Der Hochstapler

Roman

(4)
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Wer ist Wallace? – und wenn ja, wie viele?

Der Held dieses verwegenen Romans ist ein Hochstapler, der während einer Party in einem Hotelzimmer einen betrunkenen Gast auf dessen Drängen ins Gesicht schlägt und ihn damit vom Balkon in den Tod prügelt. Um ungeschoren davonzukommen, und weil sein eigenes Leben bis dahin vollkommen ereignis- und freudlos verlief, entschließt er sich kurzerhand, die Identität des Toten zu klauen und dessen Stelle als Professor der Moralphilosophie an dem örtlichen College anzutreten. Auf dem Weg durch die großen und kleinen Fallen des Universitätslebens hinterlässt er eine (ethisch wohlbegründete) Spur der Verwüstung und zahlreiche Leichen…

»Köstliche Unterhaltung - und möglicherweise das außergewöhnlichste Buch des Jahres«

Freies Wort (29. April 2019)

Übersetzt von Gabriele Haefs
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-20082-4
Erschienen am  08. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

"Der Hochstapler" von David Slattery

Von: Fraggle

31.07.2019

Mein Einstieg in die Lektüre von „Der Hochstapler“ gelang mir wesentlich leichter als der in diesen Text. Der mir bislang unbekannte David Slattery teilt seinen 446-seitigen Roman in nahezu 50 Kapitel von also überschaubarer Länge und lässt uns, die Leser, gleich zu Beginn seinen Protagonisten kennenlernen. Und eben dieser ist ein eigentlich sehr vorsichtiger, risikoscheuer, vorausplanender und sehr höflicher Mann, der sogar Verbalinjurien jeglicher Art sehr dosiert einsetzt, nämlich nur dann, wenn sie ihm wirklich, wirklich angemessen erscheinen, weil deren übermäßige, inflationäre Verwendung die Wirkung derselben nachteilig beeinträchtigen würde. Und kaum wurde der Protagonist derartig charakterisiert, sehen wir ihn auch schon in eine unangenehme Situation tödlichen Ausmaßes stolpern, nämlich als der Held der Geschichte einen gewissen „Wallace“ – auf dessen Betreiben hin – mittels eines gewaltigen Faustschlags vom Balkon zum Boden und vom Leben zum Tode befördert – und das alles nur, weil er sein Gegenüber durch das Ausbleiben eines Schlages nicht kränken wollte. Und außerdem für diesen Fall ein wenig Sorge hatte, selbst verdroschen zu werden … Zu diesem Zeitpunkt kann man noch nicht ahnen, dass das nur der Auftakt für eine Unmenge an mal unangenehmen, mal skurrilen Situationen, mal auch solchen tödlichen Ausmaßes bedeutet. Was folgt ist ein rasanter Plot, der sich einerseits viel mit seinen liebevoll gestalteten Charakteren beschäftigt – dazu später mehr – und andererseits viel mit Philosphie und philosphischen Fragen und solchen, auf die die Philosophie eben keine Antworten hat oder geben kann. Ich mag mir vorstellen, dass die Lektüre für jemanden, dessen philosophische Kenntnisse – im Gegensatz meinen – über die Lektüre von „Sofies Welt“ und Weischedels „Die Philosphische Hintertreppe“ hinausgehen, noch sehr viel mehr Anspielungen versteht und noch mehr Freude am Lesen des Buches hat. Aber auch für die der entsprechenden Wissenschaftsdisziplin unkundigen Leser bietet „Der Hochstapler“ 446 durchaus höchst vergnügliche Seiten. Mitunter verrät einem die Lektüre vielleicht sogar etwas über einen selbst. Ich bin beispielsweise kein besonders großer Anhänger komischer Literatur, weil sie bei mir selten funktioniert. Wenn ich aber an der Stelle, an der eine Professorin unter Mithilfe einer Golfausrüstung und einer Teslaspule um die Ecke gebracht werden soll – den näheren Versuchsaufbau erspare ich euch – in schallendes Gelächter ausbreche, was beim Lesen – Menschen, die mich persönlich kennen, werden das bestätigen – eher selten vorkommt, dann bin ich mir sicher, dass dieser Heiterkeitsausbruch angesichts einer eigentlich nicht komischen Situation viel über meine Persönlichkeit aussagt. Und ich will nicht genauer wissen, was eigentlich … „Ein solcher Plot muss in einem entsprechenden Ton geschrieben sein, sonst wirkt das nicht.“, sagte kürzlich eine ganz zauberhafte Person nach meiner Schilderung der Handlung sinngemäß zu mir. Und ja, das stimmt eindeutig. Glücklicherweise trifft Slattery diesen Ton. Meistens ironisch, mal zynisch, zwischendurch auch lakonisch gehalten ist sein Erzählstil, dem man in keiner Weise etwas vorwerfen kann. Blieben da noch die weiter oben bereits erwähnten Charaktere. Diese als „sympathisch“ zu beschreiben, tue ich mich allerdings schwer. Denn wenn man ehrlich sein will, dann muss man sagen, dass sie alle, durch die Bank, einen ganz, ganz erheblichen Schatten haben. Natürlich ist das Absicht. Aber liebevoll gestaltet sind sie und man kann sie in ihrer Verschrobenheit auch gern haben. Und in manchem schlummern offensichtlich deutlich mehr Fähigkeiten, als gedacht. Wer sich beispielsweise die Nummer mit der Teslaspule und der Golfausrüstung einfallen lässt, muss ein Genie sein … Und dann bliebe da ja noch der eingangs erwähnte „Wallace“, der spannende Fragen aufwirft: Da der Protagonist schon kurz nach Beginn der Handlung seine neue Identität annimmt, erfährt man über seine alte so gut wie nichts. Wie der eigentliche Wallace aber so war und ob die Interpretation des Helds dieser Geschichte der eigentlichen Persönlichkeit des Fensterstürzers nahekommt, kann man nun auch nicht genau sagen, da weder das Arbeitsumfeld an der Uni ihn kennt, noch sein versehentlicher Mörder. Darüber könnte man jetzt lange philosphieren. Das würde aber jetzt zu weit führen. Wer einen sehr ironischen, in Ansätzen bissigen Roman über Philosphie und die Gelegenheit, sein Leben nochmal völlig neu zu beginnen, mit denkwürdigen Charakteren lesen möchte, liegt bei „Der Hochstapler“ richtig. Ich danke dem Bloggerportal und dem btb-Verlag für die freundliche Zusendung des Rezensionsexemplars.

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4,5 Sterne😍

Von: die.legenden.von.inkspell

21.05.2019

Heute habe ich "Der Hochstapler" aus dem @btb_verlag beendet🤗 🔸️ Hier mal der Klappentext, damit ihr wisst um was es geht: "Der Held dieses verwegenen Romans ist ein Hochstapler, der während einer Party in einem Hotelzimmer einen betrunkenen Gast auf dessen Drängen ins Gesicht schlägt und ihn damit vom Balkon in den Tod prügelt. Um ungeschoren davonzukommen, und weil sein eigenes Leben bis dahin vollkommen ereignis- und freudlos verlief, entschließt er sich kurzerhand, die Identität des Toten zu klauen und dessen Stelle als Professor der Moralphilosophie an dem örtlichen College anzutreten. Auf dem Weg durch die großen und kleinen Fallen des Universitätslebens hinterlässt er eine (ethisch wohlbegründete) Spur der Verwüstung und zahlreiche Leichen…" 🔸️ Die Geschichte beginnt schon ziemlich schnell mit der Handlung, was mir gut gefallen hat. Denn bereits der Klappentext hat sich extrem spannend angehört und das hat das Buch auch für mich eingehalten. Bald schon gibt er sich als Rik Wallace aus und die Handlung kommt ins Laufen. Ich habe gespannt mit dem Protagonisten mitgefiebert und mich gefragt, ob er bei der Universität auffliegt. Dabei entwickelte sich did Handlung noch etwas weiter, was ich so gar nicht erwartet hatte. Die Charaktere waren auch ziemlich interessant, da sie so ihre Macken und Kanten hatten und nicht perfekt waren. Der Schreibstil war auch gut, nur manchmal bin ich beim Lesen nicht so gut voran gekommen. Eins meiner neuen Lieblingsbücher aus @btb_verlag 🤗 Daher gibt es ingesamt 4,5 von 5 Sternen💗 Denn die Story sowie Charaktere konnten mich ziemlich überzeugen💜

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Vita

David Slattery ist Kulturanthropologe, unterrichtete an zahlreichen Universitäten, unter anderem auch in Frankfurt am Main, und arbeitet gegenwärtig als Berater im Bereich der Erwachsenenbildung. Sein Bestseller "How To Be Irish" erschien zunächst in einem Independent-Verlag und wurde zu einem Überraschungserfolg. David Slattery lebt in Dublin.

Zur AUTORENSEITE

Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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