkern, Politik und Magie, bis die Perspektiven plötzlich alle auf Sex hinausgelaufen sind und das mehr oder minder zeitgleich. Da war es dann eine Weile vorbei mit den interessanten Charakterentwicklungen. Zum Glück haben sich einige Erzähler wieder gefangen und wurden erneut interessant. Bei anderen schwankte es jedoch von Kapitel zu Kapitel. Besonders Aurayas Liebeleien und Leiards Schmachterei gingen mir zunehmend auf die Nerven. Das fand ich sehr schade, da insbesondere Leiard ein sehr vielversprechender, potenzialreicher Charakter ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Erzähler des nächsten Teils auch dann glücklich sind, wenn sie nicht jede Nacht mit einem Geliebten ins Bett hüpfen können. Fazit Das Buch hat mir abwechselnd gut und nicht gefallen. Immer wieder wechselten sich spannende Szenen mit langatmigen Kapiteln ab. Das Erzähltempo ist unfassbar langsam und nicht immer konnten interessante Figuren dies auffangen, da auch meine Meinung bezüglich der Charaktere schwankt. Ich mochte sie alle und habe ihre Geschichte gerne verfolgt, bis plötzlich alle Perspektiven auf Sex, Liebeleien und Schmachterei hinausgelaufen sind. Einige haben sich wieder gefangen, andere gingen mir damit zunehmend auf die Nerven. „Das Zeitalter der Fünf: Priester“ hat mir nicht durchweg gefallen, mich jedoch neugierig auf die Fortsetzungen gemacht und bekommt dafür drei Schreibfedern. Ich bedanke mich beim blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Das Zeitalter der Fünf - Priester

Von: Poldi

23.01.2016

Auraya wird von den weißen Magiern auserwählt, um fortan ihr Leben in dem Zirkel zu verbringen. Doch dafür muss sie einiges zurücklassen, ihre Heimat, ihre Familie, ihre Jugendliebe. Jahre später ist sie von den Göttern als Hohepriesterin auserwählt worden und fühlt sich dem Land verpflichtet – das gerade von einer großen Gefahr bedroht wird. Auraya versucht, die Völker des Nordens zu vereinen... Trudi Canavan ist auf einen Schlag mit ihrer Buchreihe um Sonea bekannt geworden, mit „Das Zeitalter der Fünf“ hat sie eine Trilogie veröffentlicht, die nicht in der Welt der Zauberergilde spielt, sondern ganz eigene Grundzüge hat. Hier spielt die australische Autorin wieder voll ihre Stärken aus und schafft eine sehr detailreiche Szenerie, deren Grundzüge fremdartig und vielseitig wirken. Dass ist zwar anfangs etwas anstrengend und unübersichtlich, mit der Zeit wird aber alles klarer und kann dann seinen vollen Reiz entfalten. Besonders die unterschiedlichen Völkern, die sich nicht an bekannten Klischees bedienen, sondern sehr eigenständig wirken. Die Kulisse ist also schon einmal gelungen, und auch die Geschichte selbst ist unterhaltsam. Zwar sind einige Anleihen an der berühmten Vorgängertrilogie vorhanden, diese werden aber immer weiter zurückgefahren und machen Platz für eine recht verschlungene Handlung, in die ich mich schnell hineinfallen lassen konnte. Zwar gibt es hier und da langwierige Passagen, in denen ein gewisser Stillstand zu verzeichnen ist, insgesamt wird aber ein spannender Verlauf erzählt. Klar wird hier einiges für den weiteren Verlauf der Reihe in Stellung gebracht, das geschieht aber sehr interessant und lesenswert. Auch die Charaktere sind sehr gut erdacht, sie stecken voller Leben und charmanter Seiten. Im Mittelpunkt natürlich Auraya, die schnell ihren Weg in mein Herz gefunden hat, aber auch die restlichen Rollen konnten mich weitestgehend überzeugen. Schade ist nur, dass Canavan wieder in schwarz-weiß-Malerei verfällt und wenig Diversität innerhalb ihrer Rollen aufkommen lässt – das hätte einige Charaktere wohl noch spannender gemacht. Die verwendete Sprache ist erneut sehr bildreich und treffend, sodass man sich gut in die fremdartige Welt hineinfinden konnte. „Priester“ ist ein sehr gelungener Auftakt und alles andere als eine Kopie der früheren Werke der Autorin, sondern spielt in einer gänzlich anders funktionierenden Welt. Das ist sehr reizvoll zu erkunden und steckt voller überraschender Momente, und auch die Geschichte selbst ist trotz kleinerer Längen kurzweilig und sehr unterhaltsam – und macht Lust auf mehr!

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Vita

Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurealis Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte. Ihr Erstlingswerk, der Auftakt zur Trilogie »Die Gilde der Schwarzen Magier«, erschien 2001 in Australien und wurde weltweit ein riesiger Erfolg. Seither stürmt sie mit jedem neuen Roman die internationalen Bestsellerlisten.

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