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Die Fliederinsel Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18686-9

NEU
Erschienen: 15.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...

In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.

Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …

Wussten Sie, dass Sylvia Lott Weltmeisterin im Eiskunstlauf werden wollte? Zum Interview

www.sylvia-lott.de/blog

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Sylvia Lott und ihre Romane auf Facebook

»Ein dänisches Ferienhaus, ein schönes Flieder-Gemälde – und eine Geschichte aus der Vergangenheit, die von einer jüdischen Malerin handelt: Sylvia Lott zaubert einen tollen Roman! «

Mein TV & ich (06.05.2017)

Sylvia Lott (Autorin)

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane „Die Rose von Darjeeling“, „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und „Die Lilie von Bela Vista“. Im Frühjahr 2016 erscheint ihr neuer Roman, der auf ihrer Lieblingsinsel Borkum spielt: „Die Inselfrauen“.

www.sylvia-lott.de/

»Ein dänisches Ferienhaus, ein schönes Flieder-Gemälde – und eine Geschichte aus der Vergangenheit, die von einer jüdischen Malerin handelt: Sylvia Lott zaubert einen tollen Roman! «

Mein TV & ich (06.05.2017)

»Die Familiengeschichte empfiehlt sich als entspannende Lektüre für einen Abend im Liegestuhl oder am Strand. Eine Liebeserklärung an die dänische Insel Fünen und den Flieder«

Wohnen & Garten (11.04.2017)

»Absolut anrührend«

Laura (17.05.2017)

»Die Kulisse Dänemarks und die Beschreibungen der traumhaften Insel Fünen machen auch diesen Roman der Erfolgsautorin wieder zu etwas Besonderem.«

Reise-Magazin.de (21.05.2017)

»[S]chöne[r] Sommerroman«

bella (03.05.2017)

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24.08.2017 | 17:00 Uhr | Travemünde

Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Lesungen im Park"
Eintritt frei

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Mehr Infos

"Lesungen im Park"
Anden Strandterassen
Travemünde

Weitere Informationen:
Lübeck und Travemünde Marketing GmbH
23552 Lübeck

Tel. 0451/4091-908

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18686-9

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

NEU
Erschienen: 15.05.2017

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Fünen – Glück, Trennung und Entbehrung

Von: Frau Goethe Datum: 09.06.2017

https://fraugoetheliest.wordpress.com

Celia verbringt ihren Urlaub ohne ihre Familie auf der dänischen Insel Fünen, nachdem sie ein Haus aufgrund einer alten Kindheitserinnerung recherchiert hatte. Zu ihrem Glück ist das Haus immer noch zu mieten. Auf der Veranda des Ferienhauses entdeckt sie ein Gemälde, das lange verschollen galt. Es zeigt einen Strauß Flieder, wie er für die Gegend typisch ist. Um mehr über dieses Bild zu erfahren, fragt Celia ihre Vermieterin Inger nach dessen Herkunft. Daraufhin wird ihr nach und nach die Geschichte von Ingers Eltern erzählt.

Sylvia Lott hat ein weiteres Mal eine berührende Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen als Grundlage für ihren Roman genommen. Sie führt die junge Frau Celia ein, die nun den Anstoß für den Rückblick nach 1938 bis Kriegsende gibt. Während dieser Zeit ist die junge Malerin Ruth frisch verheiratet mit dem Schriftsteller Jakob Liebermann. Das Paar mit jüdischen Wurzeln bekommt in Nazi-Deutschland die Ablehnung zu spüren und flüchtet nach Dänemark. Jakob wünscht sich zwar eine Auswanderung in die USA, was aber von den Behörden abgelehnt wird. Da Ruth ein Haus – Celias Ferienhaus – auf Fünen geerbt hat, klingt es nur vernünftig, dass beide dorthin ziehen. Ruth schafft es, mit ihren Bildern so viel Geld zu verdienen, dass es zum Überleben reicht. Als die gemeinsame Tochter Ingrid geboren wird, scheint das Familienglück perfekt zu sein. Doch dann sickert durch, dass die Deutschen alle Juden in Dänemark in der Nacht des jüdischen Neujahrsfestes in ihren Wohnungen festnehmen und in Konzentrationslager bringen wollen. Ruth und Jakob müssen ihre schwerste, eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Die tragische Geschichte wird in Rückblicken aus Ingers Sicht erzählt. Es wird nicht nur die Familiengeschichte erzählt, sondern auf eine wichtige historische Entscheidung aufmerksam gemacht. Obwohl Dänemark unter der deutschen Besetzung litt, konnten nahezu alle Juden durch die Flucht nach Schweden gerettet werden. Dieser nationale Zusammenhalt beschreibt die Gesellschaft auf sympathische Weise. Es zeigt auf, wie trotz der grausamen Zeiten die Menschlichkeit siegte. Man ist als Leser sehr nah an den Figuren in diesem Handlungsstrang, um mit ihnen mitfühlen zu können, ihre Sorgen und Entbehrungen werden greifbar und vor allem die psychische Belastung. Dass das so ist, ist natürlich auch die schriftstellerische Leistung von Sylvia Lott. Das berührende Thema wird dennoch mit einem außergewöhnlich leichten Erzählstil vorgetragen. Fiktive Personen treffen dabei auf Persönlichkeiten wie Berthold Brecht oder Karin Michaelis, die ebenfalls auf Fünen lebten.

Das Buch fesselt vor allem mit dem historischen Teil. Es ist keine leichte Kost für zwischendurch, sondern hallt gerade wegen der bedrückenden Umstände nach. Manchmal wäre ich gerne früher zu Celia und Inger zurückgekehrt, um einfach eine Verschnaufpause zu haben. Aber dann hätte Ruths Geschichte an Intensität verloren. Sie verdient diese Bühne auf alle Fälle, die vom Flieder und dem idyllischen Fünen eingerahmt wird. Der Roman bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Lieblicher Titel, packender Inhalt

Von: Susanne Edelmann Datum: 26.05.2017

www.susanne-edelmann.de/

Hinter diesem lieblichen Buchtitel verbirgt sich ein packender Roman rund um ein jüdisches Paar auf der Flucht vor den Nazis. Ruth und Jakob Liebermann sind frisch verheiratet und leben in Berlin, sie arbeitet als Modezeichnerin, er feiert erste Erfolge als Autor von Theaterstücken. Doch die Herrschaft der Nationalsozialisten bringt sie immer mehr in Bedrängnis und nach der Reichskristallnacht bittet Ruth Jakob inständig, mit ihr nach Dänemark zu flüchten, denn auf der dänischen Ostseeinsel Fünen hat Ruths Familie ein kleines Sommerhaus.

Jakob gibt Ruths Drängen nur zögerlich nach, zu sehr hängt er an dem Leben in der Großstadt. Doch schließlich verlassen beide Deutschland in Richtung Dänemark. Auf Fünen, wo Ruth die Sommer ihrer Kindheit verbracht hat, werden die beiden herzlich aufgenommen und erfahren viel Hilfsbereitschaft, vor allem durch ihre Nachbarsfamilie Larsson. Nach und nach gelingt es Ruth, das Sommerhaus in ein Heim zu verwandeln. Die herrliche Fliederblüte, für die Fünen bekannt ist, inspiriert sie zu wundervollen Bildern und so macht sie sich allmählich einen Namen als Malerin und kann mit ihren Gemälden schließlich sogar den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie bestreiten. Auf Fünen wird nämlich aus dem Ehepaar Liebermann die Familie Liebermann, denn hier kommt Tochter Ingrid zur Welt, ausgerechnet an dem Tag, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Zunächst hat dieser allerdings nur wenig Auswirkungen auf das friedliche Inselleben. Doch der Widerstand der Dänen gegen die Nazis wächst, immer mehr Juden suchen hier Zuflucht und so gibt es schließlich immer mehr Aufstände und Protestaktionen im „Musterprotektorat“. 1943 kommt es zu einer groß angelegten, nächtlichen Aktion der Nazis, bei der alle Juden in Dänemark „festgesetzt“ werden sollen. In letzter Minute gelingt Ruth und Jakob die Flucht nach Schweden, doch ihre Tochter Ingrid müssen sie schweren Herzens bei den Larssons zurücklassen. Erst nach Kriegsende ist die Familie wieder vereint, aber das Wiedersehen verläuft alles andere als erhofft.

Dieses Zitat aus dem Buch beschreibt die Situation meiner Meinung nach sehr gut: „Ich hab immer nur bis zum Ende des Krieges gedacht“, sagte Ruth unvermittelt. „Irgendwie hab ich geglaubt, wenn der Krieg vorbei ist und die Nazis besiegt sind, dann wird auf einen Schlag alles gut, wunderbar und herrlich. Wir werden wieder eine glückliche Familie sein und überhaupt… Ich hab durchgehalten. Aber jetzt sind meine Reserven verbraucht. Mir fehlt die Kraft.“

Jahrzehnte später mietet die Deutsche Celia das Sommerhaus, nachdem sie sich auf einem Foto in das schmucke Gebäude verliebt hat. Vor Ort findet sie nicht nur ein verschollen geglaubtes Fliederbild von Ruth Liebermann, sondern kommt auch einem Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit auf die Spur.

Mich hat dieser Roman von der ersten Seite an gefesselt. Durch die wechselnden Perspektiven und die zwei Zeitebenen verliert die Geschichte nie an Spannung, im Gegenteil: So manches Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der es absolut unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe mit Ruth gemeinsam gebangt, gelitten, geweint und gelacht. Ich vermeinte, den Duft des Flieders zu riechen und für mich steht nun fest, dass ich unbedingt selbst mal nach Fünen reisen muss.

Darüber hinaus habe ich aber auch jede Menge gelernt. Denn ich muss gestehen, dass ich vorher absolut keine Ahnung von der Rolle Dänemarks im Zweiten Weltkrieg hatte. Noch viel weniger wusste ich von der beispiellosen Rettungsaktion, in der viele Dänen ihre jüdischen Mitmenschen vor dem Zugriff der Nazis gerettet haben. Wie ich dem Nachwort der Autorin entnehmen konnte, ist diese Aktion in Skandinavien hingegen nicht nur allgemein bekannt, sondern nahezu legendär und identitätsstiftend. Immerhin haben 99 Prozent der Juden in Dänemark diese schreckliche Zeit überlebt und das nicht zuletzt auch dank der großen (aber nicht immer selbstlosen) Unterstützung durch die dänische Bevölkerung. Allerdings teilten viele der damaligen Flüchtlinge das Schicksal von Ruth und Jakob, ihre Kinder bei Verwandten oder Freunden zurück lassen zu müssen. Welche Auswirkungen das auch noch auf nachfolgende Generationen hatte, wird in dem Roman ausgesprochen einfühlsam geschildert.

Auf die Autorin Sylvia Lott wurde ich vor gut zwei Jahren aufmerksam, als ich ihren Roman „Die Glücksbäckerin von Long Island“ gelesen habe. Schon dieses Buch hatte mich begeistert, so dass ich mit Spannung auf „Die Fliederinsel“ gewartet habe. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil! Ich kann dieses Buch all jenen von Herzen empfehlen, die einen gut recherchierten, spannend geschriebenen Familienroman in historischem Kontext zu schätzen wissen.

Und ganz nebenbei: Ist dieses Buchcover nicht einfach nur zum Verlieben?

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