Der Brombeergarten

Roman

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Und plötzlich ist das Gras auf meiner Seite wieder grün ...

Mit Ende Zwanzig erfüllt sich Tilly Parker den Traum von einem eigenen Garten. Und die Gärtner-Community, der sie beitritt, nimmt sie mit offenen Armen auf. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Gemma veranstaltet sie Gartenfeste, backt Obstkuchen und verkauft selbstgemachte Marmelade. Alles scheint perfekt, bis plötzlich der attraktive Aidan in Tillys Leben tritt: Er stellt ihre geordnete Welt auf den Kopf. Auch wenn Tilly es nicht zugeben will, sie könnte sich in ihn verlieben …


Aus dem Englischen von Anke Kreutzer, Eberhard Kreutzer
Originaltitel: Ivy Lane
Originalverlag: Corgi
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22382-3
Erschienen am  09. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Locker leichter Sommerroman

Von: EsKa (All about the books)

12.10.2019

Titel: Der Brombeergarten Autor: Cathy Bramley Verlag: Heyne Seiten: 511 ISBN: 978-3-453-42264-3 Warum geht es? Tilly Parker ist Ende 20 und gefühlt auch am Ende ihrer Träume und Kräfte. Ernüchtert und ohne wirklichen Plan vom Leben zieht sie nach einer Trennung in die Kleinstadt Kingsfield von der sie nicht weniger erwartet, als einfach ihre Ruhe zu haben. Aus einem Impuls heraus erfüllt sich Tilly nach einigen Wochen der Einsamkeit und Abschottung von allem was Freude bringen könnte, einen lang gehegten Traum von einem eigenen Garten. Auch wenn sie noch nicht recht weiß wie ihr geschieht und ihre grünen Daumen erst noch entdecken muss, nimmt die Gärtner-Gemeinschaft sie herzlich in ihre Reihen auf. Und plötzlich findet sich Tilly in einem Kreis warmherziger Menschen wieder, mit denen sie Gartenfeste veranstaltet und schöne Stunden verbringt, von denen sie glaubte, sie so schnell nicht wieder zu erleben. Alles scheint perfekt, bis plötzlich der attraktive Aidan in Tillys Leben tritt: Er stellt ihre geordnete Welt gehörig auf den Kopf und auch wenn Tilly es nicht zugeben möchte, so muss sie sich eingestehen, dass sie sich sogar in ihn verlieben könnte…. Rezension: Jemand, der wie ich Bücher ganz oft nach dem Cover auswählt, kommt nicht umhin, sich ein ums andere Mal erneut in die Werke von Cathy Bramley zu verlieben. Denn genau wie “Fliedersommer” ist auch “Der Brombeergarten” optisch ein absolutes Schmuckstück, das Lust macht, es in den Händen zu halten und sich in seinen Seiten zu verlieren. Und erneut hatte ich die Hoffnung auf einen lockeren, leichten und vor allem romantischen Sommerroman, der Spaß macht und mich nur so durch die Seiten fliegen lässt. Leider wurde diese Hoffnung nur zum Teil erfüllt, was mich wirklich ein wenig traurig gemacht hat. Tilly, die Protagonistin ist zauberhaft und nimmt den Leser von Seite 1 an die Hand und lässt ihn ihre Dramen, glücklichen Momente, Krisen und Wunder miterleben. Cathy Bramley versteht es mit ihrem flüssigen und spritzigen Stil erneut, den Leser auf eine wunderbar leichte Reise durch ihren Roman zu schicken. Überhaupt punktet das Buch definitiv mit seinen (teils außergewöhnlichen) Figuren, die allesamt tolle Charakterköpfe sind und man sich den einen oder anderen durchaus als seinen Nachbarn wünschen könnte. Trotzdem muss ich mich mit Blick auf die Rezension zu Bramleys Vorgängerwerk ein wenig wiederholen, denn auch dem Brombeergarten hätte ein wenig mehr Tiefe und Drama gut getan. Leider erschöpft sich die Geschichte in zahlreichen kleinen und großen Gartenepisoden, die für sich gesehen unterhaltsam, aber ebenso sehr seicht sind. Wendungen und Geschehnisse hingegen lassen sich schnell erahnen und verlieren dadurch ihren Überraschungseffekt. Zwischen all den Gemüsesorten und Marmeladengläschen mutet Tillys neue Liebe beinahe nebensächlich an. Beinahe scheint es, als habe sich Cathy Bramley mehr in den Details rund um Karotten und Radieschen verloren und die eigentliche Handlung ein Stück weit sich selbst überlassen, was ich als durchaus schade empfinde, denn gerade die (eigentlich nebensächlichen) Details verleihen dem Buch grundsätzlich absoluten Charme. Fazit: Mit spitzer Zunge ließe sich formulieren, dass letztlich auf über 500 kaum etwas passiert ist. Allerdings möchte ich gar nicht so hart sein, denn “Der Brombeergarten” ist letztlich doch das, was man von ihm erwartet und hält ein Stück weit das, was er verspricht. Wer auf der Suche nach einem leichten und lockeren Roman ist, bei dem es sich wunderbar abschalten lässt, der wird an dem Buch von Cathy Bramley definitiv seine Freude haben. Für diese Geschichte kann ich aber dennoch nur 3 von 5 Sternen geben. Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books“ ans Herz gelegt. Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!

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Auch für Leser ohne grünen Daumen

Von: Bücher in meiner Hand

28.07.2018

Der Anfang Juli neu erschienene Roman von Cathy Bramley ist gar nicht so neu - wie ich im Nachhinein bemerkte. Auf Deutsch schon, doch im englischen Original erschien er zuerst als vierteiliger Roman, nach Jahreszeiten aufgeteilt. Erst danach wurden die vier Kurzgeschichten zu einem Roman zusammengefasst. Diese Informationen hätte ich gerne vor dem Lesen gehabt, vielleicht hätte ich die grossen Zeitsprünge im "Brombeergarten" dann besser verstanden. "Ivy Lane" ist aber auch der Vorgänger von "Wie Himbeeren im Sommer". Eine Figur aus dem "Brombeergarten" wird dort zur Protagonistin. Hier allerdings nimmt sie nur eine Nebenrolle ein; die Lese-Reihenfolge ist also egal. Die Geschichte um Tilly, die nach einem Schicksalsschlag umzieht und eine neue Stelle annimmt, verläuft gemächlich. Um ein bisschen rauszukommen, mietet sie in einer Kleingartenvereinigung eine Gartenparzelle. Eigentlich will sie dort ihre Ruhe, doch schon am ersten Tag merkt sie, dass damit nichts wird. Präsidentin Christine ist ein Ass im Jobs abgeben und Tilly bekommt gleich einen aufgezwungen. Parzellennachbarin Gemma plaudert gern mit ihr, und Charlie packt mit an. Aber das ist Tilly zuerst schon zu viel. Nur langsam scheint sie in ihrem neuen Leben anzukommen. Leider verschweigt Tilly wieso sie ihren Mann verloren hat. Sehr lange ist ihr Vorleben unklar, der Leser wird mit wenigen Stichworten abgespeist, was mich mit der Zeit nervte. Wie ich oben schon schrieb, wurden oft viele Wochen übersprungen - und dann ist zum Beispiel plötzlich ein Filmteam da. Einige Seiten lang ist dann unklar, was die überhaupt in der Ivy Lane machen. Oft dachte ich, ich hätte auf den vorherigen Seiten etwas überlesen und ging einige Seiten zurück - nur um festzustellen, dass ich wirklich nichts überlesen hatte. Schuld an den abrupten Kapitelanfängen ist wohl die Originalfassung als vierteilige Kurzgeschichtenserie. Schade, dass diese Übergänge nicht überarbeitet wurden, damit sich der Roman flüssiger liest. Der Roman lebt dafür von seinen unterschiedlichen Charakter, die bunt und gut zusammengewürfelt sind. Der Gartenverein ist wie ein kleiner Kosmos für sich, fast schon eine grosse Familie. Leser ohne grünen Daumen müssen keine Angst vor zu viel Gartenlatein haben: das Gärtnern wird nur oberflächlich beschrieben. Vielmehr spielt das soziale Leben der Kleingartenkolonie eine grosse Rolle. Selbst einige der Mieter machen es sich sehr einfach - ein Garten ja, zeitintensive Gartenarbeiten nein. Für mich hätte durchaus mehr Botanik vorkommen können, ich fand es diesbezüglich fast zu einfach gestrickt, mehr wäre mir willkommen gewesen. Schön geschildert jedoch war, wie Tilly aus ihrem Tief herauskam und selbst wieder aufblühte. Bewegende Szenen fehlten nicht, dennoch fand ich den "Brombeergarten" nicht so fesselnd wie Cathy Bramleys andere Romane. Ja, ich war ein wenig enttäuscht, weil ich ihre zwei anderen Bücher so toll fand. Fazit: Gemütliche Lektüre für Gartenliebhaber und auch für alle ohne grünen Daumen nett lesbar. 3.5 Punkte.

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Vita

Cathy Bramley

Cathy Bramley lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und ihrem Hund in einem kleinen Dorf in Nottinghamshire. Sie war schon immer eine Leseratte und las früher oft mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Damit war erst Schluss, als ihr Mann ihr einen E-Reader mit Beleuchtung schenkte. Nachdem sie achtzehn Jahre lang eine Marketingagentur geleitet hatte, startete sie als Autorin noch einmal neu durch. Von ihrem Erfolg war sie dabei wohl als einzige selbst überrascht.

www.cathybramley.co.uk

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