Kill 'em all

Roman

(7)
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2017 – die Ära von Trump, Brexit und Fake-News. Zwanzig Jahre sind seit Steven Stelfoxs mörderischem Rundumschlag in Kill Your Friends vergangen. In Gott bewahre trat er noch einmal als unerbittlicher Juror der größten amerikanischen Casting-Show in Erscheinung.

Nun, mit siebenundvierzig Jahren genießt er ein geruhsames Jetset-Leben. Wenn er Langeweile hat, verdingt er sich als Berater in der Musikindustrie. Und löst Probleme.

Und sein alter Freund James Trellick, mittlerweile CEO der größten amerikanischen Plattenfirma, hat ein massives Problem: Sein Künstler Lucius Du Pre ist der erfolgreichste Popstar auf Erden. Nun ja, er war der erfolgreichste Popstar auf Erden. Inzwischen ist er ein hoffnungsloser Junkie und unberechenbares Sexmonster. Um die irrsinnigen Vorschüsse wieder einzuspielen, ist eine weltweite Comeback-Tour geplant. Doch dafür müsste er erst wieder in Form kommen. Und es gilt einen Erpressungsversuch abzuwenden - ein Video mit kompromittierenden Szenen, das nie an die Öffentlichkeit gelangen darf.

Welcome back, Steven Stelfox. Er kennt keine moralischen Bedenken und geht bekanntlich über Leichen. Und das Klima des »amerikanischen Gemetzels« - des Populismus, der puren Gier und der großen Lügen - spielt ihm zu. Aber in dieser Zeit der Unsicherheit weiß man natürlich nie, was als Nächstes geschieht.

»Keiner verbindet maximale Derbheit so smart mit politischer Haltung wie John Niven.«

Berliner Zeitung

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: Kill em all
Originalverlag: Heineman
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22016-7
Erschienen am  21. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der neue Niven mit dem alten Steven Stelfox ist da und wieder bin ich restlos begeistert.

Von: Pink Anemone

19.03.2019

2017 – die Ära von Trump, Brexit und Fake-News. Zwanzig Jahre sind seit Steven Stelfoxs mörderischem Rundumschlag in Kill Your Friends vergangen. In Gott bewahre trat er noch einmal als unerbittlicher Juror der größten amerikanischen Casting-Show in Erscheinung. Nun, mit siebenundvierzig Jahren genießt er ein geruhsames Jetset-Leben. Wenn er Langeweile hat, verdingt er sich als Berater in der Musikindustrie. Und löst Probleme. Und sein alter Freund James Trellick, mittlerweile CEO der größten amerikanischen Plattenfirma, hat ein massives Problem: Sein Künstler Lucius Du Pre ist der erfolgreichste Popstar auf Erden. Nun ja, er war der erfolgreichste Popstar auf Erden. Inzwischen ist er ein hoffnungsloser Junkie und unberechenbares Sexmonster. Um die irrsinnigen Vorschüsse wieder einzuspielen, ist eine weltweite Comeback-Tour geplant. Doch dafür müsste er erst wieder in Form kommen. Und es gilt einen Erpressungsversuch abzuwenden - ein Video mit kompromittierenden Szenen, das nie an die Öffentlichkeit gelangen darf.... (Klappentext) ♫♫♫♫♫ "Falls ihr euch in den letzten fünfzehn Jahren den Taliban angeschlossen, in einer Höhle gehaust, Nagelbomben gebaut und Bergziegen penetriert haben solltet, stelle ich mich gerne noch mal kurz vor...." (S. 10) Trigger: Sexismus, Rassismus, Pädophilie, Drogen- und Alkoholmissbrauch Der Oberarsch ist wieder da! Noch geld- und machtgeiler, mit einer Arroganz, die einem regelrecht entgegen springt, mit einem ausgeprägten sexistischem Arschlochgehabe und narzisstischer als Trump. Die Rede ist von Steven Stelfox. In den 90ern Musik-Manager der über Leichen ging ("Kill your Friends"), 2003 wollte er bei einer Castingshow Jesus persönlich übern Tisch ziehen ("Gott bewahre") und nun, mit 47, genießt er sein Leben mit seinen, mehr oder weniger, hart erarbeiteten Millionen. Doch Geld kann man ja bekanntlich nie genug haben und daher verdient er sich hin und wieder ein kleines Taschengeld hinzu (unter einem sechsstelligen Betrag läuft da natürlich gar nichts). Als Problemlöser, besser gesagt als "Consultant", wenn Deals an Land gezogen werden müssen oder jemand im Showbiz abgesägt werden soll, dann ruft man Stelfox an. Wo Stelfox ist, ist James Trellick nicht weit - Rechtsverdreher und Geschäftsführer eines Musiklabels und dieser benötigt nun genau solche Art von Hilfe. Sein Star ist der erfolgreichste Popstar ever, quasi "The Emperor of Pop". Dieser hat ein massives Drogenproblem, hat abstoßende sexuelle Vorlieben und wird nun erpresst. Das alles gerade kurz vor seiner Comeback-Tour und völlig pleite ist der auch noch. Keine Frage, hier muss einer her der keine Moral kennt und keine Skrupel hat - einer wie Stelfox und dieser hat eine ganz eigene Art mit Problemen dieses Kalibers umzugehen und diese auch zu beseitigen. Wir lesen hier aus mehreren Perspektiven. Allen voran natürlich aus Stevens Sicht, weiters aus die des problem- und medikamenten-durchgebeutelten Popstar, der Erpresser und aus der Sicht des Anwalts der Erpresser. Man ist also immer auf dem Laufenden. Beim Popstar wird schnell klar auf wen sich Niven hier eingeschossen hat. Auch wenn klar ist, dass es sich hier nicht um Michael Jackson handelt, so entdeckt man doch sehr viele Parallelen, auch wenn diese völlig gegenteilig sind. "Lucius hatte - das bekam er schon seit Kindheitstagen zu hören - den Gang eines Schwarzen. Er tanzte wie ein Schwarzer. Er sang wie ein Schwarzer. Unglücklicherweise und zu seiner unendlichen Frustration war er von Geburt an weiß. In den letzten zwanzig Jahren hatte er eine Reihe kostspieliger, gewagter und - in einigen Fällen - überaus unbedachte Operationen über sich ergehen lassen, um diesen Zustand zu korrigieren." (S. 32) Das Lucius Du Pre, der besagte Popstar, völlig im Eckt steht, wird ebenso schnell klar. Zu Mißbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten und minderjährigen Jungen, kommt noch ein völlig verkorkstes und vor allem pathologisches Selbstbild hinzu. Stelfox ist das alles egal. Ihm geht es nur darum, das Problem in den Griff zu bekommen, eine Lösung zu finden und daraus natürlich auch ordentlich Kapital zu schlagen. Doch alles läuft aus dem Ruder und die einzige Frage die er sich dann stellt ist: "Über wieviel Leichen muss ich diesmal gehen?" "...Ich meine aber auch, dass diese Idioten genau das sind, worauf die Millionen von hirnverbrannten, inzüchtigen, hinterwäldlerischen, arschgesichtigen Yankee-Raver stehen, die Woche für Woche die Clubs von Las Vegas bevölkern, um bei den Sets von Dj Rektalkrebs und MC Kacke-ich-hab-mich-eingeschissen den Verstand zu verlieren." (S. 48) Steven ist noch immer der gleiche Arsch so wie wir ihn aus "Kill your friends" und "Gott bewahre" kennen - ein Unsympathler und geldgeiler Wichser ohne Gewissen. Political Correctness - Fehlanzeige und aufgrund der oben genannten Triggerwarnung sind manche Szenen wirklich harter Stoff. Zwischen mir und diesem Protagonisten besteht so etwas wie eine Hass-Liebe. Ich hasse ihn als Mensch, aber liebe ihn als Protagonisten. Vor allem liebe ich jedoch die populistische Art des Autors uns den Kapitalismus, nicht nur in der Musikindustrie, vor Augen zu halten und das auf seine unvergleichliche Art und Weise - direkt, derb, schockierend, aber auch mit verdammt viel schwarzen Humor und Sarkasmus. "Lucius Du Pre ist pleite. Aber nicht so pleite, wie ihr das kennt. Ihr Idioten, die ihr nichts besseres zu tun habt, als auf eurem dämlichen Arsch zu sitzen und ein beschissenes Buch zu lesen." (S. 53) Beim Lesen wechseln sich Abscheu und Entsetzen mit Lachen und Spannung mit einem unglaublichen Tempo ab. Unzählige Wendungen halten einem auf Trab, während einem die heutige Gesellschaft und deren Sucht nach Fame und Geld vor die Nase geknallt wird. Das Ende ist absolut abgefahren, lässt einem böse grinsen und gleichzeitig auf eine Fortsetzung hoffen. Dies ist übrigens der 3. Teil der Stelfox-Reihe, wenn man so will. Jeder Band kann aber durchaus eigenständig gelesen werden. Ich empfehle jedoch zumindest "Kill your Friends" vor dem vorliegenden Buch zu lesen, um in die Stelfox-Welt einzutauchen. Fazit: Und wieder lässt mich ein Niven begeistert zurück und wieder kann ich mich nur wiederholen, indem ich sage, dass dieser Autor es einfach drauf hat die Leser zu schockieren, zum Lachen zu bringen und gleichzeitig über unsere kapitalistische Gesellschaft nachzudenken. © Pink Anemone

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Einfach grandios, Steven Stelfox in Höchstform

Von: booksurfer

16.03.2019

Steven Stelfox ist zurück und das noch skrupelloser und intriganter als im Vorgängerroman Kill your Friends. 20 Jahre sind vergangen seit Steven die Musikindustrie richtig aufgemischt hat. Nachdem er eine der größten Musik Casting Show auf die Beine gestellt hat verabschiedet sich Stelfox in den Ruhestand. Hier beginnt die Geschichte von Kill em all. Steven wird langweilig und es reicht ihm nicht nur mit seiner Luxusyacht durch die Welt zu segeln. Er braucht mehr einen neuen Kick und vor allem mehr Geld. Deshalb kann er auch kaum Nein sagen als sein alter Freund James Trellick ihn bittet ihm bei seinem Klienten Lucius Du Pre zu helfen. Du Pre ist einer der bekanntesten Popstars der Welt, der gerne schwarz wäre und einen Hang zu kleinen Kindern hat und auf seiner Ranch Narnia lebt. Und damit beginnt der nächste abgefahrene Trip auf dem wir Steven begleiten bestehend aus Erpessung, Entführung, Manipulation und vor allem, wie könnte es bei Stelfox anders sein, ganz viel Gewalt und Blut. Als ich gelesen hab das es eine Fortsetzung zu Kill your Friends geben wird war ich total aus dem Häuschen. Meine Lieblingsekel bekommt, nach einem kurzem Auftritt in Nivens "Gott bewahre" eine zweites Buch gewidmet. Und wie auch in Nivens anderen Büchern trieft es wieder nur so vor schwarzem Humor, Zynismus und Anspielungen auf die aktuelle politische Lage. Ob es nun der Brexit ist Fake News oder #metoo nichts bleibt verschont. Damit kommt nicht jeder Leser klar ich fand es wieder großartig. Und wenn ich ehrlich bin hat mich die Michael Jackson Parodie von Lucius Du Pre am meisten begeistern können. Die Geschichte ist so grandios konstruiert, sie wendet und dreht sich und am Ende wenn man denkt man hat alles durch kommt nochmal der große Knall. John Niven hat in diesem Buch mit Überraschungen nicht gespart. Die Figuren sind alle so messerscharf gezeichne tdas man gar nicht genug von ihnen bekommen kann. Im Prinzip ist jeder ein Arschloch aber man mag sie trotzdem irgendwie allen voran Steven Stelfox. Aber auch wenn in dem Buch vieles überspitzt dargestellt wird darf man nicht vergessen das vieles so schon in unserrer Welt existiert und John Nivens hier direkt mit dem Finger draufzeigt. Nivens Schreibstil konnte mich auch bei diesem Buch wieder an die Seiten fesseln. Er zieht einen in die Geschichte und am liebsten würde man erst am Ende wieder auftauchen. Für mich zählt Kill em all schon jetzt zu meinen Jahres Highlights und damit ist John Niven endgültig in die Riege meiner Lieblingsautoren aufgestiegen.

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Vita

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male, Old School, Alte Freunde und Kill 'em all. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

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Events

23. März 2019

Lesung mit John Niven

20:00 Uhr | Leipzig | Lesungen & Events
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24. März 2019

Lesung mit John Niven

20:00 Uhr | Hamburg | Lesungen & Events
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25. März 2019

Lesung mit John Niven

20:00 Uhr | München | Lesungen & Events
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27. März 2019

Kill ’em all! Mit John Niven und Thorsten Nagelschmidt

18:00 Uhr | Köln | Lesungen & Events
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Pressestimmen

»John Niven versteht unsere Ära besser als fast jeder andere.«

Douglas Coupland

»Ein großartiger Satire-Thriller voller Action. Und gleichzeitig ein Roman über die Trump-Ära, Reality-TV und Fake News. Niven gelingt das rare Kunststück, diese Dinge in Form einer Komödie zu verarbeiten.«

Irvine Welsh