Die Fliederinsel

Roman

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Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...

In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.

Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …

»Ein dänisches Ferienhaus, ein schönes Flieder-Gemälde – und eine Geschichte aus der Vergangenheit, die von einer jüdischen Malerin handelt: Sylvia Lott zaubert einen tollen Roman! «

Mein TV & ich (06. Mai 2017)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-18686-9
Erschienen am  15. Mai 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bewegend

Von: Bücher in meiner Hand

10.02.2019

"Dieser verdammte Rotwein!" - selten habe ich solch einen coolen ersten Satz gelesen wie in diesem Roman! Dieser Ausruf stammt von Celia, die für einige Tage zum Arbeiten auf die dänische Ostseeinsel Fünen in ein hübsches Ferienhaus zieht. Gleichzeitig möchte sie gerne mehr über ihren Grossvater erfahren. Alles was sie von ihm hat, ist ein altes Foto einer Fliederallee. Genau so eine, wie in ihrem Feriendomizil. Doch zuerst bringt Celia das in einem Hausversteck gefundene Bild zu ihrer Vermieterin Inger Olsen - die ist erstaunt, erfreut und betroffen zugleich und erzählt Celia nach und nach was es mit diesem Bild auf sich hat. Ingers Erzählung handelt von Ruth und Jacob Liebermann, die nach dem Auftauchen der Nazis aus Berlin fliehen wollen. Ihre aufregende Lebensgeschichte ist zentraler Teil dieses Romans und berichtet vom Leben jüdischer Flüchtlinge in Dänemark und Schweden. Eigentlich wollen die beiden nach Amerika, vor allem Jacob hofft so sehr darauf. Aber die Einreiseerlaubnis trifft einfach nicht ein und auch kein positiver Bescheid aus Kopenhagen, wo Ruth Verwandte hat. Doch dann ist höchste Eile angesagt und sie dürfen zumindest temporär nach Dänemark ausreisen. Beide hadern auf ihre Weise mit dem kargen neuen Leben im Exil, dass sie sich aufbauen müssen. Kein Vergleich zu der offenen Theater- und Künstlerwelt in Berlin in der sie sich beide wohl gefühlt haben. Besonders Jacob zerbricht fast an dem eintönigen Leben, auch neue Bekanntschaften aus der Künstlerszene lassen seinen Wunsch, nach Amerika zu reisen, nicht vergessen. Ruth hingegen packt an, kann mit der Situation sehr viel besser umgehen und sorgt für ihren gemeinsamen Lebensunterhalt. Die Autorin zeigt uns in diesem erneut top recherchierten Roman wie unterschiedlich die Menschen mit ihrem Los umgegangen sind. Jacob war mir sehr unsympathisch in seinem Festhalten an seinem Beruf als Schriftsteller, ihn hätte ich öfters schütteln können. Ruth mochte ich sehr und ich konnte auch ihre späteren Ängste verstehen. Bald stehen sie vor einer wichtigen Entscheidung, die ihnen niemand abnehmen kann und bleiben mit der Frage zurück, ob sie richtig oder falsch entschieden haben. Sylvia Lott hat nicht nur diese eine wichtige Entscheidungsfrage und den Konflikt darüber berührend geschildert, sie nimmt auch die Leser emotional mit auf die Reise von Ruth und Jacob, lässt mitbangen und mithoffen, lässt die gemalten Bilder und die ganze Atmosphäre - nicht nur die auf Fünen - mitsehen und miterleben. Trotz der traurigen Thematik liest sich "Die Fliederinsel" schnell und fliessend, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Fazit: Ein bewegender und hoffnungsvoller Pageturner über ein düsteres Stück Zeitgeschichte, der uns stellvertretend die Schicksale der Menschen, die das Grauen miterlebt haben, näher bringt. 5 Punkte.

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Eine bewegende Geschichte mit historischem Hintergrund an einem wunderschönen Schauplatz

Von: friederickes bücherblog

24.07.2017

Das Cover: Das Cover ist in überwiegend zarten, hellen Farben gehalten und zeigt im Vordergrund einen üppigen Fliederstrauß auf einem hellen Tisch vor einer Strandkulisse. Es könnte sich somit um das große Gemälde mit dem Fliederstrauß handeln, das Celia beim Stöbern in ihrem Ferienhaus entdeckt und das im Mittelpunkt der Geschichte steht. Allerdings ist für meinen Geschmack das Cover ein wenig zu sonnig, zu freundlich gehalten, denn den Leser erwartet eine doch sehr bewegende, dramatische Geschichte aus einer dunklen Zeit des 20. Jahrhunderts. Aber das ist nur mein ganz subjektives Empfinden. In jedem Fall fängt das Cover auf sehr gelungene Weise den wunderschönen Schauplatz ein, an dem sich die Geschichte größtenteils abspielt, sodass man sich beim Betrachten gleich dorthin versetzt fühlt. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Die Geschichte entwickelt sich auf zwei Erzählebenen zu unterschiedlichen Zeiten. Einmal ist da die Gegenwart, in der Celia ihren Urlaub in einem Ferienhaus auf der dänischen Insel Fünen verbringt. Inspiriert von einem Foto im Nachlass ihrer Großmutter, das ein Haus inmitten von blühenden Fliederbüschen zeigt, hat es sie beinahe schon auf magische Weise dort hingezogen, und so mietet sie ein Ferienhaus, von dem sie sich sicher ist, dass es sich um genau dieses Haus auf dem Foto handelt. Durch Zufall entdeckt sie dort ein großes Gemälde mit einem Fliederstrauß vor einem geöffneten Fenster. Als sie es ihrer Vermieterin Inger zeigt, ist diese sehr berührt und erzählt Celia die Geschichte ihrer jüdischen Mutter Ruth Liebermann, die das Bild einst gemalt hat. Durch Ingers Erzählungen entfaltet sich die zweite Zeitebene des Romans, die im Jahr 1938 beginnt. Ruth ist jung verheiratet und lebt in Berlin, gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem jüdischen Schriftsteller Jakob Liebermann. Nach der Reichskristallnacht fliehen die beiden vor den Nazis nach Fünen, wo Ruth ein Sommerhäuschen besitzt, das sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Ein paar Jahre lang leben sie dort unbehelligt und zufrieden. Ihre Tochter Inger wird geboren, und Ruth macht sich einen Namen als Malerin vor allem mit ihren Fliederbildern, die viele Interessenten finden. Doch im Jahre 1943 sind Ruth und Jakob dann auch in Dänemark nicht mehr vor den Nazis sicher, und so entschließen sie sich zu einer erneuten Flucht, diesmal nach Schweden. Sie stehen vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie ihre kleine Tochter mit auf dieses gefährliche Unterfangen nehmen oder sie in der Obhut von Ruths Jugendfreund Eric und dessen Ehefrau Svea zurücklassen, bis sie hoffentlich eines Tages wohlbehalten zurückkehren können? Wie Ruths und Jakobs Geschichte ausgeht und was Celia mit alldem zu tun hat, soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden. Meine Meinung: Ein Qualitätsmerkmal eines Buches ist für mich ganz subjektiv, dass ich mich auch noch längere Zeit nach Beendigung der Lektüre gedanklich damit beschäftige. Und das war bei diesem Roman eindeutig der Fall. Nicht nur die persönliche Geschichte von Ruth, Inger und Celia hat mich sehr berührt, sondern auch die historischen Hintergründe der Judenverfolgung im Dritten Reich, die von der Autorin sorgfältig recherchiert und mit viel Feingefühl im Buch aufgearbeitet wurden. Mit Ausnahme von Jakob, mit dem ich irgendwie nicht hundertprozentig warm werden konnte, sind die Charaktere – auch die Neben- und Randfiguren – sehr authentisch und nachvollziehbar gezeichnet. Man kann sich beim Lesen wunderbar in sie hineinversetzen. Schade fand ich nur, dass man nicht mehr erfahren hat, was aus Ruths Berliner Freundin Ilse geworden ist. Auch die Beschreibung der Schauplätze, vor allem der Insel Fünen, ist der Autorin überaus gut gelungen. Ich konnte beim Lesen die blühenden Fliederbüsche geradezu riechen und das Meer vor mir sehen. Die beiden Zeitebenen des Romans verknüpft die Autorin auf eine sehr angenehme Weise, sodass es einem beim Lesen leicht fällt, gedanklich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her zu springen. Hervorheben möchte ich auch, dass es für mich recht lange nicht vorhersehbar war, wie genau Celia mit Ruths und Ingers Familie verbunden ist, auch wenn man sich schon denken kann, dass da irgendwelche Bande bestehen müssen. Es gelingt der Autorin gut, die Spannung bis zur endgültigen Auflösung – auch im Zusammenhang mit Svea – aufrechtzuerhalten. Etwas langatmig fand ich die Beschreibungen des Lebens von Ruth und Jakob auf Fünen vor ihrer zweiten Flucht nach Schweden. Hier schafft die Autorin zwar durch ihre Erzählweise eine sehr harmonische Atmosphäre und viele eindrückliche Stimmungsbilder, allerdings plätschert für mein Gefühl die Handlung in diesen Passagen ein wenig dahin, sodass ich beim Lesen dann doch etwas ungeduldig wurde. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft, eingängig und flüssig. Sie schafft es vorbildlich, den Leser zu berühren und Emotionen bei ihm hervorzurufen, sodass sich der Roman vor allem in der zweiten Hälfte für mich zu einem echten „Pageturner“ entwickelt hat. Insgesamt ein sehr bewegender und emotional erzählter Roman, der viel mehr ist als nur eine bloße Liebesgeschichte und für den ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche. Susanne von „friederickes Bücherblog“

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Vita

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und lebt im Hamburg. Viele Jahre schrieb sie für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine, inzwischen konzentriert sie sich ganz auf ihre Romane. »Die Inselfrauen«, «Die Fliederinsel« und »Die Inselgärtnerin« standen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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Events

03. Apr. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Haren | Lesungen & Events
Sylvia Lott
Die Inselgärtnerin

22. Mai 2019

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04. Juni 2019

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Pressestimmen

»Die Familiengeschichte empfiehlt sich als entspannende Lektüre für einen Abend im Liegestuhl oder am Strand. Eine Liebeserklärung an die dänische Insel Fünen und den Flieder«

Wohnen & Garten (11. April 2017)

»Absolut anrührend«

Laura (17. Mai 2017)

»Die Kulisse Dänemarks und die Beschreibungen der traumhaften Insel Fünen machen auch diesen Roman der Erfolgsautorin wieder zu etwas Besonderem.«

Reise-Magazin.de (21. Mai 2017)

»[S]chöne[r] Sommerroman«

bella (03. Mai 2017)

»Der neue Roman von Sylvia Lott ist romantisch, fesselnd und ergreifend.«

Friedrich Magazin (01. Juni 2017)

»Eine packende Geschichte, die […] auch historisch interessant ist …«

LZ Rheinland (16. November 2017)