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Ein Jahr auf dem Land Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13697-0

Erschienen: 02.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Was im Leben am meisten zählt

Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann ist sie geschieden, für ihren erwachsenen Sohn nicht mehr unentbehrlich, und als Künstlerin hat sie längst ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin sorglos von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses. Aber nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen beschließt sie, ihr New Yorker Apartment zu vermieten und für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt zu ziehen. Der unfreiwillige Landaufenthalt ist kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca eine unverhoffte Liebe, neue Inspiration und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten ...

In »Ein Jahr auf dem Land« zeigt sich Anna Quindlen auf der Höhe ihrer Kunst. Schon ihre früheren Romane überzeugten durch Wärme und Intellekt, doch dieser – so die New York Times – »glänzt darüber hinaus noch mit Humor und Prägnanz«. Ein klug unterhaltender Roman, ein Plädoyer dafür, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich immer wieder neu zu erfinden.

Interview mit Anna Quindlen - zum Web-Special

»Ein absolutes Wohlfühl-Buch - auf erstklassigem erzählerischem Niveau.«

Brigitte, 15.04.2015

Anna Quindlen (Autorin)

Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite Publikum begeistern. Ihre Romane und Sachbücher erobern regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Für ihre Kolumnen in der New York Times erhielt sie 1992 den Pulitzer-Preis. Ihr Bestseller »Die Seele des Ganzen« (1995) wurde unter dem Titel »Familiensache« mit Meryl Streep verfilmt. Ihr neuester Roman »Ein Jahr auf dem Land« rangierte in den USA monatelang in den Top-Ten und verkaufte sich eine viertel Million Mal.


Tanja Handels (Übersetzerin)

Tanja Handels, geboren 1971 in Aachen, lebt und arbeitet in München, übersetzt zeitgenössische britische und amerikanische Romane, u.a. von Zadie Smith, Elizabeth Gilbert, Tim Glencross und Scarlett Thomas, und ist als Dozentin für Literarisches Übersetzen tätig.

»Ein absolutes Wohlfühl-Buch - auf erstklassigem erzählerischem Niveau.«

Brigitte, 15.04.2015

»Anna Quindlen schreibt so herrlich süffisant, wie die Stadtneurotikerin schließlich ihr Glück im Farmhaus findet, dass es ein Vergnügen ist.«

Kölnische Rundschau, 18.06.2015

»Anna Quindlens Stimme ist die einer erfahrenen Freundin, wie viele sie sich wünschen: gelassen, heiter und trotzdem stets herausfordernd.«

Passauer Neue Presse, 22.06.2015

»Diese Mischung aus Wärme, gänzlich unkitschigem Gefühl und scharfem Intellekt findet sich selten zwischen Buchdeckeln.«

stern, Stephan Draf, 07.05.2015

»Quindlen ist eine souveräne Erzählerin – sie vermeidet jeden falschen Ton und jede Sentimentalität.«

Der Spiegel

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Aus dem Englischen von Tanja Handels
Originaltitel: Still life with bread crumbs
Originalverlag: Random House US

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13697-0

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 02.03.2015

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Faszinierende Frauenfigur und originell erzählt

Von: LiteraturLese / Birgit Knape Datum: 30.07.2015

https://literaturlese.wordpress.com/

Die große Zeit der New Yorker Fotografin Rebecca Winter ist schon paar Jahre vorbei. Mit 60 fließt das Geld nicht mehr von alleine, die Ausgaben aber steigen. Und so findet sich Rebecca in einem herunter gekommenen Cottage auf dem Lande wieder, voller Ängste und Skepsis, aber mit der Hoffnung, dass ein Jahr auf dem Land ihre Finanzen sanieren wird, sodass sie nach New York zurückkehren kann.

Der Schuss, der Rebecca eines Nachts weckt und mit dem der Roman beginnt, ist gar kein Schuss, sondern das Zuschnappen der Falle auf dem Dachboden, mit der dem Waschbären der Garaus gemacht werden soll. Vieles in dem alten Cottage ist kaputt, dreckig, abstoßend – aber Rebecca sieht keine andere Möglichkeit finanziell zu überleben: sie hat ihre Wohnung in New York teuer vermietet und ist dafür in das viel billigere Cottage gezogen.

Geldsorgen

Zu ihren Belastungen gehören die Heim-Kosten für ihre Mutter, die Wohnungsmiete für ihren Vater, Unterstützung für ihren Sohn Ben. Psychisch sind die Probleme eigentlich noch größer. Ihre Eltern so alt, krank und hilflos zu sehen, schmerzt sie, ihr eigenes Versagen als Künstlerin, als Ehefrau wagt sie kaum zu überdenken. Ihre Ehe, längst geschieden, war ein kompletter Reinfall. Das zufällig entstandene Foto “Still Life With Bread Crumbs” (auch der Titel der amerikanischen Originalausgabe) zeigte eigentlich symbolisch den desolaten Zustand ihrer Ehe, doch die Kunstwelt hatte ihre eigenen Interpetationen. Sie liebte das Foto und zahlreiche Reproduktionen sorgten lange Zeit für ein sicheres Einkommen. Seit dieses Einkommen langsam versiegt, Rebeccas Ausgaben aber immer weiter steigen, macht sie sich Sorgen um das Geld, um das Alter, um ihre Kunst.

Neue Faszination

Der Wohnungswechsel soll Geld sparen, außerdem hofft Rebecca, mit neuen Fotos wieder Aufnahme in den Kunstbetrieb zu finden und Geld zu verdienen. So richtig planvoll geht sie dabei nicht vor. Das Cottage lässt sie reparieren, damit es für sie als verwöhnte New Yorkerin erträglich wird. Sie unternimmt jeden Tag lange Wanderungen mit ihrer Kamera, auf der Suche nach Ablenkung genauso wie auf der Suche nach Fotomotiven. Sie findet beides, merkwürdige kleine Holzkreuze mit Erinnerungsstücken, rätselhaft und sehr fotogen.

Landmenschen

In dem kleinen Ort lernt sie natürlich auch neue Menschen kennen: Sarah, die Besitzerin des lokalen Cafés – geschwätzig, aber mit dem Herz am rechten Fleck, Tad, der lokale Clown – als Sänger eine gescheiterte Existenz, aber mit dem Herz am rechten Fleck, Jim Bates – Dachdecker, Seele der Gemeinde und erst recht mit dem Herz am rechten Fleck. Besonders Jim wird wichtig für Rebecca, erst für die Beseitigung des Waschbärs und anderer Mängel des Cottages, dann in Geldangelegenheit, als beide gemeinsam für eine Naturschutzorganisation Vögel beobachten und fotografieren, und letztlich auch in Sachen Liebe. Denn Jims Herz ist so groß, dass er nicht einmal darüber nachdenkt, dass Rebecca 16 Jahre älter ist als er.

Happy End

Ganz klassisch müssen auch Jim und Rebecca erst noch ein paar Missverständnisse aus dem Weg zum Happy End räumen. Die Fotos der Holzkreuze und die des Hundes, der eines Tages einfach vor der Tür steht und bleibt, sorgen für neuen Erfolg, auch finanziell, trotzdem bleibt es erwartungsgemäß nicht bei dem einem Jahr auf dem Land für Rebecca.

Erwartungen erfüllt

Vieles im Roman Ein Jahr auf dem Land verläuft erwartungsgemäß oder bedient gängige Klischees: natürlich lernt Rebecca das Landleben schätzen, weil es so viel menschlicher zugeht; natürlich kommt sie finanziell wieder auf die Beine, künstlerisch erst recht und natürlich findet sie eine neue Liebe zu dem Naturburschen / Handwerker… natürlich kommt alles ganz zufällig zu ihr, ohne dass sie einen konkreten Plan verfolgt. “Ziehe aufs Land und das Leben meint es wieder gut mit dir” – aber das wäre eine zu zynische Moral des Romans, die bestimmt nicht beabsichtigt ist.

Wunderbar erzählt

Was den Roman trotz Klischees und vorhersehbarer Handlung so gut macht, ist die Erzählweise, die Sprache. Die Geschichte ist einfach hervorragend und originell erzählt, in einer klaren (dem Bild des Landlebens im Roman entsprechenden) Sprache, recht sachlich und gut beobachtend, teilweise in eigenwilligen Ausschnitten und Bruchstücken, selten in kurzen Zusammenfassungen, kleinen Rückblicken. Der Leser folgt Rebecca, erhält Einblicke in ihre Gedanken, weniger in ihre Gefühle, die die Protagonistin selber lieber gar nicht zur Kenntnis nimmt.

Faszinierende Frauenfigur

Mit Rebecca ist der Autorin darüber hinaus eine sehr interessante Frauenfigur gelungen. Besonders am Anfang, als sie spröde und leicht zynisch mit sich selber und ihren Sorgen kämpft, aber fest entschlossen ist, eine Wende in ihrem Leben zu schaffen, auch wenn ihr Plan recht vage ist. Ihre magische Wandlung durch das Landleben (oder durch die Liebe? durch den Hund? durch die Angst vor dem Altwerden?) hin zu einer glücklichen Frau und Künstlerin bleibt eher vages Nachwort. Denn “das kam später.”

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Buch der Woche - Anna Quindlen, Ein Jahr auf dem Land

Von: Susanne Becker Datum: 11.05.2016

lobedentag.blogspot.de/

"Eines Morgens entdeckte sie ein weiteres Kreuz. Es war ein klägliches Gebilde, die Querstange ganz schief, und Rebecca fragte sich, wie lange es wohl schon dort stand. Am Fuß des Kreuzes lehnte ein Foto, die Tautropfen darauf wie Perlen. Ein kleines Mädchen stand neben einer Frau und hielt ihre Hand. "

Die einstmals sehr erfolgreiche Photographin Rebecca kann sich aus finanziellen Gründen das Leben in ihrer Wohnung in New York nicht mehr wirklich leisten. Die Honorare für ihre Photos fließen seltener, die Belastungen sind, durch den studierenden Sohn und ihre alten Eltern, gestiegen. Deshalb entschließt sie sich, ihr Leben zu verändern, und Ein Jahr auf dem Land zu verbringen, um Geld zu sparen.
Im Internet findet sie ein hübsches, kleines Häuschen auf dem Land, das sich bei näherer Betrachtung als ziemliche Bruchbude, dazu schlecht eingerichtet ( drei Betten, eine Bettdecke!) heraus stellt. Aber da ist es bereits zu spät. Sie ist da, ihre Wohnung in New York ist untervermietet, die Miete für das Häuschen für ein Jahr im Voraus bezahlt. Sie kommt sich vor, als sei sie auf einer Dating Seite auf ein geschöntes Photo herein gefallen, und als sie die Bar betritt, erkennt sie ihre Verabredung nicht, weil er seinem Photo nicht ähnelt. So wie das Haus. Es entspricht überhaupt nicht der Beschreibung.
Bei ihren Streifzügen durch die umliegende Natur auf der Suche nach neuen Motiven und Inspiration, auch mit der Hoffnung, noch einmal mit einem Photo oder einer Serie einen Erfolg zu landen, der ihr aus der finanziellen Klemme hilft, stößt sie eines Tages auf ein Kreuz, mitten im Wald, mit einer Trophäe von einer Sportlerin davor, die im Licht glitzert. Sie macht Photos von diesem Kreuz. Als sie in den nächsten Tagen weitere Kreuze findet, jeweils mit einem zusätzlichen Gegenstand dazu, weiß sie, dass sie auf der Spur von etwas ist.

Ich habe bislang circa 120 Seiten gelesen und bin schon so ein bisschen gefangen.
Die Geschichte spricht mich an, weil Rebecca eine extrem sympathische und interessante Person ist, Künstlerin, verrückt (oder auch verzweifelt genug, einfach so für ein Jahr aufs Land zu gehen. Da ich einen Garten in der Uckermark habe und ständig davon träume, dort einmal ein ganzes Jahr zu verbringen, spricht mich die Thematik persönlich an. Auch fand ich schon immer Geschichten spannend, in denen Menschen für ein Jahr ihre normale Umgebung verlassen. Es kann soviel geschehen in einem Jahr, in dem man plötzlich alles anders macht. Man möchte wissen, wie es ihr dort geht, in diesem so anderen Setting. Das Buch ist sprachlich leicht gehalten, extrem gut lesbar. Auch wenn ich mich manchmal ein wenig an der Übersetzung stoße und denke: ach, das war im amerikanischen sicher so und so und ist nicht überzeugend gelöst...obwohl ich dies hin und wieder denke, ist das resultierende Unbehagen nicht groß genug, mich von der Lektüre abzuhalten. Zu neugierig bin ich geworden und möchte erfahren, was es mit den Kreuzen auf sich hat und welche Rolle der Dachdecker Jim Gates noch spielen wird. Ich möchte auch wissen, was mit Jack, dem Hund geschieht und mit dem wertvollen Bild in der Wohnung von Rebeccas Vater.
Gute Unterhaltung, die einen Sog entwickelt und dennoch nicht oberflächlich ist, erschienen bei der Deutschen Verlags Anstalt.

(c) Susanne Becker

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