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Die Mutter meiner Mutter

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16871-1

Erschienen: 14.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Von der Autorin des SPIEGEL Bestsellers "Eisenkinder"

Als der Krieg zu Ende war, fing für die vierzehnjährige Anna der Kampf erst an. Ihre Mutter war lange tot, ihr Vater von den Russen verhaftet worden, ihre Heimat verloren. Als Flüchtling machte sie sich mit ihren kleinen Brüdern allein auf den Weg nach Westen und fand in Kosakenberg, einem Dorf in der sowjetischen Besatzungszone, Unterschlupf. Am Hof der Familie Wendler kann sie als Magd härteste körperliche Arbeit leisten. 1949 kehrt Friedrich Stein aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Kosakenberg zurück. Das Deutschland, das er verlassen hat, gibt es nicht mehr: seine Familie ist tot, sein Anwesen von Flüchtlingen besetzt, das Dorf voller Sowjet-Propaganda. Ein gebrochener Mann, zwanzig Jahre älter als Anna. Anna macht die Traurigkeit in seinen Augen vom ersten Tag an Angst.

Eines Abends überfällt Friedrich Stein Anna auf dem Dachboden des Hauses. Neun Monate später bekommt sie ein Kind. Für Anna scheint die Welt zu enden. Sie versteinert. Und schweigt. Die Kosakenberger zwingen Friedrich, Anna zu heiraten. Anna, damals 18, hat keine Wahl. Zwar weiß das ganze Dorf von dem Verbrechen, mit dem die Ehe begann, die Töchter und Enkel aber sollen nie davon erfahren. Auch nach Friedrich Steins Tod und dem Ende der DDR hält Anna ihr Schweigen aufrecht. Warum? Und was macht die Wahrheit mit den Töchtern und Enkelinnen der Steins, als sie sie zwanzig Jahre nach dem Tod des Großvaters völlig unerwartet erfahren?

Sabine Rennefanz erzählt Anna Steins bewegende Geschichte aus der Perspektive der Enkelgeneration. Brutalität und Gewalt gab es nach dem Krieg in vielen Familien, sie wirkt in den Kindern und Enkeln immer noch nach. Und wie in Annas Fall wurde fast immer weggesehen und geschwiegen.

Sabine Rennefanz bei 3sat auf der Frankfurter Buchmesse 2015 zum Beitrag

"Packend wie ein Roman: Bestsellerautorin Sabine Rennefanz ("Eisenkinder") erzählt die Geschichte eines lange gehüteten Familiengeheimnisses."

Claudia Kirsch / Brigitte EXTRA (30.09.2016)

Sabine Rennefanz (Autorin)

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Redakteurin für die "Berliner Zeitung" und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Ihr erstes Buch, "Eisenkinder", stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

"Packend wie ein Roman: Bestsellerautorin Sabine Rennefanz ("Eisenkinder") erzählt die Geschichte eines lange gehüteten Familiengeheimnisses."

Claudia Kirsch / Brigitte EXTRA (30.09.2016)

„In nüchternem Tonfall erzählt Sabine Rennefanz von der großen Brutalität, die manchmal Familie ausmacht, und davon, wie sich Traumata über Generationen hinweg weitervererben.“

Anna Mayrhauser / Missy Magazine (05.08.2015)

"Ein kluges und, bei aller Tragik, spannendes Buch über Scham, Schweigen und das, was man ein "transgenerationales" Trauma nennt."

EMMA (14.12.2015)

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16871-1

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 14.09.2015

  • Leserstimmen

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✎ Sabine Rennefanz - Die Mutter meiner Mutter

Von: Jane Datum: 21.12.2015

mademoiselle-cake-liest.blogspot.it/

Ich möchte vorweg sagen, dass ich nicht die Geschichte an sich bewerte, denn es ist nichts Fiktives, sondern eine persönliche Erfahrung und ich maße mir nicht an, so etwas zu bewerten.
Auf das Buch bin ich durch verschiedene Stellen aufmerksam geworden: Es lief eine Leserunde dazu, ich sah immer wieder Rezensionen aufblinken und es wurde mir als Tipp dargeboten, nachdem man sah, dass ich schon sehr viele Bücher zu dem Genre "Biographien und Erfahrungen" gelesen habe.
Meine Erwartungen an "Die Mutter meiner Mutter" waren sehr gering, denn gerade in diesem Genre ist für mich eine Bewertung immer sehr schwierig, da ich nicht den Menschen persönlich angreifen / bewerten möchte und auch nicht die Story, die hier dargeboten wird.
Sabine Rennefanz hat für mich einen sehr klaren Erzählstil. Sie springt in den Zeiten hin und her, aber nicht so, dass ich verwirrt wurde dadurch. Es tauchen nach und nach sehr viele Namen auf, die es nicht immer leicht machten, dem Geschehen zu folgen. Das heißt, man kann sich nicht immer mal zwischendurch an die Geschichte setzen, sondern sollte schon konzentriert bei der Sache sein.
Außerdem beschreibt sie Situationen so bildhaft, dass ich manches Mal dachte, ich befinde mich direkt neben der entsprechenden Person.
Für mich kamen nur die Emotionen hier ein bisschen schwach rüber, was vielleicht auch daran liegt, dass die Autorin größtenteils die Geschichte ihrer Großmutter erzählt. Aber auch in den Passagen, die sie sich selbst widmet, bekam ich nichts von ihren Gefühlen mit. Das Geschehen ist für mich ein bisschen nüchtern erzählt, dabei habe ich hier große Gefühle erwartet, da es ja ein wirklich interessantes und brisantes Thema ist.
Das Einzige, was Sabine Rennefanz bei mir schaffte, war, dass bei mir selbst Fragen auftauchten, die ich leider nicht mehr an entsprechender Stelle stellen kann; dass ich mir noch mehr Gedanken um die Generationen vor mir machte und mich einmal mehr fragte: "Wie hat meine Uroma gelebt und wie hat sie den Krieg überlebt?"
Durch aktuelle Ereignisse ist dieses Buch vielleicht auch ein Denkanstoß.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Berührend

Von: Nicole Plath Datum: 25.09.2016

www.nicole-plath.de

Es ist die wahre Geschichte von Anna. Erzählt wird sie aus der Perspektive der Enkeltochter. Sie ist die „Ich-Erzählerin“.

Als 14-jährige flüchtet Anna mit ihrer Stiefmutter und ihren kleinen Brüdern in den Westen. Im Dorf Kosakenberg, welches in der sowjetischen Besatzungszone liegt, werden sie einquartiert. Auf dem Hof von Familie Wendler muss Anna als Magd zwar harte Arbeit verrichten, doch das kinderlose Paar wird für sie zu einer Art Ersatzfamilie.

Dort lernt sie auch eines Tages Friedrich Stein kennen, der 1949 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück auf den Hof kommt. Der Krieg und die Gefangenschaft haben aus ihm einen gebrochenen Mann gemacht. Anna heiratet den 20 Jahre älteren Mann und bekommt mit ihm drei Töchter.

Die älteste Tochter Monika ruft eines Tages bei ihrer eigenen Tochter – der „Ich-Erzählerin“ – an. Bis zu diesem Anruf war der Großvater für seine Enkeltochter ein liebevoller Mensch, doch nun, zwanzig Jahre nach seinem Tod, wird ein aufgedecktes Geheimnis alles verändern. Während sie ihren Großvater über alles liebte, spielte die Mutter ihrer Mutter kaum eine Rolle in ihrem Leben. Diese Frau war eine merkwürdige, gefühlskalte Frau.

In Rückschauen erfährt der Leser, was Anna zu dieser Frau hat werden lassen. Dass die Erzählung auf einer wahren Geschichte beruht, bringt den Leser emotional noch näher an Anna heran. Es ist Annas Schicksal, welches selbst noch die Enkelgeneration beeinflussen wird.

Das Lesen wird jedoch etwas erschwert, da die Erzählerin oft zwischen den Zeiten wechselt. Es gibt keine eindeutige Vergangenheits- oder Gegenwartserzählung. Sobald man sich in diese Erzählweise eingelesen hat, lernt man zusammen mit der Enkeltochter die Mutter ihrer Mutter verstehen.

Ein Buch voller Emotionen und Spannung. Das Schicksal von Anna wird nicht das einzige dieser Art sein. Ihre Geschichte steht für mich daher beispielhaft für alle, denen das Schicksal so oder so ähnlich mitgespielt hat.

Da ich eine wahre Geschichte nicht mit „gut“ oder „schlecht“ bewerten möchte, denn das Leben ist nie nur gut oder schlecht, gilt meine Bewertung eher der Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Es ist nicht immer einfach, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu unterscheiden. Da ich oft verwirrt war und zurückblättern musste, gibt es einen Punkt Abzug. Denn auch, wenn es eine wahre Geschichte ist, kann ich das Lesegefühl nicht anders bewerten als bei ausgedachten Geschichten.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Luchterhand Literaturverlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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