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Roman. Mit einem Vorwort von Stephen King

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Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

»Der furchteinflößendste Autor Amerikas.«

Stephen King

Aus dem Amerikanischen von Friedrich Mader
Originaltitel: The Girl Next Door
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-14136-3
Erschienen am  31. März 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Menschlicher Abschaum...

Von: _pfaffingers_bibliophilie_

27.10.2019

Worum geht´s? David ist 12 Jahre alt und lebt in der Idylle einer amerikanischen Vorstadt der 50er Jahre Amerikas. Nach einem tödlichen Autounfall ziehen Meg und Susan ins Nachbarhaus zu ihrer Tante Ruth und die Idylle endet jäh, als Ruth und die Kinder der Nachbarschaft beginnen, Meg zu foltern... Meine Meinung: Es ist sehr schwer dieses Buch zu bewerten, nicht, weil es nicht gut ist, das ist es - ohne Zweifel, sondern weil man sein Gefallen an dem Ausdrücken muss, was man hier gelesen hat. Ketchum schafft es, eine Atmosphäre zu beschreiben, die mehr als real ist und schildert die Taten von Ruth und der Kinder mit einer Ruhe und Gelassenheit, dass mir beim Lesen übel wurde. Ketchum hat sich dies nicht ausgedacht, nein, die Taten, die Reaktionen, das Ende und die Konsequenzen beruhen auf wahren Begebenheiten. Das Buch ist relativ kurz, dennoch lernt man alle Charaktere kennen und erhält einen Überblick auf das Leben und die Kindheit in dieser Zeit. Man möchte staunen, dass dies damals alles so geschehen konnte, und überlegt sich im nächsten Moment, dass es auch heute noch genau so passieren könnte, weil der Mensch seinen Hang zur Grausamkeit über die Jahre nicht abgelegt hat. Die Realität ist der wahre Horror dieses Buches. Das Genre passt in meinen Augen nicht ganz, es ist aber auch schwer, das Buch in ein anderes einzuordnen. Neben dem grausigen Inhalt mochte ich auch den Schreibstil des Autors und konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Einziges Manko ist in meinen Augen das Vorwort von Stephen King. Am Vorwort selbst habe ich nichts auszusetzen, jeodoch hätte ich es lieber als Nachwort gelesen, weil es voller Spoiler ist und die Geschichte komplett erzählt und das Ende verrät. Das war für mich sehr enttäuschend, weil ich weder den Film noch die Geschichte vorher kannte und völlig unwissend war. Das Vorwort hat mir also alles verraten! Eine Spoilerwarnung, oder eine Einordnung als Nachwort hätte ich hier wichtig gefunden. Fazit: Es handelt sich hier um ein tolles Buch, welches klar und deutlich die Abgründe der Menschheit und wozu diese fähig sind, beschreibt. Wer die Geschichte ohne Spoiler genießen möchte, sollte das Vorwort zum Schluss lesen. 

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emotional belastend und brutal ehrlich

Von: Buchfeeling

17.04.2019

Es geht anfänglich um einen Mann, der sich mit Bedauern und Scham an seine Kindheit zurück erinnert. Es geht hauptsächlich um einen 12-jährigen Jungen, der unbedarft in einer Kleinstadt aufwächst und sich grausame Taten schön redet…. Soviel kurz erklärt. Im ersten Drittel des Buches passiert erst einmal wenig Schockierendes oder gar Etwas, das man als Horror bezeichnen könnte. Es geht um Kids, die ihre Langeweile mit Kabbeleien, Spielen und heimlichem Rauchen oder Trinken vertreiben. Als bei den Nachbarn, der Alleinerziehenden Ruth und ihren 3 Söhnen, die beiden Cousinen Meg und Sarah einziehen, verändert sich die Situation schleichend. Hier baut sich Spannung ganz langsam und sehr subtil auf, denn die Story von damals wird aus der Sicht des Jungen geschrieben, also eher einfach und ein wenig kindlich-naiv. Und so kommt es auch, dass man selbst als Leser hin und her gerissen ist zwischen: ist doch nicht so schlimm!… und… oh mein Gott! Was soll das?! Wie gesagt, die Story baut sich sehr langsam auf…. es gibt viele kleine, fast beiläufige Begebenheiten, die für sich genommen erst einmal gar nicht so dramatisch erscheinen. Damals wurden Kinder eben auch mal von den Eltern geschlagen… oder? Damals hat man sich nun mal nicht gegen Erwachsene aufgelehnt… oder? Erwachsene hatten Recht und wenn sie zu drastischen Maßnahmen griffen, dann hatte das schon seine Richtigkeit… Doch das, was hier geschieht, wie die Situation schleichend eskaliert, das lässt dem Leser nach und nach die Nackenhaare aufstellen. Das Nachbarhaus entwickelt sich für die Mädchen, aber speziell für Meg, immer mehr zum Horrorhaus! Doch der Horror geht nicht von irgendwelchen imaginären Monstern aus, sondern von der Ziehmutter und ihren Söhnen. Auch David, der Nachbarsjunge sieht zu und kann sich nicht eingestehen, dass die Taten falsch sein sollen. Denn Ruth, die Mutter, billigt ja die Taten. Also kann es doch nicht falsch sein. Sie ist eine Erwachsene! Und so werden aus Kindern Monster… Wo die Story am Anfang noch ruhig und „normal“ erscheint, ist sie zum Ende hin grauenhaft, unvorstellbar böse und grausam glaubhaft erzählt. Es ist erschreckend, wie beeinflußbar Kinder sind und wie schnell die Schmerzgrenze des Bösen sinkt, wenn man es sich nur immer wieder als gerechtfertigt einredet bzw. eingeredet bekommt. Die Story ist so ganz anders, als ich erwartet hatte und darum umso grausamer. Diese Geschichte werde ich sicher lange nicht aus dem Kopf bekommen und ich habe fast ein schlechtes Gewissen, so einer grausamen, ehrlichen und glaubhaften Geschichte eine hervorragende Bewertung zu geben. Noch dazu wenn man weiß, dass das Buch auf eine wahre Begebenheit beruht. Trotzdem möchte ich dem Buch, für seine unglaubliche Authentizität, seine grausame Wahrheit und seine brutale Ehrlichkeit 5 Sterne geben. Doch Achtung!! Alpträume inclusive!!

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Vita

Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Er gilt heute als einer der absoluten Meister des Horror-Genres. 2011 wurde er zum Grand Master der World Horror Convention ernannt. Er erhielt fünfmal den Bram Stoker Award, sowie 2015 den Lifetime Achievement Award der Horror Writers Association. Jack Ketchum verstarb am 24. Januar 2018 in New York City, New York.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Als hätte Clive Barker 'Der Herr der Fliegen' geschrieben. Gewaltig!"

The New York Times