VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Es war einmal im Fernen Osten Ein Leben zwischen zwei Welten

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 24,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21818-8

Erschienen:  11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

East goes West – Ein Leben zwischen zwei Welten. Nominiert für den Costa Prize 2017 in der Kategorie Biographie.

Es ist kein einfacher Start ins Leben: Gleich nach der Geburt geben die Eltern, glühende Anhänger Maos, ihre Tochter in die Obhut eines kinderlosen Bauernpaares in den Bergen. Zwei Jahre später bringen diese die halbverhungerte Kleine zu ihren des Lesens und Schreibens unkundigen Großeltern. Ein Jahr später stirbt der Große Vorsitzende, und in China beginnt ein dramatischer gesellschaftlicher Wandel.

In ihrem neuen Buch erzählt die chinesische Autorin und Filmemacherin Xiaolu Guo von dem langen Weg, der sie aus einem ärmlichen Fischernest am Ostchinesischen Meer an die Filmhochschule im sich rasant verändernden Peking der 90er Jahre und schließlich 2002 nach London führt. 15 Jahre später beschreibt sie ihre Reise von Ost nach West mit einer Klarsicht, die nur jemand besitzt, der angekommen ist und sich zugleich fremd fühlt.

»Die Stärke des Buchs liegt weniger in Selbstexotisierung als im Aufweisen von Differenzerfahrungen und culture gaps sowie im Schweben zwischen Alteritäten und Stereotypen.«

F.A.Z., Steffen Gnam (01.02.2018)

Xiaolu Guo (Autorin)

Xiaolu Guo gehört zu den interessantesten Autorinnen der jüngeren Generation in China. 1973 in einer kleinen Stadt am Chinesischen Meer geboren, ging sie mit 18 Jahren nach Beijing, wo sie an der Filmhochschule studierte. Im Jahr 2002 zog sie nach London. Ihr noch in China geschriebener Roman „Stadt der Steine“ wurde hier 2004 von Presse und Lesern begeistert aufgenommen. Danach begann Guo, auf Englisch zu schreiben. All ihre nachfolgenden Romane waren für renommierte Preise nominiert. Mit ihrer Autobiographie „Es war einmal in Fernen Osten“ gewann sie den National Book Critics Circle Award 2017.

Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London und Berlin.

»Die Stärke des Buchs liegt weniger in Selbstexotisierung als im Aufweisen von Differenzerfahrungen und culture gaps sowie im Schweben zwischen Alteritäten und Stereotypen.«

F.A.Z., Steffen Gnam (01.02.2018)

»Hier nun lesen wir ihr autobiografisches Bekenntnis, das bewegt und erschüttert, zumal es ohne Pathos und Larmoyanz auskommt.«

Neue Zürcher Zeitung, Manfred Papst (24.09.2017)

»Eine in ihrer Härte und Wärme packende Autobiografie, die zugleich ein lebendiges Stück Geschichtsschreibung ist.«

Der Tagesspiegel, Gregor Dotzauer (01.10.2017)

»Eine spannende autobiografische Erzählung hat Xiaolu Guo mit ‚Es war einmal im Fernen Osten‘ geschrieben.«

Ruhr Nachrichten, Britta Helmbold (06.12.2017)

»Faszinierend, großartig und inspirierend!«

bookreviews.at (08.03.2018)

04.05.2018 | 20:00 Uhr | Bern

Lesung und Gespräch
Moderation: Reportagen-Chefredaktor Daniel Puntas Bernet
Das Gespräch findet in Englisch statt.
Eintritt: CHF 25 / CHF 15 Ermässig

Weitere Infos

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Hotel Schweizerhof

Aus dem Englischen von Anne Rademacher
Originaltitel: Once Upon A Time in The East
Originalverlag: Vintage - The Random House Group Limited

eBook (epub), 5 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-21818-8

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen:  11.09.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine beeindruckende (Frauen-)Geschichte aus China

Von: Ramona | El Tragalibros Datum: 13.04.2018

www.eltragalibros.de/

Xiaolu Guos kraftvolle Erzählstimme habe ich bereits kennen- und lieben gelernt in ihrem Roman „Ich bin China„. Mit „Es war einmal im Fernen Osten“ hat sie ein ganz persönliches Buch verfasst, das den Leser tief im Mark erschüttert: Xiaolu Guo berichtet von ihrer Kindheit und dem Heranwachsen in einem China, das von der Kulturrevolution sowie der Ein-Kind-Politik gebeutelt ist. Sie erzählt ihre schwierige Familiengeschichte und von den traditionellen Rollen zwischen Mann und Frau, die besonders ihre Großmutter hart getroffen hat.

Die tragische Geschichte von Xiaolu beginnt schon als sie ein Baby ist, denn ihre Eltern geben sie an eine arme Bauernfamilie ab. An diese ersten beiden Jahre kann sie sich nicht erinnern, doch aufgrund der Armut dieser Familie landet Xiaolu mit zwei Jahren wieder bei ihren Großeltern, die in einem kleinen Dorf am Meer, in Shitang, leben. Dort erlebt sie in den nächsten Jahren eine harte Zeit. Ihr Großvater ist gefühlskalt und gewalttätig gegenüber ihrer Großmutter. Aber das ist keine Besonderheit, denn in Shitang hört man ständig die Schläge von Männern und das Weinen von Frauen.

„Shitang war zu einem Stein in meiner Brust geworden. Die scharfen Ekcen und Kanten der Steinhäuser hatten auch mich versteinert, mich unbarmherzig und aggressiv gemacht.“

(Es war einmal im Fernen Osten | Xiaolu Guo | S. 26)

Es war einmal im Fernen Osten –
der Stand der Frauen

Aber nicht nur die ersten Lebensjahre von Xiaolu Guo sind traurige Jahre, sondern auch die ihrer geliebten Großmutter. Denn ihre Großmutter hat durchweg ein unterdrücktes und von Gewalt durchzogenes Leben führen müssen. Nicht einmal einen echten Namen hat man ihr als Frau zugestanden. Sie war immer nur die Ehefrau ihres Mannes oder die Mutter ihres Sohnes Xiuling. Sie wurde unterdrückt und ihre Füße schon als Kind gebunden. Sie kann sich deshalb nur schlecht bewegen, den Haushalt und die schwere Arbeit muss sie dennoch verrichten und auch im Dorf am Meer, wurde sie nie richtig aufgenommen als eine, die sich nicht richtig mit den Gebräuchen dieser Gegend auskannte.

Als Xiaolu mit 7 Jahren ihre Eltern kennenlernt, beginnt für sie in neues Leben. Ihre Großmutter wird zurück gelassen und sie zieht für die Schule mit ihren Eltern nach Wenling. Dort erfährt sie, dass sie auch einen älteren Bruder hat, doch statt geschwisterlicher Liebe herrscht zwischen den beiden ein Konkurrenzkampf. Ihre Mutter ist eine kaltherzige Frau, die von Xiaolu nicht viel hält. Für sie ist sie nur ein Maul mehr, das gestopft werden muss.

Zu ihrem Vater fühlt sie sich hingegen hingezogen, denn dieser ist ein ruhiger Mann und Künstler. Er ist der einzige – neben ihrer Großmutter – der Xiaolu in ihrem Bestreben etwas aus ihrem Leben zu machen, unterstützt. Doch gegen ihre Mutter erhebt er kein Wort und so bleibt die Beziehung zwischen Xiaolu und ihrer Mutter weiterhin erkaltet.

Es war einmal im Fernen Osten –
ein Stück (chinesische) Frauen-Geschichte

Xiaolu Guos Buch ist nicht nur eine Geschichte über ihre eigene Vergangenheit und ihre Familie. Sie ist ein Stück chinesische Geschichte verbunden mit dem Fokus auf das Leben als Frau in den 1970er Jahren und danach in einem kommunistischen System. Sie erzählt von Missbrauch, Gewalt und Unterdrückung sowie Zensur, aber auch von den Chancen, die ihr durch ihre eigene Zielstrebigkeit gegeben wurden. Sie berichtet von ihrer Naivität und dem Glück, das sie in den Westen geführt hat.

„Es war einmal im Fernen Osten“ ist eine Geschichte aus einer anderen Welt. Ihre kraftvolle Stimme entführt den Leser regelrecht auf jeder einzelnen Seite. Manchmal hat sie etwas Magisches und dann wiederum trifft sie die brutale Realität wie ein scharfes Messer: Unterdrückung, Missbrauch und Rechtelosigkeit von Frauen als Normalität.

„Es war einmal im Fernen Osten“ ist ein Buch, das die Geschichte einer Frau erzählt, die die meiste Zeit ihres Lebens einsam war. Ein Zuhause hat sie weder in ihrer Heimat aufgrund ihrer schwierigen Familiengeschichte gefunden, noch im Westen, dessen Sprache sie kaum sprach. Sie ist dennoch ihren Weg weitergegangen.

Einsamkeit war immer ein Teil von Xiaolu Guo. Umso beeindruckender ist es, dass sie mit diesem überaus persönlichen Buch ihre Einsamkeit und ihre erschreckende Vergangenheit nicht verheimlicht, sondern mit uns teilt. Denn Einsamkeit und Unfreiheit treffen in China wahrscheinlich immer noch viele Frauen. „Es war einmal im Fernen Osten“ hat mich tief beeindruckt und mir wieder vorgehalten, wie privilegiert ich in der westlichen Welt als Frau bin.

Rezension: Es war einmal im Fernen Osten - Xiaolu Guo

Von: Eden Datum: 19.03.2018

rezensionenbooks.blogspot.de/

Ein Leben zwischen zwei Welten
������ ��

Es war einmal im Fernen Osten
Der faszinierende Weg einer Frau aus einer chinesischen
Fischerhütte in die Metropolen des Westens.
Es ist kein einfacher Start ins Leben:
Gleich nach der Geburt geben die Eltern, glühende Anhänger Maos,
ihre Tochter Xiaolu in die Obhut eines armen Bauernpaares. Zwei
Jahre später landet die halbverhungerte Kleine bei den
Großeltern in einem Fischernest am Ostchinesischen Meer.
Ein Jahr später stirb der "Große Vorsitzende", und in
China beginnt ein dramatischer gesellschaftlicher Wandel,
der Xiaolu Guo die Möglichkeit eröffnet, als Autorin und Filmemacherin zwischen den Welten zu leben.


Zum Buch :)
Verlag: Knaus
Preis: 24€
Seitenzahl: 366

Erster Eindruck:

Normalerweise gefallen mir Bücher, die das Gesicht einer echten Person auf dem Cover haben, nicht so sehr, weil sich meine Fantasie bei der Vorstellung der Hauptpersonen eingeschränkt fühlt. Da dieses Buch jedoch eine Art "Autobiografie" ist, konnte ich beim ersten Draufgucken noch mal darüber hinwegsehen :)
Das Cover wurde eigentlich relativ schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt, da es auch zu der Autorin und dem Charakterteil von ihr, den ich im Buch kennengelernt habe, passt. Außerdem ist nur die Hälfte von Xiaolus Gesicht zu sehen, sodass man immernoch etwas Freiraum hat, sie sich vorzustellen.
Das Buch an sich ist in mehrere Teile gegliedert, die meist mit einem Ortswechsel oder einem neuen Lebensabschnitt von Xiaolu folgen. Dabei gefällt mir sehr gut, dass bei jedem neuen Abschnitt ein Foto von Xiaolu eingefügt wurde.

Meinung:

Allgemein hat mich die Geschichte von Anfang an sehr interessiert, da sie mich ein bisschen an "Schwarze Magnolie" (hier zur Rezension) erinnert hat. Inhaltlich und auch vom Schreibstil her, war Xiaolus Buch jedoch komplett anders.
Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie objektiv sie von ihrer Kindheit erzählt hat. Sie hat nichts beschönigt und keinen Teil ausgelassen, auch wenn es einige Male nicht schön zu lesen war, was sie erzählte. Aber das gefällt mir am Besten, so kann man am besten mitfiebern.
Zum anderen hat sie aber auch Gefühle reingebracht, die sie gegenüber Personen hatte, zu der Zeit, wo sie zum Beispiel bei ihren Eltern gewohnt hat, aber auch heute.
Nicht so gut hat mir gefallen, dass zum Beispiel die Geschichte vonXiaolu in der Obhut des Bauernpaares ganz ausgelassen wurde. Natürlich war das, als sie noch ganz klein war und sie hat keine Erinnerung mehr daran, aber dafür, dass es im Klappentext so lang und breit erwähnt wurde, hätte ich etwas mehr über diesen Lebensabschnitt erwartet.
Trotzdem ließ sich das Buch sehr schnell und leicht lesen. Manchmal, wenn ich aufhörte zu lesen, blieben meine Gedanken an der Geschichte hängen und ich musste irgendwann weiterlesen. Das sind die besten Bücher, die das mit mir machen.

Voransicht

  • Weitere E-Books der Autorin