Habitat

Roman

(4)
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Die Menschheit hat ihren Fuß auf den Mars gesetzt. Die neue Habitatsiedlung „Endeavor“ wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Einhundertzwanzig Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten hier. Sie sind auf alle Eventualitäten vorbereitet – nur nicht darauf, dass plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Gefangen auf dem Mars, können die Kolonisten über die Katastrophe, die auf ihrem Heimatplaneten passiert sein mag, nur rätseln. Und hoffen, dass sie hier überleben …


Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
Originaltitel: Retrograde
Originalverlag: John Joseph Adams/Houghton Mifflin Harcourt
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23023-4
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannendes, sehr authentisches Marsabenteuer.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

14.03.2019

Die Menschheit hat es geschafft und den Mars kolonisiert. Die erste Siedlung in Form eines Habitats nennt sich „Endeavor“ und wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten und forschen, bis plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Vollkommen auf sich allein gestellt rätseln sie darüber, was auf der Erde geschehen sein könnte. Denn ohne Hilfe der Erdbewohner würde bald ein Überlebenskampf auf dem Mars beginnen … . Ähnlich wie Andy Weir in seinem atemberaubenden Debütroman „Der Marsianer“ entführt uns Peter Cawdron mit „Habitat“ in eine Zukunft, die gar nicht so weit entfernt scheint. Wissenschaftlich fundiert und äußerst spannend entwirft der Autor eine Welt, in der man sich trotz aller Schrecken die dort passieren, auf gewisse Art und Weise wohl und heimelig fühlt. Dem Autor gelingt es von der ersten Seite an, den Leser zu fesseln und in die Geschichte hineinzuziehen. Obwohl nicht wirklich viel passiert, kann man das Buch schwer aus der Hand legen, denn der flüssige Schreibstil und die Flut an Informationen schaffen es, dass man die Welt um sich herum vollkommen vergisst und unbedingt wissen will, wie es den Protagonisten ergeht. Mit einer Ausgangssituation, die man zwar aus diversen Science-Fiction-Filmen und -Büchern schon kennt, schleudert Cawdron seine Leser in ein wahres Pageturner-Szenario. Cawdron hat hervorragend recherchiert und man nimmt ihm alles, was (noch) nicht Wirklichkeit geworden ist, absolut ab. Selbstredend, dass man sich bei diesem Handlungsort natürlich sofort an „Der Marsianer“ erinnert, doch der Autor geht einen Schritt weiter und widmet sich in seinem Roman nicht nur einem einzelnen Menschen, der auf dem Mars zu überleben versucht, sondern schildert die Probleme einer ganzen Gruppe von Menschen, die aus verschiedenen Ländern der Welt stammen. Es ist wirklich mit äußerstem Geschick beschrieben, wie sich die einzelnen Nationalitäten ins Gehege geraten. Cawdron stellt in seinem Roman den Menschen in den Mittelpunkt, obwohl es in „Habitat“ auch sehr viel, um nicht zu sagen eigentlich hauptsächlich, um künstliche Intelligenz geht. Die Entwicklung des Plots ist absolut atemberaubend und, wie oben schon erwähnt, obwohl nicht viel passiert, kann man sich dem Sog dieses Buches schlichtweg nicht entziehen. Auf den ein oder anderen mag die erste Hälfte des Buches langatmig wirken, für mich war dieser langsame Einstieg ein optimales Stilmittel, um eben jene atemberaubende Spannung zu schaffen, die die zweite Hälfte des Buches dann einnimmt. Das einzige klitzekleine Manko, dass dieser Roman für mich hatte, war, dass er im Präsens geschrieben wurde. Daran musste ich mich während der ersten Seiten erst einmal gewöhnen. Wenn man aber genauer darüber nachdenkt, ist gerade die Schilderung in der Gegenwartsform ausschlaggebend für die Intensität der Geschichte. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass die Story noch hundert oder mehr Seiten länger hätte dauern können, denn dann wären vielleicht die Charakterzeichnungen tiefer gehender und deutlicher geworden und der Leser hätte noch mehr Anteil an ihrem Schicksal genommen. So ist es aber leider so, dass einem trotz der unglaublichen Spannung und tollen Atmosphäre die Personen relativ egal sind. Man hätte den Plot durchaus mehr ausweiten und sogar eine Trilogie machen können, finde ich. Denn dann wäre auch das interessante Leben auf dem Mars nicht zu kurz gekommen. Und die zwischenmenschlichen Beziehungen hätten viel intensiver beschrieben und eindringlicher beschrieben werden können. Aber im Grunde genommen ist meine Kritik diesbezüglich ein Jammern auf hohem Niveau, denn „Habitat“ hat mich hervorragend unterhalten und ich freue mich schon sehr auf ein (hoffentlich) weiteres Werk des Autors. . Fazit: Spannendes, sehr authentisches Marsabenteuer. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Interessante Thematik

Von: Luilines Blog

02.02.2019

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Nach "Der Marsianer" von Andy Weir haben Bücher, die auf dem Mars spielen, eine besondere Fazination. Mit knapp 350 Seiten ist das Buch für einen Science-Fiction Roman recht dünn. Umso mehr war ich gespannt, wie Peter Cawdron die Geschichte umsetzen wird. In diesem Buch haben wir eine weibliche Protagonistin aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Liz ist Biologin und gehört zum amerikanischen Team. Man ist sofort in der Geschichte drin und es geht direkt spannend und rasant los. In der Siedlung leben über 100 Menschen, es werden ein paar auch näher vorgestellt. Trotzdem hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass es viele Menschen auf dem Mars gibt. Der Autor hat sich auch in seinen Beschreibungen nur auf wenige Personen beschränkt. Das Buch nimmt irgendwann eine wichtige Wendung, die mich positiv überrascht hat. Der Autor behandelt ein sehr interessantes Thema, welches ich hier aber nicht vorwegnehmen möchte. Anhand der Beschreibung hatte ich mir etwas anderes vom Buch versprochen, die Entwicklung hat mir aber trotzdem gefallen. Der Schreibstil von Cawdron hat mir gut gefallen. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Autor sehr gut recherchiert hat und die wissenschaftlichen Aspekte wurden nicht zu kompliziert beschrieben. Gerade zum Ende hin ist das Buch sehr actionreich und rasant. Die Protagonisten sind mir leider zu eindimensional gewesen und ich konnte keine wirkliche Verbindung zu Liz aufbauen. Die Personen waren imsgesamt relativ austauschbar. Fazit: Trotz der interessanten Thematik und dem Setting auf dem Mars konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Einige Aspekte wurden mir nicht ausführlich genug behandelt. Daher gibt es von mir 3 Sterne!

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Vita

Peter Cawdron ist in Neuseeland geboren und aufgewachsen, reiste einige Jahre durch die USA und Schottland, bevor er sich in Australien niederließ. Er schreibt Science-Fiction-Romane und hat sich dabei auf Action- und Abenteuerromane mit wissenschaftlichem Hintergrund spezialisiert.

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