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Farbenblind

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20643-7

Erschienen:  06.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Trevor Noah kam 1984 im Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt. Zu einer Zeit, da das südafrikanische Apartheidsregime „gemischtrassige“ Beziehungen weiterhin unter Strafe stellte. Als Kind, das es nicht geben durfte, erlebte er Armut und systematischen Rassismus, aber auch die mutige Auflehnung seiner "farbenblinden" Eltern, die einfallsreich versuchten, Trennungen zwischen Ethnien und Geschlechtern zu überwinden. Heute ist er ein international gefeierter Comedian, der die legendäre "The Daily Show" in den USA leitet und weltweit – ob Sydney, Dubai, Toronto, San Francisco oder Berlin – in ausverkauften Sälen auftritt.

In "Farbenblind" erzählt Trevor Noah ebenso feinsinnig wie komisch in achtzehn Geschichten von seinem Aufwachsen in Südafrika, das den ganzen Aberwitz der Apartheid bündelt: warum ihn seine Mutter aus einem fahrenden Minibus warf, um Gottes Willen zu erfüllen, welche Musik er für einen tanzenden Hitler aufzulegen pflegte, um sein erstes Geld zu verdienen, und wie ihn eine Überwachungskamera, die nicht einmal zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden konnte, vor dem Gefängnis bewahrte.

»Er kokettiert mit dem Leser. Witzig? Ja. Eine Lachnummer? Nein«

Olivia Samnick, Spiegel Online (13.03.2017)

Trevor Noah (Autor)

Trevor Noah, geboren 1984 in Johannisburg, ist als Fernseh- und Radiomoderator, Comedian und Schauspieler tätig. 2011 zog er in die Vereinigten Staaten, im selben Jahr erschien die mehrfach preisgekrönte Netflix-Dokumentation You Laugh, But It's True über seinen Werdegang als Künstler bis zu seinem ersten Soloprogramm. 2015 wurde er als "Personality of the Year" bei den MTV Africa Music Awards ausgezeichnet und übernahm die Präsentation der einflussreichen US-amerikanischen Satiresendung The Daily Show. Noah, der sieben Sprachen spricht, darunter Deutsch, lebt in New York.

»Er kokettiert mit dem Leser. Witzig? Ja. Eine Lachnummer? Nein«

Olivia Samnick, Spiegel Online (13.03.2017)

»Farbenblind ist rührend und komisch und enthält ziemlich gute Beobachtungen. Denn niemand sieht die Absurditäten eines Systems besser als der, der durch jedes Raster fällt.«

Andrea Diener, Frankfurter Allgemeine Zeitung (20.06.2017)

»Sein Talent ist das Geschichtenerzählen ... Packend, luzide, selbstironisch bringt er die Tragik seines Heimatlands auf den Punkt …«

Viola Schenz, Süddeutsche Zeitung (07.08.2017)

»Noahs Erzählung liest sich rasant, und sie erlangt aktuelle Relevanz durch die Mittlerrolle des Erzählenden im Zeitalter des wiedererstarkenden Rassismus.«

Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel (23.04.2017)

»Damit liefert Noah auch ein – über tatsächlich atemberaubende Geschichten erzeugtes – faszinierend komplexes und grotesk-realistisches Kaleidoskop der Übergangsjahre Südafrikas.«

Axel Timo Purr, Neue Zürcher Zeitung (19.05.2017)

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Aus dem Englischen von Heike Schlatterer
Originaltitel: Born a Crime - Stories From A South African Childhood
Originalverlag: Spiegel & Grau

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20643-7

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen:  06.03.2017

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Absolut begeisternd

Von: Ponine T. Datum: 20.12.2017

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Trevor Noah ist ein international gefeierter Comedian, der die legendäre "The Daily Show" in den USA leitet und weltweit in ausverkauften Sälen auftritt. Aber er ist auch der Sohn einer Xhosa und eines Schweizers, der 1984 im Township Soweto geboren wird und damit eigentlich gar nicht existieren dürfte. Denn 1984 ist das Apartheits-Regime in Südafrika auf dem Höhepunkt und Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen werden systematisch unterdrückt ...


In diesem Buch deckt Noah mit 18 Geschichten die ersten 18 Jahre seines Lebens ab und gibt einen Einblick in diesen völlig absurden Rssismus, mit dem er und seine Mutter tagtäglich konfrontiert waren. Mich hat das bereits deshalb fasziniert, weil Noah nur zwei Jahre jünger ist als ich und dieses System der Apartheit für mich nicht nur unbegreiflich ist, sondern voe allem so weit weg - systematische Ausgrenzung, das assoziiere ich mit dem Nationalsozialismus, dass es aber Leute betroffen hat, die mein Alter haben, das ist für mich ein manchmal verstörender Gedanke. Und grade, weil ich so nah an Noahs Alter bin, konnte ich mich in sehr viele dieser Zeitpunkte hineinversetzen und mit ihm mitempfinden. Dabei hilft aber auch, dass er eine gewaltige Portion Glagenhumor beweist und mit seinem Buch nicht nur Mitleid schinden will, sondern auch zeigt, dass gerade durch mutige Leute wie seine Eltern die Apartheit beendet werden konnte.


Vor allem aber ist es eine Auseinandersetzung mit der Suche nach Identität und Gruppenzugehörigkeit, sei sie von außen impliziert oder das eigene Bedürfnis. Er selbst kann sich keiner Gruppe zugehörig fühlen, sagt von sich selbst, dass er in ganz Südafrika keinen Menschen kennt wie ihn: 2In Soweto waren alle Menschen schwarz, nur ich nicht. In der Schule waren alle weiß, nur ich nicht. In einem Land mit 50 Millionen Einwohnern kannte ich sonst niemanden, der so war wie ich." Diese fehlende Identität löst bei ihm aber auch das aus, was seinen Erfolg ausmachen wird, die Möglichkeit, sich in verschiedene Gruppen einzugliedern und sie zur Basis seines Witzes zu machen, zuerst, um Anerkennung zu erhalten, dann, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.Noah kann sehr nachdenklich sein, versteckt das aber hinter schneidendem Sarkasmus, der beim Lesen doch manchmal stocken lässt.


Ich fand das Buch wirklich großartig, nicht nur, weil es gut zu lesen ist, sondern weil er es schafft, Informationen und Witz zu kombinieren, sodass man dem gerne folgt. Uneingeschränkte Empfehlung für alle :-)

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Als Verbrechen geboren

Von: Bookish Jay Datum: 02.01.2018

bookish-jay.blogspot.de

Klappentext
Trevor Noah wurde schon als Verbrechen geboren. Er kam 1984 im südafrikanischen Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt - ein Gesetzesbruch unter dem Apartheidregime. In Farbenblind erzählt Trevor Noah ebenso feinsinnig wie komisch in achtzehn Geschichten von seinem Aufwachsen in Südafrika, das den ganzen Aberwitz der Apartheid bündelt.


Meinung
Trevor Noah erzählt uns von seinem Leben, wie er als Junge die Apartheid und die Folgen erlebt und am eigenen Leib zu spüren bekommt. Wer hier nun eine traurige, selbstmitleidige Autobiografie erwartet, ist an der falschen Stelle. Trevor Noah erzählt in vielen Momenten sehr einfühlsam von seinem Leben und dem Aufwachsen in Südafrika.

Als Leser habe ich schnell gemerkt, dass Trevor Noah nie seinen Humor verloren hat. „Farbenblind“ ist gefühlvoll, mitreißend, berührend und auch traurig, aber mit viel Humor und Selbstironie.

Trevor’s Mutter spielt eine überaus wichtige Rolle. Sie hat ihren Sohn zu dem Mann erzogen, der er heute ist. Sie ist eine willensstarke Frau, die sich nicht mal von der Regierung oder der Apartheid unterkriegen lässt. Ihre Erziehung ist - wie man so schön sagt - hart, aber herzlich. Alles, was sie tut, geschieht aus Lieb zu ihren Kindern. In sehr vielen Augenblicken habe ich zu Patricia Noah hinaufgeblickt. Eine bewundernswerte Frau!
Sie erzieht Trevor zu einem anständigen Mann und bläut ihm ein, dass er mit Bildung alles in seinem Leben erreichen kann.

„Meine Mutter erzählte mir von ihrem Leben, damit ich unser Leben nicht für selbstverständlich hielt, aber sie verfiel nie in Selbstmitleid. » […] Das Leben ist voller Schmerz. Die Schmerzen sollen dich härter machen, aber halt nicht daran fest. Sei nicht verbittert. « Und das war sie auch nie.“

Ich habe „Farbenblind“ sehr gerne gelesen. Es ist erschreckend, was die Apartheid damals (und heute auch noch) mit den Menschen gemacht hat. Aber Trevor Noah hat seine eigene Art damit umzugehen und weiß auch, wie er dies dem Leser mitgeben kann - mit seinem eigenen Galgenhumor.


Fazit
Ich empfehle „Farbenblind“ sehr gerne weiter! Vor allem für Leser, die sich für die Themen Apartheid und Rassismus interessieren. Das Buch erhält fünf von fünf Sterne von mir!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Barbara Pernter aus Bozen/Bolzano Datum: 10.04.2017

Buchhandlung: Athesia Buch GmbH

Was für ein Buch! Dieser Mann hat wirklich was zu erzählen und es macht Spaß, aber auch sprachlos, zuzuhören.

Von: Lynne Forster aus Köln Datum: 28.02.2017

Buchhandlung: einzigundartig

Trevor Noah ist ein meisterhafter Erzähler, der es schafft, "eines jungen Mannes lange, peinliche und bisweilen tragische und häufig beschämende Lehre in Herzenssachen" mit der ihm eigenen Komik darzustellen, nur um im nächsten Satz wieder die Schrecken seiner Kindheit während und nach der Apartheid zu beleuchten.

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